AT266564B - Verfahren zur Herstellung von trockenen, wiederanfeuchtbaren Därmen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von trockenen, wiederanfeuchtbaren Därmen

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AT266564B
AT266564B AT312064A AT312064A AT266564B AT 266564 B AT266564 B AT 266564B AT 312064 A AT312064 A AT 312064A AT 312064 A AT312064 A AT 312064A AT 266564 B AT266564 B AT 266564B
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dry
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S K Dr Barat
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Council Scient Ind Res
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von trockenen, wiederanfeuchtbaren   Dännen   
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von trockenen, wiederanfeuchtbaren   Därmen   für Wursthäute, chirurgisches Nahtmaterial, Haute bzw. Saiten für Musikinstrumente, Sportzwecke   u.   dgl. 



   Därme von Hornvieh, Ziegen, Schafen, Schweinen und andern Säugetieren fallen in den Schlacht- höfen in grossen Mengen an. Sie werden in einigen   Gegenden   an die ärmeren   Bevölkerungsschichten   fUr
Esswarenzwecke verkauft, zum überwiegenden Teil sind sie jedoch wertlos. Wegen ihres biologischen
Ursprungs sind Därme, insbesondere im feuchten Zustand, sehr verderblich und können selbst dann eine erhebliche Qualitätsminderung erfahren, wenn sie feucht eingesalzen werden, wie das für ihre Konservierung und Verschickung üblich ist. Unter besonderen Voraussetzungen sind jedoch Därme ein wichtiges Rohmaterial fUr die Herstellung von Wursthäuten, resorbierbarem chirurgischen Nahtmaterial, von Häuten und Saiten für Sporgeräte od. dgl. 



   Nach den bisher bekannten Verfahren wurden die meisten Därme lediglich mechanisch gereinigt, gewaschen und feucht eingesalzen. Einige Darmsorten, insbesondere von Hornvieh, wurden nach dem Waschen aufgeblasen und getrocknet. Man hat sie dann in diesem Zustand eingelagert. Kurz vor dem Füllen in den Wurstfabriken wurden sie dann eingeweicht und salzfrei gewaschen. 



   Die Nachteile der bisher bekannten Verfahren waren im wesentlichen wie folgt : a) Durch unzureichende Reinigung erhalten die Erzeugnisse ein stumpfes, schmutzfarbenes Aussehen ; die zurückbleibenden Fettstoffe, die häufig ranzig und schimmelig werden, riechen unangenehm. b) Feucht sind die Erzeugnisse nur begrenzt lagerfähig und dem Pilzbefall ausgesetzt.

   Getrocknet sind sie spröde, hart, unbiegsam, gelbstichig und gleichfalls dem Angriff von Mikroorganismen ausgesetzt. c) Im eingesalzenen Zustand sind die Därme schwierig zu handhaben und zu verpacken ; die heute im Versand übliche Luftfracht ist ziemlich kostspielig. d) Die Waren können nicht bedruckt und auch nicht mit andern Verzierungen versehen werden. e) Der einwandfreie hygienische und keimfreie Zustand der Waren ist nicht gewährleistet. f) Schleim- und Schmutzteile werden bei eingesalzenen Erzeugnissen erst nach dem Füllen bemerkt. Diese Waren müssen dann ausgesondert werden. 



   Die Erfindung bezweckt nun, ein Verfahren zur Herstellung von Darmmaterial zu schaffen, dem die obigen Nachteile nicht anhaften, und das ausser für Wursthäute auch zur Weiterverarbeitung auf   chlrur-   gisches Nahtmaterial, Häute für Sportgeräte, Saiten von Musikinstrumenten u. dgl. geeignet ist. 



   Es ist ein weiteres Ziel der Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung von Erzeugnissen zu schaffen, die in einwandfrei sauberem, trockenem und gebrauchsfertigem Zustand und mit klarem, glänzendem und wasserhellem Aussehen vorliegen und stets rückführbar sind in die natürliche weiche und biegsame Ursprungsform mit deren Glanz und Frische. 



   Endlich ist es auch Zweck der Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung von Gütern zu schaffen, die 

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 sowohl bedruckt und mit den handelsüblichen Zieraten versehen als auch sterilisiert werden können ; die erforderlichenfalls   verpak-un   auf unbegrenzte Zeit konservierbar sind, ohne ranzig oder schimmelig zu werden oder eine sonstige Qualitätsminderung zu erleiden, und die ausserdem handlich sind und mit   gültigen   Frachtsätzen versandt werden können. 



   Durch die Erfindung kann   der Ausschussaneingesalzenen Säugetierdärmen vollkommen vermieden   werden, da ein trockenes Produkt erzielt wird, das durch Befeuchten mit Wasser schnell in den früheren weichen und biegsamen Zustand zurückverwandelt werden kann. 



   Das neue   Produkt - trockene, wasseraufnahmefähige Därme für Wursthäute,   chirurgisches Nahtmaterial, Saiten für Sportgeräte u. dgl. - wird erfindungsgemäss dadurch erhalten, dass die rohen   Därme   mechanisch gewaschen und geschabt werden, dass sie danach chemisch gereinigt und einer Bleichbehandlung unterzogen werden und dass sie dann schliesslich einer chemischen Behandlung unterzogen werden,   um die nicht kollagenhaltigen Bestandteile zu entfernen, wobei die kollagenreiche Submucosa   zurückbehalten wird. 



   Die chemische Reinigung besteht in einer Behandlung der rohen Därme mit einer waschaktiven Substanz in Gegenwart von Alkali, vorzugsweise in einer Reinigung mit Seife und Soda, wodurch die Därme für die nachfolgende Bleichung vorbereitet werden. Durch die Reinigung des Produktes und die nachfolgende Behandlung mit einem Bleichmittel im alkalischen Bereich werden zusätzlich Verunreinigungen und unerwünschte Begleitstoffe beseitigt, Farbe und Aussehen verbessert und das Einweichen nach dem Trocknen erleichtert. 



   Durch die Verwendung eines milden   Bleichmittels wie   Wasserstoffperoxyd in Gegenwart von Magnesiumsulfat, nichtionogenem Fettalkoholsulfonat und einem Alkali, beispielsweise Natriumhydroxyd, Natriumcarbonat, Natriumbicarbonat u. dgl., werden die Därme vor einer unerwünschten Quellung, einer Verminderung ihrer Festigkeit und ihrem schliesslichen Zerfall bewahrt. 



   Behandlung mit verdünnter Essigsäure ergibt überraschende Weichheit der   Därme,   Glanz und Transparenz, und schützt sie vor   Pilz- und Schmimmelbefall.   



   Nach der Behandlung mit Essigsäure werden die Därme dann mit einer Ölemulsion in Gegenwart eines Lösungsmittels, wie Glycerin, zur Erzielung eines optimalen Ölgehaltes behandelt, wodurch diese weich und glatt werden, ein glänzendes, jedoch nicht fettiges Aussehen erhalten und nach dem Wiederanfeuchten ihre natürliche Frische und Blume wiedergewinnen. 



   Die Därmeliegen am Ende frei von Chemikalienresten in einer vollkommen trockenen Form vor. 



  Sie sind stets wieder anfeuchtbar, wodurch sie ihren nachgiebigen, weichen Zustand zurückerhalten mit seiner natürlichen Blume und seinem Glanz. Die Trocknung soll unterhalb 500C vorgenommen werden, vorzugsweise bei Zimmertemperatur. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von trockenen, wiederanfeuchtbaren Därmen für Wursthäute, chirur- 
 EMI2.1 
 chemisch gereinigt und einer Bleichbehandlung unterzogen werden und dass sie dann schliesslich einer chemischen Behandlung unterzogen werden, um die nicht kollagenhaltigen Bestandteile zu entfernen, wobei die kollagenreiche Submucosa zurückbehalten wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da13 die chemische Reinigungs- behandlung in einer Behandlung der rohen Därme mit einer waschaktiven Substanz in Gegenwart von Alkali besteht.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bleichbehandlung in einer Behandlung der gereinigten Därme mit einem Bleichmittel, wie z. B. Wasserstoffperoxyd und Magnesiumsulfat, nichtionogenem Fettalkoholsulfonat und einem Alkali, beispielsweise Natriumhydroxyd oder Natriumcarbonat, besteht. EMI2.2 nach Anspruch 1, da dur ch gek ennz ei chne t, dass die besagte chemische Be-handlung in einer Behandlung der gebleichten Därme mit verdünnter Essigsäure besteht.
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die besagte chemische Behandlung weiters darin besteht, dass die säurebehandelten Därme mit einer Ölemulsion behandelt und anschliessend aufgeblasen und getrocknet werden.
AT312064A 1964-04-09 1964-04-09 Verfahren zur Herstellung von trockenen, wiederanfeuchtbaren Därmen AT266564B (de)

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