DE684041C - Verfahren zum Verarbeiten von infolge Konservierung erhaerteten Organen oder Bindegeweben, insbesondere Daermen von Wassertieren - Google Patents

Verfahren zum Verarbeiten von infolge Konservierung erhaerteten Organen oder Bindegeweben, insbesondere Daermen von Wassertieren

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DE684041C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22CPROCESSING MEAT, POULTRY, OR FISH
    • A22C13/00Sausage casings

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)

Description

  • Verfahren zum Verarbeiten von infolge Konservierung erhärteten Organen oder Bindegeweben, insbesondere Därmen von Wassertieren Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verarbeiten von infolge Konservierung erhärteten Organen oder Bindegeweben, insbesondere Därmen von Wassertieren, beispielsweise von Därmen von Seesäugetieren, wie Walen.
  • Die Därme von Walen bestehen aus der faltig liegenden, bindegewebigen tela submucosa mit aufliegender Schleimhaut (tunica mucosa), aus Längs- und Quermuskeln und einer äußeren, bindegewebigen Bauchfellumhüllung (tunica serosa).
  • Gegenüber den Därmen von Landtieren unterscheiden sich die Därme, beispielsweise der Wale, durch ihre bedeutende Dicke. Diese schloß bisher die Verwendung der Därme nach Art der Viehdärme aus, denn die dicke Muskelschicht fault schnell und wird stinkend. Es ist bereits vorgeschlagen worden, durch Trennen der Schichten die Muskelschicht zu entfernen, so daß eine innere und eine äußere Bindegewebehaut gewonnen werden. Doch zeigen die Häute zwei unerwünschte Eigenschaften. Die innere Haut ist faltig und diese Falten. müssen - entfernt werden. Die äußere und die innere Haut neigen zum Tranig- und Ranzigwerden und sind deshalb nicht ohne weiteres verwendbar, z. B. als Wursthüllen usw.
  • Die Falten der inneren Haut widerstanden bisher den Versuchen, sie durch Strecken zu entfernen und so die Bahnen zu glätten und zu verbreitern.
  • Es wurde nun gefunden, daß infolge Konservierung erhärtete Organe oder Bindegewebe, insbesondere Därme von Seesäugetieren, wie Walen, sich vorteilhaft verarbeiten lassen, wenn das Ausgangsgut vor dem Verarbeiten zum Erweichen mit schwachen, wäßrigen Lösungen organischer Säuren behandelt wird. Zweckmäßig wird als Erweichen eine wäßrige, etwa 2 %ige Müchsäurelösung verwendet. Beispiel Mitteldärme aus einem ausgewachsenen Blauwal werden nach dem Entspecken des Wales aus der Leibeshöhle herausgetrennt, mit viel Wasser, vorzugsweise unter Benutzung eines Wasserstrahles mittels eines Schlauches o. dgl., innen und außen gewaschen und darauf in an sich bekannter Weise durch Einpökeln konserviert. Die Konservierung kann aber auch durch Kühlen, Salzen, Trocknen oder andere Konservierungsverfahren, beispielsweise durch Behandlung mit bakteriziden Stoffen, wie Benzoe= säure oder deren Salzen, geschehen.
  • Nach dem Lagern derart behandelter Waldärme zeigt sich, daß sie infolge Verhärtung des Zwischengewebes ihre ursprüngliche Nachgiebigkeit verloren haben, sehr hart geworden sind und eine lederartige Beschaffenheit angenommen haben. Diese Därme werden kurz gewässert, um den größten Teil des Kochsalzes zu entfernen, und vor oder nach Entfernung der Muskelschicht in eine kalte oder lauwarme, wäßrige Lösung von 2°/oiger Milchsäure gelegt. Schon nach z- bis 3-stündiger Behandlung zeigt sich, daB das Zwischengewebe erweicht ist, und daß der Darm sich wie frischer Darm spalten, spannen, strecken, kalibrzeren, reinigen und auf jede gewünschte Weise behandeln läßt.
  • An Stelle verdünnter Milchsäure lassen sich auch andere Erweichungsmittel verwenden. Es empfiehlt sich, eine gründliche Wässerung und/ oder Neutralisation anzuschließen, um eine spätere Schädigung der Bindegewebe zu verhindern.
  • Im Anschluß an diese Behandlung können die Därme in an sich bekannter Weise zu Wursthüllen, zu Hüllen für aridere Lebensmittel, zu Saiten und zu Lederwaren aller Art verarbeitet werden, da sich gezeigt hat, daB die Därme nach ";digser Behandlung sehr wertvolle Eigenschaften x -1 insbesondere eine große Festigkeit aufweisen. hart behandelte Bindegewebe ergeben einen neuen Werkstoff zur Herstellung von Bekleidungsstücken, Schuhen, Luftschiffhüllen usw.
  • Das Verfahren nach der Erfindung kann auch für alle anderen eiweißhaltigen Organe, Organteile, Bindegewebe, Muskelfleisch o. dgl. von Seetieren, vorzugsweise von Seesäugetieren, verwendet werden, die im entquollenen Zustand nicht oder nicht vorteilhaft verarbeitet werden können.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zum Verarbeiten von infolge Konservierung erhärteten Organen oder Bindegeweben, insbesondere Därmen von Wassertieren, beispielsweise von Därmen von Seesäugetieren, wie Walen, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangsgut vor dem Verarbeiten zum Erweichen mit schwachen, wäßrigen Lösungen organischer Säuren behandelt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß als Erweicher eine wäßrige, etwa 2 °/oige Milchsäurelösung verwendet wird.
DEG96763D 1937-12-01 1937-12-01 Verfahren zum Verarbeiten von infolge Konservierung erhaerteten Organen oder Bindegeweben, insbesondere Daermen von Wassertieren Expired DE684041C (de)

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