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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung für die selbsttätige Steuerung klimatisierender Vorgänge, wobei für die Steuerung der Temperatur und der verhältnismässigen Feuchtigkeit ein gemeinsamer psychrometrischer Fühler in der gesteuerten Umgebung angewandt wird.
Eine ähnliche, doch einfachere Einrichtung ist aus der tschech. Patentschrift Nr. 133261, Anspruch 2 und 3 bekannt. Diese Einrichtung ist aus Ersparungsgründen nur für einen Zweck gelöst und ermöglicht deshalb nicht den Bau einer universellen Klimatisierungsanlage für einen weiten Bereich der relativen Feuchtigkeit, wie dies die verschiedenen industriellen, sanitären, züchtenden und landwirtschaftlichen Fachgebiete erfordern.
Das Wesen der Erfindung bildet eine Einrichtung für die selbsttätige Steuerung von Klimatisierungsvorgängen, die für die Steuerung von Temperatur und der verhältnismässigen Feuchtigkeit einen gemeinsamen psychrometrischen Fühler benutzt. Er ist in der klimatisierten Umgebung angebracht und besteht aus zwei Thermometern, in deren Kapillaren ein Berührungsdraht verschiebbar angeordnet ist. Seine Verschiebung erfolgt mittels einer Mutter an einer Führungsschraube des Thermometers. An ihr ist innerhalb des Thermometers ein Anker befestigt, der von aussen mittels einer magnetischen Kupplung gedreht wird. Der Berührungsdraht bildet einen Taster und verfolgt bei beiden Thermometern die Bewegung der Quecksilbersäule derart, dass die resultierende Drehung der den Thermometern zugehörigen Motorwellen der Lage der Quecksilbersäule der Thermometer ständig proportional ist.
Der dem Trockenthermometer zugehörige langsamlaufende erste Wendemotor ist über eine senkrechte Welle und ein Zahnradpaar mit der magnetischen Kupplung und deshalb auch mit der Führungsschraube des Trockenthermometers verbunden. Der Wendemotor ist gleichzeitig über ein Zahnradpaar und eine zweite senkrechte Welle über ein Schneckenradgetriebe mit der Welle des Temperatursystems und ferner über ein Zahnradpaar auch mit der Welle verbunden, an der der Zeiger über der Temperaturskala befestigt ist. Die Übersetzungsverhältnisse sind so ausgeführt, dass die Temperaturskala einen bedeutend grösseren Massstab aufweist als die Skala des Thermometers und die Bewegung des Temperaturzeigers stimmt mit der Angabe des Thermometers ständig überein. An der Welle des Temperatursystems ist eine Büchse drehbar gelagert, die in der eingestellten Lage fixierbar ist.
An ihr ist ein Nocken zur Betätigung der Endschalter des Wendemotors in den Endlagen des Zeigers der Temperaturskala befestigt. An der gleichen Büchse befindet sich ein Nocken zur Betätigung des Schalters der Heizung und ein Nocken für die Betätigung des Schalters der Kühlung. Beide Nocken sind gegenseitig drehbar und in der gewählten Lage als Ganzes an der Büchse fixierbar. Beide Schalter sind am Rande einer Scheibe befestigt, die mit einer weiteren hohlen Büchse fest verbunden ist. Diese ist an der Welle des Temperatursystems frei drehbar. An dem zweiten Ende der Büchse ist ein Schneckenrad aufgekeilt, das mit einer Schnecke in Eingriff steht. Ihre Lager sind am Traggestell eines Verstärkers angebracht und die Welle der Schnecke ist durch eine biegsame Welle mit dem ferngesteuerten Wendemotor verbunden.
Eine an der gleichen Büchse aufgekeilte Scheibe wird von einem Seil umspannt, das über vier weitere Rollen und über eine Scheibe geführt wird. Diese ist an einer Hohlwelle befestigt, an deren zweitem Ende der Zeiger für die Temperaturvorwahl angebracht ist.
Der zweite langsamlaufende Wendemotor, der dem Feuchtthermometer zugehört, ist über eine senkrechte Welle und ein Zahnradpaar mit einer magnetischen Kupplung und so auch mit der Führungsschraube des Feuchtthermometers verbunden. Der Wendemotor ist gleichzeitig über ein Zahnradpaar und eine weitere senkrechte Welle über ein Schneckengetriebe mit einer inneren Hohlwelle verbunden, die an der Welle des Feuchtigkeitssystems frei drehbar ist. Am rechten Ende der Hohlwelle ist ein Zahnrad befestigt, das mit einem Zahnrad an der Innenwelle einer kreisförmigen Skala in Eingriff steht. An dem zweiten Ende der Hohlwelle ist der Zeiger der inneren Skala befestigt, die mit der Temperatur des Feuchtthermometers übereinstimmt.
An der inneren Hohlwelle ist ferner ein drehbarer, in der gewählten Lage fixierbarer Nocken gelagert, der für die Betätigung der Endschalter des Wendemotors in den Endlagen des Zeigers an der Temperaturskala des Feuchtthermometers dient. Ferner ist an der inneren Hohlwelle ein drehbarer Nocken zur Betätigung des Schalters für das Anfeuchten und ein drehbarer Nocken zur Betätigung des Schalters für das Trocknen angebracht. Diese beiden Nocken sind gegenseitig drehbar und in der gewählten Lage als Ganzes fixierbar gegenüber dem Nocken und auch gegenüber der inneren Hohlwelle. Die zweite senkrechte Welle des dem Trockenthermometer zugehörenden Wendemotors ist in ihrem oberen Teil mit einer Schnecke versehen, die mit einem an der äusseren Hohlwelle aufgekeilten Schneckenrad in Eingriff steht. Diese Hohlwelle ist auf der inneren Hohlwelle frei drehbar.
Am zweiten Ende der äusseren Hohlwelle ist ein zweites Schneckenrad befestigt, das mit einer Schnecke in Eingriff steht, deren Lager in einer Konsole angebracht sind, die an einer Scheibe befestigt ist.
Diese Scheibe ist an der inneren Hohlwelle frei drehbar. Am Scheibenrand sind Schalter angebracht, die zur Steuerung der Befeuchtungs- oder Trockenanlage der gesteuerten Umgebung dienen. Am linken Ende der inneren Hohlwelle ist eine Rolle angebracht. Sie wird von einem Seil umspannt, das mit einem Ende in der Rolle verankert ist. Das Seil wird ferner über drei Rollen geführt und umspannt eine weitere Rolle, die mit der Welle des Temperatursystems fest verbunden ist. Mit dieser weiteren Rolle ist das zweite Seilende fest verbunden. Die Rolle am linken Ende der inneren Hohlwelle und die Rolle an der Welle des Temperatursystems haben den gleichen Durchmesser. Die mittlere der drei Rollen ist auf einer Führung verschiebbar. Sie ist mit einem Seil zum Ziehen nach rechts versehen.
Das Seil geht durch eine biegsame rohrartige Führung hindurch und ist um eine Rolle geführt, die am linken Ende der Welle des Feuchtigkeitssystems befestigt ist. Das Seil ist ferner über eine
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Rolle mit einem Segment und über eine Büchse mit einer Uhrfeder geführt, die das Seil ständig anspannt. Am rechten Ende der Welle des Feuchtigkeitssystems ist ein Zahnrad angebracht, das mit einem auf der mittleren Hohlwelle aufgekeilten Zahnrad in Eingriff steht. Am rechten Ende der mittleren Hohlwelle ist ein Zeiger über einer Skala der verhältnismässigen Feuchtigkeit angeordnet. Der Wendemotor für die Vorwahl der Feuchtigkeit ist durch eine biegsame Welle mit einer Schnecke verbunden, deren Lagerkonsole an einer an der inneren Hohlwelle drehbaren Scheibe befestigt ist.
Die Scheibe wird von einem Seil umspannt, das in ihr verankert ist und über drei Rollen geführt wird und ferner über eine Scheibe, an deren Umfang das Seil mit seinem zweiten Ende befestigt ist. Die Scheibe ist auf der Welle des Temperatursystems aufgekeilt und hat den gleichen Durchmesser wie die Scheibe mit der Schneckenkonsole. Die mittlere der drei Rollen ist auf einer Führung verschiebbar und mit einem Seil versehen, das durch ein biegsames Rohr geführt wird und ferner eine Rolle umspannt, die am linken Ende der äusseren Hohlwelle befestigt ist. An ihrem zweiten Ende befindet sich der Zeiger für die Vorwahl der Feuchtigkeit. Das zweite Seilende ist an einer Büchse mit einer Uhrfeder befestigt, so dass das Seil ständig gespannt ist.
Am linken Ende der Führung der mittleren verschiebbaren Rolle befindet sich der Stromschalter des Wendemotors für die Stromunterbrechung in der Endlage des Zeigers der Feuchtigkeitsvorwahl.
Am linken Ende der Welle des Temperatursystems ist eine von einem Seil umspannte Rolle befestigt, in der ein Seilende verankert ist. Das Seil wird ferner durch ein biegsames Rohr zur Rolle eines Registriergeräts geführt, an der das zweite Seilende befestigt ist. An der Rollenwelle ist eine weitere seilumspannte Rolle angebracht. Das Seil ist in dieser Rolle verankert und führt über eine weitere Rolle, die am Gestell des Registriergeräts angebracht ist, zu einem Gewicht, von dem es gespannt wird. Das Gewicht zieht den Federhalter des Registriergeräts nach rechts. Dieser Halter hat einen Zeiger über einer Temperaturskala, deren Angaben mit denen der ringförmigen Temperaturskala übereinstimmen. Die Rolle mit dem Segment ist an einem Bolzen gelagert, der im Tragrahmen des Verstärkers befestigt ist, und weist einen Mitnehmerstift für die Rechtsdrehung des Segments auf.
Am Segmentumfang ist ein Seil aufgewickelt, das durch ein biegsames Rohr zur Rolle des Registriergeräts geführt wird. Das zweite Seilende ist in dieser Rolle verankert. Auf der Welle der Rolle des Registriergeräts ist eine zweite Rolle befestigt. Sie wird von einem Seil umspannt, das an ihrem Umfang befestigt ist. Es wird über eine Rolle durch das Gewicht für den Zug an dem Federhalter des Registriergeräts nach rechts gespannt. Dieser Halter ist mit einem Zeiger über einer Teilskala der verhältnismässigen Feuchtigkeit versehen, deren Werte mit den Angaben der kreisförmigen Skala übereinstimmen. Gegen Linksdrehung ist das Segment durch einen einstellbaren Anschlag gesichert.
Im Vergleich mit der Ausführung nach der tschech. Patentschrift Nr. 133262 weist die erfindungsgemässe Lösung folgende Vorteile auf- a) Die Einrichtung ist äusserst universell. Sie ermöglicht in ihrem Regelbereich eine beinahe beliebige
Kombination der beiden gesteuerten Werte, das ist der Temperatur und der verhältnismässigen
Feuchtigkeit der gesteuerten Umgebung, insofern dies den physikalischen Gesetzen nicht widerspricht oder in das Gebiet der negativen Temperaturen eingreift, für die der psychrometrische
Fühler nicht geeignet ist. b) Die Einrichtung kann verhältnismässig leicht einer zyklischen Steuerung der Werte der klimatisierten
Umgebung angepasst werden, z.
B. dadurch, dass die Motoren der Vorwahl für Temperatur und verhältnismässige Feuchtigkeit durch Zeitbefehle eines Programmators gesteuert werden. c) Die gewünschten Werte von Temperatur oder der verhältnismässigen Feuchtigkeit können auch durch ferngesteuerte Vorwahl der gleichen Motoren erzielt werden. d) Die Einrichtung ermöglicht eine genaue Registrierung bezüglich des Verlaufes der gesteuerten
Grössen, registriert für eine rasche Übersicht auch die erlaubten Grenzwerte, die Zeit und Dauer der einzelnen Steuervorgänge, d. i. der Heizung, Kühlung, Trocknung und Anfeuchtung.
Die Registrierung ist deshalb vollkommen überzeugend und erlaubt im Falle einer Abweichung eine rasche Feststellung ihrer Ursache. e) Die Einrichtung ermöglicht in vergrössertem Massstab die Registrierung des gewählten Abschnittes des Verlaufs der verhältnismässigen Feuchtigkeit. f) Infolge des mechanischen Kraftantriebes der Halter der Registrierfedern, können Federn mit porösen
Spitzen angewandt werden, die im Gegensatz zu den üblichen Kapillarfedern nicht eintrocknen, auch nicht nach langdauerndem Betrieb.
Die erfindungsgemässe Einrichtung verwendet zur Steuerung der Temperatur und Feuchtigkeit einen gemeinsamen psychrometrischen Fühler, der in der gesteuerten Umgebung angebracht ist und mittels eines elektromechanischen Verstärkers abgelesen wird. Der Verstärker verfolgt genau die Bewegung des Quecksilbers beider Thermometer des Fühlers, vergrössert sie bezüglich Abmessung und Stärke und überträgt sie auf die Glieder des Steuermechanismus. Dieser führt dann dem Bedarf entsprechend die einzelnen Steuerleistungen aus, wie Heizung, Kühlung, Trocknung und Anfeuchtung, u. zw. einzeln oder in geeigneten Kombinationen, damit die gewüschten Eigenschaften der klimatisierten Umgebung erzielt werden. Die Bauweise des Verstärkers ermöglicht ausserdem die gemeinsame und gegenseitig unabhängige Vorwahl beider gesteuerten Werte der Umgebung, d. i. der Temperatur und Feuchtigkeit.
Ausserdem registriert der Verstärker graphisch den Verlauf der erzielten
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Temperatur und Feuchtigkeit der Umgebung bezüglich ihres vorgewählten Bereiches und auch den Zeitverlauf der einzelenn Steuertätigkeiten.
Das mechanische Wesen des erfindungsgemässen elektromechanischen Verstärkers ist in der Zeichnung dargestellt. Als Temperatur- und Feuchtigkeitsfühler wird ein Assmann-Psychrometer angewandt, bestehend aus zwei Thermometern, in deren Kapillare ein Berührungsdraht verschiebbar gelagert ist. Er wird von einer Mutter mitgenommen, die sich auf einer Führungsschraube des Thermometers bewegt. An der Führungsschraube ist innerhalb des Thermometers ein Anker befestigt, der von aussen mittels eines Magneten gedreht wird. Der Berührungsdraht des Thermometers bildet einen Taster, der die Quecksilbersäulenlage der Thermometer verfolgt.
Die Führungsschraube des Thermometers wird über eine magnetische Kupplung in beiden Richtungen durch einen Motor angetrieben, der in kurzen, regelmässigen Zeitabschnitten durch eine Einrichtung reversiert wird, die nicht dargestellt ist. Der Berührungsdraht wird dem Ende der Quecksilbersäule des Thermometers abwechselnd nahegebracht oder von dem Ende entfernt. Die so gewonnenen elektrischen Berührungsimpulse werden für ein zweckmässiges Anlassen oder Abstellen des Antriebsmotors benutzt, so dass der Berührungsdraht nach der ersten Berührung die Quecksilbersäule des Thermometers in beiden Richtungen genau verfolgt. Die resultierende Drehung der Welle des Antriebsmotors ist von diesem Augenblick angefangen, in einem Massstab den gewählten übersetzungen entsprechend, der Endlage der Quecksilbersäule des Thermometers genau
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beschrieben.
Bei dem erfindungsgemässen Verstärken wird das beschriebene Verfahren zur Steuerung der Temperatur und der verhältnismässigen Feuchtigkeit der klimatisierten Umgebung mittels eines psychrometrischen Fühlers
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verhältnismässigen Fecuchtigkeit der Umgebung. Im folgenden Teil ist eine der möglichen Ausführungen des erfindungsgemässen Verstärkers beschrieben.
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An der Welle--11--ist eine Büchse drehbar gelagert, an der die Nocken--17 und 18-gleichfalls drehbar gelagert sind, und an ihrem Ende ist der Nocken --19-- befestigt. Die Büchse kann auf der Welle - -11-- in der eingestellten Lage gesichert werden. Der Nocken --19-- betätigt mit seinem Zahn die Endschalter--20 und 21--.
Sie unterbrechen die Stromzufuhr zum ersten Wende motor --3-- in den Endlagen des Zeigers--15--über der Temperaturskala--16--. Der Nocken--17--steuert mit seinem Zahn den Schalter-22-für das Ein- oder Ausschalten der Heizung der klimatisierten Umgebung ; ähnlich betätigt der Nocken --18-- durch den Schalter --23-- das Ein- oder Ausschalten der Kühlung. Beide Nocken können auf der Büchse gegenseitig eingestellt werden, so dass der Temperaturunterschied zur Verwirklichung der beiden Leistungen, d. i. die Einstellung des Toleranzfeldes der Temperaturregelung, durchgeführt werden kann.
In der gewählten Lage können die Nocken gegenseitig fixiert und durch eine
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mit der Welle--11--fest verbunden.
Beide Schalter--22 und 23-sind am Umfang der Scheibe --24-- befestigt, die mit der auf der Welle - frei drehbaren hohlen Büchse fest verbunden ist. Mit dem zweiten Ende der Büchse ist das Schneckenrad --25-- fest verbunden. Es greift in die Schnecke --26-- ein, deren Lager in der Tragkonstruktion der Einrichtung befestigt sind. Die Gruppen bestehend aus der Scheibe--24--, dem Schneckenrad --25-- und der Schnecke --26-- ist im Raume fest, auch wenn sich die Welle-U-- dreht. Die Welle der Schnecke --26-- ist durch eine biegsame Welle --29-- mit dem Wendemotor-27-- verbunden.
Falls sich der Anker des Wendemotors--27--infolge eines gegebenen Befehls in der einen oder andern Drehrichtung dreht, wird auch die Scheibe --24-- gegenüber der Welle--11--und den Nocken - 17 und 18-gedreht, so dass der Nennwert der Umgebungstemperatur, der selbsttätig erhalten werden soll, umgestellt wird. Die Grösse der so fernvorgewählten Nenn-Temperatur ist an der Temperaturskala-16--
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durch den Vorwahlzeiger --28-- gekennzeichnet, dessen Bewegung von der Scheibe --24-- abgeleitet wird, wie aus der Zeichnung ersichtlich ist.
Der zweite Wendemotor --30-- versetzt die Welle-31-in Drehbewegung, die über die Zahnradpaare --32 und 33-der magnetischen Kupplung-34--, der
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proportional der Lage der Quecksilbersäule im Feuchtthermometer --2-- und wird über das Zahnradpaar --35-- auf die Welle --36-- und über die Schnecke --37-- auf das Schneckenrad --38-- übertragen.
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An der inneren Hohlwelle --39-- sind die Nocken-46, 47 und 48-drehbar gelagert. Der Nocken --48-- kann auf der inneren Hohlwelle --39-- in der eingestellten Lage fixiert werden. Dieser Nocken betätigt mit seinem Zahn die Endschalter--49 und 50--. Sie unterbrechen die Stromzufuhr zum zweiten Wende motor --30-- in den Endlagen des Zeigers --44-- über der Innenskala-45--. Der Nocken --47-- betätigt mit seinem Zahn den Schalter--51--, der die Befeuchtungsanalge der gesteuerten Umgebung ein- oder ausschaltet. Ähnlich schaltet der Nocken --46-- über den Schalter --52-- die Trockenanlage ein oder aus.
Beide Nocken können auf der Hohlwelle gegenseitig gedreht werden, wodurch die Einstellung des Feuchtigkeitsunterschiedes, d. i. des Toleranzfeldes der Feuchtigkeitsregelung, ermöglicht wird. In der gewählten Lage können die Nocken gegenseitig fixiert und durch eine Schraube mit dem Nocken--48verbunden werden. Nach dem Befestigen dieses Nockens auf der inneren Hohlwelle --39-- ist das Nockensystem mit der inneren Hohlwelle --39-- fest verbunden, deren resultierende Drehung der Temperatur des Feuchtthermometers--2--proportional ist.
Die Welle--7--, deren resultierende Drehung den Temperaturangaben des Trockenthermometers - proportional ist, hat in ihrem Oberteil eine Schnecke-53--, die in das Schneckenrad-54eingreift. Es ist auf der äusseren Hohlwelle --55-- auf gekeilt, die auf der inneren Hohlwelle --39-- frei drehbar ist. Am andern Ende der äusseren Hohlwelle --55-- ist ein weiteres in eine Schnecke-57-- eingreifendes Schneckenrad--56--befestigt, dessen Lager in einer an der Scheibe--59--befestigten Konsole--58--angebracht sind.
Falls das Schneckengetriebe, bestehend aus Schneckenrad --56-- und Schnecke--57--, nicht rotiert, folgt die Scheibe --59-- der Drehung der äusseren Hohlwelle --55-- und im durch die übersetzungen gegebenen Massstab der Lage der Quecksilbersäule im Trockenthermometer --1--.
Am Umfang der Scheibe --59-- sind die Schalter-51 und 52-befestigt, die das Befeuchten und
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--39-- mitgenommen,Übersetzungsmassstab der Lage der Quecksilbersäule des Feuchtthermometers --2-- entspricht.
Die zusammenarbeitenden Systeme der Scheibe-59--, der Schalter-51 und 52-und der Nocken --46 und 47--sind in jedem Augenblick gegenseitig um einen Winkel gedreht, der dem psychrometrischen Unterschied beider Thermometer entspricht. Er ist umgekehrt proportional der verhältnismässigen Feuchtigkeit der gesteuerten Umgebung. Durch gemeinsame Wirkung der beiden Systeme, deren Ergebnis in einem geeigneten Umschalten der Schalter--51 und 52--besteht, sind so die Voraussetzungen für eine automatische Steuerung der verhältnismässigen Feuchtigkeit der Umgebung geschaffen. Am linken Ende der inneren Hohlwelle--39-ist eine Rolle --60-- befestigt. Sie wird von einem Seil--61--umspannt, das mit einem Ende an der Rolle --60-- befestigt ist.
Das Seil --61-- wird ferner über die Rollen--62, 63, 64--und um die Rolle --65-- geführt, an der das zweite Seilende befestigt ist. Die Rolle --63-- ist an einer waagrechten Führung --66-- verschiebbar und wird ständig durch das Seil--67--in die rechte Endlage gezogen. Dieses Seil ist durch eine biegsame Rohrführung --68-- geführt und umspannt die Rollen-69 und 70--, ferner die
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rechts gezogen und sämtliches überflüssiges Spiel im Mechanismus einseitig beseitigt wird.
Falls bei einer Temperaturänderung der klimatisierten Umgebung ihre verhältnismässige Feuchtigkeit nicht geändert wird, verbleibt der psychrometrische Unterschied der beiden Thermometer gleich und die Rollen--60 und 65--drehen sich um den gleichen Winkel. Da beide Rollen den gleichen Durchmesser aufweisen, ändert sich die Länge des Seiles --61-- zwischen den Rollen nicht und die Rolle --63-- ändert nicht ihre Lage. Falls gleichzeitig eine Feuchtigkeitsänderung erfolgt, ändert sich auch der psychrometrische Unterschied der beiden Thermometer, und der Drehwinkel der Rolle --60-- unterscheidet sich vom Drehwinkel der Rolle
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die Rolle--63--vollführt im halben Massstab eine Bewegung nach rechts oder links, je nach dem Sinn der Feuchtigkeitsänderung.
Das System der Rollen-60, 62,63, 64 und 65-bildet ein mechanisches Differential, das positiv oder negativ bloss auf eine Änderung der verhältnismässigen Feuchtigkeit reagiert und den Temperatureinfluss nicht beachtet.
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Bei einer Verschiebung der Rolle --63-- erteilt das Seil --67-- der Rolle --69-- eine Drehung um einen Winkel, der im Übersetzungsverhältnis der Änderung der verhältnismässigen Feuchtigkeit entspricht. Da die Rolle --69-- mit der Innenwelle-40-fest verbunden ist, wird auch diese Welle gedreht und mit ihr das an ihrem rechten Ende befestigte Zahnrad--72--. Dieses Zahnrad greift in das Zahnrad--73--ein, das an der mittleren Hohlwelle --74-- befestigt ist, an deren rechtem Ende sich der Zeiger-75-befindet. Dieser zeigt die verhältnismässige Feuchtigkeit der Umgebung an der Feuchtigkeitsskala--76--an.
Im vorhergehenden Teil wurde beschrieben, wie die Gruppe der Schalter-51, 52-und der Scheibe - und ferner die Gruppe der Nocken-46 und 47-durch gegenseitige Zusammenarbeit die vorgewählte Nennfeuchtigkeit der gesteuerten Umgebung aufrechterhalten, deren Feuchtigkeit durch die gegenseitige Lage der Scheibe-59-bezüglich der äusseren Hohlwelle --55-- bestimmt wird und deshalb auch bezüglich der Welle deren resultierende Drehung stets der Temperatur des Trockenthermometers --1--entspricht.
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in der einen oder andern Richtung. Die Drehung des Wendemotors --7-- wird durch die biegsame Welle --78-- auf die Schnecke --57-- bertragen, die die Scheibe --59-- gegenüber dem Schneckenrad --56-- dreht.
Der gewählte Drehwinkel und auch der neue gewählte Wert der Nennfeuchtigkeit können von der
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verschiebbar und wird in die einer verhältnismässigen Feuchtigkeit von 100% entsprechende linke Endlage durch das Zugseil --86-- gezogen, das durch ein biegsames Rohr --87-- der Rolle --88-- und über diese der drehbaren Büchse--89--zugeführt wird. An der Büchse-89--ist eine spannende Uhrfeder befestigt. Die
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--57-- bestehenden--77-- bei Vorwahl der verhältnismässigen Feuchtigkeit verursacht werden kann. Bei Verlagerung der Rolle --82-- dreht das Zugseil-86-die Rolle-88-, die an der äusseren Hohlwelle --90-- befestigt ist.
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--11-- istRolle-95-geführt, an der das zweite Seilende befestigt ist.
An der Welle der Rolle --95-- ist die Rolle - befestigt. Sie wird vom Seil-97-umwunden, das in ihr verankert ist. über die Rolle-98wird das Seil --97-- durch das Gewicht--100--angespannt, das den Federhalter --101-- des Registriergeräts nach rechts zieht und so die Restspiele des Bewegungsmechanismus beseitigt. Der Federhalter --101-- des Registriergeräts ist mit einem Zeiger versehen, der über der Temperaturskala--115-entlangfährt, deren Angaben zufolge der richtig gewählen Mechanismusübersetzungen mit denen der
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verhältnismässigen Feuchtigkeit der gesteuerten Umgebung ist, die Rolle--70--am Bolzen, der im Tragrahmen der Einrichtung verankert ist.
An dem gleichen Bolzen ist das Segment --102-- drehbar gelagert und wird nach rechts durch einen in der Rolle --70-- befestigten Stift mitgenommen. Am Segmentumfang wird das Seil --103-- abgerollt und durch ein biegsames Rohr --104-- zur Rolle --105-- geführt, an die sein zweites Ende angeschlossen ist. An der Welle der Rolle --105-- ist auch die Rolle --106-- befestigt, die vom Seil --107-- umspannt wird, das in ihr verankert ist. Über die Rolle --108-- wird das Seil --107-- durch das
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Durch Einreihung des Segments--102--in den mechanischen Antrieb des Federhalters--110--wird eine Vergrösserung des für den Betrieb interessanten Abschnittes der Feuchtigkeitsregistrierung im Verhältnis der Halbmesser der Rolle --70-- und des Segments --102-- erreicht. Falls sich die Rolle --70-- nach rechts dreht, d. i. in Richtung der wachsenden Feuchtigkeit, wird das Segment--102--durch den Stift bis zur Endlage mitgenommen, die der verhältnismässigen Feuchtigkeit von 100% entspricht. Diese Endlage kann durch den selbsttätigen steuernden Mechanismus aus physikalischen Gründen nicht überschritten werden.
Bei der Rückbewegung nach links wird das Segment --102-- durch den Zug des Gewichts --109-- nach links gedreht und folgt dem Stift der Rolle-70-so lange, bis es gegen den verstellbaren Anschlag-112-
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Feuchtigkeitsregistrierung kann auf ähnliche Art die genaue Registrierung eines beliebigen Abschnittes des Verlaufes der verhältnismässigen Feuchtigkeit der Umgebung erreicht werden.
In der vorhergehenden Beschreibung wurde angeführt, dass der steuernde Mechanismus das Ausmass der erzielten verhältnismässigen Feuchtigkeit der Umgebung durch gegenseitigen Vergleich der resultierenden Drehungen der Welle--11--und der inneren Hohlwelle--39--bewertet. Diese Drehungen sind den Angaben des Feucht- bzw. des Trockenthermometers proportional. Dies setzt jedoch voraus, dass beide Thermometer vollkommen gleich sein müssen, was die Eichung und die Längen der Skala betrifft. Infolge der schwierigen Erzeugungstechnologie der Thermometer ist die Erfüllung dieser Voraussetzung sehr schwierig. Die steuernde Einrichtung muss deshalb derartige mechanische Elemente aufweisen, dass der Einfluss eventueller Abweichungen der Thermometer auf das Ergebnis der Steuerung ausgeschaltet wird.
In der Praxis wurde festgestellt, dass die Thermometer des gewählten Paares gewöhnlich eine Abweichung in der Eichung aufweisen, die für jedes Thermometer einen andern Wert hat, der jedoch im Verlaufe des Temperaturbereiches genügend gleichmässig ist. Ausserdem weisen die Thermometer gewöhnlich verschiedene Skalenlängen auf. Dies ist durch die Verschiedenheit der lichten Weite der Kapillaren und den verschiedenen Fassungsraum der angeschmolzenen Quecksilberbehälter verursacht. Diese Abweichung wäre für das Steuerungssystem des Verstärkers besonders unerwünscht.
Um eine anfängliche Einstellung und eine Verbindung des steuernden Systems mit den Berührungsdrähten der Thermometer vornehmen zu können, kann der Verstärker elektrisch mit der Hand angelassen werden und der erste Wendemotor--3--und der zweite Wendemotor--30--sind unabhängig von der automatischen Steuerung reversierbar, die dabei blockiert wird.
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Ende des Berührungsdrahtes des Trockenthermometers--l--beobachtet wird. Sobald das Drahtende die Skalenmitte erreicht hat, wird der Wendemotor mit der Hand abgestellt. Die Befestigunsschraube des Halters
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das Ende des Berührungsdrahtes um den Wert der Abweichung ausserhalb der Skalenmitte stellen.
Dadurch wird die Eichabweichung ein für allemal in Rechnung genommen und der Steuermechanismus arbeitet dann so, als wäre eine Abweichung nicht vorhanden.
Mit dem zweiten Thermometer wird die gleiche Einstellung mittels des Halters --113'-- vorgenommen.
Die Einstellung kann grundsätzlich für einen jeden, beliebig gewählten Skalenpunkt vorgenommen werden.
Falls die Thermometer bezüglich der Skalenlänge verschieden sind, kann der Einfluss der Abweichung auf die Steuerung so ausgeschaltet werden, dass die gesamte Mechnismusübersetzung von der Spitze des Berührungsdrahtes des Thermometers bis zum Zeiger der Temperaturskala durch die Wahl eines der Glieder, z. B. der Zahnräder--116 und 117--, bei jedem Thermometer so abgeändert wird, dass auf 1 C bei beiden Thermometern ein gleicher Drehwinkel des Temperaturzeigers entfällt. In der Praxis wird folgendermassen vorgegangen : Für eine gegebene Konstruktion des Verstärkers wird ein ideelles Vergleichsthermometer gewählt, bei dem auf den ganzen Skalenbereich eine Drehzahl der Führungsschraube und auch der magnetischen Kupplung von z. B. K entfällt.
Bei diesem Thermometer wird angenommen, dass das Zahnrad an der Welle der magnetischen Kupplung z. B. 100 Zähne hat. Bei jedem tatsächlichen Thermometer wird die Drahzahl der magnetischen Kupplung, die auf den ganzen Skalenbereich entfällt, mit gleich A gemessen. Die Zähneanzahl --Zk-- des Korrektionsrades--116 bzw. 117--für dieses Thermometer, d. i. des Rades an der Welle seiner magnetischen Kupplung, ist dann durch eine einfache Beziehung gegeben : ZK = 100 K/A.
Thermometer, die eigene Korrektionsräder haben, sind dann bei allen Verstärkern gegenseitig auswechselbar.
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dass sie den Zeiger --44-- des Feuchtthermometers --2-- auf eine höhere Temperatur einstellt als beim Trockenthermometer --1--, stösst die Führung der Rolle --63-- gegen den Sicherheitsschalter --91--, der die Einrichtung vom Netz abschaltet. über dem Zylinder des Registriergerätes bewegen sich über vier Fünftel seiner Länge die Temperaturregistrierfeder im Federhalter--101--und die Feuchtigkeitsregistrierfeder im Federhalter --HO--, die sich eng aneinander vorbeibewegen.
Über dem Registrierzylinder sind in handverstellbaren Haltern weitere vier Federn angebracht, von denen zwei die gewählten Temperaturgrenzen und zwei weitere die gewählten Grenzen der verhältnismässigen Feuchtigkeit registrieren. Rechts von diesen Federn sind im fünften Fünftel des Registrierzylinders weitere vier Federn in seitlich schwenkbaren Haltern angebracht. Das Schwenken der Halter wird durch elektromagnetische Relais besorgt, von denen jedes gleichzeitig mit einer der gesteuerten Tätigkeiten in Gang versetzt wird, d. i. mit der Heizung, Kühlung, Trocknung oder Anfeuchtung der klimatisierten Umgebung. Im Ruhezustand machen die Federn auf dem Registrierpapier senkrechte Striche.
Falls eine der gesteuerten Tätigkeiten verwirklicht wird, macht der Halter der entsprechenden Feder eine Schwenkbewegung und die Feder verzeichnet auf dem senkrechten Strich einen Zahn, dessen Länge der Zeitdauer der gesteuerten Tätigkeit proportional ist. Zwecks Einfachgestaltung der Zeichnung sind nicht alle Federn eingezeichnet.
Ein derartiger Verstärker wurde für die automatische Steuerung einer versuchsweisen Feuchtigkeitskammer angefertigt, wo er sich voll bewährte. Im gesamten Temperaturbereich wurde eine Temperatursteuerung mit einer
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3 C: ! : 2% erreicht.
Falls ein zyklischer Wechsel der Klimaeigenschaft der gesteuerten Umgebung gewünscht werden sollte,
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**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.