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Vorrichtung zum Auslaugen körnigen oder pulverförmigen Gutes. Vorliegende
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Auslaugen und Waschen von
Erzen u. dgl.
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Kontinuierlich arbeitende Einrichtungen ähnlicher Art sind bekannt.
Was aber die vorliegende Erfindung insbesondere kennzeichnet und sie von bekannten
umterscheid@et, ist erstens das Merkmal, daß die Lauge (bzw. die verschiedenen Laugen
und Wasser) mit dein Gut in verschiedenen Stufen beliebig lange in Berührung gelassen
werden kann, ohne daß für das Transportieren dieser Lauge mechanische Vorrichtungen
nötig sind, und daß z@N-eitens die Anordnungen für die Bewegung des Gutes in zur
Lauge entgegengesetzter Richtung aus hin und her bewegten außerhalb der Lauge gelagerten
Fördergliedern bestehen. Beide Kennzeichen tragen dazu bei, die zerstörende Ein-,virkung
der oft scharf fressenden Lauge auf das Material möglichst zu vermindern. Falls
nämlich für die Bewegung solcher Lauge gewöhnliche Pumpen angewandt werden, sind
sie sehr schnell der Zerstörung ausgesetzt. Sind sie aber aus Ton o. dgl. säurefesten
Stoff angefertigt, so sind sie sehr zerbrechlich und die Anlage erfordert auf jeden
Fall eine peinlich genaue Überwachung und viel Reparatur. Durch die Anwendung -der
Schwere als einzig treibende Kraft für die Beförderung der Lauge ist dieser Nachteil
von früheren Anlagen vollständig gehoben. Weiter sind durch die Anordnung der Förderglieder
in solcher Lage, daß sie sich immer unterhalb der Achse befinden, die Lager und
ähnliche empfindliche Organe vor zurückfließender Tauge- geschützt. Es tragen also
beide Kennzeichen der Erfindung dazu bei, den schädlichen Einfluß der Lauge auf
ein Mindestmaß herabzusetzen, was die Unkosten des Betriebes wesentlich vermindert.
Außerdem werden durch die verhältnismäßig einfache Bauform der Einrichtung auch
die Anlagekosten gering und auch die Bedienung einer solchen Anlage ist einfach
und billig.
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Die Vorrichtung besteht hauptsächlich in nacheinander in verschiedener
Höhenlage angeordneten Behältern oder Gefäßen, durch welche die Lauge hindurchfließt,
und aus Transportvorrichtungen, um das auszulaugende Gut von einem Gefäß zum andern
zu heben. Durch die Anbringung mehrerer Einlaß- und Auslaßöffnungen bzw. Umleitungen
ist die Anwendung verschiedener Laugen und Waschwasser ermöglicht.
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Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in einer Ausführungsform
dargestellt. Außerdem zeigt die Zeichnung abgeänderte Ausführungsformen der Förderglieder.
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Fig. i zeigt einen Längsschnitt, und Fig. 2 ist ein Schnitt nach der
Linie 2-2 der Fig.i von oben gesehen..
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Fig. 3 und .a. zeigen in Längs- und Querschnitt der Vorrichtung abgeänderte
Ausführungsformen der Förderglieder nebst Anordnungen zur drehbaren Befestigung
an der Welle.
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Fig.5 zeigt einen Querschnitt durch die Förderglieder selbst bei dieser
abgeänderten Ausführungsform.
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A, Al, A2... sind Kästen, deren Böden nach den Mantelflächen
von Zylindern geformt
sind, deren Achsen mit den Achsen der Wellen
B, B, B zusammenfallen. An diesen Wellen B, B, B ... sind Arme C,
C, C ... be-
festigt, an deren unterem Ende die winkelförmigen
Förderglieder D, D, D befestigt sind. Den Armen C, C, C ... wird eine
langsame hin und her gehende Bewegung durch Gestänge E erteilt. Bei der diesen Fördergliedern
gegebenen Winkelform wird, wie ohne weiteres ersichtlich, bei der einen Bewegung
das im Kasten befindliche Gut vorwärts bewegt, bei der entgegengesetzten Bewegungsrichtung
aber seitwärts geschoben und umgerührt. Das bei F durch einen (nicht bezeigten)
Trichter zugeführte Gut wird auf diese Weise gegen das andere Ende des Auslaugungskastens
A vorwärts bewegt und wird danach in den etwas höher gelegenen Auslaugungskasten
A:' übergeführt usw. bis- schließlich das ausgelaugte und gewaschene Gut
im Auslaugungskasten l17 aus der Xorrichtung in einen (nicht gezeigten) Rütteleimer
o. dgl. geleitet wird, um entwässert zu werden. Die zur Auslaugung bzw. Waschung
bestimmten Lösungsmittel gehen im Gegenstrom zum Gut durch die Vorrichtung. Da die
Auslaugungskästen auf je einer anderen Höhe stehen, so daß der Kasten, in welchen
das Gut zuerst eintritt, sich am tiefsten befindet und die übrigen Kästen der Reihe
nach immer, höher liegen, so daß der letzte Kasten des Systems am höchsten liegt,
ist es möglich, in jedem Kasten verschiedene Lösungsmittel zu verwenden und verschiedene
Lösungen zusammenzuführen.
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In Fig. r und a ist angedeutet, daß in,den KastenA7 einLösungsmittel
durch dieRinneG eingelassen wird, welches von e16 in ' die Rinne H abläuft, durch
welche das Lösungsmittel dem Kasten A'- zugeführt wird. Durch die Rinne L wird dem
Kasten .d4 ein anderes Lösungsmittel zugeführt, das über die Schwelle der Kästen
seinen Weg fortsetzt, bis es im Kasten A1 mit den aus den Kästen A' bis Au kommenden
Lösungen zusammentrifft, von wo aus die Lösungen gemeinsam durch die Rinne K aus
dem System abgeführt werden.
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In Fig. 3, 4. und 5 ist eine abgeänderte Ausführungsform der Förderglieder
D, D, D ...
dargestellt, indem diese, wie ersichtlich, als rechtwinklige
Schaufeln ausgestaltet sind, die bei ihrer Vorwärtsbewegung das Gut vorwärts schieben.
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Bei dieser Ausführungsform -werden bei der Rückwärtsbewegung die schwingenden
Wellen L und mit diesen die Arme M und die Schaufeln D, D um die zugehörigen
Zapfen N
so weit gedreht, bis die Schaufeln aus der Flüssigkeit in den Kästen
austreten, -vorauf die Arme in ihre Ausgangsstellung zurückkehren, um das Gut vorwärts
zu fördern. Iäig. 3 zeigt eine WelleL mit daran befestigten Armen M und einem Gegengewicht
O in drei verschiedenen Stellungen: die MittelstellungI. die vorderste Stellung
II und die hinterste Stellung III. Die Stellungen II und III sind gestrichelt gezeigt,
wie auch in der Stellung I die Arme in gehobener und das Gewicht in vorgefallener
Stellung gestrichelt dargestellt sind. Kurz bevor die Welle L während ihrer Vorwärtsbewegung
in die Stellung 1I gelangt, trifft der Arm M gegen: einen Bolzen P, so daß sich
bei weiterer Vorwärtsbewegung der Welle der Arm und damit die Welle L urn Zapfen
N dreht und die Schaufeln D aus der Flüssigkeit gehoben werden. Die an der Welle
befestigten Gewichte 0 fallen dabei nach vorwärts und halten dadurch Arme und Schaufeln
in ihrer gehobenen Stellung fest, bis die Welle L bei ihrer Rückwärtsbewegung 'sich
der Stellung III nähert, wo ein zweiter Bolzen Px gegen den Agm 1V1 trifft, so daß
die Welle in entgegengesetzter Richtung gedreht wird und Arme und Schaufeln ihre
gesenkte Stellung einnehmen. Die Anordnung zur Drehung ist beispielsweise und kann
im Rahmen der Erfindung auch abgeändert werden.
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Die vorstehend beschriebene Ausführungsform ist besonders geeignet
zur Auslaugung sehr feinkörnigen Gutes; weil sonst das feinste Gut in der Lauge
sehr leicht aufgeschwemmt wird.