AT269374B - Verfahren zur Herstellung von Chromanderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Chromanderivaten

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Chromanderivaten Die Erfindungbetrifft ein Verfahren zur Herstellung von Chromanderivaten der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 in der R, Wasserstoff oder Halogen und   R   Wasserstoff oder Acyl bedeuten. 



   Das Verfahren betrifft insbesondere die Herstellung von natürlichem sogenanntem d - a - Tocopherol, das nach dem von Cahn et al. (Experientia 12 [1956], S. 81) aufgestellten System die absolute Konfiguration [2R, 4'R, 8'R] besitzt. In der Formel I ist die sterische Anordnung der am asymmetrischen Kohlenstoffatom 2 sitzenden Substituenten bildlich dargestellt. 
 EMI1.2 
 niederen Alkanolrest mit bis zu4 Kohlenstoffatomen, wie Acetyl oder Propionyl bedeuten. 



   Es ist bekannt, dass die verschiedenen in der Natur vorkommenden Tocopherole eine unterschied- 
 EMI1.3 
 pherol zu überführen. Die in der Literatur beschriebenen Umwandlungsmethoden, bei denen die aus den betreffenden Tocopherolen durch Ringöffnung erhaltenen Hydrochinonderivate methyliert und anschlie- ssend cyclisiert werden, liefern jedoch stets ein Gemisch zweier Epimeren bestehend aus : zirka 41%   [2R, 4'R, 8'R]- a-Tocopherol   und zirka 59% [2S,   4'R, 8'RJ-a-Tocopherol.   



   Die Vitamin-E-Aktivität beträgt für [2RS,   4'R, 8'R]-a-Tocopherylacetat =   73 
 EMI1.4 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

    2R, 4'R, 8'R]-cx-TocopherylacetatDie präparative Auftrennung   des Epimerengemisches und   Isolierung des [2R, 4'R, 8'R)- < x-Toco-   pherols mit der höchsten Vitamin-E-Aktivität ist schwer durchführbar und verlustreich. 



   Das durch die Erfindung gekennzeichnete Verfahren macht es nunmehr möglich, das in der Konfiguration des natürlichen a-Tocopherols vorliegende   a-Tocopherylchinon   mit einer Retention von über   90%   zu [2R,   41 R, 8'Rj-ot-Tocopherol   zu cyclisieren. 



   Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man 2-([3R,7R,11R]-3,7,11,15- Tetramethyl- 
 EMI2.1 
 
3-hydroxy-hexadecyl)-trimethyl-p-benzochinonAlkanoylhalogenide, wie Propionylchlorid und insbesondere Acetylchlorid. geeignet. Die Mineralsäuren können in einem Lösungsmittel, z. B. in einem niederen Alkanol, wie Methanol, Äthanol, Isopropanol, eingesetzt werden. Ein Gemisch von Schwefelsäure und Methanol ist bevorzugt. Die Alkanoylhalogenide können ohne Zusatz eines Lösungsmittels verwendet werden. 



   Im ersten Fall führt die Cyclisierung unmittelbar zum [2R,   4'R,   81 a-TocopheroL Verwendet man dagegen ein Alkanoylhalogenid als Cyclisierungsmittel, so wird ein in 5-Stellung durch einen
Halogenmethylrest und in 6-Stellung durch eine Acyloxygruppe substituiertes Chromanderivat gebildet, das gegebenenfalls in an sich bekannter Weise, z. B. durch Reduzieren in den entsprechenden Toco- pherylester   übergeführt   und anschliessend gegebenenfalls durch Verseifen in [2R,   4'R, 8'Rj-a-Tocopherol   umgewandelt werden kann. 



   Die Cyclisierung wird vorzugsweise bei gemässigter Temperatur, z. B. 0 bis 40 C, insbesondere bei
Raumtemperatur, durchgeführt. Es genügt im allgemeinen, das saure Mittel auf das   Chinon längere   Zeit einwirken zu lassen. 



   Die erhaltenen Chromanderivate, insbesondere das   [2R,4'R,8'R]-&alpha;-Tocophenylacetat sowie des   [2R,   4'R,8'R]-&alpha;-Tocopherol, zeichnen sich   durch eine hohe Vitamin-E-Aktivität aus. 



   Beispiel 1 :   5 g &alpha;-Tocophenylchinon   werden in 250 ml abs. Methanol gelöst und bei 00 mit 75 ml konz. Schwefelsäure und anschliessend mit 125 mI Schwefelsäure/Äthyläther 3 : 7 versetzt. Nach zirka 5 min wird das Reaktionsgemisch mit Äther extrahiert, die lipophile Phase dreimal mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Der Rückstand wird in wenig Äthyl- äther aufgenommen, an einer Aluminiumoxydsäule [Aktivität I (sauer) mit 6% Wasser desaktiviert] chromatographiert und mitPetroläther siedebereich 40 bis 45 C), enthaltend 2 bis 3% Äthyläther, eluiert. 
 EMI2.2 
    4'R, 8'RJ-a-TocopherolBeispiel 2: 11 g &alpha;-Tocopherylchinon   werden in   55 m1 Acetylchlorid   gelöst und 16h bei Raumtemperatur aufbewahrt.

   Das Reaktionsgemisch wird dann auf Eis gegossen, mit Äther extrahiert, die lipophile Phase sechsmal mit Wasser gewaschen, mit Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Man 
 EMI2.3 
 

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Claims (1)

  1. Beispiel 3 : 4 g 5-Chlormethyl-y-tocopherylacetat, 80 ml Petroläther (Siedebereich 80 bis 1050C) und 65 ml konz. Salzsäure werden vermischt, unter Rühren bei 500C portionsweise mit 12 g Zinkstaub versetzt und während 7 h bei 500C gerührt. Anschliessend wird das Reaktionsgemisch abgekühlt und mit Äther extrahiert. Die lipophile Phase wird dreimal mit Wasser gewaschen und eingedampft. Der Rückstand wird in wenige Äthyläther aufgenommen, an einer Aluminiumoxydsäule (Aktivität III, neutral) chromatographiert und mit Petroläther (Siedebereich 60 bis 90 C), enthaltend 5% Äthyl- EMI2.4 in FormPATENTANSPRÜCHE : 1.
    Verfahren zur Herstellung von Chromanderivaten der allgemeinen Formel <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 EMI3.2 R ;net, dass man 2- ([3R,7R,11R]-3,7,11,15-tetramethyl-3-hydroxy-hexadencyl)-trimethyl-p-benzochinon in Gegenwart eines sauren Mittels cyclisiert.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als saures Mittel ein Alkansäurehalogenid verwendet.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als saures Mittel Acetylchlorid verwendet.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als saures Mittel eine Mineralsäure in Gegenwart eines Alkanols verwendet.
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als saures Mittel Schwefelsäure in Methanol verwendet.
AT880766A 1965-10-12 1966-09-19 Verfahren zur Herstellung von Chromanderivaten AT269374B (de)

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