AT2681U1 - Holz-glasfassade - Google Patents
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Abstract
Glasfassaden- oder -dachkonstruktion umfassend ein aus Pfosten (1) und Riegeln (2) gebildetes Rahmenwerk und Isolierglasscheiben (4), welche Isolierglasscheiben (4) unter Vermittlung von Dichtungsleisten (7) am Rahmenwerk festgelegt sind, wobei das Rahmenwerk aus Holz gebildet ist.
Description
AT 002 681 Ul
Die Erfindung betrifft eine Glasfassaden- oder -dachkonstruktion umfassend ein aus Pfosten und Riegeln gebildetes Rahmenwerk und Isolierglasscheiben, welche Isolierglasscheiben unter Vermittlung von Dichtungsleisten am Rahmenwerk festgelegt sind.
Bislang wird das Rahmenwerk derartiger Glasfassaden- oder dachkonstruktionen aus Metall- vorzugsweise Stahl- oder Aluminiumprofilen hergestellt.
Solche Metallkonstruktionen weisen ein relativ hohes Gewicht auf, sodaß für deren zuverlässige Festlegung am Gebäude aufwendige Maßnahmen getroffen werden müssen.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Glasfassaden- oder dachkonstruktion der eingangs erwähnten Art anzugeben, welche bei gleichen statischen Eigenschaften ein deutlich geringeres Gewicht aufweist.
Erfmdungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß das Rahmenwerk aus Holz gebildet ist.
Holz hat gegenüber Stahl und Aluminium neben dem geringeren Gewicht einen höheren Brandwiderstand und bietet vielfältigere Möglichkeiten der Farbgebung.
In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß das Rahmenwerk aus Brettschichtholz, welches vorzugsweise drei miteinander verleimte Schichten aufweist, gebildet ist.
Ein solcher Aufbau ist im Vergleich zu Massivholz weitaus formbeständiger, d.h. klimaänderungsbedingte Verwerfungen werden weitgehend vermieden.
In diesem Zusammenhang kann vorgesehen sein, daß eine Schicht, vorzugsweise die mittlere Schicht des Brettschichtholzes, durch Fumierschichtholz gebildet ist.
Damit kann eine nochmalige Steigerung der Formbeständigkeit erreicht werden.
Nach einer besonders bevorzugten Ausgestaltungsweise der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die Schichten im wesentlichen normal zu den Isolierglasscheiben verlaufen und daß die Pfosten und Riegel des Rahmenwerkes in ihren den Isolierglasscheiben zugewandten Oberflächen Ausnehmungen aufweisen, in welche Stäbe aus Fumierschichtholz eingeleimt sind.
Damit wird ebenfalls eine hohe Formbeständigkeit des Rahmenwerkes erreicht, zusätzlich wird damit den zur Festlegung der Isolierglasscheiben verwendeten Schrauben eine stabile Aufnahme geboten.
In diesem Zusammenhang kann weiters vorgesehen sein, daß die Stäbe aus Fumierschichtholz trapezförmigen Querschnitt aufweisen.
Damit ist eine relativ große Kontaktfläche zwischen Pfosten- bzw. Riegel und dem Fumierschichtholz-Stab gegeben, wodurch auch eine großflächige und daher besonders hohe Festigkeiten aufweisende Verbindung zwischen den beiden Komponenten gegeben ist. 2 AT 002 681 Ul
Desweiteren kann vorgesehen sein, daß an der den Isolierglasscheiben abgewandten Mantelfläche des Fumierschichtholz-Stabes ein Metallstreifen, beispielsweise ein Aluminium- oder Stahlstreifen festgelegt, vorzugsweise aufgeklebt, ist.
Die zur Festlegung der Isolierglasscheiben verwendeten Schrauben, die den Fumierschichtholz-Stab und diesen Metallstreifen durchgreifen, werden damit besonders zuverlässig gegen Ausziehen gesichert, wodurch die erfindungsgemäße Glasfassade insgesamt höhere Wind-Sog-Lasten aufnehmen kann.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung kann eine im Inneren der Pfosten und Riegel angeordnete Stahlunterspannung sein, wodurch mit einer nur geringfügigen Gewichtserhöhung eine deutliche Steigerung der Festigkeit erreicht werden kann.
Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, daß an den Stirnseiten der Riegel Metallzapfen festgelegt sind, welche in in den Pfosten festgelegte Metallbuchsen eingreifen.
Damit kann das Rahmenwerk in besonders einfacher und schneller Weise errichtet werden.
In diesem Zusammenhang kann vorgesehen sein, daß die Metallzapfen der Riegel durch Stellschrauben in den Metallbuchsen der Pfosten gehalten sind.
Damit können die Rahmenwerk-Bauteile zuverlässig und rasch aneinander fixiert werden.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die Pfosten und Riegeln rechteckigen Querschnitt und parallel zu den Isolierglasscheiben verlaufende Oberflächen aufweisen, an welchen die Dichtungsbänder festgelegt sind.
Rechteckige Pfosten und Riegel können besonders einfach hergestellt werden und weisen durchgehende, ebene Oberflächen auf, auf welchen die Isolierglasscheiben flächig und damit besonders sicher abgestützt werden können.
In Weiterbildung der Erfindung kann in diesem Zusammenhang vorgesehen sein, daß die Dichtungsbänder sich im wesentlichen über die gesamte Breite der Pfosten und Riegel erstrecken und entlang ihrer beiden Längsseitenkanten Wulste als Auflager für die Isolierglasscheiben aufweisen.
Damit ist die gesamte, den Isolierglasscheiben zugewandte Oberfläche des Rahmenwerkes mit Dichtungsmaterial bedeckt und vor Witterungseinflüssen geschützt. Weiters werden mit dem Aufbringen eines einzigen Dichtungsbandes gleichzeitig die Auflager für zwei zueinander benachbarte Isolierglasscheiben geschaffen.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung kann sein, daß die Isolierglasscheiben aus jeweils zwei unter Zwischenlage eines umlaufenden Abstandhalterahmens und unter Freilassung eines inneren Hohlraumes miteinander verklebten Einzelscheiben gebildet sind, wobei am Abstandhalterahmen U-förmige, sich im wesentlichen über die Breite der umlaufenden, mit Fugenmasse ausgefüllten Randfuge erstreckende Befestigungsschienen festgelegt, vorzugsweise aufgenietet, sind.
Solche Befestigungsschienen erlauben eine besonders zuverlässige Befestigung der Isolierglasscheiben, wobei die hierfür notwendigen Befestigungsmittel die äußere 3 AT 002 681 Ul
Oberfläche des Isolierglases nicht überragen und damit das Aussehen der Oberfläche nicht beeinflussen.
In diesem Zusammenhang kann weiters vorgesehen sein, daß die Isolierglasscheiben durch Glashalter am Rahmenwerk gehalten sind, welche durch im Querschnitt gesehen L-fÖrmige Profilstücke gebildet sind, wobei der erste Schenkel in die Befestigungsschiene der Isolierglasscheiben eingreift und der zweite Schenkel am Rahmenwerk festgelegt, vorzugsweise mit dem Rahmenwerk verschraubt, ist.
Derartige Glashalter können im Gegensatz zu alternativ vorstellbaren T-förmigen Glashaltem auch noch nachträglich, d.h. wenn die Isolierglasscheiben bereits am Rahmenwerk festgelegt sind, noch montiert werden.
Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die Glashalter aus Polyamid gebildet sind.
Dieses Material ist besonders leicht, weist aber dennoch die für diesen Einsatzzweck notwendige Festigkeit auf.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß am Rahmenwerk Glasträger festgelegt, vorzugsweise angeschraubt, sind, auf welchen sich die Isolierglasscheiben unter Vermittlung von Klötzen abstützen.
Mithilfe derartiger Glasträger kann das Gewicht der Isolierglasscheiben zuverlässig auf das Rahmen werk übertragen werden; die Glashalter, welche an der Gewichtsabtragung auch beteiligt sind, werden entlastet.
Es hat sich als besonders günstig erwiesen, daß die Glasträger aus Metall, vorzugsweise Aluminium, gebildet sind, weil sie damit eine für die Gewichtsabtragung ausreichende Festigkeit aufweisen.
Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die beigeschlossenen Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigt:
Fig.l die Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Glasfassaden- oder -dachkonstruktion;
Fig.2a,b den Schnitt 1-1 durch die Glasfassaden- oder -dachkonstruktion nach Fig.l bei unterschiedlichen Konstruktionsweisen des Pfostens;
Fig.3 den Schnitt A-A durch die Glasfassaden- oder -dachkonstruktion nach Fig.l;
Fig.4a,b erfindungsgemäße Glashalter im Aufriß im Schnitt und im Grundriß;
Fig.4c,d erfindungsgemäße Glasträger im Aufriß im Schnitt und im Grundriß;
Fig.5 einen Ausschnitt des Berandungsbereiches einer Isolierglasscheibe im Schnitt;
Fig.6 den Schnitt 2-2 und C-C durch die Glasfassaden- oder -dachkonstruktion nach Fig.l und
Fig.7 den Schnitt D-D durch die Glasfassaden- oder -dachkonstruktion nach Fig.l.
Wie am besten aus Fig.l ersichtlich, weist eine erfindungsgemäße Glasfassaden- oder -dachkonstruktion ein Rahmenwerk, das aus Pfosten 1 und Riegel 2 zusammengesetzt ist, auf. Die Pfosten 1 sind dabei lotrecht ausgerichtet, die Riegel 2 4 AT 002 681 Ul erstrecken sich zwischen den Pfosten 1 und verlaufen vorzugsweise horizontal. Dadurch werden rechteckige Rahmenfelder 3 gebildet, welche mit Isolierglasscheiben 4 versehen sind.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, das aus Pfosten 1 und Riegel 2 gebildete Rahmenwerk aus Holz zu fertigen. Hierzu eignet sich Brettschichtholz mit z.B. drei miteinander verleimten Schichten, bestehend aus Fichten- oder Lärchenholz, auch als "Leimbinder" bezeichnet, besonders gut.
Wie in Fig.2a dargestellt, können die einzelnen Schichten des Brettschichtholzes parallel zu den Isolierglasscheiben 4 oder gemäß Fig.2b normal zu den Isolierglasscheiben 4 verlaufen.
Bei der Ausfuhrungsform nach Fig.2a ist eine -vorzugsweise die mittlere-Schicht des Brettschichtholzes durch Fumierschichtholz gebildet. Die einzelnen Lagen dieses Fumierschichtholzes sind durchgehend kesseldruckimprägniert und durchgehend miteinander verleimt.
Auch bei der Konstruktionsweise nach Fig.2b kommt Fumierschichtholz des beschriebenen Aufbaus zum Einsatz. Dieses liegt hier in Form eines Stabes 15 mit trapezförmigem Querschnitt vor und ist in eine entsprechende Ausnehmung 17 in der den Isolierglasscheiben 4 zugewandten Oberflächen 10 der Pfosten 1 bzw. Riegel 2 eingelegt und dort mit dem Brettschichtholz verleimt. Die dargestellte trapezförmige Ausgestaltung des Stabes 15 ist nicht einschränkend zu verstehen, auch jede andere Ausgestaltung, z.B. dreieck-oder rechteckförmig liegt im Rahmen der Erfindung.
Bei beiden Konstruktionsarten ergibt sich durch die Verwendung von Fumierschichtholz insbesonders eine hohe Dimensionsstabilität, d.h. die Pfosten 1 und Riegel 2 bleiben gerade und verwinden sich nicht.
Die Breite der Pfosten 1 und Riegeln 2 wird konstant gehalten, z.B. stets mit 60 oder 70mm bemessen, und deren Tiefe je nach statischen Anforderungen variiert. Im Inneren der Pfosten 1 und Riegel 2 kann eine Stahlunterspannung angeordnet sein, wodurch die Tragfähigkeit des Rahmenwerkes wesentlich erhöht wird.
Die Pfosten 1 und Riegel 2 haben vorzugsweise quadratischen bzw. rechteckigen oder trapezförmigen Querschnitt und sind so ausgerichtet, daß die den Isolierglasscheiben 4 zugewandten Oberflächen 10 parallel zu diesen verlaufen.
Auf den Oberflächen 10 sind Dichtungsbänder 7 aufgebracht, auf welchen sich die Randbereiche der Isolierglasscheiben 4 abstützen (vgl. Fig.2a,b).
Diese Dichtungsbänder 7 sind sich im wesentlichen über die gesamte Breite eines Pfostens 1 bzw. Riegels 2 erstreckend ausgebildet und weisen entlang ihrer beiden Längsseitenkanten Wulste 70 auf, welche die Auflager für die Isolierglasscheiben 4 bilden. Im Bereich der Längssymmetrieachse des Dichtungsbandes 7 weist dieses zwei zueinander parallele Wandungen 71 auf (Fig.2a). Damit werden drei zueinander parallel verlaufende Kanäle 72, 73, 74 ausgebildet, wovon die beiden je zwischen Wulst 70 und Wandung 71 liegenden Kanäle 72, 74 zur Kondenswasserableitung dienen und der zwischen den Wandungen liegende Kanal 73 die nachstehend noch näher beschriebenen Glashalter 5 und Glasträger 6 aufnimmt. 5 AT 002 681 Ul
Die Isolierglasscheiben 4 bestehen aus jeweils zwei unter Zwischenlage eines umlaufenden Abstandhalterahmens 40 und unter Freilassung eines inneren Hohlraumes 42 miteinander verklebten Einzelscheiben 43, 44. Zur Halterung der Isolierglasscheiben 4 sind auf den Abstandhalterahmen 40 U-förmige, sich über die Breite der umlaufenden, mit Fugenmasse 45 ausgefullten Randfuge erstreckende Befestigungsschienen 46 aufgenietet.
Die Festlegung der Isolierglasscheiben 4 am Rahmenwerk erfolgt durch Glashalter 5 (vgl. Fig.2a,b und 4a,b) und Glasträger 6 (vgl. Fig.3 und 4c,d).
Die Glashalter 5 sind durch im Querschnitt gesehen L-förmige und vorzugsweise aus Polyamid bestehende Profilstücke gebildet, deren erste Schenkel 50 in die Befestigungsschienen 46 der Isoliergläser 4 eingreifen und deren zweite Schenkel 51 im Kanal 73 des Dichtungsbandes 7 verlaufend am Rahmenwerk anliegen. Die Festlegung eines solchen Glashalters 5 am Rahmenwerk erfolgt durch eine Holzschraube 52, welche die Bohrung 53 des zweiten Schenkels 51 durchragt und in den Pfosten 1 bzw. Riegel 2 eingreift.
Bei der in Fig.2b dargestellten besonders bevorzugten Ausgestaltungsweise der Pfosten 1 und Riegel 2 ergibt sich in diesem Zusammenhang der Vorteil, daß eventuell über den Schraubenschaft eindringendes Kondensat keine schädigende Wirkung auf das Rahmenwerk hat, da die Schraube 52 hier in den Furnierholz-Stab 15 eingreift, dessen Schichten durchgängig kesseldruckimprägniert und daher beständig gegen Feuchtigkeit sind. Die einzelnen Fumierschichten des Stabes 15 verlaufen dabei parallel zu den Isolierglasscheiben 4 bzw. normal zu den Holzschrauben 52, um diesen besonders guten Halt zu geben.
Weiters kann bei dieser Konstruktionsweise an der den Isolierglasscheiben 4 abgewandten Mantelfläche 150 des Furnierholz-Stabes 15 ein Metallstreifen 16, beispielsweise aus Stahl oder Aluminium festgelegt, vorzugsweise aufgeklebt sein, welcher von der Holzschraube 52 durchgriffen ist. Die Verbindung zwischen den Isolierglasscheiben 4 und dem Rahmenwerk wird dadurch inniger, es können größere Wind-Sog-Lasten von der Glasfassade aufgenommen werden.
Die Gewichtsabtragung der Isolierglasscheiben 4 erfolgt durch Glasträger 6 (Fig.3). Diese sind aus einem Metall, vorzugsweise Aluminium hergestellt und haben quaderförmige Gestalt. Analog zu den Glashaltem 5 weisen auch die Glasträger 6 Bohrungen 61 zur Aufnahme von Holzschrauben 52 auf, mit welchen die Festlegung am Rahmenwerk erfolgt. Bedingt durch die quaderförmige Ausbildung der Glasträger 6 ergibt sich zwischen diesen und der Berandung der Isolierglasscheiben 4 ein Zwischenraum, der mit Klötzen 62 ausgefüllt ist.
Durch die bisher beschriebene Art der Isolierglas-Festlegung wird lediglich die dem Rahmenwerk näher gelegene Einzelscheibe 43 formschlüssig am Rahmenwerk gehalten, während die zweite Einzelscheibe 44 nur durch die Fugenmasse 45 gehalten wird. Um auch dieser zweiten Einzelscheibe 44 eine formschlüssige Abstützmöglichkeit am Rahmenwerk zu geben, sind die in Fig.5 dargestellten L-förmigen und vorzugsweise aus einem Metall, wie z.B. Aluminium, bestehenden Profilstücke 8 vorgesehen. Der erste Schenkel 81 dieser Profilstücke 8 ist mit der U-förmigen Befestigungsschiene 46 vernietet, der zweite Schenkel 6 AT 002 681 Ul 82 erstreckt sich über zumindest einen Teil der Breite des zweiten Einzelglases 44, sodaß sich dieses darauf abstützen kann.
Wie weiters in dieser Fig.5 zu erkennen ist, kann im Inneren des Abstandhalterahmens 40 Feuchtigkeitsgranulat 14 angeordnet sein, welches sich dort ausbildendes Kondeswasser aufnimmt.
Die zwischen zwei benachbarten Isolierglasscheiben 4 liegende Fuge wird mit einer Fugenmasse 9 verschlossen (Fig.6). Damit diese Fugenmasse 9 nicht den gesamten, zwischen Dichtungsband 7 und den beiden Isolierglasscheiben 4 liegenden Fugenraum ausfüllen kann, werden auf die Glashalter 5 und die Glasträger 6 Streifen 11 aus Holz oder Aluminium, deren Breite etwa der Breite der zu verschließenden Fugen entspricht, gelegt und nur der oberhalb dieser Streifen 11 liegende Fugenbereich mit Fugenmasse 9 ausgefüllt. Dadurch bleiben die Kanäle 72, 73, 74 frei, es kann eine ungehinderte Kondeswasserableitung, Falzgrundbelüftung und Dampfdruckausgleich erfolgen.
Auf entlang der Berandung der Glasfassade bzw. des Glasdaches liegenden Pfosten 1 und Riegel 2 ist ein Dichtungsband 7' festgelegt, das sich nur etwa über die Hälfte der Breite der Oberfläche 10 erstreckt (vgl. Fig.6,7) und nur ein Auflager für Isolierglasscheiben 4 sowie die beiden Wandungen 71 aufweist. An der zweiten Hälfte der Oberfläche 10 ist ein L-förmiges Metall-, vorzugsweise Aluminiumprofil 12 festgelegt, das die Glasfassade bzw. das Glasdach seitlich abschließt. Die entlang der Unterkante der Glasfassade bzw. des Glasdaches verlaufenden Profile 12 sind mit Bohrungen 13 versehen, durch welche das sich im Inneren der zwischen den Isolierglasscheiben 4 vorhandenen Fugen bildende Kondenswasser abfließen kann.
Zur Verbindung der Pfosten 1 und Riegel 2 aneinander sind an den Stirnseiten der Riegel 2 Metallzapfen festgelegt und die Pfosten 1 mit diesen Metallzapfen entsprechenden Metallbuchsen ausgestattet. Beim Aneinanderfügen der Pfosten 1 und Riegel 2 werden die Metallzapfen in Eingriff mit den Buchsen gebracht und in dieser Lage durch Stellschrauben fixiert. 7
Claims (16)
- AT 002 681 Ul ANSPRÜCHE 1. Glasfassaden- oder -dachkonstruktion umfassend ein aus Pfosten (1) und Riegel (2) gebildetes Holz-Rahmenwerk, Dichtungsbänder (7) sowie an dem Holz-Rahmenwerk festgelegte Isolierglasscheiben (4), wobei die Auflage der Isolierglasscheiben (4) auf dem Holz-Rahmenwerk lediglich durch die Dichtungsbänder (7) gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierglasscheiben (4) mittels Glashalter (5) festgelegt sind, welche Glashalter (5) zwischen den Isolierglasscheiben (4) angeordnet sind und vorzugsweise zur Gänze unterhalb der von den dem Holz-Rahmenwerk abgewandten Oberflächen der Isolierglasscheiben (4) gebildeten äußeren Begrenzungsebene der Glasfassade angeordnet sind.
- 2. Glasfassaden- oder -dachkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rahmenwerk aus Brettschichtholz, welches vorzugsweise drei miteinander verleimte Schichten aufweist, gebildet ist.
- 3. Glasfassaden- oder -dachkonstruktion nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schicht, vorzugsweise die mittlere Schicht, des Brettschichtholzes durch Fumierschichtholz gebildet ist.
- 4. Glasfassaden- oder -dachkonstruktion nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schichten im wesentlichen normal zu den Isolierglasscheiben (4) verlaufen und daß die Pfosten (1) und Riegel (2) des Rahmenwerkes in ihren den Isolierglasscheiben (4) zugewandten Oberflächen (10) Ausnehmungen (17) aufweisen, in welche Stäbe (15) aus Fumierschichtholz eingeleimt sind.
- 5. Glasfassaden- oder -dachkonstruktion nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stäbe (15) aus Fumierschichtholz trapezförmigen Querschnitt aufweisen.
- 6. Glasfassaden- oder -dachkonstruktion nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß an der den Isolierglasscheiben (4) abgewandten Mantelfläche (150) des 8 AT 002 681 Ul Fumierschichtholz-Stabes (15) ein Metallstreifen (16), beispielsweise ein Aluminium- oder Stahlstreifen festgelegt, vorzugsweise aufgeklebt ist.
- 7. Glasfassaden- oder -dachkonstruktion nach einem der Anspüche 1 bis 6; gekennzeichnet durch eine im Inneren der Pfosten (1) und Riegel (2) angeordnete Stahlunterspannung.
- 8. Glasfassaden- oder -dachkonstruktion nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an den Stirnseiten der Riegel (2) Metallzapfen bzw. Stahlblech-Formteile od. dgl. festgelegt sind, welche in in den Pfosten (1) festgelegte Metallbuchsen eingreifen bzw. in welche an den Pfosten (1) festgelegte Stahlstifte od. dgl. eingreifen.
- 9. Glasfassaden- oder -dachkonstruktion nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallzapfen der Riegel (2) durch Stellschrauben in den Metallbuchsen der Pfosten (1) bzw. daß die an den Pfosten (1) festgelegten Stahlstifte durch Stellschrauben in den Stahlblech-Formteilen der Riegel (2) gehalten sind.
- 10. Glasfassaden- oder -dachkonstruktion nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Pfosten (1) und Riegeln (2) rechteckigen Querschnitt und parallel zu den Isolierglasscheiben (4) verlaufende Oberflächen (10) aufweisen, an welchen die Dichtungsbänder (7) festgelegt sind.
- 11. Glasfassaden- oder -dachkonstruktion nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsbänder (7) sich im wesentlichen über die gesamte Breite der Pfosten (1) und Riegel (2) erstrecken und entlang ihrer beiden Längsseitenkanten Wulste (70) als Auflager für die Isolierglasscheiben (4) aufweisen.
- 12. Glasfassaden- oder -dachkonstruktion nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierglasscheiben (4) aus jeweils zwei unter Zwischenlage eines umlaufenden Abstandhalterahmens (40) und unter Freilassung eines inneren Hohlraumes (42) miteinander verklebten Einzelscheiben (43,44) gebildet sind, wobei am Abstandhalterahmen (40) U-förmige, sich im wesentlichen über die Breite der umlaufenden, mit Fugenmasse (45) ausgefüllten Randfuge erstreckende Befestigungsschienen (46) festgelegt, vorzugsweise aufgenietet, sind.
- 13. Glasfassaden- oder -dachkonstruktion nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Glashalter (5) durch im Querschnitt gesehen L-förmige Profilstücke gebildet sind, wobei der erste Schenkel (50) in die Befestigungsschiene (46) der Isolierglasscheiben (4) eingreift und der zweite Schenkel (51) am Rahmenwerk festgelegt, vorzugsweise mit dem Rahmenwerk verschraubt ist. 9 AT 002 681 Ul
- 14. Glasfassaden- oder -dachkonstruktion nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Glashalter (5) aus Polyamid gebildet sind.
- 15. Glasfassaden- oder -dachkonstruktion nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Rahmenwerk Glasträger (6) festgelegt, vorzugsweise angeschraubt sind, auf welchen sich die Isolierglasscheiben (4) unter Vermittlung von Klötzen (62) abstützen.
- 16. Glasfassaden- oder -dachkonstruktion nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Glasträger (6) aus Metall, vorzugsweise Aluminium, gebildet sind. 10
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN112554727A (zh) * | 2020-12-25 | 2021-03-26 | 湖南省金为新材料科技有限公司 | 二闭二开式的冷幕防火门窗系统 |
| CN116919138A (zh) * | 2023-07-18 | 2023-10-24 | 湖北中建三局建筑工程技术有限责任公司 | 一种用于玻璃幕墙的窗帘盒系统 |
-
1997
- 1997-09-11 AT AT56497U patent/AT2681U1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| CN112554727A (zh) * | 2020-12-25 | 2021-03-26 | 湖南省金为新材料科技有限公司 | 二闭二开式的冷幕防火门窗系统 |
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| MN9K | Cancelled due to lapse of time |