CH481849A - Verfahren zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von Beton- und Mörtelmassen - Google Patents
Verfahren zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von Beton- und MörtelmassenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
Verfahren zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von Beton- und Mörtelmassen Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Verbesserung der mechanischen Eigen schaften von Beton- und Mörtelmassen durch Beifü gung eines Zusatzmittels.
Die Verwendung von Zusatzmitteln zu diesem Zwecke ist bereits bekannt und es werden bereits ver schiedene anorganische und organische Verbindungen bei der Verarbeitung von Beton und Mörtel zur Ver besserung der mechanischen Eigenschaften verwendet. So lässt sich z. B. eine Herabsetzung der Viskosität von Beton oder Mörtel und damit durch die Wasser einsparung eine Steigerung der mechanischen Festig- keiten durch Zusatz von grenzflächenaktiven Verbin dungen wie z.
B. Ligninsulfosäuren und deren Salze, anion-, kation- und nichtionogener Emulgatoren und Netzmitteln, Salze organischer Säuren, hochmolekulare wasserlösliche, organische Verbindungen z. B. Eiweiss- abbauprodukte und ähnliche Verbindungen erzielen. Häufig ist es jedoch so, dass nur durch die Verwen dung kompliziert zusammengesetzter Stoffmischungen die gewünschten Effekte erzielt werden. Derartige Zu satzstoffe können ausserdem nur bei bestimmten Arbeitstechniken verwendet werden.
Schliesslich ist es für die Hersteller solcher Stoffe notwendig, entschäu- mende Zusätze mitzuverwenden, die meist nur in einem ganz bestimmten, eng begrenzten PH-Wert- Bereich ihre Wirkung behalten. So können z. B. durch geringe PH-Wert-Schwankungen die während der Lagerung der genannten Substanzen auftreten können, die gewünschten Wirkungen stark verringert bzw. teil weise sogar in das Gegenteil umgekehrt werden. Des halb weisen die für derartige Zusatzmittel geltenden Zulassungsbedingungen eine genau vorgeschriebene, höchstzulässige Zusatzmenge auf, die bei der Verarbei tung ohne Gefahr für die Güte des Betons nicht über schritten werden darf.
Das erfindungsgemässe Verfahren verwendet eben falls Zusatzstoffe, vermeidet aber die obengenannten Mängel bisher bekannter Verfahren und ist dadurch gekennzeichnet, dass als Zusatzmittel hochmolekulare, organische im sauren Bereich in Wasser unlösliche Acryl- und/oder Metacrylsäuren in alkanischer Einstel lung zugesetzt werden.
Die Erfindung ist nachstehend in einigen Ausfüh rungsbeispielen näher erläutert.
Durch ausgedehnte Untersuchungen wurde überra schenderweise gefunden, dass Stoffen jener Gruppe, die im sauren Bereich in Wasser nicht löslich sind, und den Acryl- und Metacrylsäuren angehören, in alka lischer Einstellung ein Beton-Zusatzmittel hergestellt werden kann, das ohne Anwesenheit von irgendwelchen Nutzmitteln die mechanischen Eigenschaften von Be ton in einem bisher nicht möglichen Ausmass verbes sert. Als besonderer Vorteil ist dabei die Tatsache zu bewerten, dass das vorliegende Zusatzmittel in einem weiten Anwendungsbereich, unabhängig von einer ge nau einzuhaltenden Menge, wirksam ist.
Durch dieses Zusatzmittel kann bei Beton eine Wassereinsparung bis zu 40 % erzielt werden, ohne dass dieser Beton der Gefahr einer vorzeitigen Nachversteifung unterliegt. Durch das hohe Wasserrückhaltevermögen ist trotz des verringerten Wasseranteils eine vorzeitige Austrock nung des Betons und damit eine Beeinträchtigung der hydraulischen Abbindung nicht zu befürchten. Das sogenannte Bluten des Betons (Austritt von Wasser aus der Oberfläche des Betonkörpers) wird unter allen Umständen, ohne Rücksicht auf die Menge des Zusatz mittels bzw. den Wasseranteil, verhindert. Dadurch, dass das Zusatzmittel die Oberflächenspannung des Wassers nicht ändert, tritt auch keine ungewollte Schaumbildung auf.
Der Zusatz von schaumverhüten den Substanzen erübrigt sich. Weiterhin wird durch die Verwendung dieses Netzmittel-freien Zusatzmittels keine Korrosion der Stahlbewehrung hervorgerufen.
Zweckmässigerweise werden für das vorliegende Verfahren als Zusatzmittel Lösungen der Alkalisalze von Polymerisaten der Acryl- und/oder Metacrylsäure verwendet. Mit diesen Zusatzmitteln können auch an dere an sich bereits bekannte und verwendete Substan zen kombiniert werden. Gemäss einem bevorzugten Ausführungsbeispiel des vorliegenden Verfahrens wird zunächst das Zusatz mittel hergestellt, indem<B>4 kg</B> eines Polymerisats aus Metacrylsäure mit einem Molekulargewicht von ca. 80 000 in 94 kg Wasser eingerührt wird.
Dann werden 2 kg Ätzkali (Kaliumhydroxyd) zugegeben und solange weitergerührt, bis die Lösung klar ist. Diese so erhal tene viskose Lösung wird jetzt noch im Verhältnis 1:1 mit Wasser verdünnt. Von dieser verdünnten Lösung werden nun 0,02 bis 0,5 Gew.-11/o (bezogen auf den Zementanteil) dem zum Anmachen des Betons vorge sehenen Wasseranteil zugefügt. Dadurch lässt sich der Beton von der Konsistenz K2 (Ausbreitmass ca. 38 cm) in einen Beton der Konsistenz K3 (Ausbreit- mass ca. 49-50 cm) ohne zusätzliche Wasserbeigabe überführen.
Das vorliegende Verfahren verwendet vorzugsweise als Zusatzmittel hochmolekulare, organische, im sauern Bereich unlösliche Acryl- und/oder Metacrylsäuren in alkalischer Einstellung. Anstelle der Acryl- und/oder Metacrylsäuren können auch Zusatzmittel aus jener hochmolekularen, organischen Stoffgruppe verwendet werden, die zwar nicht im sauren, wohl aber im alka lischen Bereich löslich und den Acryl- und Metacryl- säuren äquivalent sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von Beton- und Mörtelnassen durch Beifügung eines Zusatzmittels, dadurch gekennzeich net, dass als Zusatzmittel hochmolekulare, organische, im sauren Bereich in Wasser unlösliche Acryl- und/ oder Methacrylsäuren in alkalischer Einstellung zuge fügt werden. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Zusatzmittel zusammen mit anderen Zusatzstoffen beigefügt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH631367A CH481849A (de) | 1967-05-03 | 1967-05-03 | Verfahren zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von Beton- und Mörtelmassen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH481849A true CH481849A (de) | 1969-11-30 |
Family
ID=4307567
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH481849A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1982002195A1 (en) * | 1980-12-22 | 1982-07-08 | Reginald Frank Grace | Cementitious article |
-
1967
- 1967-05-03 CH CH631367A patent/CH481849A/de not_active IP Right Cessation
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