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Waschmaschine
Die Erfindung betrifft eine Waschmaschine mit zum Waschen und Schleudern der Wäsche dienender Trommel, die im Laugenbehälter mit einem axial angeordneten Zapfen fliegend gelagert ist, wobei die am äusseren Ende des Lagerzapfens angebrachte Treibscheibe über mindestens einen Riementrieb mit einer auf der Welle des die Trommel beim Schleudern antreibenden Wechselstrommotors sitzenden Riemenscheibe verbunden ist.
Bei bekannten Waschmaschinen dieser Art war es bisher unvermeidlich, dass bei dem verhältnismässig schnellen Umlauf der Trommel während des Schleuderns und besonders beim Ein- und Ausschalten des Schleudermotors, also jeweils beimDurchlaufen der kritischen Drehzahl, ein starkes Flattern des Antriebsriemens und ein störendes Brummgeräusch auftrat.
Nach der Erfindung kann nun bei Waschmaschinen der eingangs beschriebenen Art der genannte Nachteil dadurch behoben werden, dass vorzugsweise an dem die Riemenscheibe tragenden Ende der Motorwelle eine zusätzliche Schwungmasse angeordnet ist.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass die beim'Anlaufen und beim Betrieb des in der Regel als Kurzschlussläufer ausgebildeten Wechselstrommotors für den Schleuderbetrieb auftretende Kräfte bei jeder Umdrehung des Läufers schwanken, so dass die Umlaufgeschwindigkeit des Läufers nicht genau gleichförmig ist. Diese Schwankungen sind zwar sehr gering, jedoch haben sie zur Folge, dass der Antriebsriemen zwischen Motor und Trommel zu Schwingungen angeregt wird, die auf die Trommel bzw. das schwingend aufgehängte System übertragen werden, das dann, als Resonator wirkend, verhältnismässig laute störende Geräusche abstrahlt.
Die zusätzliche Schwungscheibe gleicht diese Drehzahlschwankungen des Motors weitgehend aus, so dass der Riemen nicht mehr zum Schwingen angeregt wird und daher auch beim Durchlaufen der kritischen Drehzahlen im aufgehängten System keine störenden Resonanzschwingungen mehr erzeugt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Waschmaschine in Fig. 1 im Mittelschnitt dargestellt ; weiters zeigt Fig. 2 in grösserem Massstab einen Längsschnitt durch die auf der Läuferwelle befestigte zusätzliche Schwungmasse. In dem das Maschinengestell bildenden Gehäuse 1 der Waschmaschine ist ein Waschlaugenbehälter 2 oben an Federn 3 schwingend aufgehängt und unten durch elastisch zusammendrückbare, schwingungsdämpfende Stützen 4 abgestützt. Die Enden jeder Stütze 4 sind einerseits mit dem Waschlaugenbehälter 2 und anderseits mit dem Gehäuse 1 über schwingungsdämpfende Reibgelenke 5 verbunden.
In dem Waschlaugenbehälter 2 ist eine zur Aufnahme der Wäschestücke dienende i rommel 6 um ihre waagrecht verlaufende Mittelachse mit einem an ihrer einen Stirnwand 7 befestigten Zapfen 8 in einer Wand des Behälters 2 fliegend drehbar gelagert. Auf seinem aus dem Behälter 2 hinausragenden Ende trägt der Zapfen 8 eine Riemenscheibe 10 für den Antrieb der Trommel 6.
Die andere Stirnwand der Trommel 6 hat eine Öffnung 11 zum Einlegen und Herausnehmen der Wäsche. Diese Öffnung 11 ist zugänglich durch entsprechende Öffnungen 12, 13 im Behälter 2 und im Gehäuse 1. Die Ränder der Öffnungen 12 und 13 sind durch einen schlauchartigen Balg 14 aus Gummi oder gleichartigem Stoff flüssigkeitsdicht miteinander verbunden. Dieser Balg lässt gegenseitige Bewegungen des Behälters 2 und des Gehäuses 1 zu. Die Gehäuseöffnung 13 ist durch eine ein durchsichtiges Fenster 15 aufweisende Tür 16 flüssigkeitsdicht verschliessbar.
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An der Wand des Behälters 2 ist ein Elektromotor 17 befestigt, auf dessen Läuferwelle 18 eine Riemenscheibe 19 sitzt. Diese ist durch einen Keil 20 (Fig. 2) fest mit der Welle 18 verbunden und vermag über einen strichpunktiert angedeuteten Riemen 21 die Riemenscheibe 10 der Waschtrommel 6 anzutreiben. An dem Waschlaugenbehälter 2 kann auch noch ein zweiter, strichpunktiert angedeuteter Elektromotor 22 angeordnet sein, der beispielsweise zum langsamen Antreiben der Trommel 6 im Waschgang dient, während der Motor 17 die Trommel nur im Schleudergang mit verhältnismässig hoher Drehzahl antreibt. Dieser zweite Motor kann entfallen, wenn der Motor 17 auf zwei verschiedene Drehzahlen umschaltbar ist, so dass er die Trommel sowohl beim Waschgang als auch beim Schleudergang jeweils mit anderer Drehzahl anzutreiben vermag.
Auf dem abgesetzten äusseren Ende 23 der Läuferwelle 18 des Motors 17 ist dicht neben der Riemenscheibe 19 eine die zusätzliche Schwingungsmasse bildende Schwungscheibe 24 befestigt, die aus einem topfförmigen Blechziehteil besteht, dessen umgebogener äusserer Rand mit 25 bezeichnet ist.
Durch diese Ausbildung der Schwungscheibe wird eine Anhäufung der Masse am äusseren Rand der Schwungscheibe erzielt, wodurch das Schwungmoment Gd2 in erwünschter Weise erhöht wird. Der Rand 25 der Schwungscheibe 24 ist von der Riemenscheibe 19 weggerichtet, damit die Schwungscheibe dicht neben der Riemenscheibe angeordnet werden kann, ohne den Riemen 21 zu berühren.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, werden durch eine einzige Mutter 26 sowohl die Riemenscheibe 19 als auch die Schwungscheibe 24 auf der Läuferwelle 18 festgespannt. Eine Unterlegscheibe 27 fasst dabei mit einem aus ihr herausgebogenen Ansatz 28 in eine passende Öffnung 29 der Schwungscheibe ein. Diese Öffnung 29 ist durch einen aus der Schwungscheibe herausgedrückten Zapfen 30 gebildet, der in eine entsprechende Ausnehmung 31 in einem Ringbund 32 der Riemenscheibe 19 passt. Hiedurch ist die Schwungscheibe 24 mit der Riemenscheibe 19 derart verbunden, dass sich diese Teile im Betrieb nicht gegeneinander verdrehen können.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Waschmaschine mit zum Waschen und Schleudern der Wäsche dienender Trommel, die im Laugenbehälter mit einem axial angeordneten Zapfen fliegend gelagert ist, wobei die am äusseren Ende des Lagerzapfens angebrachte Treibscheibe über mindestens einen Riementrieb mit einer auf der Welle des die Trommel beim Schleudern antreibenden Wechselstrommotors sitzenden Riemenscheibe verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass-vorzugsweise an dem die Riemenscheibe (19) tragende Ende der Motorwelle (18)-eine zusätzliche Schwungmasse (24) angeordnet ist.
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