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Antimagnetische Mine
EMI1.1
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zugeordnete Arme nl aufgeschoben. Diese Arme nl haben die Gestalt eines doppelt gekröpften Hebels, dessen vom Schwing'ngsentrnm n2 abgewendete Äste n5 durch eine Feder 0 gegeneinander gezogen werden, die in I. wei Ailsnehmungen n3 der Arme nl eingehängt ist. Im Bereich der Feder 0 besitzt der Deckel einen Schlitz c7, innerhalbwelchemsichdie Feder 0 frei bewegen kann. Auf der inneren Seite sind die Äste dicker gehalten als an den übrigen Teilen der Arme nl und bilden Backen, deren Aufgabe noch erläutert werden wird.
Der Mantel tst durch eine stumpfkegelförmige Kappe E aus elastischem Material vervollständigt, deren Rand e1 eine U-formige Rinne aufweist, in welche der Rand einer Trennplatte D aus Kunststoff eingreift.
Der durch die Kappe und die Trennplatte gebildete Bauteil ist mittels des Befestigungsringes B des Deckels C an der Schale befestigt. Durch einen Ring R und durch den Rand e1 der Kappe E ist die erforderliche Abdichtung gewährleistet.
Die Trennplatte D weist eine zentrale Ausnehmung dl auf, die durch eine Membran F verschlossen ist ; diese ist mittels eines Ringes H gehalten, der einen T-förmigen Querschnitt besitzt. Die aus elastischem Material bestehende Membran F besitzt eine periphere Rinne fl, in welche der Rand der Ausnehmung dl der Platte D eingreift. Der Teil h2 des Ringes H, der durch den Steg des T gebildet wird, ist leicht konisch gehalten. Ferner besitzt die Platte D ein exzentrisch angeordnetes Loch d, das dem Loch c8 des Deckels entspricht ; der Rand dieses Loches d2 greift in eine periphere Rinne gl der Mündung eines Sackes G ein, der in den Kragen C9 des Deckels reicht, nachdem er den die Backen n5 trennenden Zwischenraum der Auslösevorrichtung N durchsetzt hat.
DerSack G ist daher in seiner Mittelpartie eingedrückt. Die Mündung des Sackes G ist mittels eines Zapfens I abgeschlossen, der gleichzeitig zumBefestigen des Sackes dient und ein kalibriertes Loch i2 mit kleinem Durchmesser aufweist.
Unter der Membran F ist der Schlagbolzen L angeordnet, der eine an die Membran gepresste Scheibe 12, eine im Querschnitt quadratische, in das im Deckel C vorhandene Loch hineinragendeStange 11 und eineStahlspitze M umfasst, die in ein axiales Loch der Stange 11 eingesetzt und über der Kapsel U angeordnet ist.
Normalerweise ist die Stahlspitze M durch zwei Zungen n4 daran gehindert, die Kapsel anzustechen. Die Zungen n4 sind an den Armen nl vorgesehen und ragen unter Durchsetzung der Einschnitte in der Verstarkung c3 in das viereckige Loch c2. Die untere Fläche der Stange 11 liegt auf den Zungen n4 auf, die sich in der Bewegungsbahn des Schlagbolzens befinden.
Sowohl die Schale A als auch der Deckel C und die Trennplatte D besitzen je ein exzentrisch angeordnetes Loch a3, cl0, d5. Diese drei Löcher fluchten miteinander. Die Trennplatte D besitzt an ihrer Unterseite einen ringförmigen, mit einem Innengewinde versehenen und konzentrisch zum Loch d5 angeordneten Vorsprung d6, in den das obere Ende vl einer Hülse V aus Kunststoff eingeschraubt ist ; das andere Ende der Hülse V weist einen Abschluss auf, der eine zentrale Ausneh- mung und auf einem Kreisbogen angeordnete Löcher v2 besitzt. Diese Hülse durchsetzt die Löcher c10 und a3. Ein Gewindering W sowie ein Ring Y aus Kautschuk oder Kunststoff dichten die Hülse gegen die Schale ab. Eine ähnliche Abdichtung befindet sich am ringförmigen Vorsprung d6.
In der Hülse V ist ein aus Kunststoff bestehender Kolben X angeordnet, der von einer Stange x2 getragen wird, die nur wenig aus dem Abschluss der Hülse herausragt und an ihrem freien Ende eine diametrale Bohrung x3 aufweist. Der Kolben trägt einen halbkugelförmigen Kopf xl, der ein Ventil bildet und unter der Wirkung der die Stange x2 umgebenden Schraubenfeder Z das Loch d5 abschliesst. Der Kolben X ist nicht dicht in die Hülse eingesetzt.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Mine ist folgende : Wird ein die Eichung übersteigender Druck auf die Kappe E ausgeübt, so wird die zwischen der Kappe und der Platte D vorhandene Luft komprimiert ; die Feder Z ist indessen so bemessen, dass dieser Druck sie nicht beeinflusst. Die Luft durchströmt das Loch i2 des Zapfens I und bläht den Sack G auf, der die Backen n5 auseinanderspreizt und damit auch die Zungen n4. Sobald die Arme sich genügend um ihre Zapfen c4 gedreht haben, gleiten die Zungen n4 vom Stab des Schlagbolzens L ab, wodurch dieser durch die vom Luftdruck in der Kappe beeinflusste Membran F im Loch c2 verschoben wird und mit seiner Stahlspitze M die Kapsel U anschlägt ; dadurch werden die Zündkapsel T und anschliessend die Sprengladung gezündet.
Der grundlegende Vorteil der beschriebenen Mine ist ihre Stosssicherheit, d. h., dass sie nicht durch einen Stoss oder einen Schlag gezündet werden kann ; da nämlich die Zufuhr der zum Aufblähen des Sakkes G dienenden Luft durch ein kleines Loch erfolgt, kann kein unmittelbares oder plötzliches Aufbläher
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des Sackes erfolgen. Mit andern Worten, um ein Aufblähen des Sackes G zu erreichen, muss der Druck auf die Kappe während einer gewissen Zeitspanne ausgeübt werden ; dies macht die Mine unempfindlich gegen Schlag und Stoss sowie gegen Druckwellen. Diese Unempfindlichkeit gestattet ein gefahrloses Ausstreuen der Mine mit mechanischen Mitteln.
Die Auslösevorrichtung ist derart ausgebildet, dass der Schlag- bolzen bei Ausübung eines Schlages oder Stosses oder infolge auf den Bodenfallens der Mine nicht freigegeben wird ; die beiden Zungen können sich bei einem Stoss oder Schlag keinesfalls gleichzeitig von der Stange des Schlagbolzens entfernen, da die Arme nl, die beide in der gleichen Ebene beweglich sind, sich infolge Trägheit nicht im gleichen Sinn oder in gleicher Richtung verschieben können. Es kann sich nur der eine dieser Arme verschieben, der andere wird durch die zentrale Verstärkung c3 zurückgehalten, wodurch die Zunge n4 den Schlagbolzen zurückhält.
Die Entlüftung X, mit der die Mine ausgerüstet ist, verbessert die Sicherheitsbedingungen für die dem Setzen oder Werfen der Mine vorangehenden Manipulationen. Um die Sicherheitsvorrichtung in Wirkstellung zu bringen, wird die Stange x2 etwas herausgezogen und in die Bohrung x3 ein Stift eingeschoben, der nach Loslassen der Stange x2 an der Unterseite der Schale anliegt, wodurch der Kopf xl entfernt vom Loch d5 gehalten wird. In diesem Zustand kann die Mine nicht explodieren, da selbst bei Ausübung eines Druckes auf die Kappe E die Auslösevorrichtung nicht wirksam wird ; die dtircli die Kappe E komprimierte Luft strömt nämlich nicht nach dem Sack G, sondern ungehindert durch die Löcher v2 ins Freie, nachdem sie die Hülse V durchströmt hat, so dass der Sack G nicht aufgebläht wird und die Zungen n4 vom Schlagbolzen nicht abgleiten.
Nach Herausziehen des Stiftes aus der Bohrung x3 kann die Feder Z wirksam werden und schiebt den Kopf xl des Kolbens X gegen das Loch d5, um dieses zu schliessen.
Die als Sicherheitsvorrichtung wirkende Entlüftung kann einen Ausgleich des in der von der Kappe E und der Trennplatte D begrenzten Kammer herrschenden Luftdruckes erlauben. Es genügt, dass der Kopf xl das Loch d5 nicht dicht verschliesst oder einen Verschluss mit sogenannten mikroskopisch kleinen Verlusten ergibt. Unter diesen Umständen kann die sich bei allfälliger Erwärmung in der Kammer ausdehnende Luft nach und nach durch den unvollständigen Abschluss ausströmen. Umgekehrt bewirkt eineAbkühlung der in der Kammer befindlichen Luft ein Ansaugen von Luft von aussen, u. zw. durch den undichten Abschluss hindurch. Es kann also einerseits eine starke Erwärmung die Mine nicht zum Explodieren bringen und anderseits wird die Mine bei starker Abkühlung nicht unwirksam.
In einer weiteren vereinfachten Ausführung ohne zusätzliche Sicherung ist die Mine mit der anHand der Zeichnungen beschriebenen identisch, mit dem Unterschied, dass die Hülse und der Kolben weggelassen sind, und dass auch bei der Trennplatte, beim Deckel und bei der Schale die exzentrisch angeordneten Löcher d5, c10 und a3 fehlen.
Die Wirkungsweise dieser Mine gleicht jener der vorangehend erwähnten Mine mit ausser Wirkung stehender Sicherheitsvorrichtung, d. h. mit verschlossenem Loch d5.
Ferner kann an der Mine eine zusätzliche Sicherheitsvorrichtung vorgesehen sein, welche man vor dem Legen oder dem Streuen ausser Betrieb setzt. Auch kann die Mine selbstverständlich ohne jede Sicherheitsvorrichtung Verwendung finden. Da die Mine gemäss der Erfindung praktisch keine Metallteile aufweist, ist sie mittels der gegenwärtig bekannten Suchergeräte schwierig zu finden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Antimagnetische Mine, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine die Sprengladung (S) aufnehmende Schale (A) aus Kunststoff und eine die Schale (A) überdeckende Kappe (E) aus elastischem Material aufweist, die mit einer Trennplatte (D) eine vorzugsweise mit einer Entlüftungseinrichtung (X) versehene Luftkammer bildet, die über ein kalibriertes Loch (i2) mit einem Sack (G) kommuniziert, der sich bei Ausübung eines Druckes auf die Kappe (E) aufbläht und gegendenArme(nl) eines gegen eine Betätigung durch Stoss oder Schlag gesicherten Auslösers (N) für die Freigabe eines Schlagbolzens (1) abgestützt sind, wobei an der Luftkammer eine Membran (F) vorgesehen ist, mit der der Schlagbolzen (L) kraftschlüssig verbunden ist.