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Enwicklungsvorrichtung für Kopiermaterialien
Die Erfindung betrifft eine Entwicklungsvorrichtung zur Verarbeitung von Kopiermaterialien, unter
Anwendung des Silbersalzdiffusions-Verfahrens, bei dem das Negativ durch eine Entwicklerflüssigkeit hindurchgeführt wird, während das Bildempfangsmaterial einer Oberflächenbenetzung unterworfen wird, wobei ein für beide Materialien gemeinsames Quetsch- und Transportwalzenpaar und zur Benetzung des Bildempfangsmaterials eine Flüssigkeits-Auftragswalze vorgesehen ist, welche das durch Führungsmittel über der Flüssigkeit vorbeigeführte Bildempfangsmaterial benetzt.
Dabei bezieht sich die Erfindung auf ein Silbersa1zdiffusions-Verfahren unter Verwendung eines Negativmaterials, auf dessen Halogensilber-Emulsionsschicht eine Abbildung aufbelichtetwird, und eines Bildempfangsmaterials, auf das die Abbildung übertragen wird, wobei das belichtete Negativmaterial mit einer bekannten, die Entwicklung bewirkenden Flüssigkeit befeuchtet und in Anlage mit dem befeuchteten Bildempfangsmaterial aus Papier, Film oder Textil einer Zusammenpressung unterworfen wird.
In der deutschen Patentschrift Nr. 764572 ist das sogenannte Silbersalzdiffusions-Verfahren beschrieben und angegeben, dass als Empfangsbildträger die verschiedensten Stoffe gebraucht werden, z. B. auch unbeschichtete Papiere, Textilien, Holz, Zelluloid u. a. Kunststoffe u. dgL Dazu wird darauf hingewiesen, dass sich die Erfindung bei dem Ausdruck"Material"auf blattförmiges Material bezieht.
Aus der genannten Patentschrift geht ferner hervor, dass die Übertragung durch die Gegenwart diffusionsbegünstigender Stoffe unterstützt werden kann. Dabei kann das diffundierende bzw. diffundierte Halogensilber ohne Belichtung bildmässig entwickelt werden, wobei diese Entwicklung durch zugesetzte Keime oder Reaktionsstoffe unterstützt wird. Hiebei wird das entwickelte Bild beispielsweise auf ein Barytpapier oder auf eine Textilunterlage aufgebracht, die in demselben Bad wie das Halogensilbermaterial angefeuchtet worden ist.
In der praktischen Ausführung des Verfahrens, wie es zur brauchbaren gewerblichen Verwertbarkeit unter Verwendung blattförmiger Kopiermaterialien entwickelt worden ist, hat man jeweils eine besondere Positiv- oder Empfangsschicht vorgesehen, in der die Reduktionskeime angeordnet werden. Diese Schicht ist üblicherweise auf einem besonderen Träger angeordnet, so dass Schicht und Träger das Bildempfangsmaterial bilden.
Bei einem Gerät zum Herstellen von Positivbildern nach dem Silbersalzdiffusions-Verfahren ist es ferner bekannt, die Schichtträger, durch Leitelemente geführt, der Wirkung einer Entwicklungsflüssigkeit auszusetzen und sie anschliessend aneinanderzupressen. Dabei können für den einen Schichtträger durch die Entwicklungsflüssigkeit führende Kanäle gebildet werden, während der zweite Schichtträger, oberhalb der Entwicklungsflüssigkeit verlaufend, zu einer Vorrichtung zum Auftragen von Entwicklungsflüssigkeit, z. B. einer Auftragswalze, geführt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der unter Verwendung zweier verschiedener Bäder eine Abbildung nach dem Silbersalzdiffusions-Verfahren erzeugt wer-
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den kann, wobei beide Schichtträger mit verschiedenen Flüssigkeiten benetzt werden. Wenn oben vom Positiv und Negativ die Rede ist, so wird darauf hingewiesen, dass das Negativ jeweils eine photographische Halogensilberschicht aufweist, während das Positiv als Bildempfangsmaterial ein normales Blatt sein kann.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Flüssigkeits-Auftragswalze am Ende eines besonderen, in sich geschlossenen, insbesondere mit geschlossenem Boden ausgeführten Badbehälters mit einer besonderen Flüssigkeit angeordnet ist und der Auftragswalze eine federbelastete Andruckwalze zugeordnet ist, die im wesentlichen zugleich mit der Benetzung eine Verteilung und Einpressung der besonderen Flüssigkeit durchführt, wobei die Benetzung und Pressung des Positivmaterials in einem Arbeitsschritt erfolgt.
Diese Lösung ist nicht nur deshalb besonders vorteilhaft, weil das Bildempfangsmaterial oder Positiv verhältnismässig trocken aus der Vorrichtung austritt, was bekannt ist, sondern insbesondere deshalb, weil praktisch in einem Arbeitsschritt mit der Auftragung der Flüssigkeit auf das Positiv eine die Verteilung und die Einbringung in das Material bewirkende Pressung auftritt. Wesentlich für die Erfindung ist dabei, dass die Auftragswalze mit einer profilierten Oberfläche ausgeführt ist, die die Mitnahme der Flüssigkeit fördert, und dass bei der Pressung durch die Andruckwalze mittels der zur Profilierung gehörenden Erhebungen eine Anreicherung an Flüssigkeit bei Verteilung und auch Eindrückung in die Oberfläche des Bildempfangsmaterials bewirkt wird.
Hierin liegt ein wesentliches Merkmal der Erfindung, weil die Ausnutzung der profilierenden Erhebungen nicht nur zum Heranführen der Flüssigkeit, sondern auch in Verbindung mit einer Andruckwalze zum Verteilen und Eindrücken in das Bildempfangsmaterial überraschenderweise zu einer Vorrichtung führt, die es ermöglicht, unter den Gesichtspunkten der Erfindung normale, d. h. unbeschichtete Blätter als Bildempfangsmaterial zu verwenden.
Zweckmässig ist die Auftragswalze beflockt und haarig. Gemäss einer andern besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Auftragswalze profiliert und mit punktweisen, napfartigen Vertiefungen ausgeführt. In Verbindung mit den obengenannten Ausführungsformen sieht eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung vor, dass die Presswalze einen Oberflächenüberzug aus einem die Flüssigkeit abstossenden Material wie Teflon, Warenbezeichnung für ein Polytetrafluoräthylen, aufweist.
Das erwähnte Entwicklerbad für das Negativ kann mit einer üblichen Entwicklungsflüssigkeitgefüllt sein, während dem Positiv- oder Bildempfangsmaterial eine bestimmte Flüssigkeit zugeführt wird, die beispielsweise aus folgenden Komponenten besteht :
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<tb>
<tb> HO <SEP> = <SEP> Wasser <SEP> dest.
<tb>
Mirasol <SEP> = <SEP> 0, <SEP> 5%ige <SEP> Lösung <SEP> in <SEP> 1\0 <SEP> (Netzmittel)
<tb> NaSOg-Lsg. <SEP> = <SEP> Natrium-Thiosulfat, <SEP> 1'ig <SEP> inH20 <SEP>
<tb> Ag <SEP> NOg-Lsg. <SEP> = <SEP> lige <SEP> Silbernitratlösung <SEP> in <SEP> HO
<tb> Gold-Lsg. <SEP> = <SEP> 1%ige <SEP> Gold <SEP> (III) <SEP> chloridchloroWasserstoffsäure, <SEP> gelb <SEP> in <SEP> HO
<tb> H <SEP> (Au <SEP> C14). <SEP> 4 <SEP> HO
<tb> Platin-Lsg. <SEP> = <SEP> l%ige <SEP> Hexachloroplatin <SEP> (IV) <SEP> säure, <SEP>
<tb> trocken <SEP> in <SEP> H, <SEP> 0 <SEP>
<tb> H2 <SEP> (Pt <SEP> Clg). <SEP> 6 <SEP> H <SEP> O
<tb> Beispiel <SEP> I <SEP> : <SEP> 1000 <SEP> mil <SEP> zo <SEP>
<tb> 15 <SEP> ml <SEP> Mirasol
<tb> 20 <SEP> ml <SEP> Ag <SEP> NO-Lsg.
<tb>
40 <SEP> ml <SEP> Na <SEP> S <SEP> 0-Lsg. <SEP>
<tb>
Beispiel <SEP> H <SEP> : <SEP> 1000 <SEP> ml <SEP> HO <SEP>
<tb> 15 <SEP> ml <SEP> Mirasol
<tb> 20 <SEP> ml <SEP> Gold-Lsg.
<tb>
10 <SEP> ml <SEP> NaOg-Lsg.
<tb>
Beispiel <SEP> m <SEP> : <SEP> 1000 <SEP> ml <SEP> HO
<tb> 15 <SEP> ml <SEP> Mirasol
<tb>
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<tb>
<tb> 5 <SEP> ml <SEP> Gold-Lsg. <SEP>
<tb> ImlNaOg-Lsg.
<tb>
Beispiel <SEP> IV <SEP> : <SEP> 1000 <SEP> ml <SEP> HO
<tb> 15 <SEP> ml <SEP> Mirasol <SEP>
<tb> 10 <SEP> ml <SEP> Platin-Lsg.
<tb>
SmINaOg-Lsg.
<tb>
5mlGold-Lsg.
<tb>
Beispiel <SEP> V <SEP> : <SEP> 1000 <SEP> ml <SEP> HO
<tb> 15 <SEP> ml <SEP> Mirasol <SEP>
<tb> 10 <SEP> ml <SEP> Platin-Lsg.
<tb>
5 <SEP> ml <SEP> Na2S2O3-Lsg.
<tb>
10 <SEP> ml <SEP> Gold-Lsg.
<tb>
Insofern zeigt sich, dass die Tröge völlig verschiedene Flüssigkeiten aufnehmen müssen.
Gemäss einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Berührungszonen der hintereinandergegeschalteten Walzenpaare im wesentlichen in einer Höhe angeordnet. Dabei kann vorbehalten bleiben, dass die Verbindungslinie zwischen Achsen des nachgeschalteten Quetsch- und Transportwalzenpaares einen Winkel zu der Verbindungslinie zwischen Achsen des vorgeschalteten Quetsch- und Transportwalzenpaares einnimmt. Unter diesem Gesichtspunkt kann eine besonders günstige Zusammen- und Abführung schräg nach oben erreicht werden, wobei der Anschluss an Leitelemente im unteren Flüssigkeitsbehälter gut eingehalten wird.
Gemäss einer andern Ausführungsform der Erfindung sind beide Walzenpaare mit lotrechten Verbindungslinien zwischen den Achsen zugehöriger Walzen angeordnet, und vor dem aus Auftrags- und Andruckwalze bestehenden Walzenpaar befindet sich eine nach oben gewölbte Führungsbahn. Dadurch wird erreicht, dass gleiche Weglängen für beide Kopiermaterialien entstehen.
Die sogenannte Auftragswalze hat vorteilhaft grösseren Durchmesser als eine unter Federbelastung angedrückte Andruckwalze, wobei ferner eine Versetzung in der Berührungszone gegenüber dem nachgeschalteten Walzenpaar vorgesehen ist, um gleiche Weglängen zu erzeugen.
Wichtig für die Erfindung ist, dass die den einzelnen Walzenpaaren zugeordneten Bäder mit völlig verschiedenen Flüssigkeiten arbeiten, wobei es darauf ankommt, dass dem Positiv nicht nur die zur Durchführung der Funktion notwendige besondere Flüssigkeit zugeführt, sondern auch in verteilender Weise gleichmässig einverleibt wird.
Es versteht sich, dass in Bädern angeordnete Leitbahnen für die Führung der photographischen Schichtträger bekannt sind.
Wenn für die Auftragswalze eine Beflockung oder haarige Ausführung erwähnt ist, wird darauf hingewiesen, dass die Beflockung unter Anwendung eines elektrostatischen Verfahrens an einem Metallkern erfolgt und die Haarlänge vorteilhaft im Bereich von 4/10 mm liegt. Ebenso sind punktweise, napfartige Vertiefungen so ausgeführt, dass die grösstmögliche Tiefe im Bereich von einigen Zehntel Millimetern gemessen werden kann.
Gemäss der wesentlichen Ausführungsform der Erfindung sind die beiden Badbehälter ineinander angeordnet, und der Boden des oberen Badbehälters ist zu dem unteren Badbehälter hin geschlossen, wobei in Vorschubrichtung am Ende des oberen Badbehälters die Auftragswalze mit einer zugeordneten Andruckwalze vorgesehen ist, während an dem über den oberen Badbehälter hinausgehenden Ende des unteren Badbehälters die Walzen des gemeinsamen Quetsch- und Transportwalzenpaares angeordnet sind.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand von Ausführungsbeispielen erläutert, die in den Zeichnungen dargestellt sind. In diesen zeigen : Fig. 1 : eine Seitenansicht der Vorrichtung im Schnitt zwecks Erläuterung der wesentlichen Funktion ; Fig. 2 : eine Seitenansicht einer andern Vorrichtung im Schnitt zur Erläuterung weiterer Merkmale.
Gemäss Fig. 1 sind ein unterer Badbehälter --1-- und ein oberer Badbehälter --2-- vorgesehen. Der
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portwalzenpaar, bestehend aus den Walzen --5, 6--, angeordnet ist. Zu der Berührungszone --7-- zwi- schen den Walzen führt ein auf dem Boden der Wanne --2-- angeordnetes Leitelement --8--, das sich in Stegen-9-- bis zum Eingang bei-3-- fortsetzt.
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Ansätze eingehängt. Der Badbehälter --2-- ist nach unten vollständig geschlossen. Auf seiner Oberseite besitzt er Stege-10, 11-, die zum Spalt eines Walzenpaares mit den Walzen --12,13-- führen.
Die Walze --12-- ist eine sogenannte Benetzungswalze, die im Sinne des eingezeichneten Pfeils-14- angetrieben ist und mit einer Andruckwalze --13-- zusammenarbeitet, die unter Federeinwirkung
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etwa in einer Höhe mit der oberen Kante --16-- der stegartigen Leitelemente, die sich über der Be- netzungsflüssigkeit --17-- für das Positiv-'oder Bildempfangsmaterial erstrecken. Die Walzen --6, 7-- haben gleichen Durchmesser und sind mit gleichen Mitteln angetrieben.
Wichtig ist es, dass die Oberflächen-Benetzungswalze genügend Flüssigkeit aus dem zugeordneten
Bad über den Badbehälter --2-- schöpft. Dies wird durch besondere Massnahmen, wie einen Pelzbesatz, dessen Haare durch ein elektrostatisches Verfahren aufgeflockt sein können, erreicht oder aber durch besondere Oberflächenprofilierungen mit napfartigen Ausnehmungen, wobei ferner vorbehalten bleibt, dass der Bezug mit einer sogenannten Arbeitskleidung, wie Filz, Loden oder Wolle, ausgeführt ist. Es wird, aber darauf hingewiesen. dass in jedem Fall eine Andruckwalze --13-- vorgesehen ist, welche bei über eine glatte Fläche der Auftragswalze --12-- hervorragenden Profilierungen eine Abpressung be- sorgt, bei Eindrückungen, die schöpfwerkartig Flüssigkeit heranführen, aber lediglich eine glättende
Funktion ausübt.
Unter diesem Gesichtspunkt ist es wesentlich, dass die Auftragswalze --12-- vorteil- haft grösseren Durchmesser als die mit den Federn --15-- angepresste Andruckwalze --13-- hat.
Während der Badbehälter --1-- eine langgestreckte Form aufweist, hat der Badbehälter-2-wan- nenförmige Gestalt, die gegebenenfalls mittels seitlicher Ansätze auf den Rand des Badbehälters --1-- abgestützt ist. Wichtig ist, dass der Badbehälter --2-- in dieser Form zusammen mit dem Auftrags- und Druckwalzenpaar-12, 13-- unter Umständen eingehängt werden kann, wobei der Druck der Federn - dafür sorgt, dass eine ruhige Abstützung an in Fig. 1 nicht näher gezeigten Anschlägen erreicht wird.
Ein weiteres wesentliches Merkmal besteht darin, dass die Stege --10-- oder Leitelemente mit der oberen Kante --16-- im wesentlichen vor der Berührungszone zwischen den Walzen-12, 13- enden, so dass ankommende Kopiermaterialien zwischen diese Walzen geführt werden. Die Stege --10-- sind zweckmässig schräg zur Vorschubrichtung angeordnet, um eine gleiche Benetzung zu gewährleisten, obgleich dieses unter Verwendung der Walze --12-- nicht unbedingt notwendig ist. Wichtig ist lediglich, dass die Stege --10-- allein im oberen Badbehälter --2-- angeordnet sind, während der untere Badbehälter-l-lediglich an seinem Boden angeordnete Leitelemente --8,9-- aufweist, die durch angehobene Abschnitte zur Berührungszone zwischen den Walzen --5 und 6-- führen.
Beispielsweise sind die Walzen --12 und 5-- durch einen Elektromotor und über ein Getriebe angetrieben.
Der Flüssigkeitsstand im unteren Badbehälter --1-- ist so hoch, dass eine genügende Benetzung bei Durchführung des Kopiermaterialblattes stattfindet. Für den oberen Badbehälter --2-- sind solche Bedingungen nicht vonnöten, weil das Kopiermaterial oben auf der oberen Kante --16-- der Leitelemente zugeführt wird und es unerheblich ist, wie weit die Auftragswalze --12-- in die Flüssigkeit im Badbehälter-2-- eintaucht. Das ist ein wesentliches Merkmal der Erfindung.
In Fig. 2 werden gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Es ist erkennbar, dass im oberen Badbehälter --2-- stegartige Leitelemente --18-- angeordnet sind, deren Gegenelemente - unter der Abdeckung --20-- zugeordnet sind. Die stegartigen Leitelemente sind so angeordnet, dass sie eine nach unten konkave Bahn des Bildempfangsmaterials bis zu dem Walzenpaar, bestehend aus den Walzen-21, 22-, gewährleisten.
Die Walze --22-- entspricht der Walze --12--, die Walze - -21-- der Walze --13--. Das Ende --23-- des Badbehälters --2-- mit der besonderen Flüssigkeit setzt
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die Stirnwand --27-- für den oberen Badbehälter --2-- so steil nach oben gerichtet ist, dass eine Übertragung von Flüssigkeit zu dem Quetsch- und Transportwalzenpaar --25, 26-- nicht möglich ist. Wesentlich ist ferner, dass die dreieckförmigen Stege --24-- eine obere. schräg nach aussen oben gerichtete Kante aufweisen, die zur Berührungszone zwischen den Walzen-25, 26- führt.
An dieser nach oben gerichteten Führung können unerwünschte Flüssigkeitspartikeln abtropfen und in das weniger empfindliche Flüssigkeitsbad im Badbehälter --1-- zurückkehren.
Vorteilhaft stellt gemäss Fig. 2 die Ausbuchtung bei--30-- die bereits erwähnte gleichmässige Weglänge her, so dass die Kopiermaterialien zugleich in dem Quetsch-und Transportwalzenpaar-25, 26-- eintreffen. Der obere Badbehälter --2-- ist zweckmässig durch nach aussen gerichtete Randstege
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in das untere Bad eingehängt, wobei erforderliche Antriebsmittel Hinweise auf Transmissionen geben, mittels derer die beiden Quetsch-und Transportwalzenpaare, beispielsweise Flüssigkeits-Auftragswalzenpaare, zusammengeschlossen werden können.
Wenn gemäss Fig. 2 das sogenannte Positiv schräg nach oben verläuft, um in den Spalt zwischen den Walzen-25, 26- zu gelangen, dann ist dieses ein besonderes Mittel dafür, dass anhaftende Flüssigkeit noch im Bereich der Leitelemente --24--, insbesondere wenn diese schräg zur Vorlaufrichtung angeordnet sind, abtropfen kann. Wenn gemäss Fig. l das Positiv entsprechend dem Pfeil --28-- etwas schräg nach unten geführt wird, dann kann keinesfalls anhaftendeFlüssigkeit in denBadbehälter-2-zurücklaufen, sondern allenfalls in denBadbehälter--l-- abtropfen, dessen Inhalt weniger empfindlich gegen Verfälschungen ist.
Anderseits wird dadurch eine gewisse Sättigung an Flüssigkeit beibehalten, weil, abgesehen von der Berührung an den Stegen--11-- und dem oberen Rand des hinter der Walze --12-- im wesentlichen senkrechten Abschnitts des Badbe- hälters -2--, kein Mittel mehr vorhanden ist, um gegebenenfalls nach der vorhergehenden Einpressung wieder austretende oder sich an der Oberfläche konzentrierende Flüssigkeit abzustreifen.
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und verschiedener Oberflächenbeschaffenheit besteht und seine obere Walze durch bestimmte Federmittel --15 bzw. 29-- (Fig. 2) an die untere Walze angepresst wird. Alle Walzen laufen im übrigen im Sinne der eingezeichneten Pfeile um, wozu nicht näher dargestellte Antriebsmotore vorgesehen sind.
Gerade bezüglich Fig. 2 ist die enge Hintereinanderanordnung der Walzenpaare-25, 26 ; 21, 22von wesentlicher Bedeutung, weil die Einflüsse beider Walzenpaare unmittelbar hintereinander erfolgen.
Dabei sei festgestellt, dass bei der Verwendung verschiedener Bäder und verschieden grosser Durchmesser für die ersten Walzenpaare --12, 13 ; 21. 22-- ein besonderes Merkmal darin liegt, dass diese Walzenpaare in einem Verfahrensschritt eine Benetzung und Pressung durchführen, was bisher nicht bekannt war. Dieser Verfahrensschritt ist gerade bei der Verwendung verschiedener Behandlungsbäder von wesentlicher Bedeutung, weil die Vorbehandlung des sogenannten Positivs gewährleistet wird.
Es ist erkennbar, dass insbesondere die Leitelemente --18-- so angeordnet sind, dass das Bildempfangsmaterial vor der Berührungszone zwischen den Walzen-21, 22- auf die Benetzungswalze trifft, so dass ein in seiner Einwirkungsdauer verhältnismässig geringfügiger Abschnitt zur Benetzung vor der Abpressung verbleibt, wobei die Abpressung mittels der Walze --21-- zugleich für eine Verteilung und eine Diffusion der Flüssigkeit in die Poren des Materials sorgt.
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paare bis in den Bereich der Verbindungslinie zwischen den Berührungszonen emporragt, um als Abstreifer oder Träger von flachen Leitelementen zu dienen und zu verhindern, dass hinter dem Übergang über den stirnwandartigen Abschnitt noch mitgenommene Flüssigkeit abtropfen kann.
Dieses Merkmal ist von wesentlicher Bedeutung, zumal der untere Badbehälter --2-- mit seinem Ende konform zur Be- netzungs- oder Auftragswalze --12, 22-- gekrümmt verläuft.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Entwicklungsvorrichtung zur Verarbeitung von Kopiermaterialien, unter Anwendung des Silbersalzdiffusions-Verfahrens, bei dem das Negativ durch eine Entwicklerflüssigkeit hindurchgeführt wird, während das Bildempfangsmaterial einer Oberflächenbenetzung unterworfen wird, wobei ein für beide Materialien gemeinsames Quetsch-und Transportwalzenpaar und zur Benetzung des Bildempfangsmaterials eine Flüssigkeits-Auftragswalze vorgesehen ist, welche das durch Führungsmittel über der Flüssigkeit vorbeigeführte Bildempfangsmaterial benetzt, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssig- keits-Auftragswalze (12, 22) am Ende eines besonderen, in sich geschlossenen, insbesondere mit geschlossenem Boden ausgeführten Badbehälters (2) mit einer besonderen Flüssigkeit angeordnet ist,
und der Auftragwalze (12, 22) eine federbelastete Andruckwalze (13, 21) zugeordnet ist, die im wesentlichen zugleich mit der Benetzung eine Verteilung und Einpressung der besonderen Flüssigkeit durchführt, wobei die Benetzung und Pressung des Positivmaterials in einem Arbeitsschritt erfolgt.
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