Verfahren <B>zur Übertragung mindestens eines Tonsignals innerhalb des</B> Frequenzspektrums eines Videosignals Der Patentanspruch des Hauptpatentes betrifft ein Ver fahren zur Übertragung mindestens eines Tonsignals inner halb des Frequenzspektrums eines Videosignals, bei dem senderseitig das einer Halbbildperiode des Bildsignals zuge hörige Tonsignal während dieser Halbbildperiode in einer Speichereinrichtung gespeichert wird und nach Ablauf die ser Halbbildperiode während des Zeilenhinlaufs einer der freien Zeilen für den dieser Halbbildperiode nachfolgenden Bildrücklauf übertragen wird und der Tonsignalinhalt dieser Zeile im Empfänger in einer Speichereinrichtung gespei chert wird und innerhalb der Periode des nachfolgenden Halbbildes an den Tonteil des Empfängers abgegeben wird.
Zwecks Speicherung kann dabei sendeseitig während der Halbbildperiode das betreffende Tonsignal mit einer niederfrequenten Abtastfrequenz fT (z. B. 31,250 kHz) abgeta stet und einer aus einer Vielzahl von Kondensatoren beste henden Speichereinrichtung zugeführt werden, der das ge speicherte Signal mit einer hohen Taktfrequenz FT von z. B. 12,06 MHz während des Zeilenhinlaufs einer der freien Zei len entnommen wird. Ein wesentlicher Vorteil des Verfah rens nach dem Hauptpatent besteht darin, dass bei Übertra gung von Tonsignalen innerhalb des Videosignals kein Hilfs träger und keine Hilfskodierung (z. B.
PCM) für die Tonsig nale verwendet wird, denn selbst dann, wenn das jeweilige Tonsignal in zeitkomprimierter Form mit der hohen Taktfre quenz FT senderseitig aus dem Speicher ausgelesen wird, liegt keine Impulskodierung vor, weil die hohe Taktfrequenz FT wesentlich höher als die Bandbreite des Sendersignals (z. B. 5 MHz) ist, so dass eventuelle Reste der Abtastung vor der Aussendung völlig unterdrückt werden. Das zeitkompri mierte Sendersignal ist somit völlig identisch mit einem zeit komprimierten Tonsignal, welches z.<B>B.</B> mit Hilfe eines schnell laufenden Magnetbandes erzeugt werden kann.
Ein wesentlicher Vorteil dieser Eigenschaft besteht darin, dass empfängerseitig die Wahl der beiden Frequenzen FT und FT beliebig, also vom Sender unabhängig ist, so dass es möglich ist, Empfänger mit sehr kleinem Speicheraufwand zu realisie ren, bei denen jedoch die Bandbreite des Tonsignals entspre chend geringer ist. Mit anderen Worten: Es bleibt dem Emp fängerkonstrukteur überlassen, den wirtschaftlichen Auf wand und die erzielbare Qualität selbst festzulegen. Ledig- lieh das Verhältnis der beiden Frequenzen muss der sender- seitigen Tonsignalkompression entsprechen. Wirtschaftlich am einfachsten ist, empfängerseitig die Zeilenfrequenz oder eine Subharmonische dieser Frequenz für die niederfre quente Taktung (f'T) beim Auslesen des Speichers zu ver wenden.
Um Störungen zu vermeiden, die der Differenz zwi schen der Abtastfrequenz FT und Frequenzen des zeitkom primierten Tonsignals, die höher liegen als der halbe Wert dieser Abtastfrequenz entsprechen, wird bei dem Verfahren nach dem Patentanspruch des Hauptpatents gemäss vorlie gender Erfindung vorgeschlagen, dass empfängerseitig die Bandbreite des in den freien Zeilen für den Bildrücklauf übertragenen Tonsignals von seiner Speicherung auf nahezu den halben Wert der Abtastfrequenz einer diskreten Augen blickswerte des Tonsignals speichernden Speichereinrich tung reduziert wird.
Diese Reduzierung der Bandbreite könnte z. B. durch Reduzierung der Bandbreite des empfängerseitigen Zwi schenfrequenzsignals erfolgen. Eine derartige Reduzierung hat jedoch gleichzeitig eine Verringerung der Bandbreite des Videosignals zur Folge.
Eine wesentlich bessere Massnahme besteht in Weiterbil dung der Erfindung darin, dass die Reduzierung der Band breite mittels eines Tiefpasses erfolgt, der in der Verbindung vom Zwischenfrequenzdemodulator zur Speichereinrichtung liegt.
Anhand der Ausführungsbeispiele der beigefügten Zeich nungen seien im folgenden die Erfindung näher erläutert: Anhand des Ausführungsbeispiels der Fig. 1 soll die Fre quenzbandreduzierung für die CCIR-Norm gezeigt werden. In dieser Fig. ist 1 die Frequenzcharakteristik des normge rechten Videosignals, sie hat bei CCIR-Norm 5 MHz Band breite. Mit 2 ist die Frequenz FT bezeichnet, die z. B. 6 MHz beträgt. (Bei voller Ausnutzung der Norm gemäss Hauptpa tent würde sie 12 MHz betragen.) Mit 3 ist die Frequenz
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bezeichnet, die im vorliegenden Falle 3 MHz beträgt.
Mit 4 ist die Frequenzgrenze angegeben, auf die gemäss der Erfin- dung die Bandbreite des zeitkomprimierten Tonsignals redu ziert werden soll, welches der Speichereinrichtung zugeführt wird.
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel, darin ist 5 die An tenne des Empfängers, 6 der Hochfrequenzmischer, 7 der Mischoszillator, 8 der Zwischenfrequenzverstärker, 9 der Zwischenfrequenzdemodulator, 10 der Videoverstärker und 11 die Bildröhre. Mit 12 ist der Tiefpass bezeichnet, dessen Frequenzgrenze niedriger liegt als die Frequenz
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Die Frequenzgrenze dieses Tiefpasses entspricht der Fre quenzgrenze 4 in Fig. 1. Nach diesem Tiefpass folgt die Speichereinrichtung 13, der über den Schalter 17 die jeweili gen Taktimpulse zugeführt werden, und zwar der Klemme 18 die niederfrequenten Taktimpulse mit der Frequenz f'T und der Klemme 19 die hochfrequenten Taktimpulse mit der Frequenz F'T. Der Schalter 17 wird während der betreffen den, das gewünschte Tonsignal übertragenden freien Zeile des Bildrücklaufs auf die Klemme b geschaltet.
Während der übrigen Zeit des Halbbildes ist der Schalgier 17 auf die Klemme a geschaltet.
Nach der Speichereinrichtung folgt ein Tiefpass 14, der die Aufgabe hat, die Taktfrequenz f'T restlos zu unterdrük- ken. Die Frequenzgrenze dieses Niederfrequenztiefpasses kann ebenfalls etwas niedriger liegen als die halbe Taktfre quenz
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da durch den Tiefpass 12 das zeitkomprimierte Tonsignal so begrenzt ist, dass das hinter dem Speicher 13 erscheinende, nicht mehr komprimierte Tonsignal ohnehin nur eine Band breite hat, die kleiner als
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ist. Nach dem Tiefpass 14 folgt ein gewöhnlicher Niederfre quenzverstärker 15, dessen Ausgang mit dem Lautsprecher 16 verbunden ist.
Der Tiefpass zur Vermeidung von Differenzfrequenzen zwischen dem zeitkomprimierten Tonsignal und der hohen Abtastfrequenz F'T ist der Tiefpass 12. Mit dem Tiefpass 14 ist der gewünschte Effekt nicht zu erreichen, da bei Abwe senheit des Tiefpasses 12 die unerwünschten Differenzfre quenzen bereits gebildet sind und nach der Taktung mit innerhalb des Niederfrequenzspektrums liegen und somit von dem Tiefpass 14 nicht unterdrückt werden können.