AT275514B - Verfahren zur Herstellung neuer substituierter 3-Amino-sydnonimine und deren Salze - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer substituierter 3-Amino-sydnonimine und deren Salze

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AT275514B AT681867A AT681867A AT275514B AT 275514 B AT275514 B AT 275514B AT 681867 A AT681867 A AT 681867A AT 681867 A AT681867 A AT 681867A AT 275514 B AT275514 B AT 275514B
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  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung neuer substituierter 3-Amino-sydnonimine und deren Salze 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer substituierter 3-Amino-sydnonimine der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 
In dieser Formel bedeuten :   R     undR die   gleich oder verschieden sein können, Alkyl-, Alkenyl-, Alkinyl-, Cycloalkyl-, Aryl- oder Aralkylgruppen, wobei diese Gruppen durch Halogenatome, CN-, CF3-, Alkyl-, Dialkylamino-, Dialkylaminoalkyl-, Hydroxy-, Alkoxy-, Acyloxy-, Acyl-, Hydroxyalkylreste oder einen   Oxydimethylen-     (-CH,-O-CH,-)   oder einen Methylendioxyrest   (-O-CH,-0-) weitersubstituiert   sein können, einen über eine Alkylenkette an das Stickstoffatom der 3-Aminogruppe gebundenen heterocyclischen Ring oder    Rl   und R,

   zusammen mit dem Stickstoffatom ein heterocyclisches Ringsystem, das gegebenenfalls weitere Heteroatome enthalten und gegebenenfalls durch eine oder mehrere niedere Alkyl-, Hydroxy-, Alkoxy-, Acyl-, Acyloxy-, Hydroxyalkyl-, Alkoxyalkyl-, Halogen- oder Halogenalkylgruppen oder einen Aryl- oder Aralkylrest substituiert sein kann, oder das ein Teil eines bicyclischen Ringsystems sein kann,   R3   Wasserstoff, eine Alkyl- oder Aralkylgruppe,
R4 Wasserstoff oder die Gruppe COR,
R5 einen Alkyl- oder Alkoxyrest oder einen gegebenenfalls durch Halogene, Alkyl- oder Nitroreste substituierten Aryl-, Aralkyl-, Cycloalkyl-oder heterocyclischen Rest. 



   Die neuen Verbindungen werden erfindungsgemäss hergestellt durch Behandlung einer Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 worin R1, R2 und   Rg   die oben genannte Bedeutung besitzen, mit üblichen   Ringschlussmitteln ;   man erhält auf diese Weise die am Stickstoffatom 6 unsubstituierten Sydnonimine. Diese können in an sich bekannter Weise mit einer starken Säure in ein Säureadditionssalz umgewandelt und gegebenenfalls am Stickstoffatom 6 unter Einführung der Gruppe-COR-acyliert werden. 



   Der Ringschluss einer Verbindung der allgemeinen Formel II gelingt unter Verwendung üblicher Cyclisierungsmittel, wie starken organischen oder anorganischen Säuren, beispielsweise Halogenwasserstoffsäuren, Säureanhydriden, Lewis-Säuren,   z. B. Zinkchlorid oder Cyansäureestern.   



   Die Reaktion kann in An- oder Abwesenheit eines Lösungsmittels durchgeführtwerden ; als geeignete Lösungsmittel haben sich insbesondere Methanol, Äthanol, Aceton, Chloroform, Tetrahydrofuran oder Wasser erwiesen. Die Umsetzung kann bei mässig erhöhter Temperatur, bei Zimmertemperatur oder auch unter Kühlung durchgeführt werden. 



   Zur Herstellung der Endprodukte, die am Stickstoffatom 6 acyliert sind, werden die auf die vorstehend beschriebene Weise erhaltenen Verbindungen der allgemeinen Formel I, worin   R   Wasserstoff bedeutet, nach üblichen Verfahren, beispielsweise durch Behandlung mit den entsprechenden Säurehalogeniden oder Säureanhydriden, wie Essigsäureanhydrid, Benzoylchlorid, oder Nicotinoylchlorid oder durch Umsetzung mit den entsprechenden Halogenameisensäureestem, beispielsweise Chlorameisen-   säuremethyl-oder-äthylester,   am Iminostickstoff acyliert. Diese Umsetzung wird vorzugsweise in Gegenwart eines Säureakzeptors vorgenommen, beispielsweise einer organischen oder anorganischen Base wie Pyridin oder einem Alkalimetallcarbonat oder-acetat, gegebenenfalls unter Verwendung eines Lösungsmittels. 



   Wegen der Instabilität der freien Sydnonimine werden die Endprodukte bevorzugt in Form ihrer physiologisch unbedenklichen Salze isoliert. Zur Salzbildung geeignete Säuren sind beispielsweise anorganische Säuren wie Halogenwasserstoffsäuren, Schwefelsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure, oder   Perchlorsäure ; ferner   organische Säuren wie Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure, Oxalsäure, Bernsteinsäure, Weinsäure, Zitronensäure, Maleinsäure, Ascorbinsäure, Salicylsäure, Methansulfonsäure oder Toluolsulfonsäure. 



   Nach dem erfindungsgemässen Verfahren können z. B. die folgenden Endprodukte, zweckmässig in Form ihrer Salze, mit den oben erwähnten Säuren erhalten werden :   3-Dimethylamino-sydnonimin,   
 EMI2.1 
 
Methy3-Dibenzylamino-sydnonimin,   3-Piperidino-sydnonimin,   
 EMI2.2 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
 EMI3.2 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 



   Für die Anwendung in der Therapie werden geeignete Säureadditionssalze der neuen Verbindungen mit üblichen pharmazeutischen   Füll- oder   Trägerstoffen, Streck-, Spreng-, Binde-, Gleit-, Dickungsoder Verdünnungsmitteln, Lösungsmitteln bzw. Lösungsvermittlern oder Mitteln zur Erzielung eines Depoteffektes gemischt, die eine enterale oder parenterale Anwendung gestatten. Als pharmazeutische Zubereitungsformen kommen z. B. Tabletten, Dragees, Pillen, Kapseln, Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen in Frage, wobei ausser den neuen Wirkstoffen noch Konservierungs-oder Stabilisierungsmittel, Emulgatoren, Puffersubstanzen und auch weitere Therapeutika, beispielsweise Saluretika, zugefügt werden können. Die pharmazeutischen Zubereitungen sollen im allgemeinen 10 bis 100 mg, vorzugsweise 20 bis 50 mg, Wirksubstanz pro Dosis enthalten. 



   Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern. 



    Beispiel l : 3-Piperidino-sydnonimin.    
 EMI4.1 
 langsam unter Rühren 80 ml konzentrierte Salzsäure zugefügt, so dass der pH-Wert annähernd neutral wird. Die Mischung wird im Eisbad auf   50C   gekühlt und im Verlauf von 30 min eine Lösung von 61,5 g (0, 95 Mol) Kaliumcyanid in 130 ml Wasser zugefügt. Die Temperatur wird auf   100C   gehalten und im Verlauf weiterer 30 min   71, 5 ml400/oiger Formaldehydlösung (0, 95   Mol) zugegeben. Die Mischung wird 1 h lang gerührt, auf Zimmertemperatur gebracht und dann eine weitere Stunde lang gerührt. Sodann wird das Gemisch wieder auf   50C   abgekühlt und langsam mit 40 ml konzentrierter Salzsäure und anschliessend mit 69 g   (1   Mol) Natriumnitrit in 140 ml Wasser versetzt.

   Das PH der Lösung wird durch allmähliches Zufügen von 40 ml konzentrierter Salzsäure auf einem sauren Wert gehalten. 



   Das so   gebildete Nitrosoderivat   wird mit Chloroform extrahiert ; die Rohausbeute beträgt 160 g. Das Rohprodukt wird allmählich unter Rühren und Kühlen zu 11 methanolischer Salzsäure zugegeben. Die resultierende Lösung wird im Vakuum bei 300C eingedampft und der Rückstand an Kieselsäure chromatographiert. Danach wird mit   201o   Methanol enthaltendem Chloroform eluiert und 106, 2 g (53% d.   Th.)     3-Piperidino-sydnonimin-hydrochlorid   isoliert. Die Verbindung besitzt nach Umkristallisieren aus Methanol/Äther einen Schmelzpunkt von 162 bis 1630C (unter Zersetzung). 



   Beispiel 2 : 1,2,   3, 4-Tetrahydroisochinolinyl-sydnonimin.   



   9,2 g (0,05 Mol) N-Amino-1,2, 3,4-tetrahydroisochinolin-hydrochlorid und 75 ml Wasser werden im Eisbad auf   50 C gekühlt ; im   Verlauf von   15min   wird eine Lösung von 3,5 g (0,05 Mol) Kaliumcyanid in 7,0 ml Wasser zugefügt. Während weiterer 15 min werden 3,8 ml einer   40%0gen Formaldehydlösung   (0,05 Mol) unter Rühren zugegeben, die Mischung 1 h gerührt, auf Zimmertemperatur gebracht und eine weitere Stunde gerührt. Das Gemisch wird sodann wieder auf 50C abgekühlt und so   viel 4n-Salz-   säure zugegeben, bis ein pH-Wert von 2 erreicht ist. Danach werden 3,83 g (0,05 Mol) Natriumnitrit in 7 ml Wasser zugegeben und der pH-Wert der Lösung durch allmähliches Zufügen von etwa 20 ml 2nSalzsäure niedrig gehalten. 



   Das so entstandene Nitrosoderivat wird mit Chloroform extrahiert, wobei 11 g Rohprodukt erhalten werden. Das Rohprodukt wird langsam unter Rühren und Kühlen zu 120 ml methanolischer Salzsäure zugegeben, die resultierende Lösung im Vakuum bei   300C   eingedampft und der Rückstand an Kieselsäure chromatographiert. Die Elution erfolgte mit   10%   Methanol enthaltendem Chloroform ; die Ausbeute an 
 EMI4.2 
 g (52%(Zersetzung ; aus Methanol/Äther). 



    Beispiel 3 : 3-N- (4-Methyl-piperazino)-sydnonimin.    



   Zu einem im Eisbad auf   5 C   gekühlten Gemisch aus 10 g (0,066 Mol)   1-Amino-4-methyl-piper-   azin-hydrochlorid und   30 ml   Wasser wird unter Rühren eine Lösung von 4, 4 g Kaliumcyanid (0,066 Mol) in 25 ml Wasser zugefügt. Im Verlauf von 30 min werden bei der gleichen Temperatur 5 ml einer 
 EMI4.3 
 igen Formaldehydlösunggekühlt und langsam 3,5 ml konzentrierte Salzsäure und anschliessend 4,6 g (0, 066 Mol) Natriumnitrit in 75 ml Wasser zugetropft. Der pH-Wert der Lösung wird durch allmähliches Zufügen von 3, 5 ml konzentrierter Salzsäure niedrig gehalten. 



   Die Nitrosoverbindung wird mit Chloroform extrahiert und die erhaltenen 13, 8 g Rohprodukt langsam und unter Kühlen zu 70 ml methanolischer Salzsäure zugegeben. Das so erhaltene   3-N- (4-Methyl-     - piperazino)-sydnonimin-hydrochlorid   kristallisiert spontan aus der Lösung aus. Die kristallhaltige Lösung wird zur Trockne eingedampft und aus Äthanol umkristallisiert. Man erhält eine Ausbeute von 9, 9 g (59% d.   Th.)   vom Fp. 187 bis   1880C (unter   Zersetzung). 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
 EMI5.1 
 Rühren 90 ml konzentrierte Salzsäure zugefügt. Die Mischung wird im Eisbad auf   50C   gekühlt und im Verlauf von 30 min mit einer Lösung von 66 g   (1   Mol) Kaliumcyanid in 150 ml Wasser versetzt.

   Im Verlauf weiterer 30 min werden 75 ml   40% iger Formaldehydiosung (l   Mol) zugefügt, das Gemisch 1 h gerührt und im Verlauf einer weiteren Stunde auf Zimmertemperatur gebracht. Nach nochmaligem Ab- kühlen auf   50C   werden 45 ml konzentrierte Salzsäure und anschliessend 69 g   (1   Mol) Natriumnitrit in
140 ml Wasser langsam zugegeben. Der PH-Wert der Lösung wird durch allmähliches Hinzufügen von
45 ml konzentrierter Salzsäure im sauren Bereich gehalten. 



   Das Nitrosoderivat wird mit Chloroform extrahiert und die erhaltenen 172 g Rohprodukt allmählich unter Rühren und Kühlen zu 11 methanolischer Salzsäure zugegeben. Die resultierende Lösung wird im
Vakuum bei   300C   konzentriert und an Kieselsäure chromatographiert. Nach der Elution mit 10% Me- thanol enthaltendem Chloroform erhält man das   3-Hexamethylenimino-sydnonimin-hydrochlorid   in einer Ausbeute von 113,8 g (52% d.   Th.) ;   nach der Umkristallisation aus Methanol/Äther beträgt der
Schmelzpunkt der Substanz 153 bis   154 C   (unter Zersetzung). 



     Beispiel 5 :   3-Diallylamino-sydnonimin. 



   Zu 72 g (0,64 Mol)   l, l-Diallylhydrazin,   die in 150 ml Wasser suspendiert sind, werden bei   100C   langsam unter Rühren 45 ml konzentrierte Salzsäure zugefügt. Die Mischung wird im Eisbad auf   50C   abgekühlt und im Verlauf von 30 min mit einer Lösung von 3 g (0,64 Mol) Kaliumcyanid in 90 ml Wasser versetzt. Die Temperatur wird auf   50C   gehalten und im Verlauf 1 h 50 ml   40%iger Formaldehydlö-   sung (0,65 Mol) zugegeben. Die Mischung wird dann 1 h unter Kühlen gerührt, auf Zimmertemperatur gebracht und sodann eine weitere Stunde gerührt. Danach wird das Gemisch wieder auf   50C   abgekühlt und innerhalb von 30 min mit 50 ml 4n-Salzsäure versetzt.

   Anschliessend werden 48 g Natriumnitrit (0, 07 Mol) in 100 ml Wasser zugegeben und der PH-Wert durch allmähliche Zugabe von 150 ml 4nSalzsäure niedrig gehalten. Die Mischung wird bei einer Temperatur von 5 bis   100C   1 h lang gerührt, auf Zimmertemperatur gebracht und dreimal mit Chloroform extrahiert. Die Chloroformextrakte werden über Natriumsulfat getrocknet, gefiltert und im Vakuum zur Trockne gebracht. Man erhält 122 g Rohprodukt, das in 180 ml Methanol gelöst und langsam zu 2   l   methanolischer Salzsäure zugefügt wird. 



  Die resultierende Lösung wird im Vakuum bei   300C   konzentriert und an Kieselsäure chromatographiert. 



  Nach der Elution mit   101o   Methanol enthaltendem Chloroform erhält man 78 g (56o d.   Th.)   3-Diallylamino-sydnonimin-hydrochlorid, das nach dem Umkristallisieren aus Methanol/Äther bei 94 bis   96 C   unter Zersetzung schmilzt. 



    Be ispiel 6 : 3-Methyl-benzylamino-sydnonimin.    



   Unter Rühren und Kühlen werden zu einem Gemisch von 87 g (0,64 Mol) 1-Benzyl-l-methylhydrazin, die in 200 ml Wasser suspendiert sind, 60 ml konzentrierte Salzsäure langsam zugegeben. 



  Das Gemisch wird auf   50C   im Eisbad gekühlt und im Verlauf von 30 min eine Lösung von 42 g (0,64 Mol) Kaliumcyanid und 90 ml Wasser zugegeben. Innerhalb weiterer 40 min werden bei der gleichen Temperatur 50 ml (0,64 Mol) einer   40% igen Formaldehydiosung   zugegeben, die Mischung 1 h lang   gerührt,   auf Zimmertemperatur gebracht und eine weitere Stunde gerührt. Danach wird die Mischung wieder auf   50C   abgekühlt und zuerst 70 ml konzentrierte Salzsäure und sodann im Verlauf einer Stunde   69 g (1   Mol) Natriumnitrit in 140 ml Wasser langsam zugetropft. 



   Das Nitrosoderivat wird mit Chloroform extrahiert und die erhaltenen 119 g Rohprodukt langsam unter Kühlen und Rühren 11 methanolischer Salzsäure zugesetzt. Die resultierende Lösung wird im Vakuum bei   30 C   konzentriert und an Kieselsäure chromatographiert. Nach der Elution mit   10%   Methanol enthaltendem Chloroform erhält man 63 g (41% d.   Th.)   3-Methyl-benzylamino-sydnonimin-hydrochlorid vom Fp. 1600C (unter Zersetzung ; aus Methanol/Äther). 



   Nach den oben näher beschriebenen Verfahren wurden die folgenden weiteren Sydnonimine hergestellt : 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 
 EMI6.1 
 
<tb> 
<tb> Beispiel <SEP> Verbindung <SEP> Ausbeute <SEP> Smp.
<tb> 



  Nr.
<tb> 



  7 <SEP> 3-Methyl-propargylamino-sydnon-49% <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> 144-145 C
<tb> imin-hydrochlorid <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> 8 <SEP> 3-Dibenzylamino-sydnonimin-52 <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> 158-159 C
<tb> - <SEP> hydrochlorid <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> 9 <SEP> 3-(2-Phenyl-piperidino)-sydnoimin- <SEP> 41% <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> 173-174 C
<tb> - <SEP> hydrochlorid <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> 10 <SEP> 3-Methyl-&alpha;

  -methylbenzylamino- <SEP> 62% <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> 171 C
<tb> - <SEP> sydnonimm-hydrochlorid <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> 11 <SEP> 3-Methyl- <SEP> (2'-piperidinylmethyl)- <SEP> 38% <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> 155 C
<tb> - <SEP> amino-sydnonimin-hydrochlorid <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> 12 <SEP> 3-Methyl-phenyläthylamino-32'% <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> 138-140 C
<tb> - <SEP> sydnonimin-hydrochlorid <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> 13 <SEP> 3-Morpholino-sydnonimin- <SEP> 67% <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> 180 C
<tb> - <SEP> hydrochlorid <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> 14 <SEP> 3-Dimethylamino-sydnoimin- <SEP> 515 <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> 173-174 C
<tb> -hydrochlorid <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> 15 <SEP> 3-Pyrrolidinyl-sydnonimin- <SEP> 35% <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> 182 C
<tb> - <SEP> hydrochlorid <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> 16 <SEP> 3-n-Propyl- <SEP> (p-chlorbenzyl)- <SEP> 52 <SEP> d. <SEP> Th.

   <SEP> 154 C <SEP> 
<tb> - <SEP> amino-sydnonimin-hydrochlorid <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> 17 <SEP> 3-Diäthylamino-sydnonimin-64  <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> 135-135, <SEP> 5 C <SEP> 
<tb> - <SEP> hydrochlorid <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> 
   Beispiel 18 :   3-Diallylamino-4-phenyläthyl-sydnonimin. 



   Zu   56,   3 g (0,05 Mol) Diallylhydrazin werden unter Kühlen 150 ml Wasser und 20 ml konzentrierte Salzsäure zugefügt. Die Mischung wird im Eisbad auf   50C   gekühlt und im Verlauf von 30 min eine Lösung von 32,5 g (0,5 Mol) Kaliumcyanid in 100 ml Wasser, im Verlauf einer weiteren Stunde 67, 1 g (0, 5 Mol) Phenyläthylaldehyd zugefügt. Das Gemisch wird 1 h gerührt, auf Zimmertemperatur gebracht und eine weitere Stunde gerührt. Sodann wird es wieder auf 5 C abgekühlt, 24 ml konzentrierte Salzsäure und anschliessend 34,5 g (0,5 Mol) Natriumnitrit in 100 ml Wasser zugegeben. Der PH-Wert der Lösung wird durch Zugabe von konzentrierter Salzsäure niedrig gehalten. 



   Das so gebildete Nitrosoderivat wird mit Chloroform extrahiert ; man erhält 136 g Rohprodukt, das langsam unter Rühren und Kühlen zu   l,   5 1 methanolischer Salzsäure zugetropft wird. Die resultierende Lösung wird im Vakuum bei   300C   eingeengt und der Rückstand an Kieselsäure chromatographiert. Man erhält 115 g (74% d. Th.)3-Diallylamino-4-phenyläthyl-sydnonimin-hydrochlorid, das nach dem Umkristallisieren aus   Isopropanol/Äther   einen Smp. von 113 bis 114 C(Zers.) besitzt. 



   Nach der in Beispiel 18 beschriebenen Arbeitsweise wurden die folgenden Verbindungen erhalten : 
 EMI6.2 
 
<tb> 
<tb> - <SEP> --- <SEP> - <SEP> - <SEP> ----- <SEP> - <SEP> -----Beispiel <SEP> Verbindung <SEP> Ausbeute <SEP> Smp.
<tb> 



  Nr.
<tb> 



  19 <SEP> 3-Diallylamino-4-methyl-715o <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> 110-112 C
<tb> - <SEP> sydnonimin-hydrochlorid <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> 20 <SEP> 3-Diallylamino-4-äthyl- <SEP> 72% <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> 94-96 C
<tb> -sydnonimin-hydrochlorid <SEP> (Zers.)
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 
Beispiel21 :3-Piperidion-N5-acetyl-sydnonimin. 



    Zu einer Lösung von 25 ml Essigsäureanhydrid in 5ml Pyridin werden 2,5 g (0,0125 Mol) 3-Piperidino-sydnonimin-hydrochlorid zugefügt. Das Gemisch wird bis zur vollständigen Lösung auf 300C er-   wärmt, 3 h lang bei Zimmertemperatur und zwei Tage bei   50C   stehen gelassen. Die nach dieser Zeit abgeschiedenen Kristalle werden abfiltriert. Die Mutterlauge wird zur Trockne eingeengt und das zurückbleibende Harz aus Methanol/Äther kristallisiert. Die beiden kristallinen Fraktionen sind identisch 
 EMI7.1 
 
Ein Gemisch von 16,5 g (0, 1 Mol) 3-Dimethylamino-sydnonimin-hydrochlorid und 200 ml Pyridin wird   auf -100C   gekühlt und tropfenweise mit 16,5 g (0, 10 Mol)   Chlorameisensäure thylester   versetzt.

   Man lässt die Temperatur zunächst auf   50C   und sodann auf Zimmertemperatur ansteigen und rührt bei Zimmertemperatur 3 h. Danach werden 500ml Wasser zugefügt und die Lösung mit Chloroform extrahiert. Die Chloroformextrakte werden über Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum zur Trockne eingeengt. Der Rückstand wird in Isopropanol/Äther aufgenommen, die Lösung bei-10 C stehen gelassen und die ausgeschiedenen Kristalle abgesaugt. Man erhält 16 g   (34go)   3-Dimethylamino-N6-äthoxycar-   bonyl-sydnonimin-hydrochlorid vom Fp. 1550C (Zers.). 



  Beispiel 23 : 3-Dimethylamino-N6-5-nitrofuroyl-sydnonimin.   



   Zu 150 ml Pyridin werden 12 g (0,07 Mol)   3-Dimethylamino-sydnonimin-hydrochlorid   und 17,5 g (0, 1 Mol)   5-Nitrofuroylchlorid   zugegeben. Die Mischung bleibt 3 1/2 h bei Zimmertemperatur und sodann über Nacht bei   OOC   stehen. Danach wird überschüssiges Säurechlorid durch Zufügen von 25 ml Wasser zerstört und die Lösung zwischen 100 ml Wasser und 200 ml Chloroform verteilt. Die beiden Schichten werden getrennt und die wässerige Schicht viermal mit je 150 ml Chloroform extrahiert. Die vereinigten Chloroformlösungen werden getrocknet und im Vakuum das Lösungsmittel abgezogen. Das verbleibende Harz wird aus Acetonitril/Äther kristallisiert.

   Man erhält 3-Dimethylamino-N6-5-nitrofuroyl-sydnonimin in einer Ausbeute von 12,2 g (=   431o   d.   Th.)   vom Fp. 218 bis 2190C (aus Acetonitril/   Äther ; Zers.).    



   Nach den vorstehend beschriebenen Verfahren wurden folgende weitere Verbindungen erhalten : 
 EMI7.2 
 
<tb> 
<tb> Beispiel <SEP> Verbindung <SEP> Ausbeute <SEP> Smp.
<tb> 



  Nr.
<tb> 



  24 <SEP> 3-Diallylamino-N6-acetyl-sydnon- <SEP> 36% <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> 108-109 C
<tb> imin-hydrochlorid <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> 25 <SEP> 3-Hexamethylenimino-N6-benzoyl- <SEP> 325 <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> 149 <SEP> - <SEP> 1500C <SEP> 
<tb> -sydnonimin-hydrochlorid <SEP> (Zers. <SEP> 
<tb> 



  26 <SEP> 3-Methyl-a-methylbenzylamino-45'd. <SEP> Th. <SEP> 176 C
<tb> -N6-nicotinoyl-sydnonimin-hydrochlorid <SEP> (Zers.)
<tb> 27 <SEP> 3-Dimethylaimino-N6-phenylpropionyl- <SEP> 35% <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> 153 <SEP> - <SEP> 154 C <SEP> 
<tb> - <SEP> sydnonimin-hydrochlorid <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> 28 <SEP> 3-Piperidino-N6-äthoxycarbonyl- <SEP> 32% <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> 139-141 C
<tb> -sydnonimin-hydrochlorid <SEP> (Zers.)
<tb> 29 <SEP> 3-Diallylamino-4-äthyl-N5-äthoxy- <SEP> 475 <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> 95-96 C
<tb> carbonyl-sydnonimin-hydrochlorid <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> 30 <SEP> 3-Dimethylamino-N6-acetyl- <SEP> 54% <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> 174 C
<tb> - <SEP> sydnonimin-hydrochlorid <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> 31 <SEP> 3-Piperidino-N6-acetyl- <SEP> 315 <SEP> d. <SEP> Th.

   <SEP> 96-97 C
<tb> - <SEP> sydnonimin-hydrochlorid <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> 32 <SEP> 3-(1-Acethylhomopiperazino)- <SEP> 31% <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> 179 C
<tb> - <SEP> N <SEP> -acetyl-sydnonimin-hydrochlorid <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 8> 

 
 EMI8.1 
 
<tb> 
<tb> Beispiel <SEP> Verbindung <SEP> Ausbeute <SEP> Smp.
<tb> 



  Nr.
<tb> <SEP> 



  33 <SEP> 3-Dimethylamnino-N6-benzoyl-60d. <SEP> Th. <SEP> 1780C
<tb> -sydnonimin-hydrochlorid <SEP> (Zers.)
<tb> 34 <SEP> 3-Dimethylamino-N6-o-chlorbenzoyl- <SEP> 67% <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> 167-168 C
<tb> - <SEP> sydnonimin-hydrochlorid <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> 35 <SEP> 3-Dimethylamino-N6-p-chlorbenzoyl- <SEP> 72% <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> 184-185 C
<tb> -sydnonimin-hydrochlorid <SEP> (Zers.)
<tb> 36 <SEP> 3-Dimethylamino-N6-o-methyl- <SEP> 63% <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> 160-162C
<tb> benzoyl-sydnonimin-hydrochlorid <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> 37 <SEP> 3-Dimethylamino-N6-cyclohexyl- <SEP> 59^ <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> 187 C
<tb> carbonyl-sydnonimin-hydrochlorid <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> 38 <SEP> 3-Dimethylamino-N6-cyclopropyl- <SEP> 48% <SEP> d. <SEP> Th.

   <SEP> 181-184 C
<tb> carbonyl-sydnonimin-hydrochlorid <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> 39 <SEP> 3-Dimethylamin-N6-nicotinoyl- <SEP> 57% <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> 198-199 C
<tb> -sydnonimin-hydrochlorid <SEP> (Zers.)
<tb> 40 <SEP> 3-Dinethylamino-N-tert. <SEP> butyl- <SEP> 49% <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> 168 C
<tb> acetyl-sydnonimin-hydrochlorid <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> 41 <SEP> 3-Morpholin-N6-cyclohexyl- <SEP> 615 <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> 187 C
<tb> carbonyl-sydnonimin-hydrochlorid <SEP> (Zers.) <SEP> 
<tb> 
 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung neuer substituierter 3-Amino-sydnonimine der allgemeinen Formel EMI8.2 worin R und R2, die gleich oder verschieden sein können, Alkyl-, Alkenyl-, Alkinyl-, Cycloalkyl-, Aryl- oder Aralkylgruppen, die durch Halogenatome, CN-, CFg-, Alkyl-, Dialkylamino-, Dialkylaminoalkyl-, Hydroxy-, Alkoxy-, Acyloxy-, Acyl- oder Hydroxyalkylreste oder einen Oxydimethylen-oder einen Methylendioxyrest weitersubstituiert sein können, oder einen über eine Alkylenkette an das Stickstoffatom der 3-Aminogruppe gebundenen heterocyclischen Ring bedeuten, oder R und 1) zusammen mit dem Stickstoffatom ein heterocyclisches Ringsystem bilden können, das gegebenenfalls weitere Heteroatome enthalten und gegebenenfalls durch ein oder mehrere Halogenatome, Hydroxygruppen oder niedere Alkyl-,
    Alkoxy-, Acyl-, Acyloxy-, Hydroxyalkyl-, Alkoxyalkyl-oder Halogenalkylreste oder eine oder Aralkylgruppe substituiert sein kann, oder das ein Teil eines bicyclischen Ringsystems sein kann, 1) Wasserstoff, eine Alkyl- oder Aralkylgruppe, R, Wasserstoff oder die Gruppe CORS, und % einen Alkyl- oder Alkoxyrest oder einen gegebenenfalls durch Halogene, Alkyl- oder Nitroreste substituierten Aryl-, Aralkyl-, Cycloalkyl-oder heterocyclischen Rest bedeuten, und deren Salze, dadurch gekennzeichnet, dass man ein substituiertes N-Nitrosoaminoacetonitril der allgemeinen Formel <Desc/Clms Page number 9> EMI9.1 worin R, R und Rg die oben angegebene Bedeutung besitzen,
    durch Behandlung mit einem Cyclisierungsmittel in das entsprechend substituierte Sydnonimin (I), R4 = H, überführt, dieses gewünschten- EMI9.2
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Cyclisierungsmittel eine Halogenwasserstoffsäure oder ein Säureanhydrid verwendet.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Acylierungsmittel ein Säurehalogenid, ein Säureanhydrid oder einen Halogenameisensäureester verwendet.
AT681867A 1966-08-09 1967-07-21 Verfahren zur Herstellung neuer substituierter 3-Amino-sydnonimine und deren Salze AT275514B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0346684A1 (de) * 1988-06-11 1989-12-20 CASSELLA Aktiengesellschaft Substituierte 3-Aminosydnonimine, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung

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EP0346684A1 (de) * 1988-06-11 1989-12-20 CASSELLA Aktiengesellschaft Substituierte 3-Aminosydnonimine, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung

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