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Die Erfindung betrifft eine Einheit mit programmierbarer Wiederholung für Kaffeemaschinen oder Getränkeautomaten, mit einer Dosiereinrichtung für Flüssigkeiten, insbesondere Heisswasser, welche einen in einem Dosierzylinder angeordneten, doppeltwirkenden Dosierkolben aufweist, der mit einer Kolbenstange zur Betätigung von elektrischen Endschaltern versehen ist, wobei der Dosierzylinder über Ventile an eine Zuflussleitung sowie an eine Abflussleitung angeschlossen ist.
Die bei Kaffeemaschinen auftretenden Aufgaben, nämlich eine grösstmögliche Ausnutzung des Kaffeepulvers, schnelle Arbeitsweise und Dosierung von Kaffeepulver bzw. Heisswasser zu erzielen, haben zu verschiedenen Konstruktionen geführt, die in drei Gruppen eingeteilt werden können :
Kaffeemaschinen, die mit einem Handhebel zu bedienen sind, erfordern einen grossen Kraftaufwand der Bedienungsperson, wobei mit dem Handhebel ein Kolben zur Dosierung der Wassermenge gekoppelt ist.
Bei hydraulisch betätigbaren Maschinen wird ein Differentialkolben verwendet, der mit Wasserdruck beaufschlagt wird. Nachteilig hiebei ist, dass die dafür den Kaffee nötige Wassermenge ist und ferner vorgegebene Durchflussmengen und Druckwerte nicht unterschreiten darf.
Bei kontinuierlich arbeitenden Maschinen ist ein mechanisches oder elektromechanisches Ventilsystem vorgesehen. Der Nachteil dieser Maschinen liegt in deren Handbetätigung, so dass sie nicht als Automaten verwendbar sind.
Es ist daher bereits in der Schweizer Patentschrift Nr. 397176 eine Messvorrichtung mit einem Doppelventil vorgeschlagen worden, bei welcher das Wasser jedoch bloss infolge der Schwerkraft fliesst, da kein Dosierkolben vorgesehen ist. Das Doppelventil dieser lediglich für löslichen Kaffee entwickelten Maschine wird mechanisch durch einen Elektromotor betätigt, wobei von jeder Verlagerung des Auslassventils die Abgabe einer vorbestimmten Kaffeemenge abgeleitet ist. Zur Verwendung als Espressomaschine ist diese Vorrichtung praktisch nicht geeignet.
Dosierkolben, deren Hübe durch eine Zähleinrichtung bestimmt werden, sind beispielsweise aus den
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Dosiereinrichtungen bekannt, die Kolbenstange zur Betätigung eines Steuerschalters heranzuziehen, wie aus der deutschen Offenlegungsschrift 1964713 hervorgeht.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Kaffeemaschine, mit der die eingangs genannten Ziele ohne die bekannten Nachteile erreichbar sind und die vollautomatisch arbeitet.
Diese Aufgabe wird bei einer Einrichtung der vorstehend erwähnten Art dadurch gelöst, dass erfindungsgemäss eine mittels eines an sich bekannten Vorwählschalters entsprechend einer wählbaren Anzahl von Hüben des Dosierkolbens einstellbare Zähleinrichtung vorgesehen ist, die in einem ihrer Zustände zur Stillsetzung des Dosierkolbens ausgebildet ist und deren Fortschaltung von den Endlagen des Dosierkolbens abgeleitet ist, wobei die Zähleinrichtung zwei von der Kolbenstange betätigbare Endschalter aufweist.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung kann die Kolbenstange einen Arm zur Betätigung eines elektrischen Steuerschalters aufweisen, an welchem die mit der Zuflussleitung sowie der Abflussleitung verbundenen, als Dreiweg-Magnetventile ausgebildeten Ventile angeschlossen sind. Dabei kann der Steuerschalter mit einem Umschalter verbunden sein, mit dem die Zähleinrichtung überbrückbar ist.
Die Erfindung beruht auf der wiederholten Abgabe einer vorbestimmten Menge Flüssigkeit, im Falle einer Kaffeemaschine einer vorbestimmten Heisswassermenge. Es ist jedoch ersichtlich, dass die Erfindung nicht auf den Einsatz in Kaffeemaschinen beschränkt, sondern mit gleichem Vorteil bei Getränkeautomaten anwendbar ist. Die im folgenden angeführten Ausführungsbeispiele der Erfindung werden allerdings im Zusammenhang mit
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abgegeben werden. Die Abgabe der Grunddosis von 35 cm3 ist mit Hilfe der Zähleinrichtung einige Male wiederholbar. Die Grundmenge selbst ist durch die Abmessungen des Dosierzylinders vorgegeben und somit je nach Bedarf änderbar.
Die Erfindung wird nun an Hand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert, das in den Zeichnungen schematisch dargestellt ist ; in diesen zeigen Fig. 1 den Dosierkolben in seiner oberen Stellung und Fig. 2 denselben in seiner unteren Stellung.
In einem Dosierzylinder--C-ist ein Dosierkolben --6-- angeordnet, dessen Kolbenstange-9beidseitig aus dem Dosierzylinder-C- herausragt. Das eine Ende der Kolbenstange --9-- wirkt in der
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--6-- mitRelaiskontakten--15--und einer Abschaltwicklung--18--aufweist. Mit Hilfe eines Vorwählschalters - ist die Anzahl der Dosierkolbenhübe einstellbar. Der Endschalter--16--ist einerseits über eine
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--17-- ist--13-- mit dem Relais--14--und dieses mit dem andern Pol der Stromquelle verbunden sind. Beide Endschalter--16, 17-weisen je einen Umschaltkontakt auf, der über nicht dargestellte Leitungen mit der Zähleinrichtung verbunden ist.
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Der Steuerschalter --7--- ist einerseits über die Dreiweg-Magnetventile --1, 2-- und anderseits über einen Umschalter--19--an die Stromquelle angeschlossen.
Die Flüssigkeitsleitungen sind mit doppelten Linien eingezeichnet, wobei zeitweilig unversorgte Abschnitte strichliert dargestellt sind. Die Zuflussleitung führt über die Pumpe--3--sowie die Heizvorrichtung --4-- zu den Magnetventilen--l und 2--. Vom Magnetventil--l--führt einerseits eine Leitung zur Oberseite des Dosierzylinders--C--und anderseits zu einem Filter--5--mit Kaffeepulver--10--. Vom andern Magnetventil --2-- führt eine Leitung zur Unterseite des Dosierzylinders--C--sowie eine weitere Leitung zum Filter--5--.
Im folgenden wird die Arbeitsweise der Erfindung behandelt : Die dauernd eingeschaltete Pumpe--3-fördert Wasser zur Heizvorrichtung --4-- und von dort zu den Magnetventilen --1, 2--, wodurch in der Zuflussleitung ein Druck aufgebaut wird. Das Wasser durchfliesst zunächst das Magnetventil--l--und
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Zu Beginn der Kaffeeabgabe wird der Vorwählschalter--12--in die gewünschte Stellung gebracht und sodann die Starttaste--13--gedrückt. Demzufolge werden das Relais--14--erregt und dessen Kontakte --15-- geschlossen. Die Hübe des Dosierkolbens--6--werden von den Endschaltern--16, 17-- "gezählt", und sobald die vorgewählte Anzahl erreicht ist, wird durch Erregung der Abschaltwicklung--18-der Relaiskontakt --15-- geöffnet.
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Die Erfindung ist besonders vorteilhaft bei Kaffee- oder Getränkeautomaten verwendbar, da der Vorwählschalter--12--ohne weiteres auf bekannte Weise mit einem Münzautomaten zusammengeschaltet werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einheit mit programmierbarer Wiederholung für Kaffeemaschinen oder Getränkeautomaten, mit einer Dosiereinrichtung für Flüssigkeiten, insbesondere Heisswasser, welche einen in einem Dosierzylinder angeordneten, doppeltwirkenden Dosierkolben aufweist, der mit einer Kolbenstange zur Betätigung von elektrischen Endschaltern versehen ist, wobei der Dosierzylinder über Ventile an eine Zuflussleitung sowie an eine Abflussleitung angeschlossen ist, gekennzeichnet durch eine mittels eines an sich bekannten Vorwählschalters (12) entsprechend einer wählbaren Anzahl von Hüben des Dosierkolbens (6) einstellbare Zähleinrichtung (16, 17 ;
18 ; 14,15), die in einem ihrer Zustände zur Stillsetzung des Dosierkolbens (6) ausgebildet ist und deren Fortschaltung von den Endlagen des Dosierkolbens (6) abgeleitet ist, wobei die Zähleinrichtung zwei von der Kolbenstange (9) betätigbare Endschalter (16,17) aufweist.
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