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Lack zum Auftragen auf Flachdruckformen
Die Erfindung betrifft einen Lack zur Herstellung von verbesserten Flachdruckformen aus einem Material mit einer hydrophil-oleophil differenzierten Oberfläche.
Materialien mit einer hydrophil-oleophil differenzierten Oberfläche können auf verschiedene Weisen hergestellt werden, z. B. durch bildgemässe Belichtung und Härtung einer auf einen hydrophilen Träger angeordneten lichtempfindlichen Schicht, welche härtbares hydrophiles Kolloid enthält, und durch Entfernung der nicht gehärteten Teile, wodurch ein oleophiles Bild auf einem hydrophilen Träger zurückbleibt. Ein anderes Mittel zur Erhaltung einer hydrophil-oleophil differenzierten Oberfläche wurde prinzipiell in der franz. Patentschrift Nr. l. 13. 747 beschrieben.
Gemäss der in jener Patentschrift beschriebenen Methode wird ein lichtempfindliches Material, welches eine Halogensilberemulsionsschicht enthält, bildgemäss belichtet und dann entwickelt, worauf nicht-belichtetesund also nicht-entwickeltes Halogensilber komplexiert und nach einer Metallschicht übertragen wird, auf welche Silber aus den gebildeten Komplexen bildgemäss durch die reduzierende Wirkung der Metallschicht selbst niedergeschlagen wird. Das niedergeschlagene Silber ist oleophil. Die Metallschicht besteht hauptsächlich aus hydrophilem Metall oder Metall, welches leicht hydrophil gemacht werden kann, wie z. B. sehr reinem Aluminium oder Zink, welche geringe Mengen von andern Metallen, z. B. Silizium, Eisen und Kupfer, sowie auch eventuell geringe Mengen von Verunreinigungen enthalten.
Theoretisch sind die in dieser Weise erhaltenen Materialien bereits als Flachdruckformen verwendbar ; es wird aber in der Praxis nie mit solchen unbearbeiteten Flachdruckformen gedruckt, weil deren differentialer hydrophil-oleophiler Charakter meistens nicht genügt und weil den oleophilen, also drukkenden Teilen die Festigkeit fehlt, welche es ermöglichen soll, mit den Flachdruckformen eine hohe Auflage zu erreichen.
Üblicherweise wird dann auch die Flachdruckform mit einer Ätzlösung behandelt. Letztere enthält Ingredienzien, welche die hydrophilen Eigenschaften der nicht-druckenden Teile verbessern und oft auch Ingredienzien, welche die oleophilen Eigenschaften der druckenden Teile verbessern. Solche Ätzlösungen sind z. B. in der franz. Zusatzpatentschrift Nr. 77556 zur Patentschrift Nr. 1. 213. 747 beschrieben.
In den meisten Fällen, vorzugsweise aber nach der Behandlung der Flachdruckform mit einer Ätz- lösung, wird auch noch ein Lack auf die bildgemäss hydrophil-oleophil differenzierte Oberfläche aufgetragen, der sich selektiv auf die druckenden Teile absetzt, und diese also verstärkt. Aus der belgi-
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nischen Lösungsmitteln auf hydrophil-oleophil differenzierte Oberflächen aufzutragen.
Auch ist es möglich, einen Lack aufzutragen, welcher gleichzeitig den hydrophil-oleophilen Charakter der Oberfläche verbessert und die druckenden Teile verstärkt. Ein solcher Lack ist aus der deutschen Auslegeschrift 1 143710 und der belgischen Patentschrift Nr. 620344 bekannt. Er besteht aus einer äusseren oder dispergierenden Phase und einer inneren oder dispersen Phase. Die äussere Phase enthält
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Wasser, Verdickungsmittel und eventuell Phosphorsäure, und die innere Phase eine Lösung eines Phenolformaldehydharzes in einem organischen Lösungsmittel, das nicht mit Wasser mischbar ist.
Die aus den genannten Patentschriften bekannten Phenolformaldehydharze sind im allgemeinen genügend selektiv, d. h. sie setzen sich ausschliesslich auf die oleophilen und gar nicht auf die hydrophilen Teile der Flachdruckform ab. Sie bilden im allgemeinen nur ein sehr dünnes Häutchen auf den oleophilen Teilen der Flachdruckform, wodurch letztere, nachdem einige Tausend von Kopien damit gedruckt sind, erheblich abgenutzt ist und alsbald unbrauchbar ist.
Es wurde nun gefunden, dass Flachdruckformen ausgezeichneter Qualität durch Auftragen eines wenigstens ein Alkydharz enthaltenden Lackes auf bildgemäss hydrophil-oleophil differenzierte Oberflächen erzeugt werden können. Alkydharze sind sehr selektiv, stark aufbauend und eher biegsam, so dass mit der gemäss der Erfindung erhaltenen Flachdruckform eine Auflage von vielen Tausend Kopien erhalten werden kann, ehe die Form abgenutzt ist.
Das Auftragen des Lackes auf die hydrophil-oleophil differenzierte Oberfläche (weiterhin in der Beschreibung immer als differenzierte Oberfläche bezeichnet) ist sehr einfach und besteht meistens aus dem einfachen Vergiessen einer geringen Menge Lack über die differenzierte Oberfläche und dem anschliessenden Ausreiben desselben mittels eines Wattebausches od. dgl. Der Lack wird'selektiv von jenen oleophilen Teilen aufgenommen, welche die druckenden Teile der Flachdruckform darstellen.
Alkydharze, welche besonders geeignet sind für die Erzeugung des Lackes, sind synthetische Harze, welche durch Polykondensation von wenigstens einem polyfunktionellen Alkohol mit wenigstens einer polyfunktionellen Säure hergestellt sind, die gegebenenfalls mit einer Oxycarbonsäure vermischt oder dadurch ersetzt sein kann, und eventuell auch mit wenigstens einer gegebenenfalls gesättigten monobasischen Säure. Mit andern Worten, sowohl reine Alkydharze als auch modifizierte Alkydharze sind geeignet. In der weiteren Beschreibung und in den Ansprüchen wird einfachheitshalber immer über Alkydharze gesprochen werden, und es sind dann darunter die reinen sowie die modifizierten Alkydharze zu verstehen. Vorzugsweise werden feste Alkydharze verwendet.
Auch flüssige Alkydharze sind sehr selektiv, sind aber nur dann wirklich zweckdienlich, wenn die endgültige Flachdruckform einer zusätzlichen Wärmebehandlung unterzogen wird. Geeignete Polyole sind unter anderem Äthylenglykol, Glycerol und Pentaerythritol. Geeignete polybasische Säuren sind unter anderem Terephthalsäure, Isophthalsäure, Orthophthalsäure, Abietinsäure, Kolophonium, das zu 80 - 90% Abietinsäure und ihr Anhydrid enthält, Adipinsäure, Sebacinsäure, Trimellithsäure und Maleinsäure. An Stelle der Säure kann auch das Anhydrid verwendet werden. Eventuell gesättigte einbasische Säuren, welche für die Erzeugung eines geeigneten modifizierten Alkydharzes in Betracht kommen, sind z. B. gegebenenfalls gesättigte Fettsäuren. Näheres über Alkydharze findet man in C. R. Martens, Alkyd Resins, Reinhold Publishing Co., New York 1961.
Auch Polyester sind als Polykondensationsprodukte aus wenigstens einer polyfunktionellen Säure und wenigstens einem polyfunktionellen Alkohol aufzufassen. Falls sie fest und in den üblichen, höchstens in geringem Masse mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmitteln, wie Cyc1oiJexa- non, Pentanon, Butylacetat und Amylacetat löslich sind, sind auch sie meistens geeignet, um entweder ausser oder an Stelle der beschriebenen Alkydharze verwendet zu werden. Was in der Erfindung über die Verwendung von Alkydharzen beschrieben wird, ist somit ebenso für diese Polyester anwendbar.
Der erfindungsgemäss zu verwendende Lack kann eine Lösung von wenigstens einem Alkydharz in
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mit Wasser mischbaren Lösungsmittel sein. Geeignete Lösungsmittel sind z. B. aliphatische Ketone, wie Methylisobutylketon, Diäthylketon und Äthylbutylketon ; Ester aus einer aliphatischen Säure und einem aliphatischen Alkohol, wie Amylacetat ; cycloaliphatische Lösungsmittel, wie Cyclohexanon ; und i\1i- schungen dieser Lösungsmittel.
Die Konzentration an Alkydharz in solcher Lösung ist abhängig von so vielen Faktoren, z. H. der Art des Harzes, der Art des organischen Lösungsmittels, eventuellen Zusätzen zum Lack, der Art der zu lackierenden differenzierten Oberfläche usw., dass sie innerhalb sehr weiter Grenzen variieren kann.
In der Praxis aber ist diese Konzentration doch meistens zwischen 20 und 1 Gew.-'Yo.
Die Lacklösung enthält ausser Alkydharz vorzugsweise noch wenigstens ein Harz des Phenoltonn-
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"MethodenLEdition, Vol. 14- , Thieme Verlag, Stuttgart 1963, S. 193-291, gefunden werden. Geeignete Phe- nolformaldehydharze sind auch in der belgischen Patentschrift Nr. 604471 beschrieben.
Besonders geeig- net sind Lacke, welche sowohl Alkydharze als auch Phenolformaldehydharze enthalten, weil < ie die oleophilen Teile einer Flachdruckform mit einer dünnen Schicht verstärken, welche härter ist als eine Alkydharzschicht, wodurch ein idealer Schutz der druckenden Teile erzielt wird. Fall--der Lack Alkyd-
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harz und Phenolformaldehydharz enthält, liegt die Gesamtkonzentration an Harz vorzugsweise innerhalb derselben Grenzen wie für den Fall, dass der Lack nur Alkydharz enthält.
In einem beide Harztypen enthaltenden Lack kann sich die Konzentration an Phenolformaldehydharz von weniger als 1 Gew.-% bis 80% und mehr, bezogen auf das totale Gewicht an Harz, belaufen.
Letzteres ist von einer grossen Anzahl Faktoren abhängig.
In einem wie oben beschriebenen Lack können noch sonstige Ingredienzien gelöst oder dispergiert werden. So kann beispielsweise in dem Lack noch ein Pigment, vorzugsweise in einer Konzentration zwischen 5 und 20Gew.-'%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Lackes, dispergiert werden. Die Anwesenheit von Pigment erhöht das mehr selektive Absetzen der festen Bestandteile des Lackes auf die oleophilen Teile der differenzierten Oberfläche. Überdies bietet das Einarbeiten von Pigment in die Lackzusammensetzung den Vorteil, dass die lackierten und druckenden Teile der Flachdruckform ge- färbt werden und also besser sichtbar sind. Dieser Effekt kann auch durch Lösung von organischen Farbstoffen im Lack erreicht werden. Geeignete Pigmente, die in der Lackzusammensetzung dispergiert werden können, sind unter anderem Toluidinrot, Rebenschwarz (vgl.
Römpp, Chemie-Lexikon, 5. Auflage, Bd. 3, S. 4243), Chromschwarz usw. Es soll besonders darauf geachtet werden, dass das Korn des Pig- ments nicht zu grob sei.
Öfters wird dem Lack ein trocknendes Öl, z. B. Leinöl oder Rizinusöl, zugefügt, und/oder auch ein sogenannter polymerer Weichmacher, z. B. ein flüssiger niedermolekularer Polyester, meistens in einer Konzentration von 10 bis 30 Vol. -0/0 des totalen Lackvolumens. Hiedurch lassen sich die farbannehmenden Eigenschaften der oleophilen Teile der Flachdruckform noch verbessern, und werden die festen Bestandteile des Lackes sich noch selektiver darauf absetzen.
Die besten Resultate werden erreicht mit Lacken, die ein Alkydharz, ein Phenolformaldehydharz, ein Pigment und ein trocknendes Öl enthalten. Wenn diese Ingredienzien in einem geeigneten Verhältnis im Lack anwesend sind, lässt sich mit einem solchen Lack eine Flachdruckform anfertigen, mit der leicht mehr als 50000 Kopien gleichmässiger und ausgezeichneter Qualität gedruckt werden können.
Üblicherweise wird erst das Harz (Alkyd plus eventuell Phenolformaldehydharz) im organischen Lösungsmittel oder in der Mischung von organischen Lösungsmitteln aufgelöst, und wird darauf unter kräftigem Rühren das Pigment darin dispergiert. Schliesslich wird das trocknende Öl langsam hinzugefügt und gut mit der Dispersion vermischt.
Lacke wie oben beschrieben wären wohl als organische Lacke zu bezeichnen. Es ist jedoch auch möglich, in einer Methode gemäss der Erfindung einen Lack aufzutragen, welcher eine Dispersion eines wie oben beschriebenen organischen Lackes in einer wässerigen Phase ist. Das Verhältnis von organischer zu wässeriger Phase liegt vorzugsweise zwischen 1/2 und 1/5. Eine solche organisch-anorganische Lackzusammensetzung bietet den Vorteil, in ihrer wässerigen Phase die Ingredienzien enthalten zu können, welche sonst in der Ätzlösung anwesend sein sollten, so dass bei der Verwendung einer Lackzusammensetzung dieses Typs die Behandlung der differenzierten Oberfläche mit einer separaten Ätzlösung vor der Auftragung des Lackes sich erübrigt.
Die wässerige Phase kann auch nur aus Wasser bestehen, enthält aber noch wenigstens eine gewisse Menge Emulgator, um beim Dispergieren der organischen Lackzusammensetzung in dieser Phase die Erzeugung einer stabilen Dispersion zu ermöglichen. Geeignete Emulgatoren sind Natriumlaurylsulfat, Alkalisalze von sulfonierten Dicarbonsäurederivaten, z. B. Dioctylnatriumsulfosuccinat, und Alkalisul- fonate von gesättigten Kohlenwasserstoffen.
In dieser wässerigen Phase können Ingredienzien gelöst werden, welche die hydrophilen Eigenschap- ten der nicht-druckenden Teile oder Nichtbildbereiche der differenzierten Oberfläche verbessern, z. B.
Phosphorsäure, wasserlösliche primäre und sekundäre Phosphate, und Verdickungsmittel wie Carboxymethylcellulose, Gummi arabicum, Natriumalginat, Polyvinylalkohol, Polyacrylsäure, Polymethacrylsäure, Polystyrolsulfonsäure und Polyvinylpyrrolidon, vorzugsweise in einer zwischen 2 und 10 Gelv. - ; () liegenden Konzentration dieser Verbindungen pro Volumen Lackzusammensetzung.
Die wässerige Phase kann auch Ingredienzien enthalten, welche die oleophilen Eigenschaften der differenzierten Oberfläche verbessern. Geeignete Ingredienzien, fur den Fall die oleophilen l'eilt ! hauptsächlich aus metallischem Silber bestehen, sind kationische oberflächenaktive Verbindungen, eine Mercaptogruppe enthaltende Verbindungen, Mischungen dieser zwei Sorten von Verbindungen usw. \a- heres findet man in der franz. Zusatzpatentschrift Nr. 77556 zur Patentschrift Nr. l. L ; 13. 747.
Schliesslich können der wässerigen Phase auch Bakterizide einverleibt werden, welche den eventuellen Abbau von Verdickungsnutteln durch Enzyme verhindern. Geeignete Bakterizide sind Pentachlorphenol, Formaldehyd und Phenol.
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Die Darstellung der wässerigen Phase ist sehr einfach, weil sie meistens eine Lösung von höher beschriebenen Verbindungen in Wasser ist. Die Reihenfolge, in der diese Verbindungen zugesetzt werden, ist meistens von geringer Wichtigkeit.
Aus dem organischen Lack und der wässerigen Phase kann die organisch-anorganische Lackzusammensetzung durch Dispergierung, unter kräftigem Rühren, der organischen Phase in der wässerigen Phase erzeugt werden.
Obwohl das erfindungsgemässe Verfahren geeignet ist zur Auftragung auf eine beliebige hydrophiloleophil differenzierte Oberfläche, ist sie besonders angewiesen zur Auftragung auf eine Oberfläche, welche gemäss der oben beschriebenen Methode differenziert wurde, deren Prinzip in der franz. Patentschrift Nr. 1. 213. 747 beschrieben wurde.
Schliesslich sei noch darauf hingewiesen, dass die Qualität der lackierten Flachdruckformen in den meisten Fällen durch Erwärmung noch verbessert werden kann, z. B. in einem Ofen und vorzugsweise zwischen 100 und 2000C. Erwärmung innerhalb des angegebenen Temperaturbereiches ist auch angewiesen bei der Durchführung der oben beschriebenen Ausführungsform der Erfindung, wenn flüssige Alkydharze verwendet werden.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispiel l : Das durch Nacharbeiten des nach Beispiel 1 der franz. Zusatzpatentschrift Nr. 77556 zur Patentschrift Nr. 1,213. 747 erhaltenen Materials hat eine hydrophil- oleophil differenzierte Oberfläche und wird als Flachdruckform noch besser geeignet sein, indem man mit einem Wattebausch einen Lack der folgenden Zusammensetzung aufträgt :
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<tb>
<tb> Methylisobutylketon <SEP> 100 <SEP> cm3
<tb> Alkydharz <SEP> 85 <SEP> g <SEP>
<tb> Waxoline <SEP> Rhodamine <SEP> BS <SEP> (C. <SEP> I. <SEP> 45170 <SEP> B) <SEP> 3 <SEP> g <SEP>
<tb>
Das verwendete Alkydharz ist ein Pentaerythritolester von Kolophiniuin mit einem Schmelzpunkt zwischen 109 und 1160C und einer Säurezahl von höchstens 16.
Beispiel 2: Das durch Nacharbeiten des nach Beispiel 13 der franz. Zusatzpatentschrift Nr. 77556 zur Patentschrift Nr. 1. 213. 747 erhaltenen Materials hat eine hydrophil-oleophil differenzierte Oberfläche und wird als Flachdruckform noch besser geeignet sein, indem man mit einem Wattebausch einen Lack der folgenden Zusammensetzung aufträgt :
EMI4.2
<tb>
<tb> Cyclohexanon <SEP> 100 <SEP> cm3 <SEP>
<tb> Alkydharz <SEP> 50g
<tb> Rizinusöl <SEP> o <SEP> cm3 <SEP>
<tb> Bleu <SEP> Marin <SEP> Orasol <SEP> BB <SEP> (C. <SEP> I. <SEP> Solvent <SEP> Blue <SEP> 1) <SEP> 4g
<tb>
Das verwendete Alkydharz ist ein Pentaerythritolester von Kolophonium mit einem Schmelzpunkt zwischen 130 und wc und einer Säurezahl zwischen 30 und 40.
Beispiel 3 : Das durch Nacharbeiten des nach Beispiel 14 der franz. Zusatzpatentschrift Nr. 7755 H zur Patentschrift Nr. 1. 213. 747 erhaltenen Materials hat eine hydrophil-oleophil differenzierte Oberfläche und wird als Flachdruckform noch besser geeignet sein, indem man mit einem Wattebausch einen Lack der folgenden Zusammensetzung aufträgt :
EMI4.3
<tb>
<tb> Diäthylketon <SEP> 3 <SEP>
<tb> Alkydharz <SEP> j <SEP> cm <SEP>
<tb> Toluidinrot <SEP> R <SEP> (C. <SEP> I. <SEP> 12 <SEP> 120) <SEP> l <SEP> u <SEP> g <SEP>
<tb>
Das verwendete Alkydharz ist ein von der Firma The C. P. Hall Co., Chicago, III,, U.S.
A., hergestellter und unter dem Handelsnamen "Polymeric Plasticizer HALLCO HA- & -A"auf den Markt ge- brachter Polyester des Alkydtyps. Sein Molekulargewicht beträgt etwa 4OU. seine Viskosität hei'JC etwa 290 cP, seine Saurezahl höchstens 3, und seine Verseifungszahl ist zwischen 49 und 44"begrif- fen.
Die erhaltene Flachdruckform wird schliesslich 10 min in einem Ofen bei 200 C erhitzt.
Beispiel 4 : Man wiederholt das Beispiel'z, trägt aber anstatt der dort verwendeten Laci'.'usam- mensetzung den Lack der folgenden Zusammensetzung auf :
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<tb>
<tb> Cyclohexanon <SEP> 100 <SEP> cm3
<tb> Alkydharz <SEP> 30 <SEP> g <SEP>
<tb> Mikro-Rebenschwarz <SEP> MM <SEP> 170 <SEP> (in <SEP> den <SEP> Handel
<tb> gebracht <SEP> von <SEP> Ari-Chemie, <SEP> Vockenhausen/ <SEP>
<tb> Taunus) <SEP> 25 <SEP> g
<tb> Leinöl <SEP> 30 <SEP> cm3
<tb>
Das verwendete Alkydharz ist ein von der Firma Jones and Dabney Co., Newark, N. J., U. S. A., hergestellter und unter dem Handelsnamen SYNTEX H 3 auf den Markt gebrachter Kolophonium-maleinsäureester. Sein Schmelzpunkt liegt zwischen 138 und 1490C und seine Säurezahl zwischen 30 und 40.
Näheres über dieses Alkydharz findet man in der Veröffentlichung " Resins and Chemicals" (1957) der oben genannten Firma.
Beispiel 5 : Man wiederholt das Beispiel 1, verwendet aber anstatt der dort angegebenen Lackzusammensetzung den Lack der folgenden Zusammensetzung :
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<tb>
<tb> Methylisobutylketon <SEP> 100 <SEP> cm3
<tb> Alkydharz <SEP> 20 <SEP> g <SEP>
<tb> Phenolformaldehydharz <SEP> 25 <SEP> g
<tb> Waxoline <SEP> Rhodamine <SEP> BS <SEP> (C. <SEP> I. <SEP> 45170 <SEP> B) <SEP> 3 <SEP> g <SEP>
<tb>
Das Alkydharz ist das gleiche wie das in Beispiel 1 verwendete. Das Phenolformaldehydharz wird durch Reaktion eines Überschusses Phenol und Formaldehyd in saurem Medium hergestellt. Sein Schmelzpunkt liegt zwischen 100 und 1050C und die Viskosität einer Lösung von 50 g dieses Harzes in 50 cm3 Äthanol bei 350C liegt zwischen 60 und 70 cP.
Beispiel 6 : Man wiederholt das Beispiel 5, verwendet aber anstatt der dort angegebenen Lackzusammensetzung den Lack der folgenden Zusammensetzung :
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<tb>
<tb> Cyclohexanon <SEP> 50 <SEP> cm3
<tb> Alkydharz <SEP> 20 <SEP> g <SEP>
<tb> Phenolformaldehydharz <SEP> 50 <SEP> g
<tb> Rizinusöl <SEP> 20 <SEP> cm3
<tb> Bleu <SEP> Marin <SEP> Orasol <SEP> RB <SEP> (C. <SEP> I. <SEP> Solvent <SEP> Blue <SEP> 1) <SEP> 4 <SEP> g <SEP>
<tb>
Die verwendeten Alkyd- und Phenolformaldehydharze sind die gleichen wie die im Beispiel 5 verwendeten.
Beispiel 7: Man wiederholt das Beispiel 3, verwendet aber anstatt des darin verwendeten Lackes einen Lack der folgenden Zusammensetzung :
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<tb>
<tb> Diäthylketon <SEP> 50 <SEP> cm3
<tb> Alkydharz <SEP> 25 <SEP> cm3
<tb> Phenolformaldehydharz <SEP> 15 <SEP> g
<tb> Toluidinrot <SEP> R <SEP> (C. <SEP> I. <SEP> 12 <SEP> 120) <SEP> 10 <SEP> g
<tb>
EMI5.5
EMI5.6
<tb>
<tb> 8:Cyclohexanon <SEP> 75 <SEP> cm3
<tb> Alkydharz <SEP> 12 <SEP> g <SEP>
<tb> Phenolformaldehydharz <SEP> 10 <SEP> g
<tb> Leinöl <SEP> tcm
<tb> Toluidinrot <SEP> R <SEP> (C. <SEP> 1. <SEP> t- <SEP> ;
<SEP> 120) <SEP> 12 <SEP> g <SEP>
<tb>
EMI5.7
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EMI6.1
EMI6.2
<tb>
<tb> Alkydharztiges <SEP> wässeriges <SEP> Gummi <SEP> arabicum <SEP> 50 <SEP> cm3
<tb> Carboxymethylcellulose-Natriumsalz <SEP> l <SEP> g
<tb> 4 <SEP> Obiges <SEP> wässeriges <SEP> Formaldehyd <SEP> 1 <SEP> cm3
<tb> Natriumlaurylsulfat <SEP> 2 <SEP> g <SEP>
<tb>
Lösung B :
EMI6.3
<tb>
<tb> Methylisobutylketon <SEP> 20 <SEP> cm
<tb> Alkydharz <SEP> 4g
<tb> Phenolformaldehydharz <SEP> 5 <SEP> g
<tb> Waxoline <SEP> Rhodamine <SEP> BS <SEP> (C. <SEP> I. <SEP> 45 <SEP> 170 <SEP> B) <SEP> 2g
<tb>
Die verwendete Carboxymethylcellulose hat einen Substitutionsgrad von 0, 65 bis 0, 85 und die Viskosität, deren 2% igue wässerige Lösung bei 25 C liegt, zwischen 25 und 50 cP.
Die verwendeten Alkydund Phenolformaldehydharze sind dieselben wie die des Beispiels 5.
Die Lösung B wird unter kräftigem Rühren in die Lösung A dispergiert.
Eine nach dem Beispiel 1 der franz. Zusatzpatentschrift Nr. 77556 zur Patentschrift Ni. 1. 213. 747 erhaltene und ein Silberbild tragende Flachdruckform aus Aluminium, die noch nicht mit Ätzflüssigkeit behandelt wurde, wird mittels eines in diese Dispersion getränkten Wattebausches eingerieben. In dieser Weise erhält man eine lackierte Flachdruckform hervorragender Qualität.
Beispiel 10 : Es werden die folgenden Zusammensetzungen dargestellt :
Lösung A :
EMI6.4
<tb>
<tb> 2% <SEP> iges <SEP> wässeriges <SEP> Carboxymethylcellulose-Natriumsalz <SEP> 50 <SEP> cm3
<tb> Mononatriumphosphat <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> g
<tb> Pentachlorphenol <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> g <SEP>
<tb> Natriumlaurylsulfat <SEP> g <SEP>
<tb>
Zusammensetzung B :
EMI6.5
<tb>
<tb> Diäthylketon <SEP> 5 <SEP> cm3
<tb> Alkydharz <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP> cm3 <SEP>
<tb> Phenolformaldehydharz <SEP> 1 <SEP> g
<tb> Toluidinrot <SEP> R <SEP> (C. <SEP> I. <SEP> 12120) <SEP> 2 <SEP> g
<tb>
Die verwendete Carboxymethylcellulose ist die des Beispiels 9, und die verwendeten Alkyd- und Phenolformaldehydharze sind in Beispiel 7 beschrieben.
Die Zusammensetzung B wird unter kräftigem Rühren in die Lösung A dispergiert.
Mit dieser erhaltenen Dispersion wiederholt man dann das Beispiel 9.
Beispiel 11 : Es werden die folgenden Zusammensetzungen dargestellt :
Lösung A :
EMI6.6
<tb>
<tb> 5% <SEP> iges <SEP> wässeriges <SEP> Poly- <SEP> (styrolsulfonsäure- <SEP>
<tb> natriumsalz) <SEP> 5u <SEP> cin <SEP> .
<tb>
Mononatriumphosphat <SEP> 0,5 <SEP> g
<tb> l-Phenyl-5-mercaptotetrazol <SEP> 0, <SEP> 1g <SEP>
<tb> n-Hexadecyldimethylbenzoylammoniumchlorid <SEP> 0,2 <SEP> g
<tb> Natriumlaurylsulfat <SEP> 2 <SEP> g
<tb>
Dieses Poly- (styrolsulfonsäurenatriumsalz) wurde durch eine derartige ulfonieruiig von Polystyrol mit einem Molekulargewicht von etwa 5000 hergestellt, dass eine Sulfonsäuregruppe je Benzolkern vorliegt.
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Zusammensetzung B :
EMI7.1
<tb>
<tb> Cyclohexanon <SEP> 8 <SEP> cm3
<tb> Alkydharz <SEP> (s. <SEP> Beispiel <SEP> 4) <SEP> 1, <SEP> 2g <SEP>
<tb> Phenolformaldehydharz <SEP> (s. <SEP> Beispiel <SEP> 7) <SEP> 1 <SEP> g <SEP>
<tb> Leinöl <SEP> 2 <SEP> cm3
<tb> Toluidinrot <SEP> R <SEP> (C. <SEP> I. <SEP> 12 <SEP> 120) <SEP> 1, <SEP> 2g <SEP>
<tb>
Man wiederholt das Beispiel 9, verwendet aber die in diesem Beispiel beschriebene Dispersion.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verwendung eines Lackes, der aus einer Lösung von wenigstens einem Alkydharz in wenigstens einem organischen Lösungsmittel, das höchstens in geringem Mass mit Wasser mischbar ist, besteht, wobei das Alkydharz zum Teil durch wenigstens ein Phenolformaldehydharz ersetzt sein kann und die Lösung gegebenenfalls Zusätze wie Phosphorsäure, wasserlösliche primäre und sekundäre Phosphate und/ oder Zusätze wie kationische oberflächenaktive Verbindungen oder eine Mercaptogruppe enthaltende Verbindungen, eventuell zusammen mit einem Bakterizid und/oder ein trocknendes Öl und/oder ein Pigment oder einen organischen Farbstoff enthält, zum Aufbringen auf die bildgemäss hydrophil-oleophil differenzierte Oberfläche einer Flachdruckform.