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Einkorndrille
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einkorndrille, die mit einem von einer Lauf- und Andrückrolle angetriebenen Samenbehälter mit Zellenring zum Auswerfen einzelner Samen in ein Saatrohr mit Säkumpf versehen ist.
An Einkorndrillen werden zahlreiche Forderungen gestellt, deren Erfüllung durch die bisher bekannten Konstruktionen nicht möglich war. Diese Forderungen sind im einzelnen folgende. Es wird eine gleichmässige Aussaat auch bei verschiedenen Samenkorngrössen und auch auf Hanglagen gewünscht. Die Saattiefe soll dabei gleichmässig sein, wobei das Samenkorn bis zu 75% seiner Oberfläche in feuchter und entsprechend verdichteter Erde zu liegen kommen soll. Schliesslich soll die Erde, die das Samenkorn bedeckt, locker und feinkrümelig sein. Der Saatstreifen soll dabei höher liegen als die übrige Oberfläche des Ackers, damit die jungen Pflanzen leichter aufgehen können und insbesondere auf Hanglagen sich keine Wasserrinnen oberhalb des Saatstreifens bilden können.
Die Bildung eines höher liegenden Saatstreifens bezweckt ausserdem, dass die jungen Pflanzen bei den ersten Hackarbeiten bzw. beim Eggen nicht verschüttet werden.
Diesen Forderungen wird die erfindungsgemässe Einkorndrille, die von der eingangs geschilderten bekannten Konstruktion ausgeht, dadurch gerecht, dass die in an sich bekannter Weise mit einem einspringenden Winkel doppelt konische Lauf- und Andrückrolle in ihrer Mittelebene einen Andrückwulst aufweist, an dessen Seitenflächen an dem Säkumpf angeordnete, zum Offenhalten der Saatfurche bis zum Andrücken des Samenkornes durch den Andrückwulst bestimmte Streifbleche anliegen. Die Lauf- und Andrückrolle ist dabei im Rahmen der Erfindung in ihrer Breite der Breite eines erhöhten Saatstreifens angepasst und der Andrückwulst weist eine Höhe gleich der Saattiefe auf.
Durch die erfindungsgemässe Ausbildung einer Einkorndrille wird eine gleichmässig tiefe Saatfurche und ein erhöhter Saatstreifen erreicht, wobei durch die Streifbleche ein Verlegen der durch den Säkumpf gebildeten Saatfurche durch nachrutschendes trockenes Erdreich vermieden wird. Das Erdreich ist dabei entsprechend verdichtet, sodass das Samenkorn wie gefordert zu 75% in ausreichend feuchtem Erdreich zu liegen kommt.
Damit auch ein Säen in Hanglagen erreicht werden kann, erstreckt sich die Erfindung darauf, dass der Samenbehälter gegen die Lauf- und Andrückrolle hin in einem spitzen Winkel zur Lotrechten geneigt ist. Die Neigung des Samenbehälters kann dabei einstellbar sein. Diese Neigung des Samen behälters ergibt das Auswerfen von Samenkörnern in das Saatrohr auch bei auf einer geneigten Hanglage laufender Einkorndrille. Damit bei verschieden grossen Samenkörnern stets ein Auswerfen eines einzelnen Samenkornes aus dem Zellenring gewährleistet wird, ist in an sich bekannter Weise gegenüber dem Zellenring eine feststehende Abdeckplatte erfindungsgemäss zwecks Veränderung der Lage ihrer Auswurföffnung verschwenkbar angeordnet.
Durch Höherstellen der Auswurföffnung wird erreicht, dass bei kleineren Samenkörnern die überzähligen Körner ausreichend Zeit finden in den Samenbehälter zurückzufallen und schliesslich nur ein einziges Samenkorn ausgeworfen wird. Grössere Samenkörner fallen früher in den Samenbehälter zurück und die Auswurföffnung ist dementsprechend auch tiefer einzustellen.
Um ein entsprechendes Zustreifen der Saatfurche mit lockerer Erde zu erreichen, ist erfindungsgemäss hinter der Lauf- und Andrückrolle eine als Zustreifer ausgebildete Stütze angeordnet.
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Diese Stütze verfolgt den Zweck, dass zu Arbeitsbeginn beim Einstellen der Einkorndrille diese vom Boden abgehoben werden kann und beim Anfahren der Säkumpf unter gleichzeitiger Vorwärtsbewegung in das Erdreich eindringt, wodurch ein Verlegen des Säkumpfes verhindert ist. Die beim Anfahren nach hinten ausschwenkende Stütze wirkt in der weiteren Folge als Zustreifer.
Zwecks Erreichung einer gleichmässigen Saattiefe ist schliesslich erfindungsgemäss vorgesehen, dass die Lauf- und Andrückrolle, der Samenbehälter mit Zellenring und einem Riementrieb, das Saatrohr mit Säkumpf und die Stütze an einem Rahmen angeordnet sind, der mittels eines Lenkerparallelogrammes in an sich bekannter Weise an der Hydraulik einer Zugmaschine angelenkt ist. Diese Art der Anlenkung erreicht auch bei Bodenunebenheiten, dass der Säkumpf stets nur in der gewünschten Tiefe in das Erdreich eindringt, also weder nach oben ausgehoben wird noch nach unten zu tief in den Boden eindringt.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen näher erläutert, die eine beispielsweise Ausführungsform einer Einkorndrille schematisch veranschaulichen. Es zeigen : Fig. l eine Seitenansicht der Einkorndrille, Fig. 2 eine teilweise Ansicht der Einkorndrille, Fig. 3 eine Einzelheit und Fig. 4 in drei verschiedenen Arbeitsstufen das Einbringen eines Samenkornes in eine Saatfurche.
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und Andrückrolle --1--,--4-- antreibt. Der Keilriementrieb ist mit einem Riemenspanner --9-- versehen. Die Sätrommel ist mit einem Zellenring --5-- versehen. Hinter der Lauf-und Andrückrolle-l-ist eine Stütze-6-angeordnet, die auch als Zustreifer dient. Die einzelnen Bauteile sind an einem Rahmen-10- angeordnet, der mittels eines Lenkerparallelogrammes--7--an einer Zugmaschine angebaut ist.
Der Anbau erfolgt mittels Befestigungsklauen--8--.
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schliesst die Saatfurche mit lockerem Erdreich, wie dies in Fig. 4c dargestellt ist.
Der Samenbehälter --4-- ist gegen die Lauf-und Andrückrolle--l--hin schräg gestellt, sodass auch bei einer Arbeit an Hanglagen ein Auswerfen von Samenkörnern in das zum Säkumpf --2-führende Saatrohr--13--erreicht wird. Der Samenbehälter ist mit einem Zellenring--5--versehen, der durch eine nicht umlaufende Abdeckplatte --15-- bis auf eine Auswurföffnung--16--abgedeckt ist. Die Abdeckplatte --15-'- ist verschwenkbar und z. B. durch eine Lochreihe--17--mittels eines
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--16-- wird--13-- ausgeworfen wird.
Zum Einstellen der Einkorndrille kann diese aus dem Boden ausgehoben und mit Hilfe der Stütze --6-- in der ausgehobenen Stellung gehalten werden. Zum Arbeitsbeginn kippt diese Stütze-6- beim Vorwärtsbewegen der Einkorndrille nach hinten, wodurch ein allmähliches Eindringen des Säkumpfes in den Boden erreicht wird. Dadurch wird verhindert, dass sich der Säkumpf --2-- mit Erdreich verlegt. Zum Anhäufeln des Saatstreifens z. B. für Mais u. dgl. kann der Stütze --6-- bzw. an dem Zustreifer --19-- eine Zudeckscheibe angeordnet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einkorndrille mit einem von einer Lauf-und Andrückrolle angetriebenen Samenbehälter mit Zellenring zum Auswerfen einzelner Samen in ein Saatrohr mit Säkumpf, dadurch gekenn- zeichnet, dass die in an sich bekannter Weise mit einem einspringenden Winkel doppelt konische Laufund Andrückrolle (1) in ihrer Mittelebene einen Andrückwulst (11) aufweist, an dessen Seitenflächen an dem Säkumpf (2) angeordnete, zum Offenhalten der Saatfurche bis zum Andrücken des Samenkornes (5) durch den Andrückwulst (11) bestimmte Streifbleche (12) anliegen.
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