AT272438B - Schutzvorrichtung für Drehstromverbraucher - Google Patents

Schutzvorrichtung für Drehstromverbraucher

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AT272438B
AT272438B AT307166A AT307166A AT272438B AT 272438 B AT272438 B AT 272438B AT 307166 A AT307166 A AT 307166A AT 307166 A AT307166 A AT 307166A AT 272438 B AT272438 B AT 272438B
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AT
Austria
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coils
bimetal
protection device
cores
release
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AT307166A
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English (en)
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Egon Dipl Ing Hoppe
Alex Armand Dipl Ing Cretescu
Original Assignee
Mini Ind Constructillor
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H71/00Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
    • H01H71/10Operating or release mechanisms
    • H01H71/12Automatic release mechanisms with or without manual release
    • H01H71/14Electrothermal mechanisms
    • H01H71/16Electrothermal mechanisms with bimetal element

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  • Breakers (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Schutzvorrichtung für Drehstromverbraucher 
 EMI1.1 
 

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 Drehstromverbraucher zu schaffen, die auf elektromagnetischer Basis auf dem Prinzip des automatischen Kräfteausgleiches beim symmetrischen Betrieb aufgebaut ist. Die Erfindung geht aus von einer Schutzvorrichtung, die drei von den Phasenströmen durchflossene Spulen aufweist, in deren Innerem Kerne verschiebbar angeordnet sind, wobei die Spulen achsparallel angeordnet sind und die auf die Spulenachsen senkrecht stehenden Verbindungslinien ein gleichseitiges Dreieck bilden, und die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass die in Richtung der Spulenachsen bewegbaren Kerne auf einer um den   Mittelpunkt dieses Dreiecks allseits gelenkig gelagerten Scheibe od. dgL gelenkig aufgehängt sind, die mit einem Auslöseorgan in Wirkverbindung steht.   



     Zweckmässig   sind dabei die Kerne in den Spulen so   tief angeordnet. dass im symmetrischen Betrieb   die von den Phasenströmen in den drei Spulen hervorgerufenen Anziehungskräfte sich das Gleichgewicht halten, wobei sich das aus den an der allseits gelenkig gelagerten Scheibe aufgehängten Kernen be- stehende bewegliche System   mit steigender Kraft jeder mechanischen Verschiebung widersetzt, wogegen   bei unsymmetrischem Betrieb sich das bewegliche System in eine andere Stellung verschiebt und das Auslösen bewirkt und bei Wiederherstellung des vor dem Auslösen bestehenden symmetrischen Betriebes das be- wegliche System in die dem symmetrischen Betrieb entsprechende Gleichgewichtslage zurückkehrt. 



   Durch die erfindungsgemässe Ausbildung der Schutzvorrichtung wird der Vorteil erzielt, dass bei Auf- treten eines Fehlers eine rasche und sichere Abschaltung erfolgt, wobei auch die allseits gelenkig ge- lagerte Scheibe die Summe der von den einzelnen Spulen ausgeübten Kräfte einwirkt. Es ist bei der er- findungsgemässen Vorrichtung somit nicht nötig, eine starke Feder als Gegenkraft vorzusehen, um un- erwünschte Auslösungen, beispielsweise beim Anfahren zu vermeiden, da ja durch die tiefe Anordnung der Kerne in den Spulen sich die im symmetrischen Betrieb von den drei Phasenströmen in den drei
Spulen hervorgerufenen   Anziehungskräfte   das Gleichgewicht halten und sich die allseits gelenkig ge- lagerte Scheibe od. dgl. zusammen mit den aufgehängten Kernen mit steigender Kraft jeder mecha- nischen Verschiebung widersetzt. 



   Um auch eine symmetrische Überlastung durch die erfindungsgemässe Schutzvorrichtung erfassen zu können. ist erfindungsgemäss ein einziges kompensiertes, gegenüber der Umgebungstemperatur un- empfindliches Bimetall ohne Stromdurchfluss und ohne Heizspulen vorgesehen, dessen Durchbiegung durch den Temperaturanstieg in einem thermisch isolierten Raum zwischen den drei Spulen bewirkt wird, wogegen bei Kurzschlüssen infolge Isolationsschäden das Auslösen dann erfolgt, wenn die Summe der von den drei Spulen abgegebenen Wärmemengen die bei etwa   20% iger symmetrischer Überlastung   abgegebene Wärmemenge erreicht oder wenn der Unsymmetriegrad 1,5 übersteigt. 



   Durch die erfindungsgemässe Schutzvorrichtung können somit alle möglichen elektrischen Störungsfälle erfasst werden, die ein Abschalten des Drehstromverbrauchers notwendig machen können. Die erfindungsgemässe Schutzvorrichtung bewirkt sowohl das sichere augenblickliche Auslösen bei Ausfall einer
Phase entweder stets oder bei entsprechender Einstellung nur beim Anlauf, es wird durch die erfindungsgemässe Vorrichtung jedoch auch ein Auslösen bei Kurzschlüssen eingeleitet, u. zw. bereits bei einem
Unsymmetriegrad e = 1, 5, wogegen bekannte Vorrichtungen erst etwa bei einem Unsymmetriegrad von 8 bis 16 auslösen. Unter dem Unsymmetriegrad   E   wird hiebei der Quotient, der bei Division der Summe aus dem Belastungsstrom und dem Deffektstrom durch den Belastungsstrom erhalten wird, verstanden. 



  Die erfindungsgemässe Vorrichtung schaltet somit bereits sicher ab, bevor grössere Schäden im Verbraucher entstanden sind. 



   Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemässen Schutzvorrichtung ist darin gelegen, dass die bei den üblichen Bimetallen auftretenden Energieverluste und die Spannungsverluste beim Anlassen nicht auftreten. Es besteht sogar die Möglichkeit, auf zusätzliche Sicherungen zu verzichten, da durch die Anordnung des beweglichen Systems die Auslösegeschwindigkeit im Falle von Kurzschlüssen steigt, ohne dass sie durch die Sättigung begrenzt wird. Da ausserdem bei der erfindungsgemässen Vorrichtung mit einem einzigen Bimetall das Auslangen gefunden werden kann, werden die Kosten für diese Vorrichtung wesentlich herabgesetzt.

   Für die Einstellung der Vorrichtung ist es lediglich notwendig, eine einzige   Einstellungsmöglichkeit   mit einem einzigen Kontakt und einem einzigen Federelement vorzusehen, wodurch die Vorrichtung einheitlich in ihrem Aufbau und dadurch störungsunanfällig wird. Das Einstellen der Vorrichtung im Werk kann bei einer grossen Anzahl von Geräten mit gleichem Nennstrom gleichzeitig durchgeführt werden, u. zw. derart, dass beispielsweise zehn sehr unempfindlich gemachte Geräte in Reihe geschaltet werden, wobei der 1, 2fache Nennstrom alle Spulen durchfliesst. Nach 60 min werden vorhandene Stellschrauben nacheinander im Gegenuhrzeigersinn bis zum Auslösen gedreht und auf einem Ansatz der Stellschraube gegenüber dem im Rahmen eingeprägten Punkt 1, 0 In das Zeichen S markiert.

   Ein weiteres Einstellen ist bei der Herstellung nicht notwendig. 

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   In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispiels schematisch erläutert. Die Fig. la,   Ib   und   lc   zeigen eine erfindungsgemässe Schutzvorrichtung, wobei in Fig. la die Schutz vorrichtung im Schnitt, in Fig. lb das Schaltschema der Schutzvorrichtung und in Fig. Ic die Vorderansicht des gerändelten Einstellknopfes dargestellt ist. Fig. 2 zeigt das Arbeitsprinzip der erfindungsgemässen Vorrichtung und die Fig. 3 und 4 Diagramme zur Erläuterung der Wirkungsweise der erfindungsgemässen Vorrichtung. Die Fig. 5a, 5b, 5c und 5d zeigen schematisch den Arbeitszyklus der   erfindungsgemässen   Vorrichtung. 



   Auf einer   Grundplatte --1-- sind Stromspulen --2,   3 und   4-- befestigt   und in einem Spulenge-   Muse --5-- eingeschlossen.   Das Spulengehäuse hat eine Öffnung für den Durchtritt eines aktiven Bimetalls --6--, welches über ein   Verbindungsstück-7-ein Kompensations-Bimetall-8-betätigt.   Im Inneren der Spulen sind Eisenkerne --9-- vorgesehen, welche durch   Zugbolzen --10-- gelenkig in   einem   Trichter --11-- aufgehängt   sind. Der Trichter --11--, der in Fig. la in Vorderansicht gezeigt ist, ist um eine Achse --12-- verdrehbar angeordnet, die in einem   Ring --13-- gelagert   ist, welcher sich um eine an einem Rahmen --16-- gelagerte Achse --14-- verdrehen kann. Die Achse --14-- ist hiebei senkrecht zur Achse --12-- angeordnet.

   Das aus dem Trichter der Achse --12--, dem Ring --13-- und der Achse --14-- gebildete System ist'somit kardanisch aufgehängt und der Trichter - kann sich somit allseitig in jede beliebige Richtung neigen. Zwei   Distanzhülsen --15-- und   der Haken des   Zugbolzens-10-gewährleisten   die symmetrische Lage des   Trichters --11--. 1m Rahmen   - ist ein   Auslösehebel --17-- zusammen   mit einem Spannhebel-19-- in einem Schneidenlager --0-- gelagert, wobei sich der Auslösehebel um dieses Schneidenlager verdrehen kann. Der Aus-   lösehebel --17-- weist   einen in den   Trichter --11-- ragenden Stift --18-- auf,   der bei einer Verschwenkung des Trichters --11-- eine Verdrehung des   Auslösehebels --17-- um   seine Lagerung und da- 
 EMI3.1 
 



   Die Auslösung erfolgt dadurch, dass der   Auslösehebel --17-- an   einem Kontaktarm-23"-an- schlägt, wodurch dieser um eine Achse --24-- entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt wird. Der Kon- taktarm --23-- weist ein Kontaktstück auf, das mit einem an einem   Träger --21-- ortsfest   angeord- neten Gegenkontaktstück zusammenwirkt. Durch Verschwenkung des Kontaktarmes --23-- erfolgt somit ein Öffnen des Kontaktes. 



   Im Rahmen --16-- ist weiters eine Stellschraube --22-- angeordnet, durch welche die Stellung des
Spannhebels --19-- und damit die durch die Feder --20-- ausgeübte Richtkraft eingestellt werden kann. 



   Ferner ist eine   Schaltspule-25-vorgesehen,   welche bei Betätigung eines Einschaltknopfes-26-den Motor über die Schaltkontakte --27-- einschaltet und mittels des Selbsthaltekontaktes --28-- in angezogenem Zustand gehalten wird. An einen Ausschalthebel kann ein nicht dargestelltes Anzeigeelement angeschlossen werden. 



   In   Fig. 1c   ist eine Vorderansicht des gerändelten Kopfes der Stellschraube --22-- dargestellt, dessen Ansatz bei der Werkeinstellung mit dem Zeichen --S-- versehen wird und der mit den Beschriftungen am Rahmen zusammenwirkt. 



   Die Arbeitsweise der erfindungsgemässen Vorrichtung ist folgende :
In Ruhestellung drückt die Feder über den Stift --18-- auf den   Trichter --11-- und hält diesen so-   mit in Mittelstellung. Ferner übt die Feder für die thermische Auslösung benötigte, einstellbare Richtkraft aus und bestimmt die Stellung der Stellschraube und den Kontaktdruck. 



   Das Arbeitsprinzip der Vorrichtung ist in Fig. 2 gezeigt, die ein vom Strom durchflossenes Solenoid mit einem gewichtslos angenommenen Eisenkern und daneben die elektromagnetische Kraft, mit welcher der Kern gegen die Mitte des Solenoids zu angezogen wird, in Abhängigkeit von der Lage des Kernschwerpunktes darstellt. Befindet sich der Kern in einer Lage in der der Mittelpunkt des Kernes mit dem Mittelpunkt der Spule übereinstimmt, so ist, wie aus dem links neben der Spule dargestellten Diagramm ersichtlich ist, die elektromagnetische Kraft gleich Null. Wird der Kern durch eine von aussen wirkende Kraft nach oben verschoben, steigt die elektromagnetische Kraft anfangs linear, dann langsamer an, erreicht ein Maximum, wenn der Kernmittelpunkt sich ungefähr im Bereich des oberen Spulenendes befindet, fällt dann und nähert sich asymptotisch dem Nullwert.

   Sind also die drei Kerne der Spulen am Trichter --11-- im Radius --a-- derart gelenkig aufgehängt, dass sich ihre Schwerpunkte auf der   Höhe-C-befinden,   sind die Kräfte im Arbeitspunkt-P-in stabilem Gleichge-   wicht, weil F. a = 2F. i-ist (s. Fig. lb). Bei jeder von einer äusseren Kraft bewirkten Neigung der Scheibe wächst die elektromagnetische Kraft in den Spulen mit den hochsteigenden Kernen an und diejenige in   den Spulen mit den absinkenden Kernen fällt, wodurch eine Ausgleichskraft entsteht, welche sich der 

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 EMI4.1 
 Belastungsstrom und Id der Fehlerstrom ist, neigt sich der Trichter in eine andere Gleichgewichtsstellung um einen Winkel   0 ;

     welcher durch 
 EMI4.2 
 bestimmt wird, wobei L der Abstand des Kemschwerpunktes vom Solenoidmittelpunkt in Gleichgewichtstellung (Fig. 2) und a der Kernaufhängungsradius ist. 



   Bei Unterbrechung einer Phase Is = 0 und bei Id = Belastungsstrom ist die Neigung 
 EMI4.3 
 
 EMI4.4 
 
 EMI4.5 
 
Die konstruktive Bemessung wird derart gewählt, dass die Auslösung bei   Ikurz IV 10 stattfindet.     mitf= 50 Hz.    



   Bei symmetrischer Überlast und Kurzschlüssen in der Leitung wird die verzögerte Auslösung durch das Bimetall bewirkt. Durch eine entsprechende Bemessung des Sprungelementes im Verhältnis zum Bimetall-System bleibt der   Auslösehebel --17-- bis   zum Auslöseaugenblick unbeweglich. Entsprechend der Einstellung bestimmt der Abstand zwischen der Federachse und dem Schwingungspunkt 0 (Fig. 1) die Richtkraft im Arbeitspunkt L   (Fig.4);   die Schar   derGeradenAentsprichtdenverschiedenenEinstellungen.   



  Bei Bewegung des Auslösehebels fällt die Richtkraft bis zum kritischen Punkt   Per   (in welchem sie auf-   gehoben ist) über Pcr hinaus wird sie eine aktive Kraft. Entsprechend dem Laststrom 1, bestimmt die Temperatur des Bimetalls/ die aktive Kraft im Arbeitspunkt; die Schar der Geraden B entspricht den   verschiedenen Temperaturen.. Bei Bewegung des Auslösehebels fällt die Kraft des Bimetalls bis zu der Stellung, in die sich die Bimetallspitze in der Luft (ohne Richtkraft) bewegt hätte und wird dort aufgehoben. Im Betrieb, bei Temperaturanstieg des Bimetalls, bleibt der Auslösehebel unbeweglich und sowohl das aktive als auch das kompensierte Bimetall krümmen sich durch ihre mechanische Elastizität.

   Wenn die Kraft des Bimetalls die im Punkt D eingestellte Richtkraft erreicht, beginnt die Auslösebewegung des Auslösehebels und setzt sich mit der durch die steigende Differenz A der aktiven und der Richtkraft entstandenen Beschleunigung fort. Diese Kräfte fallen beide, jedoch nicht im gleichen Verhältnis, auf Grund einer   entsprechenden konstruktiven Bemessung der Richtungskonstanten   der Kennlinien A und B. 



   Im symmetrischen Betrieb wird beim Anlassen durch Betätigung des Einschaltknopfes --26-- der   Spaltspule-25-- Strom zugeführt   und der Motor wird über den Schalter --27-- mit Strom versorgt. Der Kontakt--28-- hält den Stromkreis aufrecht und der automatische Kräfteausgleich des magnetischen Systems verhindert Fehlauslösungen. 



   Im unsymmetrischen Betrieb neigt sich der allseits gelenkig gelagerte Trichter --11-- in die durch 

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 die Art der Unsymmetrie bestimmte Richtung und hebt den Stift --18-- bis zu der kritischen Stelle des Sprungelementes, worauf die Auslösung augenblicklich erfolgt. 



   Bei Dreiphasenkurzschlüssen mit I    2 : : 10 In ist   die Arbeitsweise dieselbe. 



   Bei   zo   übersteigenden Dauerüberlastungen bewirkt der Temperaturansteig im thermisch isolierten Raum zwischen den Spulen das Durchbiegen des aktiven Bimetalls --6--, das wie im Zusammenhang mit Fig. 4 ausgeführt wurde, verzögert auslöst und das Bimetallsystem gelangt in die gestrichelt eingezeichnete Stellung. 



   Bei   Isolationsschäden,   die im Betrieb des Verbrauchers Kurzschlüsse bewirken, tritt die Auslösung dann ein, wenn die Summe der von den drei Spulen entwickelten Wärmemengen die bei symmetrischer Überlastung von   200/0   entwickelte Wärmemenge erreicht. Im ungünstigsten Falle eines solchen Kurzschlusses zwischen einer Phase und Erde bei einem Laststrom von Is =   0, 9 1., kann   der Strom 1, 42 In nicht überschreiten, weil im entgegengesetzten Falle der Grad der Unsymmetrie   e = 1, 5   überschritten wird und die Auslösung augenblicklich eintritt. 



   Das Andrücken der Stellschraube dient sowohl zum Handausschalten als auch zum Wiederspannen nach einer Selbstauslösung. Selbstverständlich wird der Druck mittelbar über einen Knopf am Deckel des als Schutzschalter oder als Zusatzgerät ausgebildeten Gerätes ausgeübt, so dass ein Verdrehen der Stellschraube ausgeschlossen ist. Beim Druck auf die Schraube verschiebt sich der Kontakt --21-- nach rechts, wodurch die Unterbrechung des Stromkreises bis zur Freilassung des Knopfes (Bedingung der Freiauslösung) gewährleistet ist. Der Spannhebel --19-- schwingt im Gegenuhrzeigersinn, die Feder wird gespannt und speichert Kraft, bis ihre Achse den kritischen Punkt des Sprungelementes überschreitet und der Stift --18-- bringt mit grosser, von der Einstellung unabhängiger Kraft, den Trichter in Mittelstellung. 



   Fig. 5a zeigt das System mit geschlossenem Kontakt nach einer bestimmten Laufdauer bei Überlast, wobei das kompensierte Bimetall durchgebogen ist. Fig. 5b zeigt das System nach thermischer Auslösung. Fig. 5c zeigt das System beim Wiederspannen, im Augenblick vor dem Sprung, mit der maximal gespannten Feder. Fig. 5d zeigt das System bei Zentrierung des Trichters bzw. bei handbetätigtem Ausschalten. 



   Die Verringerung der Empfindlichkeit mittels der Stellschraube --22-- gestattet einerseits das Ab- stellen des Bimetalls, wenn die Betriebsbedingungen dessen Wirken nicht gestatten, und anderseits das sofortige Auslösen beim Anlassen (nicht auch während des Laufes) im Falle eines Phasenausfalls. 



    PATENTANSPRÜCHE :      l.   Schutzvorrichtung für Drehstromverbraucher gegen eine Unsymmetrie der Ströme zwischen den einzelnen Phasen, wie Phasenausfall, Kurzschlüsse zwischen zwei Phasen und Kurzschlüsse zwischen einer Phase und dem geerdeten Nulleiter, gegen Dreiphasenkurzschlüsse, gegen symmetrische Überlastung und gegen durch Isolationsschäden hervorgerufene Kurzschlüsse zwischen den Phasen oder zwischen einer Phase und Erde, mit drei von den Phasenströmen durchflossenen Spulen, in deren Innerem Kerne verschiebbar angeordnet sind, wobei die Spulen achsparallel angeordnet sind und die auf die Spulenachsen senkrecht stehenden Verbindungslinien ein gleichseitiges Dreieck bilden, dadurch gekennzeichnet,

   dass die in Richtung der Spulenachsen bewegbaren Kerne auf einer um den Mittelpunkt dieses Dreiecks allseits gelenkig gelagerten Scheibe   od. dgl.   gelenkig aufgehängt sind, die mit einem Auslöseorgan in Wirkverbindung steht.

Claims (1)

  1. 2. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kerne in den Spulen so tief angeordnet sind, dass im symmetrischen Betrieb die von den Phasenströmen in den drei Spulen hervorgerufenen Anziehungskräfte sich das Gleichgewicht halten, wobei sich das aus den an der allseits gelenkig gelagerten Scheibe aufgehängten Kernen bestehende bewegliche System mit steigender Kraft jeder mechanischen Verschiebung widersetzt, wogegen bei unsymmetrischem Betrieb sich das bewegliche System in eine andere Stellung verschiebt und das Auslösen bewirkt und bei Wiederherstellung des vor dem Auslösen bestehenden symmetrischen Betriebes das bewegliche System in die dem symmetrischen Betrieb entsprechende Gleichgewichtslage zurückkehrt.
    3. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 oder2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kerne auf einem Trichter (11) aufgehängt sind, der bei jeder Neigung unabhängig von der Richtung derselben auf ein Auslöseelement (17) einwirkt.
    4. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Aus- -lösepunkt des Auslöseelementes bei gegenüber dem Nennstrom höheren Strömen einstellbar ist. <Desc/Clms Page number 6> EMI6.1 bei etwa piger symmetrischer Überlastung das Auslösen durch ein einziges kompensiertes, gegenüber der Umgebungstemperatur unempfindliches Bimetall ohne Stromdurchfluss und ohne Heizspulen vorzugsweise nach 30 bis 60 min bewirkt wird, dessen Durchbiegung durch den Temperaturanstieg in einem thermisch isolierten Raum zwischen den drei Spulen bewirkt wird,. wogegen bei Kurzschlüssen infolge EMI6.2 die Einstellung des Auslösepunktes (zwischen 1, 0 In und 0,6 In) durch die Regelung der Beharrungskraft, die sich dem Durchbiegen des einzigen Bimetalls widersetzt, erfolgt.
    8. Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei Erwärmung des Bimetalls der Auslösehebel (17) sich bis zum Augenblick des Auslösens nicht bewegt und damit den Trichter in Mittelstellung hält, jedoch durch eine entsprechende Bemessung einerseits der Elastizität des einzigen kompensierten Bimetalls, anderseits der Elastizität der Feder des Sprungelementes, von Beginn des Auslösens an, die Richtkraft schneller fällt als die aktive Kraft und dadurch eine beschleunigte, plötzliche Bewegung bis zum kritischen Punkt des Auslöseelementes, entsteht.
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