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Kontaktanordnung, die in einem hermetisch abgeschlossenen Raum untergebracht ist
Das Stammpatent bezieht sich auf eine Kontaktanordnung, die in einem hermetisch abgeschlossenen Raum, der mit einem Schutz- oder Edelgas gefüllt ist, untergebracht ist, deren Kontaktstücke im ge- öffneten Zustand ihren geringsten Abstand an der Kontaktstelle besitzen. Bei einer derartigen Kontaktanordnung besitzt über die eigentliche Kontaktstelle hinaus der Bereich der Kontakte, über den sich im wesentlichen eine im Falle einer Kontaktbetätigung ausbildende Glimmentladung erstreckt, eine aus einem hochschmelzenden Metall mit einem Schmelzpunkt von über 24000C (z. B. Molybdän, Tantal, Wolfram) bestehende Oberfläche.
Die nachstehend beschriebene Erfindung eröffnet die Möglichkeit, durch Wahl eines ganz bestimmten Materials besondere Vorteile zu erzielen. Erfindungsgemäss ist als hochschmelzendes Metall Rhenium vorgesehen.
Das Rhenium gehört zur Gruppe der hochschmelzenden Metalle, wie z. B. Molybdän, Wolfram, Tantal, und besitzt wie diese infolge seines hohen Schmelzpunktes die Eigenschaft, der bei einer Glimmentladung auftretenden Kathodenzerstäubung einen sehr hohen Widerstand entgegenzusetzen. Darüber hinaus weist nun noch das Rhenium den Vorteil auf, dass es gegenüber Verunreinigungen im Füllgas, wie z. B. Wasserdampf oder Kohlenwasserstoffen, sehr. beständig ist und infolgedessen eine nur sehr geringe Neigung zeigt, sich mit diesen Verunreinigungen zu verbinden.
Solche Verbindungen führen nämlich zu Materialwanderungen, insbesondere auch zur Kontaktstelle, als Folge von chemischen Reaktionen in der Schutzgasatmosphäre, wo sie dann zu sich sehr störend bemerkbar machenden Übergangswiderständen führen und die Lebensdauer eines solchen Kontaktes beeinträchtigen.
Die Rheniumauflage kann beispielsweise. durch Plattieren hergestellt sein. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, unter Verwendung eines stabilen Rheniumoxyds dieses aufzusprühen, aufzustreichen oder kataphoretisch abzuscheiden, wonach durch Glühen in reduzierender Atmosphäre das reine Rhenium hervorgebracht wird.
Rhenium lässt sich auch ohne besondere Schwierigkeiten galvanisch aufbringen, was einen besonderen Vorteil dieser Methode im Zusammenhang mit Rhenium darstellt. Es hat sich dabei herausgestellt, dass man die Rheniumschicht dadurch noch besonders widerstandsfähig machen kann, indem man den mit Rhenium galvanisierten Kontaktteil in reduzierender Atmosphäre glüht.
In der Zeichnung ist ein Schutzrohr- oder Schutzgaskontakt dargestellt, bei welchem die Rheniumauflage aufplattiert ist. Er ist mit einem Schutzrohr 1 versehen, welches die beiden Kontaktfedern 2 und 3 enthält. Das Schutzrohr 1 besteht aus Glas und ist an seinen Enden unter Einfassung der Kontaktfedern 2 und 3 zugeschmolzen. Die Kontaktfedern 2 und 3 sind im Bereich der Kontaktstelle mit einer aufplattierten Folie 4 versehen, die aus Rhenium besteht. Wie ersichtlich, ist die Folie 4 um die aus flachen Blechstreifen bestehenden Kontaktfedern 2 und 3 so weit herumgezogen, dass eine * 1. Zusatzpatent Nr. 243906.
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relativ grosse Fläche entsteht, die bei einer Glimmentladung der hiebei sich ergebenden Kathodenzer- stäubung einen entsprechend hohen Widerstand entgegensetzen kann.
Selbstverständlich ist es auch möglich, die Plattierung 4 über den gesamten Bereich der Kontakte 2 und 3 zu ziehen, mit welchem diese in den Innenraum des Schutzrohres 1 hineinragen, wenn mit entsprechend grossen Kathodenbe- deckungen zu rechnen ist.
Eine mit Rhenium aufgebaute Kontaktanordnung, bei der das Rhenium in einer andern Weise, wie vorstehend beschrieben, aufgebracht ist, zeigt im Prinzip das gleiche Aussehen wie die Anordnung gemäss der Zeichnung, allerdings besitzt in diesem Falle das Rhenium nur eine Schichtdicke von zirka 0, 5 bis 10 iL. Bei galvanischer Aufbringung würde im übrigen das Rhenium das gesamte Kontaktende, also auch die Stirnseite der Kontaktfedern, überziehen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kontaktanordnung nach Patent Nr. 232113, dadurch gekennzeichnet, dass das hochschmelzende Metall Rhenium ist.
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zumHerstelleneinerKontaktanordnungnachAnspruch l, dadurch gekennzeich-net, dass das Rhenium galvanisch aufgebracht wird und vorzugsweise der mit Rhenium galvanisierte Kontaktteil in reduzierender Atmosphäre geglüht wird.
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