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Badeunterofen für feste Brennstoffe
Die handelsüblichen vier Grössen von Kessel für Badeöfen besitzen an ihrem Auflager am Unterofen einen Durchmesser von 315,355, 385 oder 410 mm. Es ist gebräuchlich, die Unteröfen normalerweise für einen Auflagerdurchmesser von 355 mm Durchmesser auszuführen und für die übrigen Kesseldurchmesser entsprechende Einlageringe vorzusehen.
Das mit dem zylindrischen Mantel bei gusseisernen Badeöfen mitgegossene Auflager behindert jedoch das Einbringen einer Rosteinrichtung. Es werden deshalb solche gusseiserne Badeunteröfen bisher zweiteilig ausgeführt, wobei entweder der obere, den Feuerraum bildende Teil, an seinem unteren Ende, oder der untere, den Aschenraum bildende Teil, an seinem oberen Ende zur Aufnahme der Rosteinrichtung ausgebildet ist. Der Feuerraum wird ringsum dann an seiner Innenseite mit Schamotte ausgekleidet.
Beide Ofenteile werden durch Schrauben oder Nieten miteinander verbunden. Wenn bei dieser Bauart
Schäden an der Schamotteauskleidung an Stellen der Mantelflächen, oder beim Rostlager nicht rechtzeitig bemerkt werden, so wird der Guss an diesen Stellen vom Feuer angegriffen und der Badeunterofen unbrauch- bar.
Auch bei jenen bekannten Ausführungen, bei welchen unterhalb der Schamotteauskleidung ein ebenes Rostlager eingelegt und von dieser teilweise überdeckt wird, besteht die Gefahr, dass bei Schadhaftwerden der Schamotteauskleidung der Gussmantel und das Rostlager durch das Feuer zerstört werden.
Eine Auswechslung des ebenen Rostlagers ist bei dieser Ausführung kompliziert und, wenn auch der Gussmantel bereits Schaden genommen hat, zwecklos.
Weiters ist es bei diesen Konstruktionen nicht gut möglich, für den Feuerraum und den Aschenraum eine gemeinsame Tür vorzusehen, da es in diesem Fall schwierig ist, den Feuer- und Aschenraum so voneinander zu trennen, dass die in den Aschenraum durch den Regelschieber eintretende Verbrennungsluft nicht in übermässiger Menge in den Feuerraum tritt und als Falschluft wirkt.
Bekanntlich ist ja die Schütthöhe des Brennstoffes bei Badeunteröfen sehr gering, so dass die in zu grosser Menge neben den Rost in den Feuerraum tretende Frischluft auf kurzem Weg direkt über bzw. oberhalb des Brennstoffes in den als Flammrohr des Kessels ausgebildeten Rauchabzug gelangt und sich wegen des ungünstigen Mengenverhältnisses nicht als Sekundärluft für eine gute Nachverbrennung der Schwelgase auswirken kann, sondern als Falschluft den primären Luftzutritt durch den Rost wegen des dort herrschenden grösseren Widerstandes unzulässig vermindert und hiedurch den Abbrand des Brennstoffes stört.
Der Erfindung lag deshalb die Aufgabe zugrunde, einen gusseisernen Badeunterofen zu schaffen, dessen zylindrischer Mantel aus einem Stück besteht und bei welchem an Stelle der Schamotteausmauerung und eines nicht oder nur schwer auswechselbaren Rostlagers bei vorhandenem, durch das mitgegossene Kessel- auflager verjüngtem oberem Manteldurchmesser ein den Rost tragender gusseiserner Einsatz leicht auswechselbar eingesetzt werden kann. Auch sollen der Feuerraum und der Aschenraum durch eine gemeinsame Tür verschliessbar sein und soll trotz des gemeinsamen Türrahmens die Trennung von Feuer- und Aschenraum bestehen bleiben.
Diese gestellte Aufgabe wurde durch die Erfindung dadurch gelöst, dass der Einsatz und die als seine Auflager im zylindrischen Ofenkörper vorgesehenen Angüsse so bemessen und ausgebildet sind, dass der Einsatz von unten her in den zylindrischen Ofenkörper in geneigter Stellung über die Angüsse hinweg eingeführt und in waagrechter Lage auf diese Angüsse zur Auflage gebracht werden kann, dass die Schürplatte zusammen mit einer an der Innenseite der den Feuer- und Aschenraum gemeinsam abschliessenden Tür vorgesehenen waagrechten Leiste den Aschenraum vom Feuerraum trennt und dass weiters am unteren Ende des zylindrischen gusseisernen Ofenkörpers eine zweiteilige Bodenplatte eingelegt ist, welche den Aschenraum nach unten abschliesst und ebenfalls von im Ofenkörper vorgesehenen Angüssen od. dgl.
getragen wird, wobei auch diese Angüsse so bemessen sind, dass der gusseiserne Einsatz in geneigter Stellung über sie hinweg in den zylindrischen Ofenkörper eingeführt werden kann.
In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform eines Badeunterofens gemäss der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 den Badeunterofen in einem lotrechten Schnitt nach Linie I-I in Fig. 2. Fig. 2 ist ein Schnitt nach Linie II-II in Fig. 1 und Fig. 3 ein Schnitt nach Linie III-III in Fig. 1.
Mit 1 ist in der Zeichnung der zylindrische Mantel des Badeunterofens bezeichnet, welcher an seiner oberen Öffnung den mitgegossenen Kesselauflagering 2 besitzt. Dieser Auflagering 2 ist für einen Kesseldurchmesser von beispielsweise 355 mm vorgesehen. Kommen andere Kesseldurchmesser zur Verwen-
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dung, so werden in bekannter Weise entsprechende Einlageringe eingesetzt. An der Innenseite des zylin- drischen Mantels 1 sind Angüsse 3 als Auflager für den gusseisernen Einsatz 4 und weiters Angüsse 5 als Auflager für die zweiteilige Bodenplatte 6 vorgesehen. Der gusseiserne Einsatz 4 besitzt an seinem
Boden eine Ausnehmung 7, in welche der Rost 8 eingelegt wird. An der der Tür 9 zugewandten Seite des
Einsatzes 4 ist eine Öffnung 10 vorgesehen, deren untere Begrenzung zu einer Schürplatte 11 ausgebildet ist.
An der Innenseite der Tür 9, welche den Feuer- und Aschenraum gemeinsam abschliesst, befindet sich eine Leiste 12, die bei geschlossener Tür 9 unter die Schürplatte 11 greift und auf diese Weise den Feuerraum vom Aschenraum trennt. Die Verbrennungsluft tritt durch das an der Tür 9 unterhalb der Leiste 12 angeordnete Regelorgan 13 in den Aschenraum und wird durch den Rost 8 dem Brennstoff zugeleitet.
Durch das Zusammenwirken von Schürplatte 11 und Leiste 12 wird verhindert, dass eine zu grosse Menge von Frischluft auf kurzem Weg neben dem Rost und dem Brennstoff als Falschluft zu dem Flammrohr des Kessels gelangt. Die geringe Menge Frischluft, die durch die verbleibende Stossfuge zwischen Schürplatte 11 und Leiste 12 in den Feuerraum gelangt, wirkt als gewünschte Sekundärluft für eine günstige Nachverbrennung der durch das Kesselflammrohr abziehenden Abgase. Den unteren Abschluss des Aschenraumes bildet eine aus zwei Teilen a und b bestehende Bodenplatte 6, welche auf die Angüsse 5 im Innern des zylindrischen Ofenmantels 1 aufgelegt wird. Zur Aufnahme der durch den Rost 8 fallenden Asche dient die durch die Tür 9 eingebrachte Aschenlade 14.
Das untere Ende des zylindrischen Ofenkörpers 1 ist mit drei symmetrisch angeordneten Füssen ausgestattet (in der Zeichnung nur zwei sichtbar).
Bei der Montage wird zuerst der gusseiserne Einsatz 4 durch die untere Öffnung des Ofenmantels 1 in diesen eingeführt, u. zw. in schräger Lage über die inneren Angüsse 5 und 3 des Mantels hinweg. In die waagrechte Lage geschwenkt wird dann der Einsatz 4 mit seinem Flansch 16 auf die Angüsse 3 aufgelegt. Ist dies geschehen, werden anschliessend die beiden Teile a und b der Bodenplatte 6 ebenfalls von unten her in den zylindrischen Mantel eingebracht und auf die Angüsse F aufgelegt. Um eine vollkommene Dichtheit der Bodenplatte zu erreichen, kann die Trennfuge derselben und die ringsum zwischen der Innenseite des Ofenmantels 1 und der Bodenplatte 6 verbleibende Fuge mit Eisenkitt gedichtet werden.
Normalerweise ist jedoch diese Massnahme nicht notwendig, da ein Badeunterofen keine Dauerbrandeigenschaft besitzen muss und durch das einfache Auflegen der Bodenplatte eine genügende Dichtheit erreicht wird, um durch das Regelorgan 13 den für den praktischen Betrieb des Badeofens notwendigen Abbrand dem jeweiligen Bedarf entsprechend regeln zu können.