CH413046A - Kontaktanordnung, die in einem hermetisch abgeschlossenen Raum untergebracht ist - Google Patents
Kontaktanordnung, die in einem hermetisch abgeschlossenen Raum untergebracht istInfo
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Description
Kontaktanordnung, die in einem hermetisch abgeschlossenen Raum untergebracht ist Die Erfindung bezieht sich auf eine Kontaktanord nung, die in einem hermetisch abgeschlossenen Raum untergebracht ist, der mit einem Schutz- oder Edel gas gefüllt ist. Bei einer bekannten derartigen Kon taktanordnung besitzt der Bereich der Kontakte, über den sich eine im Falle einer Kontaktbetätigung ausbil dende Glimmentladung praktisch erstreckt, eine aus einem hochschmelzenden Metall nach Art einer so genannten Einmetallkathode bestehende Oberfläche.
Die nachstehend beschriebene Erfindung eröffnet die Möglichkeit, durch Wahl eines ganz bestimmten Materials besondere Vorteile zu erzielen- Erfindungs gemäss wird als hochschmelzendes Metall Rhenium verwendet.
Das Rhenium gehört zu der Gruppe der hoch schmelzenden Metalle, wie z. B. Molybdän, Wolfram, Tantal, und besitzt wie diese infolge seines hohen Schmelzpunktes die Eigenschaft, der bei einer Glimm- entladung auftretenden Kathodenzerstäubung einen sehr hohen Widerstand entgegenzusetzen. Darüberhin- aus weist nun noch das Rhenium den Vorteil auf, dass es gegenüber Verunreinigungen im Füllgas, wie z. B.
Wasserdampf oder Kohlenwasserstoffen, sehr beständig ist und infolgedessen eine nur sehr geringe Neigung zeigt, sich mit diesen Verunreinigungen zu verbinden. Solche Verbindungen führen nämlich zu Materialwanderungen insbesondere auch zu der Kon taktstelle als Folge von chemischen Reaktionen in der Schutzgasatmosphäre, wo sie dann zu sich sehr stö rend bemerkbar machenden Übergangswiderständen führen und die Lebensdauer eines solchen Kontaktes beeinträchtigen. Die Rheniumauflage kann beispielsweise durch Plattieren erfolgen.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, unter Verwendung eines stabilen Rheniumoxyds dieses aufzusprühen, aufzustreichen oder kataphore- tisch abzuschneiden, wonach durch Glühen in redu zierender Atmosphäre das reine Rhenium hervorge bracht wird.
Rhenium lässt sich auch ohne besondere Schwie rigkeiten galvanisch aufbringen, was einen besonderen Vorteil dieser Methode im Zusammenhang mit Rhe- nium darstellt. Es hat sich dabei herausgestellt, dass man die Rheniumschicht dadurch noch besonders widerstandsfähig machen kann, indem man das mit Rhenium galvanisierte Kontaktteil in reduzierender Atmosphäre glüht.
In der Figur ist ein erfindungsgemässer Schutz rohr- oder Schutzgaskontakt beispielsweise dargestellt, bei welchem die Rheniumauflage aufplattiert ist.
Er ist mit einem Schutzrohr 1 versehen, welches die bei den Kontaktfedern 2 und 3 enthält. Das Schutzrohr 1 besteht aus Glas und ist an seinen Enden unter Ein fassung der Kontaktfedern 2 und 3 zugeschmolzen. Die Kontaktfedern 2 und 3 sind im Bereich der Kon taktstelle mit einer aufplattierten Folie 4 versehen, die aus Rhenium besteht.
Wie ersichtlich ist die Folie 4 um die aus flachen Blechstreifen bestehenden Kon taktfedern 2 und 3 so weit herumgezogen, dass eine relativ grosse Fläche entsteht, die bei einer Glimmenf- ladung der hierbei sich ergebenden Kathodenzerstäu- bung einen entsprechend hohen Widerstand entgegen setzt.
Selbstverständlich ist es auch möglich, die Pl'at- tierung 4 über den gesamten Bereich der Kontakte 2 und 3 zu ziehen, mit welchem diese in den Innenraum des Schutzrohres 1 hineinragen, wenn mit entspre chend grossen Kathodenbedeckungen zu rechnen .ist.
Eine mit Rhenium aufgebaute Kontaktanordnung, bei der das Rhenium in einer anderen Weise, wie vorstehend beschrieben, aufgebracht ist, zeigt im Prin zip das gleiche Aussehen wie die Anordnung gemäss Figur, allerdings besitzt in diesem Falle das Rhenium nur eine Schichtdicke von ca. 0,5-10. Bei galvani scher Aufbringung würde im übrigen das Rhenium das gesamte Kontaktende, also auch die Stirnseite der Kontaktfedern, überziehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Kontaktanordnung, die in einem hermetisch ab geschlossenen Raum untergebracht ist, der mit einem Schutz- oder Edelgas gefüllt ist, wobei der Bereich wenigstens eines der Kontakte, über den sich eine im Falle einer Kontaktbetätigung ausbildende Glimment ladung erstreckt, eine aus einem hochschmelzenden Metall nach Art einer sogenannten Reinmetallkathode bestehende Oberfläche besitzt, dadurch gekennzeich net, dass als hochschmelzendes Metall Rhenium ver wendet ist.1I. Verfahren zur Herstellung einer Kontaktanord nung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeich net, dass das mit Rhenium belegte Kontaktteil in reduzierender Atmosphäre geglüht wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Kontaktanordnung nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet; dass das Rhenium in Form einer Folie auf den Kontakten aufplattiert ist. 2. Kontaktanordnung nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Rhenium galvanisch aufgebracht ist. 3. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass das Rhenium galvanisch auf das Kontaktteil aufgebracht wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass das Rhenium in Form eines sta bilen Oxyds durch Aufsprühen, Aufstreichen oder Kataphorese aufgebracht und durch das Glühen in reduzierender Atmosphäre in das Metall verwandelt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| CH413046A true CH413046A (de) | 1966-05-15 |
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ID=7505171
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| CH913462A CH413046A (de) | 1961-08-21 | 1962-07-31 | Kontaktanordnung, die in einem hermetisch abgeschlossenen Raum untergebracht ist |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| CH (1) | CH413046A (de) |
| GB (1) | GB965142A (de) |
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1962
- 1962-07-31 CH CH913462A patent/CH413046A/de unknown
- 1962-08-01 GB GB29518/62A patent/GB965142A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| GB965142A (de) | 1964-07-29 |
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