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Die Erfindung betrifft eine Kupplung zwischen Hülse und Spindel an Spinnmaschinen od. dgl., wobei eine hohle konische, an ihrem unteren Ende mit einer eisernen Hülse versehene Spule und eine Spindel mit konischem Körper zur Führung und Aufnahme der Spule vorgesehen sind und die Spindel eine Auflagefläche für den Rand der Hülse der Spule aufweist ; die Erfindung bezweckt die Ausbildung der Sitzauflage der Spindel z. B. auf einer Maschine zur Herstellung von Garnen, derart, dass ein strenger Reibungssitz zwischen Spindel und Spule vermieden und die Spule an der Spindel durch eine gleichmässige Kraft gehalten vird, wobei ein leichtes händisches oder selbsttätiges Abnehmen der Spule von der Spindel gewährleistet ist.
In bekannter Weise wird der Antrieb der Spule durch die Spinnmaschinenspindel zufolge eines Reibungssitzes zwischen der konischen Spule und dem die Spule aufnehmenden Teil der Spindel bewirkt. Wenn dieser Reibungssitz zu streng ist, ergeben sich beim Abnehmen der Spule Schwierigkeiten, insbesondere wenn selbsttätige Abnahmevorrichtungen vorgesehen sind. Bei zu losem Reibungssitz kann sich die Spule aber längs der Spindel aufwärts bewegen, wodurch sie ungenügend angetrieben wird und der Spinnvorgang mangelhaft ist.
Es ist ferner bekannt, am Fussende der Hülse eine Metallverstärkung vorzusehen, die beispielsweise drei Vorsprünge trägt, welche in zugehörige Ausnehmungen der Spindel eingreifen, so dass sich eine formschlüssige Verbindung ergibt. Nachteilig wird dabei empfunden, dass die Verbindungselemente sehr genau angeordnet sein müssen, um ineinandergreifen zu können und dass beim Aufsetzen durch Probieren die Einraststellung gefunden werden muss.
Die Erfindung zielt darauf ab, die vorbeschriebenen Nachteile durch die Anordnung einer magnetischen Verbindung zwischen der Spindel und der aufgesetzten Spule zu vermeiden und sieht vor, dass unter der Auflagefläche ein magnetischer Teil vorgesehen ist, welcher die Hülse der Spule anzieht. Dabei wird die Spule durch eine ausreichende, im wesentlichen gleichmässige Kraft niedergehalten, um ihre Aufwärtsbewegung zu verhindern und dennoch ein leichtes Abheben zu ermöglichen. Der Magnetsitz erleichtert den Antrieb der Spule durch die Spindel durch seine Haltewirkung, u. zw. auch beim Auftreten von Vibrationen der Spule während deren Drehung, bei der die Spindel mit der Innenfläche der Spule in Kontakt kommt.
Gemäss einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass am unteren Ende der Spindel ein Absatz angeordnet ist, dessen Durchmesser kleiner ist als der Innendurchmesser der am unteren Ende der Spule vorgesehenen Metallhülse, dass auf dem Absatz ein ringförmiger, von einem Polteil umgebener Magnet angeordnet ist und dass zwischen den unteren Enden des Polteiles und des Absatzes ein Ring aus magnetisch nicht leitendem Material vorgesehen ist, wobei die Magnetpole an der inneren und an der äusseren Fläche des Ringes liegen. Der Magnet entsteht etwa durch Magnetisieren eines Bandes aus magnetischem Material, z. B. einem gummigebundenen Bariumferrit, bei dem durch Magnetisieren in einer Richtung der eine Magnetpol an der Innenseite und der andere Magnetpol an der Aussenseite liegt.
Durch diese Anordnung wird ein magnetischer Kreis erhalten, der durch eine in üblicher Weise am unteren Ende der Spule angeordnete Metallhülse verläuft und den vollkommenen und gleichförmigen Sitz des unteren Spulenendes an der Spindel bewirkt.
Zur Verdichtung des magnetischen Flusses im Bereich der Metallhülse der Spule umfasst ein Polteil aus kohlenstoffarmem Stahl die äussere Fläche des Magnetbandes, während die innere Fläche dieses Bandes zur Schliessung des magnetischen Kreises den Spindelkörper eng umschliesst. Es ist zweckmässig, wenn der Polteil am oberen Ende einen nach innen gebogenen, die obere Stirnseite des Magnetringes abdeckenden Flansch aufweist, dessen innerer Rand im Abstand von der Oberfläche des Spindelkörpers und dessen Stirnfläche im wesentlichen in gleicher Ebene mit der oberen Stirnfläche des Absatzes angeordnet ist.
Der Polteil kann auf der oberen Flanschfläche mit einem Belag aus unmagnetischem, plastischem oder anderem kissenartigen Material, zweckmässigerweise Kunststoff, zum Aufsetzen des Metallringes der Spule bedeckt sein, so dass das Abtrennen des Garnes während der Abnahme der Spule vermieden wird, was durch Einzwicken des Garnes zwischen der Metallhülse der Spule und dem Polteil vorkommen könnte.
Weitere Vorteile der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen erläutert, in welhen Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt sind. Fig. 1 zeigt die Spindel und Spule in schaubildlicher Darstellung, wobei die Teile der magnetischen Sitzauflage einzeln dargestellt sind, Fig. 2 zeigt den unteren Teil der Spindel nach Fig. 1 teils in Ansicht, teils im Schnitt, Fig. 3 einen Längsschnitt des unteren Teiles der Spindel nach Fig. 2 in vergrössertem Massstab und Fig. 4 den unteren Teil der Spindel mit einer abgeänderten Ausführungsform der Sitzauflage.
Die in herkömmlicher Weise bei Spinnmaschinen od. ähnl. Maschinen zur Herstellung von Garnen verwendete Spindel --10-- besteht wie üblich aus der Welle dem Wirtel-12-und einem metallischen, länglich-konischen, mit einem Absatz--16--versehenen Körper--14--. Auf die Spindel ist eine durch die Spindel in Drehung versetzbare Spule--18--aufgesetzt, auf welche während des Garnspinnens oder eines ähnlichen Herstellungsvorganges Garn aufgespult wird.
Die Spindel --10-- ist mit einer Abstützung--20--für die Spule versehen, die den Absatz--16-des Spulenkörpers --14-- im Reibungseingriff umschliesst und für die reibungslose Aufnahme und den magnetischen Sitz der Spule--18--auf der Spindel--10--dient (Fig. 2). Die magnetische Abstützung - weist einen magnetischen Teil-22-in Form eines Ringes aus einem magnetischen Material auf, wobei der ringförmige magnetische Teil --22-- annähernd den Abmessungen des Sockels angepasst und von
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einem hülsenförmigen Polteil--24--aus kohlenstoffarmem Stahl umschlossen ist.
Der Polteil --24-- ist an seinem oberen Ende mit einem radial einwärts sich erstreckenden Flansch --26-- versehen, wobei zwischen dessen innerem Rand und der Oberfläche des Absatzes--16--, wie Fig. 2 zeigt, ein merklicher Zwischenraum besteht, so dass ein magnetischer Schluss zwischen dem Polteil und der Spindel verhindert ist.
Der ringförmige magnetische Teil--22--ist aus einem Band gebildet, das in einer Richtung magnetisiert wird, so dass sich der eine Magnetpol an der Innenseite und der andere Magnetpol an der Aussenseite des Ringes befindet und ein magnetischer Kreis erhalten wird, dessen Kraftlinien in Fig. 3 strichpunktiert versinnbildlicht sind.
Diese magnetischen Kraftlinien bilden einen geschlossenen magnetischen Kreis, der durch den Magnetring, den Polteil-24--, durch die Metallhülse-28-am unteren Ende der Spule-18-und durch den Absatz --16-- der Spindel zur Bildung der Abstützung der Spule an der Spindel verläuft und der die Längsbewegung der Spule gegenüber der Spindel während der Drehung verhindert und das Abziehen der Spule vom magnetischen Sitz und die leichte Abnahme der Spule von der Spindel ermöglicht.
Der Magnetring und der diesen umfassende Polteil --24-- sitzen auf einer Konsole --38-- aus einem
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Der Magnetring ist, wie bereits erwähnt, aus einem Band gebildet, das aus einer der bekannten gummigebundenen Bariumferrit-Verbindungen besteht und leicht zu dem im Inneren des Polteiles-24-- festsitzenden Ring gebogen werden kann. Um ein Durchtrennen des Garnes während des Abhebens der Spule zu vermeiden, kann zwischen der Metallhülse--28--, der Spule--18--und dem Flansch--26--des Polteiles --24-- die obere Fläche des Flansches --26-- mit einem als Polsterung dienenden Kunststoffbelag - versehen sein, welcher auch den Spalt zwischen dem inneren Flanschrand und der Oberfläche des Absatzes-16-der Spindel--10-ausfüllt.
Wie sich aus den vorstehenden Ausführungen ergibt, muss zum Niederhalten der Spule auf der Spindel eine
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erfolgen kann, also mit einer immer gleichen Abhebeleistung sowohl beim händischen als auch beim selbsttätigen Abheben, wie dies bei den zu diesem Zweck eingerichteten Maschinen der Fall ist.
Damit erübrigt es sich, eine weitere Reibungsverbindung zwischen der Spindel und der Spule vorzusehen, da die magnetische Abstützung - nicht nur die Spule am Hochsteigen längs der Spindel während des Arbeitsganges hindert, sondern diese wegen der Abhebewirkung gleichmässig niederhält und den Drehantrieb der Spule--18--durch die Spindel-10-unterstützt. Um die normalerweise zwischen der Spule und der Spindel --10-- vorhandene Reibung zu vermindern, sind die Abmessungen der magnetischen Abstützung --20-- so gewählt, dass sich die Spule etwas oberhalb der herkömmlichen Stellung befindet.
In Fig. 4 ist eine abgeänderte Ausführungsform der magnetischen Abstützung dargestellt. Diese weist einen zusätzlichen, den Absatz --16-- der Spindel umfassenden Polteil--50-auf, der seinerseits vom Magnetring - mschlossen ist. Die übrigen gtuiügig abgeänderten Teile der Sitzauflage sind mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet wie die entsprechenden Teile der Einrichtung nach den Fig. 2 und 3. Der Polteil--50--bewirkt ein besseres Zusammenfassen der Kraftlinien des magnetischen Flusses und ein besseres Schliessen des magnetischen Kreises. Der zusätzliche Polteil--50--verbessert daher die Wirkung des magnetischen Kreises der Spindel nach den Fig. 1 bis 3.
Durch die erfindungsgemässe magnetische Abstützung an der Spindel einer Maschine zur Herstellung von Garnen wird ein strenger Reibungssitz vermieden, eine immer gleichbleibende Grösse der Kraft zum Niederhalten der Spule auf der Spindel bewirkt und das Abnehmen der Spule erleichtert.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kupplung zwischen Hülse und Spindel an Spinnmaschinen od. dgl., wobei eine hohle konische, an ihrem unteren Ende mit einer eisernen Hülse versehene Spule und eine Spindel mit konischem Körper zur Führung und
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