AT275056B - Verfahren zur Herstellung von Steroid-ketoaldehyden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Steroid-ketoaldehyden

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AT275056B
AT275056B AT52067A AT52067A AT275056B AT 275056 B AT275056 B AT 275056B AT 52067 A AT52067 A AT 52067A AT 52067 A AT52067 A AT 52067A AT 275056 B AT275056 B AT 275056B
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Schering Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von   Steroid-ketoaldehyden   
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Steroidaldehyden, die neben der Aldehydgruppe noch wenigstens eine Ketogruppe im Molekül enthalten, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man eine entsprechende   Steroidcarbonsäure   in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels mit Carbonyldiimidazol umsetzt und die dabei entstandene Carbonsäureimidazolidgruppe mittels LiAl (CO), H, wobei X einen gerad- oder verzweigtkettigen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet, selektiv zur Aldehydgruppe reduziert. 



   Gemäss einer besonderen Ausführungsform betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von neuen Verbindungen der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
   worin R1 1 und 1\ Wasserstoff oder einen 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthaltenden Alkyl- oder Acylrest oder   gemeinsam auch eine Alkylengruppe bedeuten und sowohl das 5-ständige Wasserstoffatom als auch die 20-ständige Aldehydgruppe   a- oder ss -konfiguriert   sein kann, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 mittels   LiAl(XO) H,   wobei X einen gerad- oder verzweigtkettigen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet, selektiv zur Aldehydgruppe reduziert. 



   Im Ergebnis bietet das erfindungsgemässe Verfahren eine selektive Reduktionsmethode von Steroid- - ketocarbonsäure : Steroid-aldehyd-ketonen, die im Hinblick auf die Reaktionsfähigkeit der Aldehydgruppe wertvolle Zwischenprodukte zur Herstellung hochwirksamer Steroidhormone darstellen. 



   Der glatte Verlauf des erfindungsgemässen Verfahrens war überraschend und nicht vorhersehbar, nachdem bekannt ist, dass durch das üblicherweise angewendete Reduktionsmittel Lithiumaluminiumhydrid Ketogruppen ebenfalls reduziert sowie Estergruppen gespalten werden. 



   Zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens wird die Steroid-ketocarbonsäure in einem inerten Lösungsmittel gelöst und mittels Carbonyldiimidazol in üblicher Weise in das entsprechende Carbonsäureimidazolid überführt. Das zweckmässigerweise ebenfalls in dem inerten Lösungsmittel gelöste Reduktionsmittel wird dann dem Reaktionsgemisch zugesetzt. Zweckmässigerweise führt man die Umsetzung in Abwesenheit von Luftsauerstoff, vorzugsweise in Gegenwart eines Schutzgases, wie Argon oder Stickstoff, aus. Die bevorzugte Reaktionstemperatur beträgt etwa 200 C (Zimmertemperatur), was jedoch nicht ausschliesst, dass man gegebenenfalls auch bei höherer oder auch niederer Reaktionstemperatur arbeiten kann.

   Als Lösungsmittel kommen solche in Frage, die gegen die erfindungsgemäss benutzten Reaktionspartner inert sind, wie beispielsweise Tetrahydrofuran, Chloroform, Methylen- oder   Äthylenchlorid,   Dioxan, Benzol   u. ähnl.   



   Enthält die als Ausgangsprodukt eingesetzte Steroid-ketocarbonsäure noch zusätzlich eine oder mehrere freie Hydroxylgruppen, so werden diese vor der Umsetzung mit Carbonyldiimidazol zweckmässigerweise geschützt. Als Schutzgruppe kommen insbesondere Ester-,   Äther- und Alkylenoxygruppen   in Frage. 



   Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren herstellbaren Verfahrensprodukte besitzen zum Teil selbst wertvolle pharmakologische Eigenschaften oder dienen als Zwischenprodukte zur Herstellung von Wirkstoffen verschiedenartigster Hormonaktivität. Besonders gut geeignet sind die Verfahrensprodukte als Zwischenprodukt zur Herstellung hochaktiver Insektenmetamorphosehormone, wie z. B. Ecdyson. 
 EMI2.2 
 abs. Tetrahydrofuran mit 10 g Carbonyldiimidazol 20 min unter Rückfluss erhitzt. Die Reaktionslösung wird in Eiswasser eingegossen, mit Salzsäure angesäuert und mit Natriumchlorid gesättigt. Das ausgefallene Imidazolid wird abgesaugt und getrocknet. Ausbeute : 2,012 g. b) 2 g des so erhaltenen Imidazolids werden in 40 ml Tetrahydrofuran mit 2 g Lithiumaluminium-   - tri-tert. -butoxyhydrid 1   h bei Zimmertemperatur gerührt.

   Es wird in Eiswasser eingerührt, mit Salzsäure angesäuert und nach Abpuffern mit Natriumacetat mit Methylenchlorid extrahiert. Nach Abdestillieren des Lösungsmittels, Chromatographie an Silicagel und Umkristallisation aus Aceton/Hexan werden 1, 02 g   20-Formyl-A-58-pregnen-2ss, Sss-diol-6-on-diacetat   erhalten. F. = 200 bis 2020 C. 



   Die Herstellung der bevorzugten, bisher nicht beschriebenen Ausgangsprodukte erfolgt nach an sich bekannten Arbeitsmethoden, z. B. in folgender Weise : 
 EMI2.3 
 und 166 g Natriumsulfat, unter Eiskühlung 275 ml   400/oigne   Peressigsäure zugetropft. Das Reaktionsgemisch wird 2 h bei 220 C gerührt, mit Wasser versetzt und mit Methylenchlorid verdünnt. Die abgetrennte Methylenchloridphase wird mit Natriumcarbonatlösung und Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum eingedampft. Das so erhaltene Epoxydgemisch wird in 2500 ml Tetrahydrofuran gelöst, mit 960 ml 3n-Perchlorsäure versetzt und 3, 5 h unter Rückfluss erhitzt. Die Lösung wird in 30 1 Eiswasser eingerührt, neutralisiert und das ausgefallene Dion abgesaugt, gewaschen und getrocknet.

   Der   5 a-Pregnan-3, 6-dion-20-earbonsäuremethylester wird aus Essigester umkristalli-   siert und schmilzt bei 212 bis 2140 C. 



   Zu 37, 45 g   5ai-Pregnan-3, 6-dion-20-earbonsäuremethylester   in 800 ml Tetrahydrofuran wird unter Eiskühlung eine Lösung von 5, 33 ml Brom und 4, 9 g Kaliumacetat in 50 ml Eisessig zugetropft. Die Reaktionslösung wird in natriumacetathaltiges Eiswasser eingegossen, der ausgefallene 2 a- Brom -   - 5a-pregnan-3, 6-dion-20-carbonsäuremethylester   abgesaugt und aus Methanol umkristallisiert. F. = 161 bis 1620 C (Zers.). 



   28   g 2&alpha;-Brom-5&alpha;-pregnan-3,6-dion-20-carbonsäuremethylester   werden in 240 ml Tetrahydrofuran bei 0 bis 50 C mit einer Lösung von 33, 8 g Lithium-tri-tert.-butoxy-aluminiumhydrid in 160 ml Tetra- 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 


Claims (1)

  1. EMI3.2 worin Rl und 1\ Wasserstoff oder einen 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthaltenden Alkyl- oder Acylrest oder gemeinsam auch eine Alkylengruppe bedeuten und sowohl das 5-ständige Wasserstoffatom als auch die 20-ständige Aldehydgruppe &alpha;
    - oder ss-konfiguriert sein kann, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel <Desc/Clms Page number 4> EMI4.1 worin R, und R die oben angegebene Bedeutung besitzen, in Gegenwart eines inerten organischen Lösungsmittels mit Carbonyldiimidazol umsetzt und die dabei entstandene 20-Carbonylsäureimidazolidgruppe mittels LiAI (XO) 3H, wobei X einen gerad-oder verzweigtkettigen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet, selektiv zur Aldehydgruppe reduziert.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass man als Reduktions- EMI4.2 Reduktion bei etwa Zimmertemperatur durchführt.
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man bei Abwesenheit von Luftsauerstoff, vorzugsweise in Gegenwart einer Schutzgasatmosphäre, wie Stickstoff oder Argon, arbeitet.
AT52067A 1966-01-27 1967-01-18 Verfahren zur Herstellung von Steroid-ketoaldehyden AT275056B (de)

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