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Hermetisch gekapselter Kältekompressor
Kleine Hermetik-Kältekompressoren zur Verwendung vorzugsweise in Kühlschränken werden in
Massenfabrikation hergestellt und sollen möglichst billig sein und ausserdem klein, damit sie nicht un- nötig viel Platz beanspruchen und damit den Nutzraum des Kühlschrankes verringern.
Die bisher bekanntgewordenen Vorschläge zur Verkleinerung und Verbilligung solcher Kompresso- ren konnten nur Teilerfolge bringen, weil sie bei den traditionellen Konstruktionsrichtungen verblieben, die unnötig grosse Motorendurchmesser verwenden sowie vertikal angeordnete Kurbelwellen.
Jeder Zentimeter vertikaler Kurbelwellenlänge beansprucht mit dem dadurch länger werdenden Kompressorgehäuse kostbaren Kühlschranknutzraum. während anderseits für eine horizontal angeordnete Welle praktisch überhaupt keine Längenbegrenzung besteht. Nicht zuletzt zur Verkürzung der vertikalen Welle ist man daher bemüht, möglichst kurz bauende Motoren zu verwenden, die dann einen unnötig grossen Durchmesser haben müssen.
Gerade dieser grosse Motordurchmesser aber ist es, der nicht nur grosse und relativ teure Lagerschilde zu seiner Befestigung erfordert, sondern darüber hinaus auch ein dementsprechend grosses Stahlge- häuse zur Unterbringung des gesamten Motorkompressors. Der Verwendung von Motoren kleineren Durchmessers in kleineren Kapselungen steht allerdings der Platzbedarf des Kompressors entgegen, der bei den bisher bekanntgewordenen Konstruktionen, die üblicherweise Einzylinderschubkolben-Kompressoren verwenden, den Halbmesser des Motors bereits übersteigt und damit den Kapseldurchmesser zusätzlich vergrössert.
Die Erfindung zeigt nun einen Weg, um einen Einzylinderschubkolben-Kompressor mit horizontaler Kurbelwelle kombiniert mit einem Motor relativ kleinen Aussendurchmessers in einer ebenfalls kleinen Kapsel so unterzubringen, dass sich alle Teile des Motorkompressors nach dem Platzbedarf des Motors orientieren, dessen Achse in einem Winkel zur horizontalen Achse der Kapselung angeordnet ist.
Dieser Winkel ist so gross, wie er durch den notwendigen. allseitig gleichmässigen Sicherheitsabstand zwischen Motorkompressor und Kapselinnenwand gefordert wird, bei einer Kompressorlänge von Mitte Kurbelwelle bis Aussenseite Ventildeckel, die grösser ist als der Halbmesser des Motors. Auch die Anordnung der Schalldämpferkammern und deren Verschluss durch das Gegenlager der Kurbelwelle unterliegt der Absicht einer optimalen Ausnutzung des geringen Kapselinnenraumes, wobei zwecks Reduzierung der Länge des Motorkompressors in Richtung der Kurbelwelle die beiden kompressorseitigen Tragfedem unterhalb der Schalldämpferkammern angeordnet sind.
Mit der dazwischen liegenden, dem Ölspiegel zugewendeten weiten Öffnung wird es dem am grösseren ungeteilten Pleuellager befestigten Öllöffel ermöglicht, bei jedem Doppelhub Öl aus dem Ölsumpf aufzunehmen und über das gesamte Triebwerk zu versprühen.
Der erwähnten Anpassung des Platzanspruches des Motorkompressors innerhalb der Kapselung ordnet sich der Erfindung gemäss auch der Motor selbst insofern unter, als der von einer sonst üblichen Schraubenbefestigung beanspruchte und über den magnetisch aktiven Durchmesser des Motorstators hinausreichende Werkstoff dadurch eingespart wird, dass der Stator an das Lagerschild angeschweisst ist.
Um die Abführung der Verlustwärme des Motorkompressors trotz des verkleinerten Kapseldurchmessers sicherzustellen, ist die innere und äussere wärmeaufnehmende und wärmeabgebende Oberfläche der Kapselung durch wellenförmige Ausführung vergrössert.
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Um den Einbau des Motorkompressors in Anbetracht des allseitig sehr geringen Abstandes vom Kap- selinneren durchführen zu können, ist die motorseitige Federstütze nach zwei Seiten verlängert und mit den parallel verlaufenden Saug-und Füllrohren verbunden, welche in korrespondierende Löcher des Kap- selbodens bei der Montage eingeführt und dichtgelötet werden. Diese Federstütze besitzt ausserdem eine Bewegungsbegrenzung für die Kurbelwelle als Transportsicherung und eine Führungsaufnahme für den inneren Motorstecker, der beim Einführen auf die gegenüberliegenden Stifte der Stromdurchführung gleitet und gleichzeitig gegen etwaiges Losrütteln gesichert ist.
Die Zeichnungen veranschaulichen ein Ausführungsbeispiel : Fig. l. 2 und 3 zeigen die rohrförmige und zwecks Oberflächenvergrösserung bei 42 gewellte Kapselung 1, welche den Kompressor 2 und dessen Antriebsmotor 3 in einem annähernd gleichmässigen Abstand 4 umschliesst, der durch den Federweg der Tragfedern 5, 6 und 7 bestimmt wird. Da der Halbmesser des Antriebsmotors 3 kleiner ist als die Bauhöhe des Kompressors 2 von Mitte Kurbelwelle 8 bis zur Oberseite des Ven- tildeckels 9, ist die Achse der Kurbelwelle 8 zur Achse der Kapselung l so weit geneigt, dass der Abstand zwischen der Oberseite des Ventildeckels 9 und der Innenwandung der Kapselung 1 der gleiche ist wie der des schräggestellten Motors 3.
Die Schalldämpferkammern 10, 11, 12 und 13 sind paarweise zu beiden Seiten des Kompressor- zylinders 14 angeordnet, stützen den Kompressor 2 auf den Tragfedern 5 und 6 ab und lassen zwischen sich einen dem Ölsumpf 15 zugewendeten Raum 16 offen, welcher dem am Pleuel 17 angebrachten Schöpflöffel 18 Gelegenheit gibt, bei jeder Umdrehung in den Ölsumpf 15 einzutau- chen und das Öl hochzuschleudem und zu versprühen. Der Verschlussdeckel 19 der Schalldämpfer- kammern 10 - 13 ist bei 20 als Gegenlager der Kurbelwelle 8 ausgebildet.
Die Befestigung des Antriebsmotors 3 an den Kompressorfüssen 28, die mit dem Lager 25, dem Zylinder 14 und den Schalldämpferkammem 10, 11, 12 und 13 einen kompakten Gussteil bil- den, erfolgt unter Vermeidung des Platzanspruches der üblichen Befestigungsschrauben durch Anschwei- ssen, während der Rotor 29 auf den Schaft der Kurbelwelle 8 aufgepresst wird.
Die motorseitige Tragfeder 7 ist am Stator durch den Bügel 30 gehalten und stützt sich auf den
Halter 31, der U-förmig abgewinkelt ist und bei 32 mit einer Begrenzungsöffnung versehen eine
Transportsicherung darstellt, die ein Anschlagen des Motors 3 an die Innenwand der Kapselung 1 verhindert. Der U-förmige Halter 31 ist an der offenen Seite mit dem Querträger 33 verbunden, der mittels Auspressungen 34 den sich auch auf die Abwinkelung 35 stützenden Elektrostecker 36 trägt, der sich beim Einschieben des Motorkompressors in die Kapselung 1 auf die den Betriebsstrom führenden isolierten Stifte 37 aufschiebt.
Der Querträger 33 besitzt an seinen Enden die parallel zueinanderangeordnetenSaug-undFüllrohre 38 und 39, deren Öffnungen durch den Träger hindurch- führen und welche bei der Montage die Ausrichtung des Querträgers in den mit gleichem Abstand ausge- führten Löchern 40 und 41 des Kapselhodens übernehmen. Mit dem Dichtlöten der Rohre in den Kap- selboden erfolgt gleichzeitig die Befestigung dieses Querträgers.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Hermetisch gekapselter Kältekompressor, der in einer horizontal angeordneten, etwa rohrförmi- genKapselung zur Horizontalen geneigt und mit einem über den Halbmesser des Antriebsmotors hinaus-
EMI2.1
dass die Achse des zur Horizontalen geneigten Motors (3) in dessen Schwerpunkt die Achse der Kapselung (1) schneidet und in einem solchen Winkel gegenüber der Horizontalen geneigt ist, dass sowohl die der Kapselinnenwand zugewendeten Motor-Statorpartien als auch seine Wickelköpfe auf die vorstehenden Kompressorteile einen annähernd gleichmässigen Abstand von der Innenwand der Kapselung (1) besitzen.