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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Halten, öffnen und Füllen von Einkaufssäcken oder-beuteln, wobei einer oder mehrere Schäfte oder Stapelstützen vorgesehen sind, auf welchen die Säcke mittels in deren
Wänden vorgesehenen Löchern gestapelt und aufgehängt sind und die Beutel auf einer in Richtung der
Stapelstützen verschiebbaren Platte gegen einen Anschlag federnd geschoben sind, während die Düsen od. dgl. zur
Führung des Luftstromes zum öffnen der Beutel vorgesehen sind sowie einen Einkaufsbeutel zur Verwendung mit der erfindungsgemässen Vorrichtung.
Es ist derzeit in Supermärkten allgemein üblich, dass die Kunden, nachdem sie die gewünschten Waren ausgewählt und mit dem dafür vorgesehenen Wagen oder Tragkorb zum Zahlen an die Kasse gebracht haben, von der Kassierin einen Plastiksack zum Einpacken der Ware erhalten. Wenn der Kunde bezahlt hat, verpackt er die gekauften Waren in den Sack und kann die Waren dann leicht nach Hause transportieren.
Die den Kunden auszuhändigenden Säcke sind in den Geschäften oft als Stapel bei der Kassa oder auf irgendeiner Stellage aufgeschichtet, von wo die Kassierin oder die Kunden selbst jeweils den obersten Sack bei
Bedarf nehmen.
Bei einem besser entwickelten und verbesserten Verkaufsservice kann der Sackstapel von einem besonderen
Gestell oder einer entsprechenden Vorrichtung getragen werden, wo die Säcke durch besondere Mittel geöffnet und dann mit den vom Kunden ausgewählten Waren gefüllt werden, während die Kassierin die Waren zählt und abrechnet, und wobei die Kassierin, nachdem die Waren bezahlt wurden, dem Kunden endlich einen fertig gepackten Sack aushändigt.
Die bekannten Vorrichtungen dieses Typs weisen allerdings einige Fehler auf, die zur Zeit ihre allgemeinere
Verwendung verhindern. Die Funktion dieser Vorrichtungen ist noch etwas unbefriedigend, insbesondere erfolgt kein zuverlässiges Arbeiten der öffnungsmittel für die Säcke. Weiterhin kann das Entfernen der Säcke von den
Vorrichtungen nach dem Füllen schwierig sein. Diese Umstände verursachen Schwierigkeiten insbesondere zu den
Stosszeiten, wo die Kunden manches Mal in Schlangen an den Kassen anstehen müssen.
Es ist das Ziel der gegenständlichen Erfindung, die Fehler der bekannten Vorrichtungen zu vermeiden und eine neue und verbesserte Vorrichtung zum Halten, Öffnen und Füllen von Einkaufssäcken zu schaffen, dabei soll das Beschicken der Vorrichtung mit neuen Säcken so einfach und leicht wie möglich durchführbar sein, es soll das öffnen der Säcke sehr schnell vor sich gehen, und der Sack soll während des Füllvorganges in der geöffneten Stellung bleiben, bis er von der Haltevorrichtung abgenommen wird.
Erfindungsgemäss wird vorgeschlagen, dass der Luftstrom durch die Stapelstützen geführt ist, wobei die
Stapelstützen hohl oder Kanäle aufweisend ausgebildet sind. Zweckmässig weisen die Stapelstützen an ihren vorderen Enden eine, vorzugsweise mittels eines Schnellverschlusses entfern- und austauschbare Düse zur Änderung der Richtung des Luftstromes zum öffnen der Säcke auf. Nach einem weiteren Kennzeichen der Erfindung hat die Düse einen Anschlag für Säckestapel in Form eines Flansches oder Kragens.
Dadurch ist ein sehr leichtes Entfernen der äusseren Wand des Sackes vom Schaft ermöglicht, jedoch wird die innere Wand des Sackes auf dem Schaft festgehalten, so dass die Säcke einfach geöffnet und in ihrer Offenstellung gehalten werden können.
Der Einkaufsbeutel zur Verwendung mit der Vorrichtung, bei dem die Einkaufssäcke ein oder mehrere Traglöcherpaare an den an der Mündung gelegenen Teilen der Sackwände aufweisen, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Löcher in der äusseren Wand des Sackes grösser sind als die korrespondierenden Löcher in der andern Wand.
Dadurch ist gewährleistet, dass die äussere Wand des Sackes vom tragenden Schaft leichter entfernt werden kann, wenn der Sack in der Vorrichtung geöffnet wird.
Die Erfmdug wird nachstehend beispielsweise unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben, worin Fig. l eine Ausführungsform einer erfindungsgemässen Vorrichtung schematisch im Schnitt zeigt, Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung nach Fig. l ist, Fig. 3 eine andere Ausführungsform einer erfindungsgemässen Vorrichtung ebenfalls in perspektivischer Ansicht ist, Fig. 4 eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemässen Vorrichtung zeigt, Fig. 5 eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemässen Vorrichtung zeigt, Fig. 6 eine Draufsicht auf den Vorderteil eines hohlen Trageschaftes in der Vorrichtung gemäss Fig. 5, teilweise im Schnitt, zeigt, Fig. 7 eine Seitenansicht nach Fig. 6, Fig. 8 eine Stirnansicht nach Fig. 6, Fig.
9 eine schematische Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung im Schnitt zeigt, Fig. 10 eine Seitenansicht einer Düse des hohlen Trageschaftes der erfindungsgemässen Vorrichtung und Fig. 11 eine Stirnansicht der Düse gemäss Fig. 10 zeigt.
Die in Fig. l dargestellte erfindungsgemässe Vorrichtung, die vorzugsweise aus Metall oder Kunststoff bestehen kann, umfasst mindestens einen Schaft --1--, der mittels eines Flansches--3--auf einer Grundplatte--2--angeordnet ist. Die Vorrichtung ist in einer solchen Lage vorgesehen, dass der Schaft --l-- gewöhnlich horizontal oder nach oben geneigt ist. Die Einkaufssäcke--4--, welche in ihrer Vorderund ihrer Rückwand Löcher--4a und 4b--im oberen oder Mündungsabschnitt aufweisen, sind durch diese Löcher am Schaft--l--aufgehängt. Gemäss der Erfindung ist der Schaft--l--hohl, röhrenförmig oder mit Kanälen versehen, um den zur Öffnung der Säcke vorgesehenen Luftstrom zu leiten.
Der mit den Pfeilen --5-- bezeichnete Luftstrom wird durch ein nicht dargestelltes elektrisch angetriebenes Gebläse erzeugt. Der
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Luftstrom verlässt das Schaftende durch eine Düse --6--, die den Luftstrom nach unten und teilweise auch an beide Seiten und auch nach vorwärts richtet. Wird auf diese Weise von der Düse Luft in den ersten Sack eines auf dem Schaft hängenden Sackstapels geblasen, so wird dieser Sack geöffnet und so lange offen gehalten, bis er mit den Waren vollgepackt ist, wonach er einfach durch Anziehen an der äusseren Wand des Sackes von Hand aus nach aussen vom Schaft abgezogen werden kann.
In der dargestellten Ausführungsform werden die Säcke mittels einer Hülse-7-, die vorzugsweise aus Kunststoff oder aus Pappendeckel besteht, in Form eines Stapels miteinander verbunden. In Fig. 1 werden nur vier Säcke auf der Hülse dargestellt, ein neuer Stapel ist jedoch eng gepackt und kann etwa 100 gebrauchsfertige Säcke enthalten, wie dies beispielsweise in den Fig. 2 bis 4 dargestellt ist. Der Sackstapel wird sodann auf den
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versehen.
Damit die erfindungsgemässe Vorrichtung richtig arbeitet, ist vorgesehen, dass auch die im Zusammenhang mit dieser Vorrichtung verwendeten Säcke eine besondere erfindungsgemässe Konstruktion aufweisen. Gemäss der Erfindung haben die Säcke--4--in ihren Wänden so geformte Tragelöcher, dass das Loch --4a-- in der
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Durchmesser des schmalen Flansches --9-- am stirnseitigen Ende der Haltehülse-7-für die Säcke, so dass die Stirnwand des ersten Sackes leicht zum Vollpacken des Ssckes nach aussen von der Hülse-7- heruntergeblasen werden kann, während die andere Wand weiterhin auf der Hülse verbleibt, da das Loch - eine kleinere Grösse als der Durchmesser des Flansches --9-- aufweist.
Der Sack kann jedoch entfernt werden, wenn mit etwas mehr Kraft angezogen wird, da sich dann das Loch --4b-- über den Flansch dehnt.
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andere als die in den Fig. 2 oder 3 gezeigte runde Form aufweisen. Weiterhin können die Säcke auch durch zwei Schäfte über zwei Lochpaare gehalten werden und, wie in Fig. 4 gezeigt, mit einer länglichen öffnung --4c-- zum Tragen mit der Hand versehen sein.
Fig. 5 zeigt schematisch eine Seitenansicht einer detaillierten Konstruktion einer erfindungsgemässen Vorrichtung. Der Sackhalteschaft --11-- verläuft im rechten Winkel von der Grundplatte--12--, die ihrerseits auf der Bodenplatte--13--montiert ist. Die Säcke--4--sind als Stapel mittels einer Hülse --14-- auf dem hohlen Schaft --11-- befestigt, wie dies oben beschrieben wurde. Die auf dem Schaft befindlichen Säcke und die Hülse werden mittels einer Druckplatte --15--mit einer gewissen Kraft nach vorwärts gedrückt, so dass die Säcke immer an den Stirnflansch--9--der Hülse gedrückt werden. Somit ist der erste am Stapel befindliche Sack immer bereit, geöffnet und gepackt zu werden. Nach der bevorzugten
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--16-- erreicht,- 18 und 19-angelenkt sind.
Die unteren Punkte --19-- sind weiterhin senkrecht verschiebbar auf der Oberfläche der Platten-12 und 15-vorgesehen. Weiterhin ist zwischen den Punkten-18 und 19-eine Feder --20-- vorgesehen, welche die Punkte aneinanderzieht und so eine Druckwirkung der Platte-15gegen den auf dem Schaft --11-- aufgehängten Sackstapel verursacht. Der Luftstrom wird durch eine Gebläseeinheit --21-- erzeugt und die Luft wird vom Gebläse über einen Schlauch --22-- in den Schaft --11--geleitet.
Erfindungsgemäss wird der Luftstrom durch eine spezielle Düse geführt, um, wie bereits beschrieben wurde, den ersten Sack am Stapel zu öffnen. Die Fig. 6 bis 8 zeigen eine bevorzugte Form der Douse-23--. Somit
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hier ein Schnellverschluss vorgesehen.
Gemäss einer in den Fig. 9 bis 11 dargestellten weiterentwickelten Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung ist der röhrenförmige Sackhalteschaft --31-- in einer nach oben geneigten Lage auf der Bodenplatte--32--angeordnet, die ihrerseits ebenfalls in einer geneigten Lage am Grundkörper --33-- der Vorrichtung angeordnet ist. Die Druckplatte --34--zeigt einen ähnlichen Antriebsmechanismus, wie dies oben beschrieben wurde, wobei wieder zweiarmige Hebel --35-- vorgesehen sind, die an den oberen und unteren
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direkt auf den Schaft--31--, d. h. ohne Verwendung einer Hülse, aufgesetzt. Aus diesem Grund weist die Düse --37--, wie dies in den Zeichnungen gezeigt ist, eine besondere Form auf.
Sie besteht aus einem kurzen
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--39-- ausgerüstetStirnflansch-9-der Hülse-7-, die oben im Zusammenhang mit den früheren Ausführungsformen beschrieben wurde. Der Vorderteil der Düse --37-- umfasst eine gekrümmte Platte.--41--, die nach vorne und auch nach der Seite gerichtete öffnungen --42--, und eine nach unten gerichtete öffnung--43-- aufweist. Durch diese Konstruktion wird eine zum befriedigenden öffnen der Säcke geeignete Leitung des Luftstromes gewährleistet. Der Luftstrom wird durch ein Gebläse-44-erzeugt und über einen Schlauch --45--indenSchaft--31--geleitet.
Als weiteres erfindungsgemässes Detail dieser Ausführungsform erkennt man, dass die Vorrichtung mit einer
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ist. Der Zweck dieser platte --46-- ist die Unterstützung des Sackes während der Sack gefüllt wird. Ist der Sack fertig gepackt und entfernt, so kann durch einen Tritt auf das Pedal-49--die Platte-46-nach unten geschoben werden, so dass der Sack über diese Platte nach unten auf eine geneigte Balm --50-- gleitet, auf der der Sack zu weiteren Transportmitteln oder zu einem Tisch in die Hände des Kunden rollen kann. Die geneigte Bahn-50-ist mit drehbaren Walzen-51-ausgerüstet, die sich sehr leicht drehen und so verhindern, dass sich der Sack nach vorne überschlägt.
Die platte --46-- wird durch die Wirkung von Federn --52-- nach oben gedrückt. Die Bewegung der Platte kann auch durch einen elektrisch oder pneumatisch gesteuerten Mechanismus durchgeführt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Halten, Öffnen und Packen von Einkaufssäcken oder-beuteln, wobei einer oder merhere Schäfte oder Stapelstützen vorgesehen sind, auf welchen die Säcke mittels in deren Wänden vorgesehenen Löchern gestapelt und aufgehängt sind und die Beutel auf einer in Richtung der Stapelstützen verschiebbaren Platte gegen einen Anschlag federnd geschoben sind, während die Düsen od. dgl. zur Führung des
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durch die Stapelstützen (1, 11,31) geführt ist, wobei die Stapelstützen hohl oder Kanäle aufweisend ausgebildet sind.
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