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forstwirtschaftlich genutzten Flächen, mit einem nach einer Kreiszylinderfläche geformten, hohlen und mit einer
Schneidkante versehenen Auffangteil für die Bodenprobe und einem am Auffangteil in dessen Achsrichtung befestigten, insbesondere zwecks Verlängerung mehrteiligen, Gestänge.
Im Rahmen ökologischer Untersuchungen an kulturtragenden Standorten ergibt sich häufig die
Notwendigkeit, Serien von periodischen Bestimmungen des Wassergehaltes des Bodenmaterials durchzuführen.
Hiefür müssen Bodenproben bis zu einer Tiefe von zwei bis drei Meter oftmals während der Vegetationsperiode entnommen werden. An Handbohrgeräte, mit welchen solche Untersuchungen durchgeführt werden, sind hiebei folgende Anforderungen zu stellen :
1. Es muss eine unvermischte Probe, die nur in der Struktur gestört sein darf, entnommen werden können.
Hiezu ist eine Voraussetzung, dass eine saubere Trennung von Materialien ober-und unterhalb des
Entnahmebereiches erfolgt. An der gewonnenen Probe soll neben der Bestimmung des Wassergehaltes auch noch die Art und die Lagerungsverhältnisse der einzelnen Schichten erkennbar sein.
2. Da die Untersuchungen oft während der Vegetationsperiode, d. h. unter stehender Frucht, durchzuführen sind, darf nur eine geringe Menge an Aushubmaterial anfallen, das Bohrloch daher nur einen kleinen Durchmesser aufweisen.
3. Das Gerät muss schnell und ohne Verursachung eines Flurschadens an die betreffende Entnahmestelle zu transportieren sein. Aus diesem Grunde scheiden maschinelle Geräte von vornherein aus.
4. Das Gerät soll handlich sein, um es einerseits im Kofferraum eines Personenkraftwagens transportieren und anderseits durch eine Person allein bedienen zu können. Letztere Bedingung ist vor allem wichtig für die
Verlängerung des Gerätes bei Arbeiten in Tiefen von zwei bis drei Meter.
5. Die Säuberung des Gerätes muss rasch und gründlich und mit einfachen Werkzeugen (z. B. Messer oder
Spatel) durchführbar sein.
6. Die Probeentnahme soll bei jedem Feuchtigkeitszustand und bei jeder Bodenart möglich sein und es sollen dichte oder lockere Lagerungen und gegebenenfalls auch geringe Grobanteile des Bodenmaterials keine
Schwierigkeiten verursachen.
Diesen Anforderungen haben sich nun die bisher bekanntgewordenen Handbohrgeräte zur Entnahme von
Bodenproben nicht oder nicht völlig gewachsen gezeigt. So haben z. B. die bekannten Schlagbohrgeräte, die aus einem unten abgeschrägten Rohr bestehen, das über seine Länge einen durchgehenden Schlitz aufweist, den
Nachteil, dass eine Vermischung des Bodenmaterials innerhalb des Schlitzes stattfindet, da die oberste Schicht des Bodenmaterials im Verlauf des Eindringens des Bohrers in den Boden im Rohr nach oben geschoben wird.
Ausserdem besteht die Gefahr, dass von den Rändern der oberen Bohrlochteile Bodenmaterial durch den Schlitz des Bohrers in diesen hineinfällt.
Andere bekannte Konstruktionen bestehen aus zwei gelenkig miteinander verbundenen Hohlzylinder- hälften, die in den Boden eingestossen oder eingedreht werden. Dadurch ist zwar die Entnahme einer unvermischten Bodenprobe möglich, jedoch besteht auch hier die Gefahr von Verunreinigungen der Bodenprobe durch von den Bohrlochwänden herabfallendes Material.
Wieder andere bekannte Geräte für das Sammeln von Torf-bzw. Moorbodenproben weisen zwei konzentrisch zueinander angeordnete Zylinder auf, die in den Boden eingedreht oder eingestossen werden. Dadurch ist zwar die Entnahme einer unvermischten Probe möglich, jedoch ist die Arbeitsweise eines solchen Gerätes sehr langsam und es ist das Herausnehmen der Bodenprobe aus dem Ringraum zwischen den beiden Zylindern verhältnismässig kompliziert und zeitaufwendig.
Es sind auch Geräte bekanntgeworden, bei welchen das Bodenmaterial mittels einer Schraube oder eines Propellers in ein Rohr oder eine sonstige Kammer gefördert wird. Solche Geräte sind empfindlich gegen Grobanteile des Bodens und arbeiten relativ langsam.
Die Erfindung setzt sich zur Aufgabe, ein Handbohrgerät der eingangs geschilderten Art so zu verbessern, dass den erwähnten Anforderungen völlig Genüge getan ist. Die Erfindung löst diese Aufgabe im wesentlichen dadurch, dass der Auffangteil in an sich bekannter Weise rinnenartig nach einer Seite zu offen ausgebildet ist und dass dieser Auffangteil oben durch einen den gesamten Bohrlochquerschnitt abdeckenden Deckel und unten durch einen schräg zur Achse des Auffangteiles angeordneten, die Schneidkante tragenden Bodenteil abgeschlossen ist. Auf diese Weise wird ein trogartiger Hohlraum geschaffen, in den das beim Einbohren des Gerätes in den Boden von der Schneidkante abgehobene Material hineingefördert wird.
Der den Bohrlochquerschnitt zur Gänze abdeckende Deckel verhindert, dass von den Bohrlochwänden Material aus höher liegenden Bodenschichten zum im Auffangteil befindlichen Material dazugelangt, wodurch eine Vermischung von Bodenanteilen verschiedener Schichten wirksam verhindert wird. Zugleich verhindert der Bodenteil, dass beim Herausziehen des Gerätes aus dem Bohrloch das im Auffangteil befindliche Material herausfällt.
Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung ist der Deckel als senkrecht zur Achse des Auffangteiles angeordnete Kreisplatte ausgebildet. Dadurch ergibt sich eine besonders einfache Konstruktion und eine Vereinfachung der Befestigung des Gestänges am DeckeL Vorzugsweise ist erfindungsgemäss der Bodenteil als Platte ausgebildet, die mit den Längsrändern des rinnenartigen Auffangteiles abschliesst. Es steht also diese
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Bodenplatte nicht über den Mantel des rinnenartigen Auffangteiles vor, was die Herstellung und Lagerung des Gerätes vereinfacht.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Schneidkante von einer Abschrägung der Innenfläche der Bodenplatte gebildet, so dass deren Aussenfläche eben ist. Dadurch fördert die Schneidkante das Bohrgut besser in den Hohlraum des Auffangteiles hinein.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt. Fig. l zeigt ein mit einem mehrteiligen Gestänge versehenes Handbohrgerät in Seitenansicht, wobei die einzelnen Gestängeteile abgerissen dargestellt sind. Fig. 2 ist eine Seitenansicht des Auffangteiles in Richtung des Pfeiles II der Fig. l in grösserem Massstab. Fig. 3 ist eine Stirnansicht in Richtung des Pfeiles III der Fig. 2. Fig. 4 zeigt in grösserem Massstab einen Schnitt nach der Linie IV bis IV der Fig. 1.
Das Handbohrgerät besteht aus einem Auffangteil-l--und einem daran befestigten Gestänge--2--.
Das Gestänge-2--besteht zwecks Verlängerung und leichteren Transportes aus mehreren Teilen--2', 2" und 2"'--, von denen die Teile--2'und 2"--in Achsrichtung miteinander durch eine mit einem dieser Teile
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--2"'-- ist--3', 3"--tragen in bekannter Weise Gewindestifte-4-, die in ein Langloch des in die Schraubmuffe - 3' bzw. 3"-- eingeschraubten Teiles --2' bzw. 2"--- eintreten und derart das Gewinde gegen Torsionsbeanspruchungen beim Verdrehen des Querstückes --2#-- entlasten.
Der Auffangteil--l--besteht aus einem rinnenartigen Mantelteil--5--, der von einem um einen öffnungswinkel--a-von etwa 1800 gebogenen Blech gebildet ist. An diesem Mantelteil --5-- ist oben ein Deckel --6-- angeschweisst, der von einer kreisförmigen Platte gebildet ist, deren Radius gleich ist dem Krümmungsradius des Mantelteiles-5--. Diese Platte schliesst daher das vom Auffangteil-l-erzeugte Bohrloch ab, so dass von den oberhalb des Deckels --6-- befindlichen Bohrlochteilen kein Material in den
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gebildet ist, deren Ebene schräg, vorzugsweise um etwa 300 gegen eine Horizontalebene geneigt, zur Achse des Auffangteiles-l--angeordnet ist. Dieser Bodenteil--7--, z.
B. eine Stahlplatte, ist am unteren Rand des Mantelteiles --5-- angeschweisst und erstreckt sich über denselben öffnungswinkel wie der Mantelteil--5-- (Fig. 2, 3). Der Bodenteil --7-- trägt eine Schneidkante--8--, die von einer Abschrägung --9-- (Fig. 4) der Innenfläche --10-- des Bodenteiles --7-- gebildet ist, so dass die Aussenfläche--11--der den Bodenteil --7-- bildenden Platte eben ist. Die Längsränder --12-- des Mantelteiles --5-- brauchen nicht mit Schneiden versehen zu sein.
Im Gebrauch werden die für die jeweils gewünschte Bohrlochtiefe erforderlichen Teile des Gestänges
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mit dem abgescherten Bodenmaterial gefüllt, das durch die Bodenplatte --7-- am Herausfallen gehindert und durch Herausziehen des Gerätes aus dem Bohrloch ohne Verlust an die Oberfläche gebracht werden kann. Einsetzen und Herausziehen des Gerätes ist ohne grossen Arbeits- und Zeitaufwand möglich. Bei einiger Sorgfalt wird nur wenig Bodenmaterial von der Bohrlochwand abgelöst.
Die Entnahme des geförderten Bodenmaterials aus dem Hohlraum des Auffangteiles--l--ist ebenso wie die Reinigung desselben leicht, am besten mit einem Bodenmesser, möglich. Die anfallende Aushubmenge ist gering und es besteht eine ungehinderte Bewegungsmöglichkeit mit dem einsatzfähigen Gerät im geschlossenen Pflanzenbestand.
Nach Abschluss der Bohrungen ist das Gerät in einfacher Weise zerlegbar und im Kofferraum eines Personenkraftwagens unterbringbar.
Zwecks Feststellung der jeweiligen Bohrtiefe kann das Gestänge-2-mit einer Skala versehen sein.
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