<Desc/Clms Page number 1>
Halshalterahmenvorrichtung
Die Erfindung betrifft eine Halshalterahmenvorrichtung für Grossvieh mit zwei an ihren oberen und unteren Enden beweglich angebrachten und an zwei in gleichen Höhenlagen liegenden Stellen durch Gelenkverbindungen in drei starre Teile unterteilten vertikalen Haltestangen sowie oberen und unteren Querverbindungsstangenteilen und einer oberhalb der vertikalen Haltestangen vorgesehene Vorrichtung, durch welche die oberen Enden der Haltestangen und die damit verbundenen Querverbindungsstangenteile zu einem geschlossenen Halterahmen zusammengezogen bzw.
in eine offene Halterahmenlage auseinandergezogen werden können, wobei die unteren starren Haltestangenteile in paralleler Lage zueinander starr verbunden und mit den anschliessenden mittleren Haltestangenteilen gelenkig und zumindest in der Ebene rechtwinkelig zur gemeinsamen Ebene der Haltestangen einknickbar verbunden sind.
Unter den bekannten Halshalterahmen gibt es verschiedene Ausführungen, die das Aufstehen und Hinlegen des Tieres erleichtern sollen. Bisher ist bekannt, dies mit Zwischengelenken, die in Schulterhöhe bzw. in der unteren Hälfte der parallelen Haltestangen eingesetzt sind, zu erreichen. Beim Aufstehen des Tieres hebt sich zuerst die Hinterhand und schiebt sich die Schulterpartie kreisbogenförmig nach vorn und unten, anschliessend schwenkt beim Aufstellen der Vorderfüsse Schulter-und Kopfteil ebenfalls kreisbogenförmig nach oben und hinten.
Bei allen bekannten einknickbaren oder gekröpften Ausführungen von Halshalterahmen liegen die Zwischengelenke oder Knickstellen in der unteren Hälfte der Haltestangen, so dass sie nur bei der ersten kreisbogenförmigen Bewegung durch Einknicken der Haltestangenteile im unteren Bereich des Halterahmens nach vorn nachgeben können. Bei der nachfolgenden kreisbogenförmigen Bewegung des Vorderteiles und des Kopfes des Tieres beim Aufstehen wird das Vieh nach wie vor durch die oberen Teile der starren Halsrahmenstangen hinter den Ohren und Hörnern behindert. Ähnliche Behinderungen treten auch beim Hinlegen des Viehs auf.
Es ist zwar bei Halshalterahmen vorgeschlagen worden, die vertikalen Halshalterahmenstangen in drei Teile zu unterteilen und einen mittleren Teil biegsam auszubilden, wobei aber die drei Teile starr miteinander verbunden und der untere und der obere Teil einer der Haltestangen mit ihren Befestigungsstellen seitlich beweglich verbunden sind. Bei einer andern bekannten Ausführung ist im unteren Teil der vertikalen Haltestangen eine weitere mehrfache Unterteilung dieser Haltestangenteile und ihre Verbindung mit allseitig einknickbaren Gelenken vorgesehen, sowie eine gelenkige Verbindung ihrer oberen Haltestangenteile mit ihren seitlich bewegbaren Tragteilen der Auseinanderziehvorrichtung vorgeschlagen worden.
Alle diese Vorrichtungen sind zur Lösung anderer Aufgaben bestimmt und weisen andere Lösungsmittel auf, die für die Beseitigung aller Behinderungen des Viehs beim Hinlegen und Aufstehen nicht geeignet sind.
Zweck der Erfindung ist die Verbesserung der bisherigen Halshalterahmen durch Vermeidung sämtlicher Behinderungen des Viehs bei dessen Hinlegen und Aufstehen.
Erreicht wird dies dadurch, dass bei einer Halshalterahmenvorrichtung der vorerwähnten Art die beiden oberen Querverbindungsstangenteile mit den anschliessenden oberen Haltestangenteile
<Desc/Clms Page number 2>
rechtwinkelig zueinander starr verbunden sind und die vertikalen Haltestangen im Verhältnis von etwa 1 : 2 : 1 unterteilt sind. An den Unterteilungsstellen der vertikalen Haltestangen können vorzugsweise zusätzliche Zwischenstangenteile vorgesehen werden, die mit den benachbarten Haltestangenteilen in Längsrichtung verstellbar sind und die miteinander durch Gelenkverbindungen gelenkig verbunden sind.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigt : Fig. l eine Ausführungsform der Halsrahmenhalterung in gestreckter, vertikaler Lage, in ausgezogenen Linien mit zwei gelenkigen Knickstellen und in gestrichelten Linien mit der unteren Knickstelle als starres bogenförmiges Stangenglied, in Seitenansicht, Fig. 2 eine Vorderansicht der gleichen Halsrahmenhalterung, in ausgezogenen Linien, in geöffneter, auseinandergezogener Lage, und in strichpunktierten Linien den geschlossenen Halsrahmen in seitlich geschwenkter Lage der beiden unteren Stangenteile, Fig. 3 die gleiche Halsrahmenhalterung in Seitenansicht, mit den Stangenteilen in einer mittleren Stellung in ausgezogenen Linien und in zwei Zwischenstellungen beim Aufstehen oder Hinlegen des Viehs bzw.
bei dessen Vor-oder Rückwärtsbewegung in gestrichelten Linien, Fig. 4 zwei gelenkig zu verbindende Halsrahmenstangenteile mit verstellbar mit deren gegenüberstehenden Enden verbundenen Stangengliedern und gelenkiger Verbindung zwischen diesen, in Vorderansicht des unteren Halsrahmenteiles.
In Fig. 1 bis 3 sind-1, 2, 3- die Stangenteile der Halsrahmenstangen--4 und 5-des mit zwei Knickstellen-6 und 7-versehenen Halsrahmens, der oben bei --8-- und unten bei-9-
EMI2.1
beispiel ist der mittlere Stangenteil--2--etwa doppelt so lang ausgeführt wie der obere Stangenteil --l-- bzw. der untere Stangenteil--3--, die vorzugsweise gleich lang sind. Es können aber auch die drei Stangenteile--1, 2, 3-- der Halsrahmenstangen--4 und 5--gleich lang ausgeführt werden.
EMI2.2
mit ihrem Querstangenteil als einstückiger U-förmiger Bügel ausgeführt werden.
Die Gelenkverbindungen an den Knickstellen--6 und 7--können in einfacher Weise so ausgeführt werden, dass kreisrunde oder ovale Ringglieder--16--durch Querlöcher--17--in den Enden der zu verbindenden Stangenteile hindurchgeführt sind und so eine allseitige Knickbewegung der Stangenteile--1, 2, 3-- zueinander zulassen.
Um die Längen der Halsrahmenstangen--4 und 5--entsprechend der Grösse des Viehs verändern zu können, sind die Stangenteile--1, 2, 3-- durch Einlegestangenglieder--18, 19-- mit Querbolzen--20--in Löchern--21--in den Stangengliedern --18, 19-- und in den Enden der Stangenteile-1, 2, 3- in Längsrichtung derselben verstellbar verbunden. Die Ringglieder-16und die Löcher --17-- sind in den Einlegestangengliedern--18, 19-- angeordnet (Fig. 4).
Die beiden unteren Halsrahmenstangenteile-2, 3-- können auch an Stelle der gelenkigen Knickverbindung--7--durch bogenförmig gekrümmte, nach dem Stallbarren--10--vorspringende Stangenteile starr verbunden werden, wie dies in Fig. 1 in gestrichelten Linien angedeutet ist, so dass die Stangen--4, 5-- an dieser Stelle eine starre, bogenförmige Ausbuchtung erfahren, welche dem Vieh beim Hinlegen eine bogenförmig nach vorn und unten gerichtete Vorwärtsbewegung gestatten. Es empfiehlt sich, die Halsrahmenstangen--4, 5-- als Rohre auszuführen, in welche die gelenkigen Verbindungsglieder der Knickverbindungen leichter eingeführt und fest durch Schweissung oder verstellbar mittels Bolzen befestigt werden können.
Fig. 2 zeigt die Stellung der Stangenteile--1, 2, 3-- in ausgezogenen Linien in der geschlossenen, vertikalen Normalstellung des Halshalterahmens--4, 5-- in gestrichelten Linien, die durch den bekannten Auseinanderzieh-Mechanismus--11--bewirkte Lage mit seitlich verstellter, auseinandergezogener Lage der oberen Stangenteile--1, 2-- und in strichpunktierten Linien eine seitlich verschwenkte Lage der unteren Stangenteile--2, 3- bei seitlicher Bewegung des Viehs.
Fig. 3 zeigt die Stangenteile-1, 2, 3- in verschiedenen Lagen beim Hinlegen, Aufstehen oder beim Vor-und Zurückbewegen des Viehs. Beim Hinlegen des Viehs geht die untere Knickstelle - -7-- nach vorn auf den Barren--10--zu, wobei die Stangenteile--1, 2-- etwas folgen und die gestrichelte vorspringende Lage einnehmen. Beim Niedergehen des Hinterteiles des Viehs bewegt sich
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1