AT2593U1 - Takteinrichtung zum beschicken des stationsgleises einer umlaufseilbahn mit an ihr förderseil kuppelbaren fahrzeugen - Google Patents
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Abstract
Bei einer Umlaufseilbahn ist das das Stationsgleis aus einer Garage mit kuppelbaren Sesseln (5) (oder Kabinen) beschickende Zubringergleis (4) zum Stationsgleis hin fix geneigt, so daß die Sessel (5) beim Ausgaragieren, sich aneinander abstützend durch ihr Eigengewicht in Richtung Stationsgleis rollen. An der Einfahrt zur Umfahrung des Stationsgleises ist ein kurzer getakteter Pneuradförderer (7) angeordnet, der mit zumindest zwei Sesseln (5) in Eingriff steht und im Gleichlauf mit den Folgeförderern in der Umfahrung des Stationsgleises angetrieben ist. Das in Förderrichtung (G) letzte Pneurad (7`2) des Taktförderers (7) ist mit einer Kupplungsbremse von der Gleichlaufsteuerung abkuppel- und einbremsbar und bildet im eingebremsten Zustand eine Haltestelle für den jeweils nachfolgenden Sessel (5); die Kupplungsbremse wird über eine elektrische Steuerleitung vom Stationsgleis her getaktet, um die Sessel (5) in vorbestimmten Zeitintervallen an die Folgeförderer weiterzugeben und mit gleichen Abständen an das Förderseil der Seilbahn zu kuppeln.
Description
AT 002 593 Ul
Die Erfindung betrifft eineTakteinrichtung zum Beschicken des Stationsgleises einer Umlaufseilbahn mit an ihr Förderseil kuppelbaren Fahrzeugen, mit zumindest einem Abstellgleis, mit vorzugsweise einem Zubringergleis oder mit zwei Zubringergleisen zwischen dem Stationsgleis und dem zumindest einen Abstellgleis, mit einer Weiche zwischen dem Stationsgleis und jedem Zubringergleis, mit einer von Taktsignalen des Stationsgleises gesteuerten Staustrecke an dem das Stationsgleis beschickenden Zubringergleis und mit Förderern, mit denen die Fahrzeuge vom Stationsgleis über das Zubringergleis auf das zumindest eine Abstellgleis und wieder zurück förderbar sind.
An den Haltestationen einer Umlaufseilbahn befinden sich üblicherweise jeweils am Einlauf bzw. Auslauf Kuppelstellen und Verzögerungs- bzw. Beschleunigungsstrecken für die ein- bzw? ausfahrenden Fahrzeuge. An der Einlaufkuppelstelle werden die mit bis zu etwa 6 m/sec am Förderseil geförderten Fahrzeuge vom Seil abgekuppelt und auf eine langsame Beschickungsgeschwindigkeit von etwa 0,2 bis 0,8 m/sec verzögert, mit der sie einen Perron auf der Gleisspur eines Stationsgleises vom einlaufenden zum auslaufenden Seil umfahren, während die Fahrgäste die Fahrzeuge auf dem Perron verlassen bzw. besteigen können. An der Auslaufkuppelstelle sind die Fahrzeuge bis zum Gleichlauf mit dem Förderseil zu beschleunigen und wieder an das Seil zu kuppeln.
Um die Umlaufseilbahn an die jeweils benötigte Transportleistung anzupassen, werden die momentan nicht gebrauchten Fahrzeuge an den Haltestationen üblicherweise auf Abstellgleise von Garagen ausgeparkt; die Kapazität einer Garage läßt sich auf alle Fahrzeuge bemessen, die dann bei Außerbetriebnahme der Seilbahnanlage wettergeschützt abgestellt sind.
Es gibt Garagen mit schlingenförmig angeordneten Abstellgleisen, die vom Stationsgleis her über eine einlaufende Weiche be- und über eine auslaufende Weiche auf jeweils einem Zubringergleisen entschickt werden, vgl. z.B. EP 306 771 B1, EP 245 163 B1 oder FR 24 96 029. 2 AT 002 593 Ul
Es sind automatisch be- bzw. entschickbare Stichgleisgaragen mit nur einem Zubringergleis bekannt, deren Abstellgleise von ein- und derselben Seite her mit Fahrzeugen be- bzw. entschickt werden. Bei einer Stichgleisgarage wird die Förderrichtung der Förderer und die der Seilbahnanlage beim Be- bzw. Entschicken der Stichgleise umgesteuert. Bei einer durch die EP 369 981 B1 bekannten Stichgleisgarage sind die Abstellgleise in unterschiedliche Schräglagen verstellbar, um Förderer einzusparen. An der Ein- bzw. Ausfahrt zu jedem Stichgleis ist die Führungsschiene in einem um eine horizonzale Achse schwenkbaren Gelenk aufgenommen und mit einer hydraulischen Hubeinrichtung oderdgl. zum Eingaragieren in eine zum Gelenk hin ansteigende bzw. zum Ausgaragieren abfallende Schräglage verstellbar. Sinn und Zweck dieser Maßnahme ist, die Fahrzeuge mittels ihrer Schwerkraft in die Stichgleisgarage hinein bzw. aus ihr heraus zu fördern. Beim Eingaragieren laufen die Fahrzeuge frei auf der schräggestellten Führungsschiene ab und fahren auf das zuvor eingaragierte Fahrzeug auf, wodurch eine Beschädigung der aufeinander auflaufenden Fahrzeuge nicht auszuschließen ist. Anstelle von Förderern ist eine Hubeinrichtung erforderlich.
Eine automatisch be- bzw. entschickbare Garage mit einer Takteinrichtung, die die eingangs genannten Merkmale aufweist, ist durch die EP 711 696 A1 bekannt. Bei dieser bekannten Garage werden mehrere parallele Abstellgleise über zwei einander kreuzende Zubringergleise be- bzw. entschickt. An allen Gleisen sind Förderer angeordnet, wie z.B. Ketten-, Rampen- oder Pneuradförderer, die über die gesamte Länge jeder Gleisspur mit deri geförderten Fahrzeugen in Eingriff sind. Auf beiden Zubringergleisen ist an beliebiger Stelle jeweils eine Staustrecke mit mehreren einzeln angetriebenen und einzeln ansteuerbaren Pneuradförderem vorgesehen, die jeweils eine Haltestelle bilden, um die Fahrzeuge zu puffern; der an dem das Stationsgleis beschickenden Zubringergfeis in Fahrtrichtung vordere Pneuradförderer der Staustrecke wird über eine elektrische Steuerleitung vom Stationsgleis her getaktet, um die Fahrzeuge mit den Folgeförderem in vorbestimmten, gleichen Abständen an das Förderseil der Seilbahnanlage zu kuppeln. 3 AT 002 593 Ul
Demgegenüber soll die Aufgabe gelöst werden, bei einem solchen Zubringergleis den Aufwand an erforderlichen Förderern zu reduzieren.
Diese Aufgabe wird bei der erfindungsgemäßen Takteinrichtung mit den Merkmalen gelöst, daß das das Stationsgleis beschickende Zubringergleis zum Stationsgleis hin fix geneigt ist, daß an seiner Einfahrt zum Stationsgleis ein kurzer, mit zumindest zwei Fahrzeugen in Eingriff stehender und zumindest zwei Treiber aufweisender Taktförderer angeordnet ist, der über eine, vorzugsweise mechanische, Gleichlaufsteuerung mit den Förderern des Stationsgleises verbunden ist und de'ssen beim Beschicken des Stationsgleises in Fahrtrichtung letzter Treiber zur Bildung der Staustrecke in Abhängigkeit von den Taktsignalen des Stationsgieises von der Gleichlaufsteuerung abkuppel- und einbremsbar ist.
Als Fahrzeuge sind bei der Erfindung Kabinen, Sessel oderdgl. vorgesehen, die an ihrem Gehänge mit zumindest einer Seilklemme an das Förderseil der Seilbahnanlage kuppelbar sind. Erfindungsgemäß ist ein vglw. kurzer, vorzugsweise nur zwei Fahrzeuge übergreifender getakteter Förderer an der Einfahrt zum Stationsgleis angeordnet. Der beim Beschicken des Stationsgleises in Förderrichtung letzte Treiber des Taktförderers ist erfindungsgemäß mit einer Kupplungs-Brems-Kombination für sich von der Gleichlaufsteuerung abkuppel- und einbremsbar, ist somit eine Haltestelle für das jeweils nachfolgende Fahrzeug. Die sich aneinander abstützenden Fahrzeuge bilden auf der schiefen Gleisspur des Zubringergleises eine in sich drucksteife Förderkette, die beim Beschicken des Stationsgleises mittels der Schwerkraft der Fahrzeuge auf den kurzen Taktförderer zuläuft. Damit die drucksteife Förderkette nicht abreißen kann, muß der kurze Taktförderer zumindest zwei Fahrzeuge übergreifen. Der Taktförderer steht mit den in der Umfahrung des Stationsgleises befindlichen Förderern im Gleichlauf, wird vorzugsweise aus der Umfahrung heraus mechanisch angetrieben und über eine elektrische Steuerleitung vom Stationsgleis her getaktet, um die Fahrzeuge in vorbestimmten Zeitintervallen an die Folgeförderer zu übergeben und in gleichen Abständen an das Förderseil der Seilbahn zu kuppeln. 4 AT 002 593 Ul
Bei kurzen, haubenlosen Sesseln können sich die Fahrzeuge zweckmäßig an den Friktionsplatten ihrer Seilklemmen aneinander abstützen. Bei längeren Sesseln mit Wetterschutzhaube oder im Falle von Kabinen stützen sich die Fahrzeuge an ihren Hauben bzw. Kabinen über elastische Anschlagpuffer aneinander ab. Wegen ihres Eigengewichts liegen die Fahrzeuge immer aneinander an und sind somit vor Beschädigung durch unerwünschte Stöße sicher.
Als Fördereinrichtung kann ein kurzer Kettenförderer hergenommen werden, der mit Mitnehmern formschlüssig am Gehänge von zumindest zwei Fahrzeugen angreift; vorzugsweise ist ein Pneuradförderer mit zumindest zwei Pneurädern vorgesehen, der reibschlüssig auf die Friktionsplatten der Seilklemmen von zumindest zwei Fahrzeugen treibt. Im Falle von Kabinen kann der Pneuradförderer auch auf den Boden oder beide unteren Seiten von zumindest zwei Fahrzeugen reibschlüssig treiben.
Als Garage eignet sich bei der Erfindung jede der eingangs kurz erläuterten bekannten Garagen.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung wird das Zubringergleis als Abstellgleis für die zuletzt eingaragierten Fahrzeuge hergenommen, im Falle einer Stichgleisgarage sind die Fahrzeuge dann zum Ausgaragieren vorbereitet abgestellt.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel nach der Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert: In
Fig.1 ist die Umfahrung des Stationsgleises und das erfindungsgemäße Zubringergleis samt Taktförderer an der Einfahrt zum Stationsgleis dargestellt; a) ist eine Seitenansicht, b) ist eine Draufsicht,
Fig.2 zeigt die zum Taktförderer hin fix geneigte schiefe Gleisspur des Zubringergleises, a) von der Seite längs der Linie II a - II a in Fig.1 gesehen, b) von vorn in einer Ansicht längs der Linie II b - II b in Fig.1, und 5 AT 002 59S Ul
Fig.3 ist eine vergrößerte Draufsicht auf den Taktförderer.
Gemäß Fig.1 ist das Stationsgleis einer Haltestation einer Umlaufseilbahn insgesamt mit 2 bezeichnet; bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist dies die Talstation einer Vierer-Sesselbahn, deren Sessel 5 beim Einlauf in die Haltestation an einer Kuppelstelle vom Förderseil 9 abgekuppelt und an einer Verzögerungsstrecke auf eine vglw. langsame Fahrgeschwindigkeit verzögert werden, mit der sie den Perron der Haltestation auf der Gleisspur des Stationsgleises 2 (in der Draufsicht gemäß Fig.1 im Uhrzeigersinn) umfahren. Dort können (bis zu vier) Fahrgäste aus- bzw. zusteigen, bevor die Sessel 5 an einer Beschleunigungsstrecke wieder auf Seilfördergeschwindigkeit beschleunigt, an einer Auslaufkuppelstelle an das Förderseil 9 gekuppelt werden und aus der Haltestation bergwärts auf die Förderstrecke ausfahren.
Ein Zubringergleis 4 ist im rechten Winkel zur ausfahrenden Gleisspur an das Stationsgleis 2 herangeführt und über eine Weiche 8 mit der Gleisspur der Umfahrung verbunden. Auf dem Zubringergleis 4 werden Sessel 5 in Richtung des Pfeils G aus einer (im einzelnen nicht dargestellten) Stichgleisgarage zum Stationsgleis 2 gefördert und in vorbestimmten gleichen Abständen an das Förderseil 9 der Seilbahn gekuppelt, deren Förderrichtung beim Ausgaragieren in Richtung des Pfeils B umgesteuert ist..
Gemäß Fig.2 hat das Zubringergleis 4 eine fixe Neigung zum Stationsgleis 2 hin, so daß die Sessel 5 sich aneinander abstützend durch ihr Eigengewicht zum Stationsgleis 2 hin rollen. An der Einfahrt zum Stationsgleis 2 ist ein insgesamt mit 7 bezeichneter getakteter Pneuradförderer drei Pneurädern 7-,,72 angeordnet, die reibschlüssig auf fest an den Seilklemmen 52 der oben am Gehänge 5, der Sessel 5 angebrachten Friktionsplatten 521 treiben und stets mit zwei aufeinander folgenden Sesseln 5 in Eingriff sind. Der Taktförderer 7 steht im Gleichlauf mit den in der Umfahrung befindlichen Förderern und wird aus der Umfahrung des Stationsgleises 2 heraus angetrieben, wie dies am besten aus der vergrößerten Darstellung gemäß Fig.3 hervorgeht: 6 AT 002 593 Ul
Der insgesamt wieder mit 7 bezeichnete Taktförderer hat drei Pneuräder 7.,,72, von denen das beim Beschicken des Stationsgleises in Fahrtrichtung G letzte Pneurad 72 übereine (nicht dargestellte) Steuerleitung von den Taktsignalen eines Impulsgebers (10 gemäß Fig.1) aus dem Stationsgleis heraus mit einer Kupplungsbremse 76 vom Antrieb abkuppel- und einbremsbar ist; in eingebremstem Zustand bildet es eine Haltestelle für den jeweils nachfolgenden Sessel 5. Der Taktförde rer 7 wird über eine Gelenkwelle 73 aus der Umfahrung heraus angetrieben, steht also mit den in der Umfahrung des Stationsgleises befindlichen Förderern im Gleichlauf. An einen Förderer in der Umfahrung des Stationsgleises ist die Welle eines Winkelgetriebes 74 angeflanscht, die über eine Gelenkwelle 73 auf ein zweites Winkelgetriebe 74 treibt, das mit dem in Föderrichtung G ersten Pneurad 7Λ drehtest gekuppelt ist. Die dre'r
Pneuräder 7, bzw. 72 sind miteinander über zwei Riementriebe 7X drehzahlgleich 5 verbunden. 7
Claims (3)
- AT 002 593 Ul ANSPRÜCHE: 1. Takteinrichtung zum Beschicken des Stationsgleises (2) einer Umlaufseilbahn mit an ihr Förderseil (9) kuppelbaren Fahrzeugen (5), mit zumindest einem Abstellgleis, mit vorzugsweise einem Zubringergleis (4) oder mit zwei Zubringergleisen zwischen dem Stationsgleis (2) und dem zumindest einen Abstellgleis, mit einer Weiche (8) zwischen dem Stationsgleis (2) und jedem Zubringergleis (4), mit einer von Taktsignalen des Stationsgleises (2) gesteuerten Staustrecke an dem das Stationsgleis (2) beschickenden Zubringergleis (4) und mit Förderern, mit denen die Fahrzeuge (5) vom Stationsgleis (2) über das Zubringergleis (4) auf das zumindest eine Abstellgleis (3) und wieder zurück förderbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß das das Stationsgleis (2) beschickende Zubringergleis (4) zum Stationsgleis (2) hin fix geneigt ist, daß an seiner Einfahrt zum Stationsgleis (2) ein kurzer, mit zumindest zwei Fahrzeugen (5) in Eingriff stehender und zumindest zwei Treiber (Pneuräder 71;72) aufweisender Taktförderer (7) angeordnet ist, der über eine, vorzugsweise mechanische, Gleichlaufsteuerung mit den Förderern des Stationsgleises (2) verbunden ist und dessen beim Beschicken des Stationsgleises (2) in Fahrtrichtung letzter Treiber (Pneurad 72) zur Bildung der Staustrecke in Abhängigkeit von den Taktsignalen des Stationsgleises (2) von der Gleichlaufsteuerung abkuppel- und einbremsbar ist.
- 2. Takteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Treiber des Taktförderers (7) Pneuräder (7.,,72) sind. 8 AT 002 593 Ul
- 3. Takteinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zubringergleis (4) als Abstellgleis für die zuletzt einzugaragierenden Fahrzeuge (5) hergenommen wird. 9
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