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Trikotbaum
Die Erfindung bezieht sich auf einen Trikotbaum mit einem Kernrohr und zwei an seinen beiden Enden angebrachten Flanschen, bei dem mindestens zum Teil in mindestens einem der Flanschen mindestens ein vorzugsweise in radialer Richtung einstellbares Klemmorgan vorgesehen ist.
Aus den franz. Patentschriften Nr. 909. 323, Nr. 969. 711 und Nr. 1. 015. 276 sind Kettbäume für die Weberei bekanntgeworden, wobei für die Befestigung der Flanschen an einem Kernrohr Klemmorgane vorgesehen sind. Dabei durchsetzen aber die Klemmorgane nicht den Flansch, sondern eine auf dem Flansch befestigte Muffe.
Trikotbäume werden verwendet, um eine Lage von Kettfäden aufzuwickeln. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf Bäume, die bei Kettwirkmaschinen und Raschelmaschinen verwendet werden können. Es ist üblich, dass bei solchen Maschinen mehrere in axialer Richtung aneinander gereihte Bäume verwendet werden, welche gleichzeitig abrollen, wobei die ablaufenden Kettfäden zu einer ununterbrochenen Lage vereinigt werden, bevor sie dem Nadelbalken zugeführt werden.
Zu diesem Zweck werden die Bäume auf einer Welle oder mehreren in einer Linie angeordneten Wellen, die in Übereinstimmung mit der Arbeitsgeschwindigkeit der Wirkmaschine angetrieben ist oder sind, festgeklemmt. Wenn zwei oder mehrere in axialer Richtung nebeneinanderliegende Bäume verwendet werden, ist es oft notwendig, zwischen den einzelnen Bäumen ein oder mehrere Lager für die Welle anzuordnen oder die Wellen aus mehreren Abschnitten zusammenzusetzen. Die letztere Ausführung kann sich als notwendig erweisen, um die Handhabung der Wellen beim Einsetzen oder Herausziehen aus den Kernrohren der Bäume zu ermöglichen.
Die Bäume werden üblicherweise mit Klemmringen befestigt, die zu beiden Seiten eines Baumes oder zweier benachbarter Bäume auf der Welle festgeklemmt werden. In diesen Klemmringen sind einige in axialer Richtung verlaufende drehbare Fixierbolzen vorgesehen, die gedreht werden können und auf Druckringe drücken, welche ihrerseits die Bäume auf der Welle fixieren.
Die oben beschriebene Art der Fixierung der Bäume auf der Welle besitzt Nachteile. Die Klemmringe, die Druckringe und die Spannschrauben nehmen sehr viel axialen Raum in Anspruch. Da der bei den üblichen Kettwirkmaschinen vorhandene Raum begrenzt ist, verhindern diese Organe eine weitere Vergrösserung der Gesamtlänge der Bäume. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass die Vergrösserung der gesamten Baumlänge aus zwei Gründen vorteilhaft sein kann. Wenn der Flanschendurchmesser konstant gehalten wird, bewirkt eine Vergrösserung der gesamten Baumlänge eine Erweiterung des Abschnittes für die Unterbringung des Garnes des Baumes zwischen den Flanschen und infolgedessen eine Vergrösserung der Garnmenge, gewünschtenfalls in Kombination mit einer Erhöhung der Fadenzahl, die auf dem Baum gespeichert werden kann.
Aber auch dann, wenn die Länge des für die Unterbringung des Garnes vorhandenen Abschnittes des Baumes konstant gehalten wird, kann es wünschenswert sein, die gesamte Baumlänge zu vergrössern.
In diesem Fall ist dann mehr Raum vorhanden, der die Verwendung von kräftigeren Flanschen gestattet. Die Verwendungen von dickeren und daher starreren Flanschen macht es nämlich möglich, den Flanschdurchmesser beträchtlich zu vergrössern, ohne dass sich die Flansche infolge des
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Axialdruckes einer verhältnismässig dickeren Garnlage stärker verbiegen.
Das Folgende diene dazu, dies zu illustrieren. Wenn es erwünscht ist, die Länge des für die
Unterbringung des Garnes vorhandenen Abschnittes des Baumes mit 1020 mm, welcher Wert international üblich ist, beizubehalten und den Durchmesser der Garnwalze von 360 mm auf 760 mm zu vergrössern, dann muss die Dicke der Baumflans he, vorausgesetzt, dass sie aus der gleichen
Aluminiumlegierung bestehen, 50 mm betragen.
Die Einspannsysteme fast aller vorhandenen Kettwirkmaschinen sind zu schmal, um diese zusätzliche Baumlänge aufzunehmen. Esss ist nun ein Gegenstand der Erfindung, Mittel vorzusehen, mit deren Hilfe die vorhandenen Maschinen Garne von solchen breiteren und daher ökonomischeren
Kettbäumen verarbeiten können.
Ein anderer Gegenstand der Erfindung besteht in einer Verbesserung des Laufes des Garnes vom
Baum zu den Nadeln. In diesem Zusammenhang ist folgendes zu bemerken : Beim Wirken der Kette ist es anzustreben, dass bei der Zuführung alle Kettfäden die gleiche Spannung besitzen, um ein Gewirke zu erhalten, das die grösstmögliche Gleichförmigkeit besitzt. Ein Verfahren, um eine solche gleichmässige
Spannung zu erzielen, besteht darin, dass die Kettfäden veranlasst werden, vom Baum zu den Nadeln entlang gleicher Wege zu laufen. Eine ideale Situation wird erhalten, wenn alle Kettfäden zu den
Nadeln entlang gerader Wege laufen, die zu den Flanschen der Bäume parallel sind.
Bei der gegenwärtigen Praxis ist eine solche Situation aber schwer realisierbar. Wenn mehrere in axialer Richtung nebeneinander liegende Bäume verwendet werden, die ausserdem durch Wellenlager voneinander getrennt sind, zeigt die Lage der ablaufenden Kettfäden Zwischenräume, die durch den
Platz, welchen die Flansche, die Klemmringe, die Spannschrauben, die Druckringe und gegebenenfalls die Wellenlager einnehmen, bedingt sind.
Die Breite der auf diese Weise in der Garnlage auftretenden Zwischenräume kann 150 bis 300 mm betragen. Beim Nadelbalken sollen dagegen die Kettfäden eine ununterbrochene Lage bilden. Es ist klar, dass die Garne in der Nähe der Unterbrechungen, einerseits, und der Rest der Garne, anderseits, verschiedene Bedingungen vorfinden. Die ersterwähnten Garne müssen entweder von den
Flanschenrändern oder durch ein oder mehrere zwischengeschaltete Führungen geteilt werden, was zu
Veränderungen der Spannung oder zu Beschädigungen der Filamente Anlass gibt.
Die oben erwähnten Nachteile können dadurch vermieden werden, dass man die Unterbrechungen oder Zwischenräume so schmal wie möglich macht. Aus diesem Grund ist ess erwünscht, eine günstigere Art der Befestigung der Bäume auf den Wellen zu konstruieren. Dies ist bei dem Baum gemäss der Erfindung verwirklicht.
Die Erfindung kennzeichnet sich im wesentlichen dadurch, dass ein Klemmbolzen mit parallelen Führungsflächen in einem entsprechend gestalteten Teil einer Radialbohrung des Flansches eingesetzt und mittels einer auf ihn einwirkenden Schraube entgegen der Kraft einer Feder radial verstellbar ist.
Dieser Klemmbolzen ist zur Gänze innerhalb der Begrenzungen des Flansches untergebracht, so dass er die Gesamtlänge des Baumes nicht vergrössert.
Da nun Klemmringe, Druckringe und Spannschrauben wegfallen, kann die Baumlänge um den früher von diesem Organen eingenommenen Raum vergrössert werden, ohne dass es notwendig ist, die Bauart der Wirkmaschine drastisch zu verändern. Ausserdem werden die Zwischenräume in der Garnlage wesentlich schmäler, so dass alle Garne praktisch gleiche Wege zurücklegen.
Bei Anwendung dieser Konstruktion werden die Wellen nicht beschädigt, wenn sie in das Kernrohr eingesetzt oder aus diesem herausgezogen werden und wenn der Baum an ihnen festgeklemmt wird.
Wenn die Flansche aus einer Aluminiumlegierung bestehen, was oft der Fall ist, müssen sie eine schwerere Konstruktion aufweisen, je grösser ihr Durchmesser wird. Eine solche schwerere Konstruktion ist notwendig, um die Flansche hinreichend starr zu machen, so dass die Garne in der Nähe der Flansche davor geschützt sind, infolge einer Verbiegung der Flansche verschoben zu werden, und auch um die Klemmbolzen unterzubringen. Da die Verschleissfestigkeit der meisten Aluminiumlegierungen nicht sehr gross ist, müssen die Klemmbolzen sehr schwer sein, um eine rasche Abnutzung der Flansche zu vermeiden. Es ist daher notwendig, Flansche mit grosser Dicke zu verwenden.
Es wurde gefunden, dass gute Resultate auch bei einer höheren Konstruktion mit leichteren Klemmbolzen erzielbar sind, wenn gemäss der Erfindung die Flansche vollwandig aus Stahl, vorzugsweise aus nichtrostendem Stahl, bestehen.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung an Hand einer beispielsweisen Ausführungsform schematisch veranschaulicht. Sie zeigt einen Längsschnitt durch ein Ende eines Garnbaumes gemäss der Erfindung.
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In der Zeichnung bezieht sich die Bezugsziffer --1-- auf das Kernrohr, auf welchem sich der Garnkörper aufbaut. Es ist von einem Flansch --2-- aus nichtrostendem Stahl begrenzt, der auf die aus der Zeichnung erkennbare Weise am Rohr angenietet ist.
Ein Klemmbolzen --4-- sitzt in einer radialen Bohrung des Flansches --2-- und besteht aus einem Stössel-4--und zwei Stirnscheiben-5 und 6--. Wenn der Bolzen auf seinem Platz eingesetzt ist, wird die Scheibe --5-- auf die dargestellte Weise auf den Stössel aufgeschraubt. Der Abschnitt --7-- des Stössels, welcher sich näher bei der Welle befindet, hat einen quadratischen Querschnitt, der in einen entsprechenden Teil der Radialbohrung passt, wodurch der Klemmbolzen - an einer Drehung gehindert ist. Die Aussenfläche der Stirnscheibe--5--ist so geformt, dass sie mit dem Kernrohr fluchtet, so dass sie beim Festklemmen des Kernrohres auf der Welle nicht beschädigt werden kann. Eine Schraube-8-, die sich in einer Büchse --9-- drehen kann, drückt den Klemmbolzen nach innen.
Die Büchse --9-- ihrerseits ist mit Schraubengewinde im Flansch - befestigt. Die Schraube --8-- besitzt in ihrem Kopf eine sechseckige Ausnehmung, in welche ein Schlüssel passt. Eine zwischen der Stirnscheibe --6-- des Bolzens und einer Schulter in der Bohrung im Flansch untergebrachte Feder-10-drückt den Klemmbolzen --4-- zurück, wenn die Schraube --8-- gelockert wird. Auf diese Weise verhindert die Stirnscheibe --5-- nicht die Bewegung der Welle beim Einsetzen oder Herausziehen in das bzw. aus dem Kernrohr.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Trikotbaum mit einem Kernrohr und zwei an seinen beiden Enden angebrachten Flanschen, bei dem mindestens zum Teil in mindestens einem der Flansche mindestens ein vorzugsweise in radialer
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Klemmbolzen (4) mit parallelen Führungsflächen (7) in einem entsprechend gestalteten Teil einer Radialbohrung des Flansches (2) eingesetzt und mittels einer auf ihn einwirkenden Schraube (8) entgegen der Kraft einer Feder (10) radial verstellbar ist.
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