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Hochdruckdampfbereiter
Die Erfindung betrifft einen Hochdruckdampfbereiter mit einem Primärsystem für die Erhitzung eines in einem geschlossenen Kreislauf zwangsläufig umgewälzten Kontaktmediums und einem Sekundärsystem, welches von einem Umformer gebildet wird, an dem die Verbraucher anschliessbar sind.
Hochdruckdampfbereiter werden bisher direkt beheizt betrieben. Es ist auch schon bekannt, zur Erzeugung von Hochdruckdampf in einem Primärkreis als Kontaktmedium Höchstdruckdampfzu verwenden, der in einem geschlossenen Kreislauf durch einen Umformer geleitet wird. Ferner ist es bekannt, zur Erhitzung eines Gutes ein Niederdruckkontaktmedium, z. B. Kontaktöl oder ein synthetisches Kontaktmedium, zu verwenden, so z. B. insbesondere in der chemischen Industrie.
Aus Sicherheitsgründen dürfen Hochdruckdampfbereiter unter bewohnten Räumen bzw. Arbeitsstätten nur dann aufgestellt werden, wenn eine vorbestimmte Sicherheitsgrenze, bestimmt durch das Produkt aus Druck mal Wasserinhalt gleich der Kennzahl 10 nicht überschritten wird.
Den bisher bekannten Hochdruckdampf- oder Heisswasserbereitern haftet einmal der Nachteil an, dass nicht die maximal mögliche Leistung ausgenutzt wird, zum andern erfordert der Aufbau dieser bekannten Anlage an Ort und Stelle auszuführende umständliche Einzelmontagen.
Es ist noch ein transportabler Heisswasserbereiter bekannt, bei dem die Erhitzung des Wassers indirekt erfolgt. Mit diesem kann das Wasser aber nur auf unter dem Siedepunkt liegende Temperaturen gebracht werden. Ausserdem arbeitet dessen Primärsystem mit keinem Niederdruckkontaktmedium.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, einen Hochdruckdampfbereiter zu schaffen, der die maximal mögliche Leistung erbringt und anderseits an Ort und Stelle einfach montiert werden kann.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Primärsystem in bekannter Weise als Niederdrucksystem unter Verwendung eines Niederdruckkontaktmediums, z. B. Kontaktöl, aufgebaut ist und alle Bauteile, nämlich Wärmeerzeuger, Kontaktmediumerhitzer, Umformer und Steuer- und Überwachungs- elemente, zu einer transportablen Baueinheit zusammengebaut sind.
Da lediglich das Sekundärsystem leistungsbestimmend ist, kann bei dem erfindungsgemässen Hochdruckdampfbereiter die grösstmögliche zulässige Leistung ausgenutzt werden. Weiterhin ist eine grosse Sicherheit gegeben, da im Primärkreis mit Niederdruck gearbeitet wird, wodurch alle für einen Hochdruckdampfkessel verbundenen Gefahren entfallen. Da auch bei grösseren Leistungen und höheren Betriebsdrucken die durch die Kennzahl bestimmte Sicherheitsgrenze nicht überschritten wird, ist die Aufstellung des erfindungsgemässen Dampfbereiters, der einen geringen Raum beansprucht, auch in und unter bewohnten Räumen möglich. Er kann auch ohne irgendwelche Sicherheitsventile oder -vorkehrungen betrieben werden und unterliegt nicht den gesetzlichen Vorschriften über die Ausgestaltung solcher Anlagen.
Der erfindungsgemässe Dampfbereiter arbeitet vollautomatisch mit hoher Betriebssicherheit und ist in kurzer Zeit betriebsbereit. Durch den einfachen Aufbau weist der Dampfbereiter ein geringes Betriebsgewicht auf und benötigt keine Fundamente. Die Abnahme der Anlage kann im Lieferwerk vor der Auslieferung unter Dampf erfolgen, weil der erfindungsgemässe Hochdruckdampfbereiter ein in sich abgeschlossenes Aggregat ist. Ausserdem ist eine einfache Montage an Ort und Stelle möglich, da alle Bauteile bereits im Herstellungsbetrieb zu einer transportablen Baueinheit zusammengebaut sind und dort überprüft wurden.
Nachfolgend wird die Erfindung an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher beschrieben. In der Zeichnung zeigt Fig. 1 eine perspektivische Gesamtansicht des neuerungsgemässen Hochdruckdampfbereiters, Fig. 2 eine Vorderansicht, Fig. 3 eine Vorderansicht bei abgenommener Gehäuseverkleidung und Fig. 4 eine Draufsicht.
Der Hochdruckdampfbereiter besteht aus einem Primärsystem, welches gebildet wird von einem Öl-
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und ein Rauchrohr 8 vorhanden.
Als Kontaktmedium wird vorzugsweise Kontaktöl verwendet oder aber auch an sich bekannte synthetische Kontaktmedien. Das Sekundärsystem schliesst den Umformer 4 mit ein, der an sich bekannter Bauart
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ist und von dem der Dampf- oder Heisswasseranschluss 9 abgeht. Der Rücklauf ist mit 10 bezeichnet und über ihn erfolgt entweder die Rückführung des Heisswassers in den Umformer 4 direkt oder es erfolgt die Rückführung des Kondensates über das Kondensatgefäss 11 von diesem über die Kondensatrückspeisepumpe 12 und über den Wasserstandsregler 13 in den Umformer 4. Das Kondensatgefäss 11 wird durch die Wrasenleitung 14 be- und entlüftet. Vom Umformer geht über ein Sicherheitsventil 15 die Ausblaseleitung 16 ins Freie.
Alle Bauteile des Hochdruckdanpfbereiters sind auf einem Rahmen 17 zu einer transportablen Baueinheit montiert, der kastenförmig ausgebildet und mit Blechverkleidung versehen ist. An der Vorderseite, u. zw. der oberen Hälfte des so gebildeten Gehäuses 18 sind die erforderlichen Steuer- und Überwachungs- elemente bzw. Geräte 19 sichtbar eingebaut.