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diesen Lagen mit der gewünschten Kunstharzschicht versehen werden können.
Das Walzensystem zum Führen des Bandmaterials besteht einerseits aus Vorratswalzen 14 bzw. 15 und Aufwickelwalzen 17,18, anderseits aus drei Paaren von Leitwalzen 20 - 25. Über die Leitwal- zen 20 bzw. 21 gelangt das Bandmaterial 32a bzw. 33a von den Vorratswalzen 14 bzw. 15 zu den Presswalzen 10 bzw. 11. Über die Leitwalzen 22 bzw. 23 gelangt nun dieses Bandmaterial zurück auf die Vorratswalzen 14 bzw. 15 (Zweige 32b bzw. 33b), von denen es als innere Lage 32c bzw. 33c von neuem zwischen die Presswalzen 10,11 geführt wird. Schliesslich gelangt das die Presswal- zen 10,11 verlassende und mit einer Kunstharzschicht bereits versehene Bandmaterial 32d bzw. 33d über die Leitwalzen 24 bzw. 25 als Fertigprodukt auf die Aufwickelwalzen 17 bzw. 18.
Mit 26 ist eine Temperaturregelvorrichtung zwischen den beiden Presswalzen 10 und 11 bezeich- net. Sie ermöglicht, die Viskosität der durch die Harzliefervorrichtung 13 zugeführten Kunstharz- schmelze 12 auf dem gewünschten Wert zu halten.
Die Harzliefervorrichtung 13 besteht beim dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem Spritzzy- linder 27 und einem Kolben 28. Am dem Kolben 28 entgegengesetzten Ende des Spritzzylinders
27 ist eine Öffnung 30 vorgesehen, über die das feste Kunstharz 31 im Spritzzylinder 27 durch den Kolben 28 geschmolzen und zwischen die Presswalzen 10 und 11 gespritzt werden kann.
Es ist ersichtlich, dass beim dargestellten Ausführungsbeispiel den beiden heizbaren Presswalzen 10 und 11 je eine Speise-und Aufwickelvorrichtung 14,20, 22,24, 17 bzw. 15,21, 23,25, 18 sowie eine gemeinsame Harzliefervorrichtung 13 zugeordnet ist.
Das dargestellte Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung arbeitet wie folgt :
Das Bandmaterial 32 bzw. 33 wird von den Vorratswalzen 14 bzw. 15 als zulaufende äussere
Lage 32a bzw. 33a über die Leitwalzen 20 bzw. 21 zwischen die Presswalzen 10,11 geführt. Von hier wird das Bandmaterial als ablaufende äussere Lage 32b bzw. 33b über die Leitwalzen 22 bzw. 23 wieder auf die Vorratswalzen 14 bzw. 15 zurückgeführt, von denen es bereits als zulaufende innere
Lage 32cbzw.. 33c von neuem zwischen die Presswalzen 10 und 11 gelangt. Von hier gelangen die beiden ablaufenden mittleren Lagen 32d, 33d über die Leitwalzen 24 bzw. 25 zu den Aufwickel- walzen 17 bzw. 18.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel wird demnach das Bandmaterial in insge- samt vier Lagen 32a, 22c, 33a, 33c bzw. 32b, 32d, 33b, 33d zwischen den Presswalzen 10 und 11 hindurchgeführt.
Der Spritzzylinder 27 wird in an sich bekannter Weise mit festem Kunstharz gefüllt, das auf eine verhältnismässig geringe Temperatur von etwa 40 bis 800C erwärmt wird.
Die Temperaturregelvorrichtung 26 wird eingeschaltet und die Vorrichtung mittels eines nicht dar- gestellten Antriebes der Presswalzen 10 bzw. 11 angetrieben, wobei die Walzen im Sinne der darge- stellten Pfeile umlaufen und die Bänder des Bandmaterials mitnehmen.
Das feste Kunstharz 31 im Spritzzylinder 27 wird unter einen verhältnismässig hohen Druck von etwa 300 bis 1200 kgl cm2 gebracht, wodurch es beim Durchgang über die Öffnung 30 erhitzt und ge- schmolzen zwischen die Presswalzen 10,11 gespritzt wird, so dass sich die Kunstharzschmelze 12 von gewünschter Viskosität bildet und durch die Temperaturregelvorrichtung 26 in diesem Zustand ge- halten wird. Das Abfliessen der Schmelze senkrecht zur Zeichnungsebene, d. h. an den Stirnseiten der
Presswalzen 10,11 wird durch nicht dargestellte einstellbare Stirnwände verhindert.
Die Kunstharzschmelze 12 steht in unmittelbarer Berührung mit den einander zugekehrten Flächen der den Presswalzen 10 bzw. 11 auflaufenden inneren Lagen 32c bzw. 33c, so dass diese Flächen in den Abschnitten 32d bzw. 33d bereits eine Kunstharzschicht 12a bzw. 12b aufweisen. Beim Durch-
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gen und die diesen Lagen zugekehrten Flächen der zulaufenden äusseren Lagen 32a bzw. 33a erreichen kann.
Es kann jedoch eine hinreichende Durchtränkung der zulaufenden inneren Lagen 32c und 33c mit Kunstharz erreicht werden, ohne dass ein Druck verwendet werden müsste, der so hoch ist, dass das die zulaufenden inneren Lagen 32c bzw. 33c eventuell durchdringende Kunstharz auch die zulaufendenäusse- ren Lagen 32a bzw. 33a durchdringen und somit die Oberfläche der Presswalzen 10 bzw. 11 erreichen würde. Dabei kann aber dieser Druck hoch genug gewählt werden, um die zulaufenden inneren Lagen 32c bzw. 33c mit Kunstharz gleichmässig zu durchtränken, so dass sich ein Band 32d bzw. 33d von gleichmässiger Dicke auf den Warenwalzen 17 bzw. 18 aufwickelt.
Übrigens können die Presswalzen 10 und 11 so angeordnet werden, dass die Breite des zwischen ihnen belassenen Spaltes geändert werden kann. Auf diese Weise kann die Dicke der Kunstharzschichten 12a
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bzw. 12b einfach geregelt werden. Die Leitwalzen 24,25 können dabei als heizbare Walzen ausgebildet sein. Dies bedeutet, dass das mit der Kunstharzschicht 12a bzw. 12b versehene Bandmaterial 32d bzw. 33d an den Walzen 24 bzw. 25 geführt, einer Wärmewirkung ausgesetzt wird, wodurch das am Bandmaterial abgelagerte bzw. das Bandmaterial durchtränkende Kunstharz 12a bzw. 12b erhitzt wird, was eine rasche Zunahme der Kondensationsgeschwindigkeit zur Folge hat.
Auf diese Weise kann erreicht werden, dass beim Aufwickeln des geharzten Bandmaterials auf die Aufwickelwalzen 17 bzw. 18 auch die Kondensation des aufgetragenen Kunstharzes bereits beendet ist.
In Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel der Harzliefervorrichtung dargestellt, bei welchem das Kunst-
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quenzraum zwischen den Polplatten 43 und 44 wird das Kunstharz 31 erhitzt und geschmolzen, so dass es zwischen die Presswalzen 10 und 11 fliesst. Da die Polplatten 43 und 44 kalt sind, wird das zwischen ihnen fliessende Kunstharz keiner äusseren Wärmewirkung ausgesetzt, so dass keine Bakelisierungsgefahr besteht. Die bei der Hochfrequenzerhitzung zu erreichende Temperatur kann durch Frequenzregelung und/oder durch Änderung des Abstandes zwischen den Polplatten 43 und 44 eingestellt werden.
Anstatt des mechanischen Schmelzens durch Konvektion gemäss Fig. 1 bzw. der Hochfrequenzerhitzung gemäss Fig. 2 könnte z. B. auch eine Strahlungserhitzung durch infrarote Strahlen verwendet werden, bei welcher das Kunstharz in der Form eines Kuchens auf eine Pfanne gelegt und nach oben einer infraroten Bestrahlung ausgesetzt ist. Das auf der Oberfläche des Kuchens in einer dünnen Schicht geschmolzene Kunstharz wird durch Kippen der Pfanne zum Abfliessen gebracht. Die Dicke und Viskosität der geschmolzenen Schicht kann durch Änderung des Kippwinkels der Pfanne bzw. der Stärke und/oder des Abstandes der infraroten Strahlungsquelle geregelt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von mit Kunstharz getränktem Bandmaterial, z. B. ein Papier- oder Textilband, bei welchem das Bandmaterial in geradzahligen Lagen in einem durch ein Presswalzenpaar gebildeten Pressspalt geführt und mit einem wärmehärtbaren Kunstharz zusammengebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Bandmaterial von zwei Vorratwalzen (14, 15) in mindestens vier Lagen (32b, 32d, 33b, 33d) in den Pressspalt geführt und mit dem Kunstharz (31) zusammengebracht wird, wobei das Kunstharz als Schmelze (12) beim Zusammenpressen der Lagen zwischen die beiden innersten Lagen (32c, 33c) gegossen wird.