AT275395B - Verfahren zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von Beton- und Mörtelmassen - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von Beton- und Mörtelmassen

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  Verfahren zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von   Beton- und Mörtelmassen   
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von Beton- und Mörtelmassen durch Beifügung eines Zusatzmittels. 



   Die Verwendung von Zusatzmitteln zu diesem Zweck ist bereits bekannt und er werden bereits verschiedene anorganische und organische Verbindungen bei der Verarbeitung von Beton und Mörtel zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften verwendet. So lässt sich z. B. eine Herabsetzung der Viskosität von Beton oder Mörtel und damit durch die Wassereinsparung eine Steigerung der mechanischen Festigkeit durch Zusatz von grenzflächenaktiven Verbindungen wie   z. B. Ligninsulfonsäuren und   deren Salze, anion-, kation- und nichtionogener Emulgatoren und Netzmitteln, Salze organischer Säuren, Kunststoffdispersien oder Methacrylsäureester, hochmolekulare wasserlösliche, organische Verbindungen z. B. Eiweissabbauprodukte u. ähnl. Verbindungen erzielen.

   Häufig ist es jedoch so, dass nur durch die Verwendung kompliziert zusammengesetzter Stoffmischungen die gewünschten Effekte erzielt werden. 
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 lich ist es für die Hersteller solcher Stoffe notwendig, entschäumende Zusätze mitzuverwenden. die meist nur in einem ganz bestimmten, eng begrenzten pH-Wert-Bereich ihre Wirkung behalten. So können   z. B.   durch geringe pH-Wert-Schwankungen, die während der Lagerung der genannten Substanzen auftreten können, die gewünschten Wirkungen stark verringert bzw. teilweise sogar in das Gegenteil um- 
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    DeshalbAcryl- und/oder Methacrylsäure   in alkalischer Einstellung zugefügt werden. 



   Die Erfindung ist nachstehend in einigen Ausführungsbeispielen näher erläutert. 



   Durch ausgedehnte Untersuchungen wurde überraschenderweise gefunden, dass aus Stoffen jener
Gruppe, die im sauren Bereich in Wasser nicht löslich sind, und der   Acryl- und Methacrylsäure   ange- hören, in alkalischer Einstellung ein Beton-Zusatzmittel hergestellt werden kann, das ohne Anwesenheit von irgendwelchen Netzmitteln die mechanischen Eigenschaften von Beton in einem bisher nicht mög- lichen Ausmass verbessert. Als besonderer Vorteil ist dabei die Tatsache zu bewerten, dass das vorlie- gende Zusatzmittel in einem weiten Anwendungsbereich, unabhängig von einer genau einzuhaltenden
Menge, wirksam ist. Durch dieses Zusatzmittel kann bei Beton eine Wassereinsparung bis zu 40% erzielt werden, ohne dass dieser Beton der Gefahr einer vorzeitigen Nachversteifung unterliegt.

   Durch das hohe
Wasserrückhaltevermögen ist trotz des verringerten Wasseranteiles eine vorzeitige Austrocknung des Betons und damit eine Beeinträchtigung der hydraulischen Abbindung nicht zu befürchten. Das sogenannte "Bluten"des Betons (Austritt von Wasser aus der Oberfläche des Betonkörpers) wird unter allen Umständen, ohne Rücksicht auf die Menge des Zusatzmittels bzw. den Wasseranteil, verhindert. Dadurch dass das Zusatzmittel die Oberflächenspannung des Wassers nicht ändert, tritt auch keine ungewollte Schaumbildung auf. Der Zusatz von schaumverhütenden Substanzen erübrigt sich. Weiterhin wird durch die Verwendung dieses netzmittelfreien Zusatzmittels keine Korrosion der Stahlbewehrung hervorgerufen. 



   Zweckmässigerweise werden für das vorliegende Verfahren als Zusatzmittel Lösungen der Alkalisalze von Polymerisaten der   Acryl- und/oder Methacrylsäure   verwendet. Mit diesen Zusatzmitteln können auch andere an sich bereits bekannte und verwendete Substanzen kombiniert werden. 



   Gemäss einem bevorzugten Ausführungsbeispiel des vorliegenden Verfahrens wird zunächst das Zusatzmittel hergestellt, indem 4 kg eines Polymerisates aus Methacrylsäure mit einem Molekulargewicht von zirka 80'000 in 94 kg Wasser eingeführt wird. Dann werden 2 kg Ätzkali (Kaliumhydroxyd) zugegeben und so lange weitergerührt, bis die Lösung klar ist. Diese so erhaltene viskose Lösung wird jetzt noch im Verhältnis 1 : 1 mit Wasser verdünnt. Von dieser verdünnten Lösung werden nun 0, 02 bis   0, 5 Gew. -% (bezogen   auf denZementanteil) dem zum Anmachen des Betons vorgesehenen Wasseranteil zugefügt. Dadurch lässt sich der Beton von der Konsistenz K2 (Ausbreitmass zirka 38 cm) in einen Beton   der Konsistenz K3 (Ausbreitmass   zirka 49 bis 50 cm) ohne zusätzliche Wasserbeigabe überführen. 



   Das vorliegende Verfahren verwendet vorzugsweise als Zusatzmittel hochmolekulare, organische, im   sauren Bereich unlösliche Acryl-und/oderMethacrylsäure   in alkalischer Einstellung. Es ist aber hierauf nicht beschränkt, sondern erstreckt sich auch auf Zusatzmittel aus jener hochmolekularen, organischen Stoffgruppe, die zwar nicht im sauren, wohl aber im alkalischen Bereich löslich ist und der die Acryl- und Methacrylsäure angehören. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von Beton- und Mörtelmassen durch Beifügung eines Zusatzmittels, das Derivate der   Acryl-und/oder Methacrylsäure enthält, dadurch   gekennzeichnet, dass als Zusatzmittel hochmolekulare,   im sauren Bereich unlösliche Polymeri-   sate der Acryl-und/oder Methacrylsäure in alkalischer Einstellung zugefügt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzmittel zusammen mit andern bekannten Zusatzstoffen beigefügt wird.
AT429367A 1967-05-08 1967-05-08 Verfahren zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von Beton- und Mörtelmassen AT275395B (de)

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