AT241456B - Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonamiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonamiden

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AT241456B AT468263A AT468263A AT241456B AT 241456 B AT241456 B AT 241456B AT 468263 A AT468263 A AT 468263A AT 468263 A AT468263 A AT 468263A AT 241456 B AT241456 B AT 241456B
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  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonamiden 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen   3-Sulfanilamido-4. 5-di (niederalkyl) -   - isoxazolen, insbesondere des neuen   3-Sulfanilamido-4, 5-dimethyl-isoxazols,   sowie von Salzen solcher Sulfonamide, insbesondere von Salzen mit starken Basen. 



   Die erfindungsgemäss erhältlichenneuen   3-Sulfanilamido-4, 5-di (niederalkyl)-isoyazole   entsprechen der allgemeinen Formel I : 
 EMI1.1 
 worin R und Rl zwei gleiche oder verschiedenartige, niedere Alkylgruppen, wie Methyl, Äthyl, Propyl, insbesondere aber je eine Methylgruppe bedeuten. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man ein   3-Amino-4, 5-di (nieder-   alkyl)-isoxazol mit einem Benzolsulfohalogenid umsetzt, das in para-Stellung einen in die Aminogruppe überfiihrbaren Substituenten trägt und, nach erfolgter Umsetzung, den p-Substituenten in die Aminogruppe umwandelt, sowie, erwünschtenfalls, das erhaltene   3-Sulfanilamido-4, 5-di (niederalkyl) -isoxazol   in ein Salz überführt. 



   Die Umsetzung der   Amino-isoxazol-Komponente   mit   der'Benzolsulfohalogenid-Komponente   und die Überführung des p-Substituenten in die Aminogruppe nach erfolgter Kupplung, wie schliesslich auch die Salzbildung können in an sich bekannter Weise erfolgen. So kann man z. B.   3-Amino-4, 5-dimethyl-isox-   azol in Gegenwart von Pyridin mit   p-Acetaminobenzolsulfochlorid   bei Raumtemperatur oder leicht erhöhter Temperatur umsetzen und das   erhaltene 3- (N4, -Acetylsulfanilamido) -4, 5-dimethyl-isoxazol mit   einer wässerigen Lösung eines Alkalihydroxyds, z. B. Natriumhydroxyd, unter Erwärmen zum 3-Sulfanilamido-4,5-dimethyl-isoxazol verseifen.

   Als p-Substituenten der Benzolsulfohalogenidkomponente kommen ausser dem oben genannten Acetaminorest weitere   Acylaminoreste   in Betracht, ferner ; Carbalkoxyamino, wie Carbäthoxyamino,   Nitro ; Arylazo,   wie Phenylazo. Diese p-Substituenten lassen sich durch Hydrolyse oder Reduktion leicht in die Aminogruppe überführen. 



   Die erfindungsgemäss erhältlichen, neuen Sulfonamide der Formel I können mit stärkeren Basen, wie Alkalihydroxyden,   z. B. Kalium- oder Natriumhydroxyd, Alkalicarbonaten, z. B. Natriumcarbonat,   oder Aminen, wie Äthanolamin, Diäthanolamin, in Salze übergeführt werden. 



   Die Sulfonamide der Formel 1 sowie ihre Salze mit starken Basen sind gegen   eine Vielzahl von   grampositiven und gramnegativen Bakterien hoch wirksam. Sie können dementsprechend zur Behandlung z. B. von   E. Coli-,   Pneumokokken-, Streptokokken- oder Staphylokokken-Infektionen verwendet werden. Von Vorteil ist dabei die überraschend hohe Wasserlöslichkeit ihrer Alkalimetallsalze, wie   z. B.   des Natriumsalzes von   3-Sulfanilamido-4,     5-dimethyl-isoxazol..   



   Die Verfahrensprodukte können als Heilmittel z. B. in Form pharmazeutischer Präparate Verwendung 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 finden. welche sie oder ihre Salze in Mischung mit einem für die enterale oder parenterale Applikation geeigneten pharmazeutischen, organischen oder anorganischen inerten Trägermaterial, wie z. B. Wasser, Gelatine, Milchzucker, Stärke, Magnesiumstearat, Talk, pflanzliche Öle, Gummi, Polyalkylenglykole, Vaseline usw. enthalten. Die pharmazeutischen Präparate können in fester Form z. B. als Ta-   bletten,   Dragees, Suppositorien, Kapseln, oder in flüssiger Form, z. B. als Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen, vorliegen.

   Gegebenenfalls sind sie sterilisiert und bzw. oder enthalten Hilfsstoffe, wie Konservierungs-,   Stabilisierungs-, Netz- oder   Emulgiermittel, Salze zur Veränderung des osmotischen Drukkes oder Pfuffer. Sie können auch noch andere therapeutisch wertvolle Stoffe enthalten. 



   Beispiel : Zu einer Lösung von 8, 4 g   3-Amino-4, 5-dimethyl-isoxazol   in 42 ml wasserfreiem Pyridin fügt man unter Schütteln 16, 8 g p-Acetamino-benzoesulfochlorid. Die Temperatur steigt dabei auf   50 C.   Nach 1 h fügt man 225 ml Wasser zu und überlässt das Gemisch 2 h der Kristallisation. Die ausgeschiedenen Kristalle werden filtriert, mit Wasser gut gewaschen und im Vakuum über Kaliumhydroxyd getrocknet. Man erhält so   18,     4 g 3- (N, -Acet lsulfanilamido) -4, 5-dimethyl-isoxazol vom Schmelzpunkt     227-230 C.   Nach Umkristallisation aus Äthanol beträgt der Schmelzpunkt 228-2300C. 



   Eine Mischung von 17, 4 g der erhaltenen N.-Acetylverbindung und 174 ml   10% figer   Natronlauge wird unter Rühren 1 h auf dem Wasserbad erhitzt. Man giesst die erhaltene Lösung in 348 ml siedendes Wasser, fügt 42 ml Essigsäure zu und überlässt die Mischung der Kristallisation. Nach Filtration, Waschen mit Wasser und Trocknen im Vakuum über Kaliumhydroxyd erhält man 14,3 g   3-Sulfanilamido-4,   5-dimethyl-isoxazol vom Schmelzpunkt   193 -195, 5OC.   Das Natriumsalz wird durch Behandlung mit wässeriger Natriumhydroxydlösung erhalten. 
 EMI2.1 
 Toluolschicht wird zweimal mit je 225 ml Wasser extrahiert und die schwere Phase in den vereinigten wässerigen Extrakten gelöst. 



   Die wässerige Lösung wird mit 54 g Hydroxylamin-hydrochlorid versetzt. Dann fügt man im Verlaufe von 45 min 112 g   50% igue   Natronlauge bei einer Temperatur unterhalb von   150C   zu. Die resultierende Lösung, die dann praktisch neutral ist, wird 1 h im Eisbad weitergerührt, das Eisbad dann entfernt, das Rühren 1/2 h fortgesetzt, wobei die Lösung Raumtemperatur annimmt. Die Mischung wird dann auf   85 C   erwärmt und 15 min bei dieser Temperatur gehalten. Dabei wird die Lösung trüb und es scheidet ein Öl aus, das nach Kühlung unter Rühren zu einer kristallinen Masse, dem   3-Methylamino-4, 5-dimethyl-   - isoxazol, erstarrt (50   g) ;   Schmelzpunkt   71-73 C.   



   Man stellt Mangandioxyd her, indem man im Verlaufe von 20 min eine Lösung von 180 g   MnSO. H O   in 400 ml Wasser zu einer Lösungvon 105g Kaliumpermanganat und 5 ml konz. Schwefelsäure in   2 l   Wasser unter Rühren zugibt. Das Mangandioxyd wird filtriert, mit Wasser gewaschen, im Vakuumofen bei   700C   10 h und dann einen Tag im Vakuumexsiccator über Kaliumhydroxyd getrocknet. Ausbeute 177 g. 



   Das so hergestellte Mangandioxyd wird unter Rühren zu einer Lösung von 3 g   3-Methylamino -4, 5-   - dimethyl-isoxazol in 300 ml Chloroform zugefügt. Die Temperatur steigt   auf 4loC.   Das Rühren wird 2 1/2 h fortgesetzt, wobei die Temperatur auf Raumtemperatur abfällt. Das Gemisch wird filtriert, das unlösliche Material mit frischem Chloroform gewaschen, und die Waschflüssigkeit mit dem Filtrat vereinigt. Das Gemisch wird unter reduziertem Druck zur Trockene eingedampft, wobei man einen Rück-   stand von l, 15   g mit dem Schmelzpunkt   96 - 1000e   erhält. Nach Umkristallisation aus Äthanol schmilzt das so erhaltene   3-Formamido-4, 5-dimethyl-isoxazol   bei   112-113 C.   



   Eine   Mischung von 0, 5   g   3-Formamido-4, 5-dimethyl-isoxazol, 1, 5   ml Wasser und 1, 5 ml   30igem   Wasserstoffsuperoxyd wird auf   600C   erwärmt und unter gelegentlichem Rühren 1 h bei dieser Temperatur gehalten. Nach Abkühlung erhält man   0, 43 g 3-Amino-4, 5-dimethyl-isoxazol vom Schmelzpunkt 112   bis   115 C.   Nach Umkristallisation steigt der Schmelzpunkt auf   115-117 C.   

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonamiden der allgemeinen Formel I : <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 EMI3.2 man ein 3-Amino-4, 5-di (niederalkyl)-isoxazol mit einem Benzolsulfohalogenid umsetzt, das in paraStellung einen in die Aminogruppe überführbaren Substituenten trägt und, nach erfolgter Umsetzung, den p-Substituenten in die Aminogruppe umwandelt, sowie erwünschtenfalls das erhaltene 3-Sulfanilamido- - 4, 5-di (niederalkyl)-isoxazol in ein Salz überführt.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man 3-Amino-4, 5-dimethyl- - isoxazol als Ausgangsstoff verwendet.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man 3-Amino- EMI3.3
AT468263A 1962-07-17 1963-06-11 Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonamiden AT241456B (de)

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