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Verfahren und Anlage zum Fördern von Massenstückgut, insbesondere zum Löschen von Wasserbaubruchsteinen aus Schiffen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Fördern von Massenstückgut, insbesondere zum Löschen von Wasserbaubruchsteinen aus Schiffen durch alternierendes Heben und Senken sowie Vorwärtsbewegen des Gutes.
Beim Transport auf den Binnenwasserstrassen wurde das mechanische Löschen bestimmter Massenstückgüter, z. B. Wasserbaubruchsteine, die vorschriftsgemäss aus Stücken bestehen, deren Gewicht in den Gewichtsgrenzen von 15 bis 150 kp liegt, und für den Bau von Stromsteinwerken, Ufermauern, Parallelwerken, Buhnen usw. angewendet werden, bisher praktisch nicht gelöst ; das Löschen erfolgt im allgemeinen von Hand, mit Hilfe von Schubkarren.
Von den üblichen mechanischen Mitteln ist eigentlich lediglich der nicht immer vorhandene Polypgreifer für das Löschen von Wasserbaubruchsteinen anwendbar. Sein Nachteil besteht darin, dass seine Leistung niedrig ist, und dass die untere Schicht der Steine am Boden des Laderaumes nur mit menschlicher Hilfe restlos gelöscht werden kann, wobei das Schiff stark beschädigt wird. Ferner muss der Wasserbaubruchstein meist zu einer offenen Fluss-Strecke gefördert, und dort entweder auf das Ufer ausgeladen, oder ins Flussbett versenkt werden. In diesem Fall wäre es sehr schwierig, einen Greifer anzuwenden, denn der Greiferkran müsste durch ein besonderes Wasserfahrzeug zum Verwendungsort befördert werden.
Auch neuere Verfahren wurden versucht. Nach einem von diesen wird der Wasserbaubruchstein in einem Schiff gefördert, welches mit einer Reihe von Bunkern versehen ist. Unter den Bunkern läuft ein Förderband entlang des Schiffsbodens. Beim öffnen des unteren Absperriegels der Bunker fällt der Stein auf das Förderband und dieses trägt den Stein über das Ende des Schiffskörpers hinaus. Zum Fördern von Wasserbruchsteinen ist diese bekannte Einrichtung jedoch nicht besonders geeignet, weil der Stein nur anfangs durch den Bunkerboden auf das Förderband fällt ; dieses wölbt sich bald fest, und nunmehr kann der Stein nur noch von Hand gelöscht werden, was mit bedeutenden Gefahren verbunden ist.
Ein weiterer erheblicher Nachteil dieser Einrichtung besteht darin, dass der Schwerpunkt des beladenen Schiffes wegen des hochgebauten Bunkers sehr hoch liegt, wodurch die Schiffsstabilität ungünstig beeinflusst wird.
Bei einem andern Verfahren weist das Schiff zu beiden Seiten des entlang der Schiffsachse laufenden Förderbandes eine Reihe von nach innen kippbaren Halbzellen auf. Der Stein liegt in der Mitte unmittelbar auf dem Förderband, das als Stahlgliedtransportband ausgeführt ist und das Löschen beginnt mit der Ingangsetzung des Förderbandes. Der Nachteil dieser Ausführung besteht darin, dass infolge des entlang seiner gesamten Länge belasteten Förderbandes eine sehr grosse Anlaufenergie benötigt wird. Sobald das Förderband zu arbeiten begonnen hat, wölben sich die Steine vor dem Band auch hier rasch fest. Dies kann durch das Einkippen der Halbzellen kaum verhindert werden.
Falls es doch gelingt, so wölben sich die Steine in Längsrichtung fest, da die Zellentrennwände den Weg für die Steine verengen und immer mehr Schultern bilden, die das Festwölben begünstigen.
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Es sind weiterhin Verfahren bekannt, gemäss welchen zum Löschen von Wasserbaubruchsteinen aus Schiffen auf dem Boden des Schiffsladeraumes in parallelen Streifen alternierendes Heben und Senken, und gleichzeitig eine axiale Vorwärtsbewegung verwirklicht wird.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass das mechanische Löschen von Wasserbaubruchsteinen od. ähnl. Massenstückgütern nur dann erfolgreich und ökonomisch durchgeführt werden kann, falls die Steine periodisch entladen werden, u. zw. durch eine Bewegung, die die aufgehäufte Steinmasse stetig auflockert und dadurch das Festwölben verhindert, wobei die Steine gleichzeitig axial vorwärts, d. h. in Richtung des Ausladeplatzes bzw. gegen das auf dem Schiff befindliche, in Querrichtung arbeitende, gegebenenfalls in verschiedenen Richtungen einstellbare Auslegerförderband gefördert werden.
Das Wesen des erfmdungsgemässen Verfahrens besteht darin, dass diese Bewegungen, d. h. das Heben und Senken, sowie das Vorwärtsbewegen des Gutes zuerst in den der Ausladestelle, z. B. einem Auslegerförderband, am nächsten liegenden Bereich und dann fortlaufend in den von diesem Bereich weiter entfernten Bereichen ausgeführt werden.
Dementsprechend weist die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Ausübung des erfmdungsgemässen Verfahrens mehrere sich hebende und senkende, von einem Kurbeltrieb od. dgl. angetriebene, in Förderrichtung verlaufende und zueinander parallel angeordnete Träger auf, und ist dadurch gekennzeichnet, dass in Förderrichtung mehrere unabhängig voneinander antreibbare Gruppen von Trägern angeordnet sind, wobei die letzte Trägergruppe mit einem vorzugsweise um eine vertikale Achse schwenkbaren Auslegerförderband zusammenwirkt.
Falls auch fest eingebaute Träger zwischen den sich bewegenden Trägern angeordnet sind, so ist die Anlage auch in dem Fall noch arbeitsfähig, falls sie lediglich in einem Takt bewegende Träger besitzt. Es ist jedoch zweifellos, dass die Leistung einer auf mehreren Trägern mit mehreren Zyklusstellen und ohne feststehende Träger bestehenden Anlage grösser ist.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass auch das in kaltem Wetter zusammengefrorene Massengut erfindungsgemäss aufgelockert und ausgeladen werden kann.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen näher erläutert, die ein Ausführungsbeispiel der aus in mehreren Gruppen angeordneten Trägern bestehenden zum Löschen von Wasserbaubruchsteinen dienenden Anlage darstellen. Die Fig. 1 und 2 zeigen die Anordnung der Anlage auf dem Schiff, u. zw. Fig. l im Längsschnitt und Fig. 2 in Draufsicht. In Fig. 3 ist eine Fördereinheit in Seitenansicht und in Fig. 4 im Querschnitt dargestellt.
Die Fördereinheiten --3a, 3b, 3c und 3d-sind auf dem Boden des Laderaumes--2-des Schiffskörpers-l-angeordnet, wobei die Fördereinheit --3d-- eine nach vorne schräg
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das Förderband-4-während Fahrt über den Laderaum bzw. im Betrieb in Querrichtung zum Schiffskörper in die eine oder in die andere Stellung eingeschwenkt werden kann. Die Fördereinheit
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Die einzelnen, mit-3a, 3b, 3c, 3d, 3e- bezeichneten Fördereinheiten bestehen im dargestellten Beispiel aus den auf zwei Kurbelwellen --5-- angebrachten Trägergruppen --6a,6b und 6c--. Die Kurbelwellen --5-- sind an ihren Enden-8-im Schiffskörper gelagert. Die Zapfen, welche die Trägergruppen tragen, sind zur Wellenmittellinie exzentrisch unter 1200 angeordnet, so dass sich ein zyklisch arbeitendes System ergibt.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind, wie bereits erwähnt wurde, auf den beiden Kurbelwellen - mit je einer gesonderten Lagerung drei zueinander parallele Trägergruppen --6a, 6b, 6c-- angebracht. Die zusammengehörigen Träger von jedem der drei Systeme, d. h., sämtliche mit-a-,
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beschreiben die die Trägergruppen tragenden Zapfen eine Kreisbahn und demzufolge bewegen sich sämtliche Punkte der einzelnen Trägergruppen auch auf einer Kreisbahn, wobei sich die Trägergruppen parallel zueinander bewegen. Die jeweils in der obersten Lage befindlichen zusammengehörigen Trägergruppen tragen abwechselnd die Steine, die auf ihnen liegen und sie bewegen diese vorwärts oder rückwärts in einer dem Drehsinn entsprechenden Richtung.
Die Anlage wird im Sinne der Erfindung so betätigt, dass, falls mit dem Löschen der im Laderaum - befindlichen Steine angefangen werden soll, zunächst das Ausladeband--4-angefahren wird, worauf zuerst die Fördereinheiten --3d und 3e--eingeschaltet werden. Die Fördereinheit
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- setzt die Steine, die auf ihr liegen, in Bewegung und fördert sie über die Fördereinheit --3e-- zum Ausladeband-4--, wo sie sich infolge der ununterbrochenen Hebe-und Senkbewegung der zusammengehörigen parallelen Trägergruppen nicht festbacken können. Die von der
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Gut aus ihrer Umgebung mittels der gleichfalls sich bewegenden Fördereinheiten-3d, 3e-, und des Ausladebandes-4-.
Ist auch die Umgebung der Fördereinheit --3c-- entalden, so folgt die Umgebung der Fördereinheit --3b--, später die der Fördereinheit --3a--. Es muss dafür gesorgt werden, dass die Träger der einzelnen Fördereinheiten zueinander im Takt verschoben bewegt werden, um eine unerwünschte Resonanz des Schiffes zu vermeiden.
Die einzelnen Fördereinheiten können mit dem Motor des Schiffes oder mit einem fremden Motor betrieben werden. Auf dem Versuchsschiff wurde ein Schiffsmotor von 100 PS verwendet und die vier Fördereinheiten, die Fördereinheit des Ausladebandes und das Ausladeband selbst wurden mit Schleifringmotoren mit je einer Leistung von 13 kW angetrieben. Das Löschen von Wasserbaubruchsteinen von 150 t erfolgte in 45 min.
Die Dimensionierung der Träger ist durch das getragene Gewicht und durch die Grösse des Bruchsteines bestimmt. Da die Stückgrösse des vorschriftsmässigen Wasserbaubruchsteines im allgemeinen 100 mm übersteigen soll, darf der Abstand --9-- zwischen zwei sich zusammen bewegenden Trägern höchstens 100 mm betragen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Fördern von Massenstückgut, insbesondere zum Löschen von Wasserbaubruchsteinen aus Schiffen, durch alternierendes Heben und Senken sowie Vorwärtsbewegen
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fortlaufend in den von diesem Bereich weiter entfernten Bereichen ausgeführt werden.