DE551008C - Verfahren zum Anortbringen von Mantelrohren bei der Gruendung in stehendem Boden - Google Patents
Verfahren zum Anortbringen von Mantelrohren bei der Gruendung in stehendem BodenInfo
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-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B11/00—Other drilling tools
- E21B11/005—Hand operated drilling tools
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Description
Beim Versenken von Mantelrohren ins Erdreich, insbesondere bei der Gründung mit
Betonpfählen, stößt man häufig auf Holzteile, die aus alten Baumstämmen, Holzpfählen,
Wurzeln o. dgl. bestehen. Wenn diese Holzteile größere Stärke aufweisen, ist die Beseitigung
durch das zu versenkende Mantelrohr so schwierig, daß man bisher Heber das Mantelrohr versetzt hat. Ein solches Versetzen
der Mantelrohre ist jedoch zeitraubend und unwirtschaftlich.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Beseitigung dieses Nachteils und besteht darin,
daß beim Auftreffen des Mantelrohres auf größere Holzteile oder ähnliche Hindernisse,
im Erdreich das Mantelrohr zunächst herausgezogen und alsdann die Holzteile mittels einer eingeführten Rohrsäge herausgeholt
werden, worauf das Mantelrohr wieder eingesetzt wird. Zur Ausführung des neuen Verfahrens bedient man sich zweckmäßig
einer Rohrsäge, die durch Befestigung eines Sägeblattes in Form eines Sägeringes an
einem Rohr erhalten wird.
In der beiliegenden Zeichnung ist das Verfahren mit der dabei verwendeten Rohrsäge
veranschaulicht. Es zeigen
Abb. ι. die ins Erdreich eingeführte Rohrsäge
im Schnitt teilweise in Ansicht,
Abb. 2 einen Schnitt durch das untere Rohrende mit Bohrkrone in vergrößertem
Maßstabe,
Abb. 3 das Sägeblatt abgewickelt in Ansicht.
Wenn das Mantelrohr auf ein Hindernis auf Holz α in beliebiger Tiefe stößt, so wird
erfindungsgemäß das in den Abbildungen nicht dargestellte Mantelrohr zunächst aus
dem Erdboden herausgezogen und an seiner Stelle eine Säge eingeführt. Diese Säge besteht
aus einem Rohr b, an dessen unteren Ende ein Sägeblatt c in Form eines Ringes
befestigt ist. Am oberen Ende des Rohres b wird in geeigneter Weise ein Hebel d mittels
einer Schelle e befestigt. Stößt die eingeführte Rohrsäge auf das Hindernis a, so wird
durch Drehen der Rohrsäge mittels des Hebels d das Rohr hin und her bewegt, wodurch
sich die Sägezähne in das Holzhindernis einfressen und dieses schließlich ganz durchbohren. Das Sägeblatt ist derart
stumpf an dem Rohr b angeschweißt, daß der innere Durchmesser des Sägeblattringes c genau
mit dem inneren Durchmesser des Rohres b übereinstimmt. Infolgedessen kann
das zu durchbohrende Holzstück ohne weiteres in das Innere der Rohrsäge eindringen.
Die Sägezähne / sind nach innen und außen verschränkt und außerdem geschärft. Infolge
der Verschränkung nach innen wird das herauszubohrende Holzstück in der Rohrsäge
festgehalten und nach Durchbohrung des Holzhindernisses mit der Rohrsäge zusammen
herausgehoben. Die Schränkung der Zähne/ nach außen bewirkt, daß die Rohrsäge einen
so großen Hohlraum aus dem Holzhindernis heraussägt, daß einerseits die Rohrsäge verhältnismäßig
leicht wieder herausgezogen und
andererseits das ,zu versenkende Mantelrohr
samt seiner etwaigen Verdickungen durch Verschraubung o. dgl. durch den Hohlraum
hindurchgeführt werden kann. Nach Entfer-S nung der Rohrsäge wird alsdann das normale
Mantelrohr wieder eingeführt und in bekannter Weise im Erdreich versenkt.
Es ist zweckmäßig, das Sägeblatt/ aus
starkem Material und mit verhältnismäßig
to großem Querschnitt auszuführen. Wie aus Abb. 2 hervorgeht, kann die Wandstärke des
Rohres b dünner gewählt werden. Falls die Bohrung in sehr großer Tiefe erforderlich
ist, wird das Rohr aus mehreren Einzelteilen zusammengeschweißt.
Gegebenenfalls könnte die Säge auch unmittelbar an dem unteren Ende des Mantelrohres
angebracht werden.
Die beschriebene Rohrsäge eignet sich auch ao für feste Ton- und andere Böden, in die ein
normales Mantelrohr sonst nur unter außerordentlich erschwerten Umständen versenkt
werden kann.
Claims (2)
- Patentansprüche: ai. Verfahren zum Anortbringen von Mantelrohren bei der Gründung in stehendem Boden, dadurch gekennzeichnet, daß beim Auftreffen des Mantelrohres auf größere Holzteile oder ähnliche Hindernisse das Mantelrohr zunächst herausgezogen und alsdann die Holzteile im Bereiche des Mantelrohres mittels einer eingeführten Rohrsäge herausgesägt und -geholt werden, worauf das Mantelrohr wieder eingesetzt wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähne (/) des Sägeblattes nach außen und innen verschränkt sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE551008T | 1930-09-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE551008C true DE551008C (de) | 1932-05-24 |
Family
ID=6562882
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930551008D Expired DE551008C (de) | 1930-09-06 | 1930-09-06 | Verfahren zum Anortbringen von Mantelrohren bei der Gruendung in stehendem Boden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE551008C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19517414A1 (de) * | 1995-03-03 | 1996-09-12 | Bilfinger Berger Bau | Abbruchverfahren |
-
1930
- 1930-09-06 DE DE1930551008D patent/DE551008C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19517414A1 (de) * | 1995-03-03 | 1996-09-12 | Bilfinger Berger Bau | Abbruchverfahren |
| DE19517414C2 (de) * | 1995-03-03 | 2000-05-31 | Bilfinger Berger Bau | Abbruchverfahren |
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