AT326923B - Verfahren zur herstellung eines neuen aminadduktes - Google Patents
Verfahren zur herstellung eines neuen aminadduktesInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1>
Für die Imprägnierung oder versiegelnde Nachbehandlung von saugenden Baustoffen, wie Beton,
Asbestzement, Holz, Gips u. a., werden Harzlösungen unterschiedlichster Art verwendet. Epoxydharz- formulierungen auf der Basis von zwei Komponentengemischen haben sich als besonders widerstandsfähig erwiesen. Für eine gute Benetzung und hohe Haftfestigkeit wurde bisher die Verwendung von Fettsäureaminen empfohlen. Solche Formulierungen sind jedoch bei den auf Baustellen üblichen Temperaturen sehr träge, härten nur unvollständig durch und besitzen keine klebfreie Oberfläche.
Es wurde nunmehr gefunden, dass eine zufriedenstellende Lösung des Problems erreicht werden kann, wenn ein neues Aminaddukt als Komponente des Imprägniermittels zur Anwendung gelangt und dieses Aminaddukt durch eine neuartige Reaktionsführung und unter Verwendung eines besonderen Lösungsmittels und eines speziellen Amins hergestellt wird.
Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Herstellung dieses neuen Aminadduktes.
Nach dem Stand der Technik werden in situ-Addukte mit einem Überschuss von etwa 25 Gel.-% Amin in der Weise hergestellt, dass in die Lösung des für die Adduktbildung bestimmten Harzes das Amin rasch unter
Rühren eingearbeitet wird. Erfahrungsgemäss resultieren bei diesem Vorgang je nach der Geschwindigkeit der Aminzugabe und der Intensität des Mischens Addukthärter sehr unterschiedlicher Viskosität. Eine Streuung von
110 bis zu 190 Ford-Becher-Sekunden ist üblich.
Nach dem Stand der Technik wurden anderseits Addukte ohne Aminüberschuss so hergestellt, dass bei einem Aminüberschuss von 25 Gew.-% das Amin vorgelegt, das Harz portionsweise zugegeben, gerührt und nach beendeter Lösung und Reaktion das überschüssige Amin mit den Lösungsmitteln abgetrieben wurde. Es wurde ein trockenes Gemisch erhalten, das als Pulver in den Handel kam.
Beim erfindungsgemässen Verfahren wird der umständliche und kostspielige Schritt der Abtreibung der Lösungsmittel mit dem überschüssigen Amin vermieden. Die Vorteile beider Verfahren werden vereint. Das erfindungsgemäss hergestellte Addukt wird als Lösung erhalten, die beliebig lagerfähig ist.
Der geringe Überschuss des Amins beträgt im allgemeinen nicht mehr als 5 Gel.-% des theoretisch ermittelten Gewichtes.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung des neuen Aminadduktes ist dadurch gekennzeichnet, dass ein cycloaliphatisches Polyamin in einem geringen Überschuss über dem für die Bildung eines Adduktes mit einem Epoxydharz theoretisch erforderlichen Wert mit Toluol oder einem Toluol und aliphatische Lösungsmittel enthaltenden Gemisch vermengt und dann unter Rühren ein vorzugsweise schuppenförmiges Epoxydharz portionsweise zugesetzt und das Gemisch bis zur völligen Lösung und Reaktion 5 h gerührt wird.
Vorzugsweise werden 44 Gew.-Teile Diaminodicyclohexylmethan mit 100 Gew.-Teilen eines Epoxydharzes auf Basis Diphenylolpropan umgesetzt.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhält man ein genau reproduzierbares, niederviskoses Produkt mit gleichbleibenden Eigenschaften. Dieses neue, als Härterkomponente verwendete Addukt ermöglicht die Herstellung eines Imprägniermittels für saugende Baustoffe mit einem Festkörpergehalt von etwa 30 Gel.-%.
Das erfindungsgemässe Verfahren wird an Hand der Beispiele näher erläutert.
Beispiel l : Zur Herstellung des Adduktes werden in beliebiger Reihenfolge in einen Rührbehälter 85 kg Butanol, 65 kg Toluol und 30 kg eines handelsüblichen Gemisches cycloaliphatischer Polyamine eingebracht und durchgemischt. Unter Rühren werden dann portionsweise 70 kg eines handelsüblichen Epoxydharzes eingetragen. Bei Verwendung vorgelöster Harze werden diese entsprechend umgerechnet. Die Zugabe hat-besonders zu Beginn-sehr langsam zu erfolgen ; im letzten Drittel der Zugabe hat die Durchmischung besonders sorgfältig zu erfolgen, um lokale Überkonzentrationen an Harz zu vermeiden. Bei abgedecktem Rührbehälter wird bei Raumtemperatur 5 h gerührt. Man erhält eine transparente, leicht gelbliche Lösung mit einer Viskosität von 25 Fordbecher-Sekunden und einer Dichte von 0, 94.
Beispiel 2 : Es wird in gleicher Weise vorgegangen wie bei Beispiel 1, nur wird folgender Ansatz genommen : 120 kg Butanol, 90 kg Toluol, 42 kg handelsübliches Gemisch cycloaliphatischer Polyamine, 98 kg handelsübliches Epoxydharz.
Die erfindungsgemäss hergestellten neuen Aminaddukte eignen sich besonders als Härterkomponente für Imprägniermittel für saugende Baustoffe.
PATENTANSPRÜCHE :
EMI1.1
Epoxydharz theoretisch erforderlichen Wert mit Toluol oder einem Toluol und aliphatischen Lösungsmittel enthaltenden Gemisch vermengt und dann unter Rühren ein vorzugsweise schuppenförmiges Epoxydharz portionsweise zugesetzt und das Gemisch bis zur völligen Lösung und Reaktion 5 h gerührt wird.
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1972
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Also Published As
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| ATA10472A (de) | 1975-03-15 |
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