<Desc/Clms Page number 1>
Das Patent Nr. 297 816 befasst sich mit einem Verfahren zur Übertragung mindestens eines Tonsignals in- nerhalb des Frequenzspektrums eines Videosignals, wobei das Tonsignal während des Zeilenhinlaufes übertragen wird, bei dem. senderseitig das einer Halbbildperiode des Bildsignals zugehörige Tonsignal während dieser Halb- bildperiode in einer Speichereinrichtung gespeichert wird und nach Ablauf dieser Halbbildperiode während des
Zeilenhinlaufes einer der freien Zeilen für den dieser Halbbildperiode nachfolgenden Bildrücklauf übertragen wird und der Tonsignalinhalt dieser Zeile im Empfänger in einer Speichereinrichtung gespeichert wird und in- nerhalb der Periode des nachfolgenden Halbbildes an den Tonteil des Empfängers abgegeben wird.
Zwecks Speicherung kann dabei sendeseitig während der Halbbildperiode das betreffende Tonsignal mit einer niederfrequenten Abtastfrequenz fT (z. B. 31, 250 kHz) abgetastet und einer aus einer Vielzahl von Kon- densatoren bestehenden Speichereinrichtung zugeführt werden, der das gespeicherte Signal mit einer hohen
Taktfrequenz FT von z. B. 12, 06 MHz während des Zeilenhinlaufes einer der freien Zeilen entnommen wird.
Ein wesentlicher Vorteil des Verfahrens nach dem Patent Nr. 297 816 besteht darin, dass bei Übertragung von
Tonsignalen innerhalb des Videosignals kein Hilfsträger und keine Hilfskodierung (z. B. PCM) für die Tonsignale verwendet wird, denn selbst dann, wenn das jeweilige Tonsignal in zeitkomprimierter Form mit der hohen
Taktfrequenz FT senderseitig aus dem Speicher ausgelesen wird, liegt keine Impulskodierung vor, weil die hohe Taktfrequenz FT wesentlich höher als dM-Bandbreite des Sendersignals (z. B. 5 MHz) ist, so dass eventuelle
Reste der Abtastung vor der Aussendung völlig unterdrückt werden. Das zeitkomprimierte Sendersignal ist somit völlig identisch mit einem zeitkomprimierten Tonsignal, welches z. B. mit Hilfe eines schnell laufenden Ma- gnetbandes erzeugt werden kann.
Ein wesentlicher Vorteil dieser Eigenschaft besteht darin, dass empfängerseitig die Wahl der beiden Frequenzen fil T und FIT beliebig, also vom Sender unabhängig ist, so dass es möglich ist,
Empfänger mit sehr kleinem Speicheraufwand zu realisieren, bei denen jedoch die Bandbreite des Tonsignals entsprechend gering ist. Mit andern Worten : Es bleibt dem Empfängerkonstrukteur überlassen, den wirtschaftli- chen Aufwand und die erzielbare Qualität selbst festzulegen. Lediglich das Verhältnis der beiden Frequenzen muss der senderseitigen Tonsignalkompression entsprechen. Wirtschaftlich am einfachsten ist es, empfängerseitig die Zeilenfrequenz oder eine Subharmonische dieser Frequenz für die niederfrequente Taktung (fiT) beim Auslesen des Speichers zu verwenden.
Um Störungen zu vermeiden, die der Differenz zwischen der Abtast- frequenz F'T und Frequenzen des zeitkomprimierten Tonsignals, die höher liegen als der halbe Wert dieser Abtastfrequenz, entsprechen, wird bei dem Verfahren nach dem Patent Nr. 297 816 erfindungsgemäss vorgeschlagen, dass empfängerseitig die Bandbreite des in den freien Zeilen für den Bildrücklauf übertragenen Tonsignals vor seiner Speicherung auf nahezu den halben Wert der Abtastfrequenz der diskrete Augenblickswert des Tonsignals speichernden Speichereinrichtung reduziert wird.
Diese Reduzierung der Bandbreite könnte z. B. durch Reduzierung der Bandbreite des empfängerseitigen Zwischenfrequenzsignals erfolgen. Eine derartige Reduzierung hat jedoch gleichzeitig eine Verringerung der Bandbreite des Videosignals zur Folge.
Eine wesentlich bessere Massnahme besteht in Weiterbildung der Erfindung darin, dass die Reduzierung der Bandbreite mittels eines Tiefpasses erfolgt, der in der Verbindung vom Zw'ischenfrequenzdemodulator zur Speichereinrichtung liegt.
An Hand der Ausführungsbeispiele der Zeichnungen seien im folgenden die Erfindung, weitere ihrer Merkmale und Vorteile näher erläutert.
An Hand des Ausführungsbeispieles der Fig. l soll die Frequenzbandreduzierung für die CCIR-Norm gezeigt werden. IndieserZeichnungist-l-die Frequenzcharakteristik des normgerechten Videosignals, sie hat bei der CCIR-Norm 5 MHz Bandbreite. Mit-2--ist die Frequenz FIT bezeichnet, die z. B. 6 MHz beträgt. (Bei voller Ausnutzung der Norm gemäss Patent Nr. 297 816 würde sie 12 MHz betragen.) Mit--3-- ist die Frequenz FIT bezeichnet, die im vorliegenden Falle 3 MHz beträgt. Mit --4-- ist die Frequenzgrenze ange-
2 geben, auf die gemäss der Erfindung die Bandbreite des zeitkomprimierten Tonsignals reduziert werden soll, welches der Speichereinrichtung zugeführt wird.
Fig. 2 zeigt einAusführungsbeispiel, darin ist-5-dieAntenne des Empfängers, --6-- der Hochfrequenz- mischer, --7-- der Mischoszillator, --8-- der Zwischenfrequenzverstärker, --9-- der Zwischenfrequenzdemodulator, --10-- der Videoverstärker und --11-- die Bildröhre. Mit --12-- ist der Tiefpass bezeichnet, dessen Frequenzgrenze niedriger liegt als die Frequenz FIT.
Die Frequenzgrenze dieses Tiefpasses entspricht der
EMI1.1
-- 4 - in Fig. 1.Schalter --17-- die jeweiligen Taktimpulse zugeführt werden, u. zw. der Klemme-IS-dieniederfrequenten Taktimpulse mit der Frequenz fiT und der Klemme-19-- die hochfrequenten Taktimpulse mit der Frequenz FIT'Der Schalter --17-- wird während der betreffenden, das gewünschte Tonsignal übertragenden freien Zeile des Bildrücklaufes auf die Klemme-b-- geschaltet. Während der übrigen Zeit des Halbbildes ist der Schalter-17-- auf die Klemme-a-geschaltet.
Nach der Speichereinrichtung folgt ein Tiefpass--14--, der die Aufgabe hat, die Taktfrequenzf'Trest- los zu unterdrücken. Die Frequenzgrenze dieses Niederfrequenztiefpasses kann ebenfalls etwas niedriger liegen
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
dem Lautsprecher --16-- verbunden ist.
Der erfindungsgemässe Tiefpass zur Vermeidung von Differenzfrequenzen zwischen dem zeithomprimierten Tonsignal und der hohen Abtastfrequenz FIT ist der Tiefpass --12--. Mit dem Tiefpass --14-- "ist der gewünschte Effekt nicht zu erreichen, da bei Abwesenheit des Tiefpasses --12-- die unerwünschten Differenz-
EMI2.2
--14-- nicht unterdrücktPATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Übertragung mindestens eines Tonsignals innerhalb des Frequenzspektrums eines Videosignals, wobei das Tonsignal während des Zeilenhinlaufes übertragen wird, bei dem nach Patent Nr. 297 816 senderseitig das einer Halbbildperiode des Bildsignals zugehörige Tonsignal während dieser Halbbildperiode in einer Speichereinrichtung gespeichert wird und nach Ablauf dieser Halbbildperiode während des Zeilenhinlaufes einer der freien Zeilen für den dieser Halbbildperiode nachfolgenden Bildrücklauf übertragen wird und der Tonsignalinhalt dieser Zeile im Empfänger in einer Speichereinrichtung gespeichert und innerhalb der Periode des nachfolgenden Halbbildes an den Tanteil'des Empfängers abgegeben wird,'dadurch gekennzeichnet,
dass empfängerseitig die Bandbreite des in den freien Zeilen für den Bildrücklauf übertragenen Tonsignals vor seiner Speicherung auf nahezu den halben Wert der Abtastfrequenz der diskrete Augenblickswerte des Tonsignals speichernden Speichereinrichtung (13) reduziert wird.