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Die Erfindung betrifft einen Stabilisator für Feuerwaffen mit einem Gehäuse, das am Lauf einer Feuerwaffe befestigbar ist, sich von der Laufmündung entlang der Geschossbahn in Schussrichtung nach vorne erstreckt, einen Expansionsraum für die Treibgase enthält und an seinem vorderen Ende eine Geschossaustrittsöffnung besitzt.
Aus der CH-PS 480 606 ist ein Rückstossdämpfer mit einem am Lauf einer Feuerwaffe zu befestigenden, sich von der Laufmündung entlang der Geschossbahn in Schussrichtung nach vorne erstreckenden Gehäuse bekannt, das einen zweigeteilten Expansionsraum für die Treibgase umschliesst, der bis zur kurzen Geschossaustrittsöffnung in der vorderen Stirnwand des Gehäuses reicht. Der Expansionsraum besteht aus einer, der Laufmündung benachbarten, sich in Schussrichtung nach vorne konisch erweiternden, hinteren Expansionskammer und aus einer etwas kleineren, der Geschossaustrittsöffnung benachbarten, zylindrischen, vorderen Expansionskammer.
Die von einer konischen bzw. einer zylindrischen Gehäusewand umschlossenen Expansionskammern sind durch eine Zwischenwand des Gehäuses getrennt, die mit einer kurzen, sich nach vorne geringfügig erweiternden Geschossdurchtrittsöffnung versehen ist. Bei beiden Expansionskammern ist die sie jeweils nach vorne begrenzende Rückseite der Zwischenwand bzw. der vorderen Stirnwand des Gehäuses mit einer ringförmigen Vertiefung mit konkavem Boden versehen, die die jeweilige Geschossdurchtrittsöffnung umgibt und entlang der die in Schussrichtung nach vorne strömenden Treibgase nach innen zur Geschossbahn und entgegen der Schussrichtung nach hinten umgelenkt werden.
Das hintere Ende des Expansionsraumes ist mit einem schlitzförmigen Gasaustrittskanal verbunden, dessen Rückwand von der konkaven Vorderseite einer Wandscheibe des Gehäuses gebildet wird, die dem Expansionsraum vorgelagert ist und über das verjüngte hintere Ende der konischen Gehäusewand nach aussen vorsteht. Der Gasaustrittskanal ist oberhalb und zu beiden Seiten der Geschossbahn nach aussen offen und reicht im Gehäuse nach unten bis unter die Geschossbahn.
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Bei diesem Rückstossdämpfer wird ein Teil der Treibgase in der hinteren Expansionskammer zum Abbremsen der nachströmenden Treibgase nach innen bzw. nach hinten umgelenkt, wenn das Geschoss die Geschossdurchtrittsöffnung der Zwischenwand passiert und diese für kurze Zeit teilweise verschliesst. Der dabei sich in der hinteren Expansionskammer aufbauende Druck fällt ab, wenn das Geschoss die Geschossdurchtrittsöffnung in der Zwischenwand wieder freigibt und ein Teil der Treibgase in die vordere Expansionskammer weiterströmt. In dieser wird wiederum ein Teil der Treibgase zum Abbremsen der nachströmenden Treibgase nach innen bzw. nach hinten umgelenkt, wenn das Geschoss die Geschossaustrittsöffnung in der vorderen Stirnwand des Gehäuses passiert und diese für kurze Zeit teilweise verschliesst.
Der dabei sich in der vorderen Expansionskammer aufbauende Druck fällt ab, wenn das Geschoss die Geschossaustritts- öffnung in der vorderen Stirnwand des Gehäuses wieder freigibt. In diesem Rückstossdämpfer werden die Treibgase verzögert, abgebremst und für eine gewisse Zeit zurückgehalten und ein Teil der Treibgase tritt allmählich und fortlaufend über den dem zweigeteilten Expansionsraum vorgelagerten Gasaustrittskanal aus. Die konkave Rückwand des Gasaustrittskanales lenkt die durch ihn austretenden Treibgase nach vorne um. Dieser Rückstossdämpfer mindert lediglich den Rückstoss der Feuerwaffe.
Aus der WO 85/00215 ist ein auf das Mündungsende des Laufes einer Feuerwaffe aufschraubbarer, sich über die Laufmündung hinweg entlang der Geschossbahn in Schussrichtung nach vorne erstreckender Stabilisator bekannt, dessen rohrförmiges Gehäuse einen zweigeteilten, von der Laufmündung bis zu seiner kurzen Geschossaustrittsöffnung reichenden Expansionsraum für die Treibgase enthält. Dieser ist durch eine, mit einer kurzen Geschossdurchtrittsöffnung versehene Trennwand des Gehäuses in zwei, gegenüber der Geschossbahn jeweils unterschiedlich weit axial erweiterte, zylindrische Expansionskammern unterteilt.
Die der Laufmündung benachbarte, hintere Expansionskammer ist
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kleiner und kürzer als die viel grössere und längere, der Geschossaustrittsöffnung benachbarte, vordere Expansionskammer. Die hintere Expansionskammer wird durch die Rückseite der Trennwand nach vorne begrenzt, in der eine in die Geschossdurchtrittsöffnung mündende, sich nach vorne konisch verjüngende, düsenförmige Vertiefung vorgesehen ist. An der Vorderseite der Trennwand ist eine die kurze Geschossdurchtrittsöffnung mit dem hinteren Ende der vorderen Expansionskammer verbindende konische Erweiterung vorgesehen. Bei beiden Expansionskammern führen, vom mittleren Bereich der Expansionskammer ausgehende radiale Gasaustrittskanäle durch das Gehäuse nach aussen.
Bei der hinteren Expansionskammer sind die Gasaustrittskanäle in der Mitte der Expansionskammer über den Umfang gleichmässig verteilt angeordnet und münden in eine in die Aussenseite des Gehäuses eingelassene Umfangsnut. Bei der vorderen Expansionskammer sind zwei als axiale Längsschlitze ausgebildete Gasaustrittskanäle an der Oberseite des Gehäuses vorgesehen. Die vordere Expansionskammer ist an ihrem vorderen Ende durch einen scheibenförmigen Einsatz abgeschlossen, der die Geschossaustrittsöffnung des Stabilisators enthält.
Diese wird von einer nach hinten in die vordere Expansionskammer hinein frei vorstehenden Hülse gebildet, deren Aussenseite bogenförmig nach aussen abgerundet ist und zusammen mit der zylindrischen Aussenwand der Expansionskammer einen nach vorne spitz zulaufenden Ringraum bildet.
Bei diesem Stabilisator tritt der grösste Teil der Treibgase bereits in der kleineren, hinteren Expansionskammer durch die vielen am Umfang gleichmässig verteilten, radialen Gasaustrittskanäle hindurch nach allen Seiten aus dem Gehäuse aus.
Dadurch gelangt nur mehr ein sehr kleiner Teil der Treibgase in die sehr grosse vordere Expansionskammer und wird dort am vorderen Ende durch den scheibenförmigen Einsatz gestaut und in die unmittelbar davorliegenden, oberen Längsschlitze umgelenkt. Dabei entsteht nur mehr eine sehr kleine auf das Gehäuse nach unten wirkende Reaktionskraft mit geringer Stabilisierungswirkung.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Stabilisieren des Laufes einer Feuerwaffe während des Schiessens anzugeben, die eine hohe Rückstossdämpfung vorsieht und gleichzeitig das Hochschlagen des Laufes kompensiert bzw. verhindert.
Als Lösung wird ein Stabilisator für Feuerwaffen mit einem Gehäuse vorgeschlagen, das am Lauf einer Feuerwaffe befestigbar ist, sich von der Laufmündung entlang der Geschossbahn in Schussrichtung nach vorne erstreckt, einen Expansionsraum für die Treibgase enthält und an seinem vorderen Ende eine Geschossaustrittsöffnung besitzt. Dieser Stabilisator ist erfindungsgemäss gekennzeichnet durch die Kombination einer langgestreckten und gegenüber der Geschossbahn erweiterten Expansionskammer mit einem, an die Expansionskammer anschliessenden, langgestreckten und die Geschossbahn eng umschliessenden Geschosskanal. Die Expansionskammer ist im Gehäuse der Laufmündung benachbart angeordnet und im Bereich ihres hinteren Endes mit zumindest einem oberhalb der Expansionskammer angeordneten Gasaustrittskanal verbunden.
Der langgestreckte Geschosskanal reicht im Gehäuse von der Expansionskammer bis zur Geschossaustrittsöffnung und wird durch das ihn durchlaufende Geschoss für die Dauer des Durchlaufes nach vorne abgedichtet, während erfindungsgemäss die nachströmenden Treibgase den Druck in der Expansionskammer deutlich erhöhen und die mit erhöhtem Druck über den Gasaustrittskanal aus dem Gehäuse nach oben austretenden Treibgase eine, das Hochschlagen des Laufes kompensierende, auf das Gehäuse nach unten wirkende Reaktionskraft erzeugen.
Durch die Kombination einer langgestreckten Expansionskammer mit einem an sie nach vorne anschliessenden, die Geschossbahn eng umschliessenden, langgestreckten Geschosskanal werden die Treibgase in der Expansionskammer des erfindungsgemässen Stabilisators nicht nur entgegen der Schussrichtung nach hinten zum hinteren Gasaustrittskanal umgelenkt, sondern als Folge der längerdauernden Abdichtung des vorderen Geschosskanales, deren
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Dauer durch die Länge des Geschosskanales bestimmt wird, auch noch hoch komprimiert. Die hoch komprimierten Treibgase treten über den hinteren Gasaustrittskanal nach oben aus dem Gehäuse aus und erzeugen dabei eine, auf das Gehäuse nach unten wirkende, dem hohen Druck entsprechende Reaktionskraft, die dem Hochschlagen des Laufes entgegenwirkt.
Diese vom Strömungsquerschnitt des hinteren Gasaustrittskanales und der Länge des vorderen Geschosskanales abhängige Reaktionskraft kann, bei entsprechend grosser Länge des Geschosskanales so gross gewählt werden, dass der Lauf der Schusswaffe beim Abgeben eines Schusses nicht nur nicht nach oben schlägt, sondern sogar etwas nach unten gedrückt wird.
Ein erfindungsgemässer Stabilisator, bei dem der hintere Gasaustrittskanal bzw. die hinteren Gasaustrittskanäle und die Länge des vorderen Geschosskanales auf eine bestimmte Schusswaffe abgestimmt sind, hält den Lauf der Schusswaffe sowohl bei Einzelfeuer als auch bei Dauerfeuer im Ziel und verhindert das Hochkriechen des Laufes während des Dauerfeuers.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung kann eine langgestreckte, sich in Schussrichtung nach vorne erweiternde Expansionskammer vorgesehen sein, die nach vorne von einer die Treibgase nach innen und nach hinten umlenkenden Umlenkfläche begrenzt wird, an die entgegen der Schussrichtung ein sich nach hinten verjüngender Umlenkkonus anschliesst, der die Expansionskammer in ihrem erweiterten vorderen Abschnitt nach innen begrenzt und beim hinteren Ende des langgestreckten Geschosskanales endet.
Durch diese Ausbildung werden die in der Expansionskammer nach vorne strömenden Treibgase an der vorderen Umlenkfläche nach innen zum sich nach hinten verjüngenden Umlenkkonus umgelenkt. Die umgelenkten Treibgase strömen entlang dem Umlenkkonus, der sich entgegen der Schussrichtung nach hinten und zur Geschossbahn hin nach innen verjüngt, entgegen der Schussrichtung nach hinten und treffen auf die in der Geschossbahn in
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Schussrichtung nach vorne nachströmenden Treibgase und bremsen diese ab. Die in der Expansionskammer entgegen der Schussrichtung nach hinten umgelenkten Treibgase erhöhen zusammen mit den in der Geschossbahn in Schussrichtung nach vorne nachströmenden Treibgasen den Druck der Treibgase in der Expansionskammer.
Diese ist nach vorne durch das Geschoss abgedichtet, das von den Treibgasen durch den langgestreckten Geschosskanal getrieben wird, der am hinteren, verjüngten Ende des Umlenkkonus an die Expansionskammer nach vorne anschliesst. Die in der Expansionskammer hoch verdichteten Treibgase treten am hinteren Ende der Expansionskammer über den hinteren Gasaustrittskanal nach oben aus dem Gehäuse aus, während das Geschoss von den Treibgasen durch den langgestreckten Geschosskanal getrieben wird. Die durch die Länge des Geschosskanales festgelegte Laufdauer des Geschosses bestimmt sowohl die Dauer der Verdichtung der Treibgase in der Expansionskammer als auch die Höhe des dabei erreichten Druckes in der Expansionskammer als auch die Grösse der beim Austritt der verdichteten Treibgase erzeugten und auf das Gehäuse nach unten wirkenden Reaktionskraft.
Durch die Wahl der Länge des Umlenkkonus und des von seiner Oberseite bzw. Aussenseite mit der Schussrichtung eingeschlossenen Winkels kann das Ausmass der Umlenkung der Treibgase und der Anteil der umgelenkten Treibgase an der Druckerhöhung in der Expansionskammer bestimmt werden. Damit wird auch das Ausmass der mit der Lagestabilisierung des Laufes der Schusswaffe zwangsweise verbundenen Rückstossdämpfung bestimmt. Der Umlenkkonus ermöglicht es, einen sehr grossen Anteil der Treibgase entgegen der Schussrichtung umzulenken und für die Druckerhöhung in der Expansionskammer bereitzustellen, aus der sie mit hohen Druck über den hinteren Gasaustrittskanal nach oben austreten und die auf das Gehäuse nach unten wirkende, dem hohen Druck entsprechende Reaktionskraft erzeugen.
Der auf diese Weise für die Erzeugung der die Lage des Laufes der Schusswaffe stabilisierenden Reaktionskraft verbrauchte Anteil der Treibgase steht für die Erzeugung des Rückstosses nicht mehr zur Verfügung, der durch den hinter dem Geschoss aus dem vorderen Ende des Geschosskanales austretenden Antei-
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les der Treibgase erzeugt wird. Somit erlaubt diese Ausbildung des erfindungsgemässen Stabilisators die Kombination der Lagestabilisierung des Laufes der Schusswaffe mit einer starken Verringerung des Rückstosses. Die damit verbundene starke Verringerung der Treibgasmenge, die für die Erzeugung des Rückstosses übrig bleibt, führt auch zu einer deutlichen Verringerung der Tonfrequenz des Schussknalles, der von den aus dem vorderen Ende des Geschosskanales austretenden Treibgase erzeugt wird.
Dadurch wird auch die Beeinträchtigung einer sich mit dem Kopf in unmittelbarer Nähe der Laufmündung bzw. des Stabilisators aufhaltenden Person weitgehend eliminiert.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform des Stabilisators kann die kegelige Oberseite des Umlenkkonus unter etwa 30 Grad zur Schussrichtung geneigt sein.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung können im Bereich des hinteren Endes der langgestreckten, sich in Schussrichtung nach vorne erweiternden Expansionskammer zwei von der Oberseite der Expansionskammer nach oben schräg auseinanderlaufende Gasaustrittskanäle vorgesehen sein.
Diese Ausbildung erlaubt es, eine durch einen sehr langen vorderen Geschosskanal erzielte übermässige Druckerhöhung in der Expansionskammer mit einer die übermässige Druckerhöhung kompensierenden Aufteilung des hinteren Gasaustrittskanales in zwei, im Gehäuse schräg auseinanderlaufende Gasaustrittskanäle zu kombinieren. Bei dieser Ausbildung wird die Kompensation des Hochschlagens des Laufes der Schusswaffe mit dem Ablenken der austretenden Treibgase und des Feuerblitzes aus der Visierlinie verbunden. Die Treibgase und der Feuerblitz werden durch die beiden, im Gehäuse schräg auseinanderlaufenden Gasaustrittskanäle zu beiden Seiten der Visierlinie an dieser seitlich vorbei nach oben geleitet.
Diese Ausbildung erleichtert dem Schützen im Dunkeln die Zielerfassung bei Dauerfeuer, die nicht mehr durch einen aus dem Stabilisator vertikal nach oben austretenden Feuerblitz beeinträchtigt wird.
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Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Gehäuse einen hinteren Abschnitt mit drehzylindrischer Aussenseite besitzt, der die Expansionskammer und den jeweiligen Gasaustrittskanal enthält, und einen vorderen Abschnitt mit sich in Schussrichtung nach vorne verjüngender Aussenseite besitzt, der vom langgestreckten Geschosskanal durchsetzt wird.
Gemäss einem bevorzugten Merkmal der Erfindung kann der Geschosskanal länger sein als die Expansionskammer.
Erfindungsgemäss kann die Länge des Geschosskanales dem 5-fachen bis 8-fachen Geschossdurchmesser entsprechen.
Nachstehend wird die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung näher erläutert. In den Zeichnung zeigen : Fig. l einen axialen Längsschnitt durch ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Stabilisators, Fig. 2 eine Stirnansicht das Stabilisators der Fig. 1, Fig. 3 eine Draufsicht auf den Stabilisator der Fig. 1, und Fig. 4 einen Längsschnitt durch den Stabilisator der Fig. 1 in vergrösserter Darstellung.
Der Stabilisator besitzt ein, mit seinem hinteren Ende auf das Mündungsende des Laufes 1 einer Feuerwaffe aufgeschraubtes Gehäuse 2 mit einem hinteren Gehäuseabschnitt 3 mit drehzylindrischer Aussenseite und einem vorderen Gehäuseabschnitt 4 mit sich in Schussrichtung nach vorne verjüngender Aussenseite. Im Gehäuse 2 sind entlang der Geschossbahn und in Schussrichtung hintereinander ein hinterer kurzer Geschosskanal 5, eine langgestreckte Expansionskammer 6 und ein vorderer langgestreckter Geschosskanal 7 angeordnet. Die beiden Geschosskanäle 5 und 7 umschliessen die Geschossbahn sehr eng. Die langgestreckte Expansionskammer 6 erweitert sich in Schussrichtung nach vorne und wird nach vorne von einer konkaven Umlenkfläche 8 begrenzt, die das hintere Ende des vorderen Geschosskana-
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les 7 ringförmig umgibt.
Die konkave Umlenkfläche 8 verbindet das vorderen Ende der sich nach vorne konisch erweiternden Aussenwand 9 der Expansionskammer 6 mit dem vorderen Ende eines sich nach hinten zu konisch verjüngenden Wandteiles der Expansionskammer 6, der den hinteren Endbereich des vorderen Geschosskanales 7 ringförmig umgibt. Dieser die Expansionskammer 6 in ihrem vorderen Endbereich nach innen begrenzende Wandteil wird von der Aussenseite eines die Geschossbahn umgebenden Umlenkkonus 10 gebildet, der den hinteren Endbereich des vorderen Geschosskanales 7 ringförmig umgibt. An das hintere, verjüngte Ende des Umlenkkonus 10 schliesst der vordere, langgestreckte Geschosskanal 7 mit seinem hintere Ende an.
Der vordere langgestreckte Geschosskanal 7 erstreckt sich von der Expansionskammer 6 bzw. vom verjüngten hinteren Ende des Umlenkkonus 10 nach vorne bis zur Geschossaustrittsöffnung 11 am vorderen Ende des Gehäuses 2.
Der hintere, kurze Geschosskanal 5, die langgestreckte Expansionskammer 6 samt dem Umlenkkonus 10 und das hintere Ende des vorderen, langgestreckten Geschosskanales 7 sind im hinteren Gehäuseabschnitt 3 aufgenommen. In diesem sind im Bereich des hinteren Endes der langgestreckten Expansionskammer 6 zwei von der Oberseite der Expansionskammer 6 nach oben schräg auseinanderlaufende Gasaustrittskanäle 12,13 vorgesehen, die das hintere Ende der Expansionskammer 6 mit der äusseren Umgebung des Gehäuses 2 verbinden.
Bei jedem Schuss werden die hinter dem Geschoss 14 nachströmenden Treibgase in der Expansionskammer 6 entgegen der Schussrichtung nach hinten umgelenkt und in der Expansionskammer 6 hoch komprimiert, während diese nach vorne durch das den langgestreckten vorderen Geschosskanal 7 durchlaufende Geschoss 14, das den vorderen Geschosskanal 7 nach vorne abdichtet, nach vorne abgedichtet wird. Die Dauer der Abdichtung und damit die Höhe des in der Expansionskammer 6 sich aufbauenden Druckes wird durch die Länge des vorderen Geschosskanales 7 bestimmt.
Die hoch komprimierten Treibgase treten über die bei-
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den hinteren Gasaustrittskanäle 12,13 nach oben aus dem Gehäuse 2 aus und erzeugen dabei eine, auf das Gehäuse 2 nach unten wirkende Reaktionskraft, deren Grösse dem hohen Druck in der Expansionskammer 6 entspricht und die dem Hochschlagen des Laufes 1 entgegenwirkt. Die Grösse dieser Reaktionskraft wird durch den Strömungsquerschnitt der beiden hinteren Gasaustrittskanäle 12,13, ferner durch das Ausmass der durch den Umlenkkonus 10 erzeugten Umlenkung der Treibgase und durch den, von der Länge des vorderen Geschosskanales 7 abhängigen, hohen Druck in der Expansionskammer 6 bestimmt.