AT3013U1 - Zylinderschloss mit zylindergehäuse und darin verdrehbarem zylinderkern - Google Patents

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Die Erfindung betrifft ein Zylinderschloß mit Zylindergehäuse und darin verdrehbarem Zylinderkern, der einen Schlüsselkanal zur Aufnahme eines Flachschlüssels aufweist, wobei vom Schlüssel gesteuerte verschiebbare Kernstifte und wenigstens ein deren Verschiebestellung abtastendes Sperrelement vorgesehen sind, und dem Sperrelement eine Rastausnehmung des Zylindergehäuses zugeordnet ist, und ist dadurch gekennzeichnet, daß der Kernstift (5) in einer etwa parallel zum Schlüsselkanal (3) angeordneten Kernstiftbohrung (8) verschiebbar ist und an seinem einen Ende eine in den Schlüsselkanal (3) ragende Abtastnocke (9) aufweist, daß der Kernstift (5) federnd vorgespannt ist und daß er an seiner vom Schlüsselkanal abgewandten Flanke (10) wenigstens eine Freigabenut (11) für den Eingriff eines Abtastzapfens (12) des Sperrelements (6) aufweist. Weiters betrifft die Erfindung einen Flachschlüssel für ein Zylinderschloß, wobei der Schlüsselbart (22) durch zwei Steuerkurven (20, 20) gebildet ist, die beidseitig der Längsmittelebene (13) ausgebildet sind.

Description


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  Die Erfindung betrifft ein Zylinderschloss mit Zylinderge-   häuse   und darin verdrehbarem Zylinderkern, der einen Schlüsselkanal zur Aufnahme eines Flachschlüssels aufweist, wobei vom Schlüssel gesteuerte verschiebbare Kernstifte und wenigstens ein deren Verschiebestellung abtastendes Sperrelement vorgesehen sind, und dem Sperrelement eine Rastausnehmung des Zylindergehäuses zugeordnet ist. Weiters betrifft die Erfindung einen Flachschlüssel für dieses Zylinderschloss. 



  Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Konstruktion vorzusehen, die hohe Variationszahlen ermöglicht und trotzdem funktionssicher im täglichen Gebrauch ist. Die Schlossteile sollen billig in der Herstellung sein und nur wenige verschiedene Bauteile umfassen. Weiters ist eine möglichst hohe Sicherheit gegen Nachsperren und Picking vorzusehen. Bisherige Zylinderschlösser der eingangs genannten Art erfüllen diese Anforderungen nur in unzureichendem Ausmass. 



  Gemäss vorliegender Erfindung ist das Zylinderschloss dadurch gekennzeichnet, dass der Kernstift in einer etwa parallel zum Schlüsselkanal angeordneten Kernstiftbohrung verschiebbar ist und an seinem einen Ende eine in den Schlüsselkanal ragende Abtastnocke aufweist, dass der Kernstift federnd vorgespannt ist und dass er an seiner vom Schlüsselkanal abgewandten Flanke wenigstens eine Freigabenut für den Eingriff eines Abtastzapfens des Sperrelements aufweist. 



  Der erfindungsgemässe Flachschlüssel ist dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüsselbart durch zwei Steuerkurven gebildet ist, die beidseitig der Längsmittelebene ausgebildet sind. 

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  Im folgenden wird die Erfindung anhand der Fig. 1 bis 11 beispielsweise näher beschrieben. Die   Fig. 1 zeigt   einen Querschnitt durch das erfindungsgemässe Schloss und Fig. 2 den gleichen Schnitt in anderer Funktionsstellung des Zylinderkerns. Fig. 3 zeigt abgebrochen eine Aufsicht auf den Zylinderkern. Die Fig. 4 bis 6 zeigen einander zugeordnete Ansichten einer Ausführung des Kernstiftes. Die Fig. 7 bis 9 veranschaulichen drei Ansichten des Sperrelementes. Die Fig. 10 und 11 zeigen den Flachschlüssel in einer Ausführungsvariante in Seitenansicht und Ansicht von oben. 



  Gemäss   Fig. 1   ist im Zylindergehäuse 1 der Zylinderkern 2 drehbar angeordnet, wobei diese beiden Teile durch die zylindrische Trennfläche 23 voneinander getrennt sind. Mittig im Zylinderkern 2 ist der Schlüsselkanal 3 angeordnet, in dem der Schlüssel 4 sitzt. 



  Zu beiden Seiten des Schlüsselkanal 3 erstrecken sich parallel dazu jeweils eine Reihe Kernstiftbohrungen 8, in denen die Kernstifte 5 verschiebbar angeordnet sind. Durch Kernstiftfedern 16 werden die Kernstifte nach oben vorgespannt. 



  Jeder Kernstift 5 weist an seinem unteren Ende je eine Abtastnocke 9 auf, die sich bis in den Schlüsselkanal 3 erstreckt, nämlich bis zur oder nahe an die Mittellängsebene 13 des Schlüsselkanals. 



  Der Schlüsselbart weist entlang der Mittellängsebene zwei Steuerkurven auf, die später noch näher erläutert werden. 



  Die linke Steuerkurve steuert alle links angeordneten Kernstifte und die rechte Steuerkurve alle rechts angeordneten Kernstifte. Je nach Ausbildung der beiden Steuerkurven werden die Kernstifte in definierte Steuerhöhen gestellt, wobei in Fig. l zwei dieser Steuerstellungen dargestellt sind. 

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  Jeder Kernstift weist an seiner vom Schlüsselkanal abgewandten Flanke 10 zwei Freigabenuten 11 auf, in die Abtastzapfen 12 eines Sperrelementes 6 eingreifen können, wenn der Kernstift durch den richtigen Schlüssel in die Freigabestellung gedrückt ist. 



  Die Sperrelemente 6 sind Sperrleisten, die durch die Federn 24 in Richtung zum Zylindergehäuse vorgespannt sind. In der in der Fig. 1 dargestellten Nullstellung, also unverdrehten Stellung, des Zylinderkerns befinden sich die Sperrfortsätze 21 des Sperrelementes 6 in Eingriff mit je einer Rastausnehmung 7 im Zylindergehäuse. Auflaufflächen 25 drücken das Sperrelement 6 nach innen in den Zylinderkern, wenn die Kerstifte 5 die Freigabestellung gemäss Fig. 1 eingenommen haben. Nimmt der Kernstift eine andere Stellung (Sperrstellung) ein, was bei einem falschen Schlüssel oder bei Fehlen des Schlüssels der Fall ist, ist das Einschieben des Sperrlelements 6 unter die Trennfläche 23 des Zylinderkerns verhindert und die Sperrfortsätze 21 bleiben in der Rastausnehmung 7 verrastet, wodurch ein Verdrehen des Zylinderkerns verhindert und das Schloss blockiert ist. 



  Die Sperrfortsätze 21 der Sperrelemente 6 und die Rastausnehmungen 7 sind versetzt zur Zentralebene 14 des Zylinderkerns 2 angeordnet. Durch diese Asymmetrie um die Zentralebene 14 wird sichergestellt, dass nach einer 1800 Drehung des Zylinderkerns, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist, die Sperrelemente 6 nicht gleichzeitig in die Rastausnehmungen 7 eintauchen und die Sperrstifte nicht verschoben werden können. Somit kann der Schlüssel nicht irrtümlich herausgezogen werden. Dies ist erst nach einer vollen 3600 Drehung möglich, wenn der Zylinderkern wieder die Stellung gemäss Fig. 1 einnimmt. 



  Die Fig. 3 zeigt abgebrochen den vorderen Teil des Zylinderkerns 2 mit je zwei Kernstiftbohrungen 8 zu beiden Sei- 

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 ten des Schlüsselkanal 3. Für die hier verwendeten Kernstifte mit rechteckigem Querschnitt gemäss den Fig. 4 bis 6 sind die Kernstiftbohrungen 8 analog mit rechteckigem Querschnitt ausgebildet. Durch die Schlitze 26 greifen die Abtastnocken 9 in den Schlüsselkanal bis etwa zur Längsmittelebene 13. 



  Parallel zu den Kernstiftbohrungen sind Federbohrungen 15 vorgesehen, die jeweils eine Kernstiftfeder 16 aufnehmen. 



  Durch Durchgriffsöffnungen 27 greifen Aufnahmelaschen 17 der Kernstifte 5 in die Federbohrungen 15. 



  Die Fig. 4 bis 6 zeigen in einander zugeordneten Rissen drei Ansichten eines Ausführungsbeispieles für einen Kernstift 5. Zwei parallele Freigabenuten 11 sind hier in oberster Stellung eingezeichnet. Die Freigabenuten können aber über die Höhe des Kernstifts auch verschoben angeordnet sein, je nach Anordnung der zugehörigen Steuerhöhe des Schlüssels. Es können auch mehr als zwei Freigabenuten an einem Kernstift vorgesehen werden, wenn in Schlossanlagen mehrere Freigabestellungen erforderlich sind. Die dargestellte Variation entspricht der in Fig. 1 links eingezeichneten Stellung. Rechts ist in Fig. 1 eine andere Variationslage mit einer anderen Anordnung der Freigabennuten entlang der Flanke 10 des Kernstiftes 5 eingezeichnet. Die Abtastnocke 9 ist an ihrer Steuerfläche 29 sattelförmig ausgebildet. An der Aufnahmelasche 17 greift von unten die Kernstiftfeder 16 an. 



  Die Fig. 7 bis 9 zeigen eine Ausführung des Sperrelementes 6 als Sperrleiste für eine Reihe von fünf Kernstiften. Jedem Kernstift sind je zwei Abtastzapfen 12 zugeordnet, die bei Freigabestellung der Kernstifte in deren Freigabenuten 11 eingreifen können. Die Fig. 9 zeigt die asymmetrische Ausbildung des Sperrelements unter Bildung des Sperrfortsatzes 21 mit einer schrägen Auflauffläche 30. Die Sackboh- 

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 rungen 31 dienen der Aufnahme von Druckfedern 24, siehe Fig. 1, 2. 



  Im Rahmen der Erfindung kann die Sperrleiste auch mit einbem Überlastschutz ausgestattet sein, wie er in der ATAnmeldung A 965/96 geoffenbart ist. Dabei umfasst die Sperrleiste wenigstens einen Steuerschieber und einen Abfrageschieber, die gegen Federkraft zueinander verschiebbar sind. Der Steuerschieber besitzt dabei eine Auflauffläche, die beim Verdrehen des Zylinderkernes auf der Steuerkante der Rastausnehmung aufläuft und die Sperrleiste in den Zylinderkern drückt. In blockierender Stellung des Schieberelementes wird das radiale Eintauchen des Abfrgeschiebers verhindert und das weitere Verdrehen des Zylinderkernes blockiert. Somit sind dabei die Funktionen des Abtastens und der Verrastung voneinander getrennt. 



  Die Fig. 10 zeigt die Seitenansicht eines zugehörigen Flachschlüssels gemäss vorliegender Erfindung und die Fig. 



  11 eine Ansicht von oben. Der Bereich des Schlüsselgriffes 32 ist abgebrochen. 



  Der Schlüsselschaft 18 weist am Schlüsselbart und Schlüsselrücken entlang der Mittellängsebene 13 je zwei Steuerkurven   20, 20-auf,   sodass an jeder der Steuerstellen 33 je zwei Steuerhöhen zum Positionieren der zugehörigen Kernstifte 5 vorliegen. Die hier dargestellte Variation ist nur beispielhaft. Die insgesamt erreichbare Variationszahl ist nach dieser Konstruktion sehr hoch. Der Schlüssel ist als Wendeschlüssel vorgesehen, kann also in zwei Drehlagen in das Schloss eingeschoben werden. Die Zentralrippe 19 erstreckt sich an beiden Schlüsselflachseiten bis zur Schlüsselspitze und dient der Führung des Schlüssels im Schlüsselkanal sowie der Erhöhung der Stabilität des Schlüssels. 



  Weiters kann jede Zentralrippe 19 auch dazu verwendet werden, Kodierungen für weitere Abtastelemente oder Sperrele- 

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 mente zu tragen, z. B. in Form von Ausnehmungen. 



  Wenn zuvor ausgedrückt ist, dass die Kernstiftbohrungen 8 etwa parallel zum Schlüsselkanal verlaufen, schliesst dies auch jene Ausführungen ein, wo die Kernstiftbohrungen leicht schräg angeordnet sind.

Claims (1)

  1. ANSPRUCHE.
    1. Zylinderschloss mit Zylindergehäuse und darin verdrehbarem Zylinderkern, der einen Schlüsselkanal zur Aufnahme eines Flachschlüssels aufweist, wobei vom Schlüssel gesteuerte verschiebbare Kernstifte und wenigstens ein deren Verschiebestellung abtastendes Sperrelement vorgesehen sind, und dem Sperrelement eine Rastausnehmung des Zylindergehäuses zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Kernstift (5) in einer etwa parallel zum Schlüsselkanal (3) angeordneten Kernstiftbohrung (8) verschiebbar ist und an seinem einen Ende eine in den Schlüsselkanal (3) ragende Abtastnocke (9) aufweist, dass der Kernstift (5) federnd vorgespannt ist und dass er an seiner vom Schlüsselkanal abgewandten Flanke (10) wenigstens eine Freigabenut (11) für den Eingriff eines Abtastzapfens (12) des Sperrelements (6) aufweist.
    EMI7.1 mehrerer Kernstifte (5) vorgesehen ist, deren Abtastnocken (9) bis zur oder nahe an die Mittellängsebene (13) des Schlüsselkanal (3) reichen.
    3. Zylinderschloss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Reihe Kernstifte (5) als Sperrelement (6) eine Sperrleiste zugeordnet ist und das Sperrelement in Richtung zum Zylindergehäuse (1) federnd vorgespannt ist.
    4. Zylinderschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrfortsätze (21) der Sperrelemente (6) und die Rastausnehmunqen (7) versetzt zur Zentralebene (14) des Zylinderkerns (2) angeordnet sind, um <Desc/Clms Page number 8> nach 1800 Drehung des Zylinderkernes ein gleichzeitiges Eintauchen der Sperrelemente (6) in die Rastausnehmungen (7) zu verhindern.
    5. Zylinderschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kernstifte (5) in einer Kernstiftbohrung (8) geführt sind und dass jeweils parallel zur Kernstiftbohrung eine Federbohrung (15) zur Aufnahme einer Kernstiftfeder (16) angeordnet ist, wobei eine Aufnahmelasche (17) des Kernstiftes in die Federbohrung (15) ragt und die Kernstiftfeder (16) an der Aufnahmelasche (17) angreift.
    6. Zylinderschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kernstift (5) einen rechteckigen Querschnitt aufweist.
    7. Zylinderschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Kernstift (5) zwei parallele Freigabenuten (11) aufweist, denen ein Paar Abtastzapfen (12) des Sperrelementes (6) zugeordnet sind.
    8. Zylinderschloss nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass mehr als zwei Freigabenuten (11) an einem Kernstift vorgesehen sind.
    9. Flachschlüssel für ein Zylinderschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüsselbart (22) durch zwei Steuerkurven (20, 20') gebildet ist, die beidseitig der Längsmittelebene (13) ausgebildet sind.
    10. Flachschlüssel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass er beidseitig je eine Zentralrippe (19) aufweist, die sich über die Länge des Schlüsselschaftes (18) erstreckt. <Desc/Clms Page number 9> 11. Flachschlüssel nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass er als Wendeschlüssel ausgebildet ist.
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