<Desc/Clms Page number 1>
Messkabel
Messbänder für bautechnische und geodätische Zwecke gibt es in verschiedenen Arten. Das normale Stahlmessband hat den Nachteil des schnellen Rostens und die damit verbundene schwere Lesbarkeit der Zahlen. Das nichtrostende Messband aus Spezialstahl ist leicht brüchig und die Lesbarkeit der Zahlen lässt mit der Zeit auch stark nach. Bänder, mit einer sehr dünnen Plastikschicht überzogen (deutsche Patentschrift Nr. 938806), weisen bei starker Benutzung einen sehr starken Verschleiss auf. Das gleiche gilt auch für die Ausführung nach der Schweizer Patentschrift Nr. 268890, die aus einem Drahtgeflecht mit Kunststoffüberzug besteht. Ein als Kette ausgebildetes Messband (brit. Patentschrift Nr. 699, 186) tragt die Masszahlen auf Plastikringen, was den Nachteil aufweist, dass die Zahlen zu klein, daher schwer lesbar sind.
Messkabel, bei denen 5-Meterstellen und 1- Meterstellen durch verschiedenartige Merkzeichen (in Farbe oder Form) gekennzeichnet sind (deutsche Patentschrift Nr. 575977), erfüllen kaum die Erfordernisse, die an ein normales Messband gestellt werden, da nur eine erleichterte Abzählung, nicht aber eine Ablesung ermöglicht wird.
Das erfindungsgemässe Messkabel besteht aus Stahllitzendraht, der mit einer Plastikhülle umgeben ist, auf der jede Meterstelle mit einem besonderen Ringsymbol gekennzeichnet ist. Darüber befindet sich eine Schutzschicht aus glasklarem Plastikmaterial. Diese Ausführung ist weitgehend bruchsicher, leichter als Stahlbänder und somit für grosse Längen (bis 100 m) verwendbar. Die gute Lesbarkeit der Symbole wird durch den natürlichen Verschleiss kaum verringert.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt : Fig. A zeigt den Messkabelquerschnitt (stark vergrössert), wobei 1 die Stahldrahtlitze, 2 die weisse Plastikschicht, auf der die Ringmarken aufgebracht sind, und 3 die glasklare Schutzhülle darstellt.
Fig. B zeigt ein Stück des Messkabels, etwa in natürlicher Grösse, im 38 m-Bereich. 4 bedeuten Meterund Halbmetermarken, 5 Dezimetermarken, 6 Einer-Zählmarken (schwarz), 7 Zehner-Zählmarken (rot) und 8 den Kabelkörper. Fig. C zeigt in schematischer, verkleinerter Darstellung einen Abschnitt von 45 m (9) bis 46 m (10), wobei 11 die Ablesestelle 45, 63 m angibt.
Die Stahldrahtlitze 1 des Kabels 8 besteht aus etwa 20 Einzeldrähten mit einer Gesamtstärke von etwa 1 mm, die von einer etwa 0, 2 mm starken, weissen Plastikhülle 2, auf der die Marken aufgetragen sind, umgeben ist. Darüber befindet sich eine Schutzschicht aus glasklarem Plastikmaterial 3, von gleichfalls etwa 0, 2 mm Stärke. Auf der weissen Plastikschicht sind die ganzen Meterstellen und die Halbmeterstellen mit einem etwa 5 mm breiten, schwarzen Ring 4 markiert (Metermarke und Halb- metermarke), während die Dezimeterstellen 2 mm breite Ringmarken 5 aufweisen (Dezimetermarken).
An Stelle von Ziffern, die am Kabel nicht unterzubringen sind, werden die ganzen Meterstellen mit 2 mm breiten, roten bzw. schwarzen Ringmarken (Zählmarken) in folgender Weise bezeichnet. Die ganzen Meter des Einerstellenwertes werden durch soviel paarweise angeordnete, schwarze Zählmarken 6 an- gezeigt. wie es-der Anzahl der Meter entspricht. Die Einer-Zählmarken 6 sind in bezug auf die Meter-
EMI1.1
metermarken 5 abgezählt, was durch die breiten Halbmetermarken 4 erleichtert wird. Die Zentimeter werden innerhalb der Dezimetermarken geschätzt.
Das Kabel kann bis zu einer Länge von 100 m hergestellt werden. Der Anfang des Kabels ist mit einem Handgriff versehen. Das Ende ist an einer Spulvorrichtung, die zweckentsprechend ausgebildet ist, angebracht.