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Die Erfindung betrifft eine Fördervorrichtung zur Förderung von Wasser bzw. von wässerigen Flüssigkeiten, insbesondere zur Abwasserförderung, mit mindestens einem Förderrad, welches ringförmig angeordnete Zellen aufweist, welche in den Wasserstand eintauchen, Wasser aufnehmen und zu einem Auffangbehälter fördern, der im wesentlichen auf einer Seite des Förderrades in dessen Abgabebereich angeordnet ist.
Es sind bereits Fördervorrichtungen mit Schöpfschalen und-bechern bekannt, welche wässerige
Flüssigkeiten im Aufnahmebereich durch Füllung der Schöpfschalen bzw.-becher aufnehmen und in einen höher gelegenen Abgabebereich fördern. Derartige Schöpfräder sind auch bereits mit einer Abgabe des Fördergutes nach innen ausgebildet worden, wobei sich jedoch als Nachteile eine geringe Förderhöhe und eine relativ grosse
Zeitdauer des Entleerungsvorganges ergeben. Dadurch wird eine grössere Entleerungsstrecke benötigt, welche die
Hubhöhe und den Querschnitt der Ablaufrinne ungünstig beeinflusst. Es ergibt sich ausserdem eine komplizierte
Formgestaltung der Schöpfschalen, wenn optimale strömungstechnische Verhältnisse bei der Aufnahme und
Abgabe des Fördergutes verwirklicht werden sollen.
Ferner ist die Umfangsgeschwindigkeit derartiger
Schöpfräder wegen der benötigten Mindestentleerungszeit beschränkt.
Ein weiteres bekanntes Mittel zur Förderung von Flüssigkeiten und Schlämmen besteht in der Anordnung von Förderschnecken, die gegebenenfalls kaskadenartig hintereinandergeschaltet sind. Die grosse
Querschnittsfläche der Schnecke ist nur in einem relativ kleinen Bereich als Förderraum wirksam.
Eine andere bekannte Fördervorrichtung aus der deutschen Auslegeschrift 1528932 hat Schöpfräder, die mit nach oben offenen Schöpfschalen ausgestattet sind, welche im Abgabebereich das geschöpfte Wasser über die horizontale Zellenkante zum Inneren des Schöpfrades in eine Auffangvorrichtung abgeben. Diese muss sich daher mindestens über die ganze Breite des Schöpfrades erstrecken. Hubhöhe, Fördervolumen und Wirkungsgrad sind auf Grund der gegebenen Konstruktion auf ein bestimmtes Mass reduziert.
Die USA-Patentschrift Nr. 640, 141 [1899] zeigt ein Schöpfrad, dessen ringförmig angeordnete
Schöpfzellen bis auf eine kleine Wassereintrittsöffnung und seitlich anschliessende Entleerungskanäle ganz geschlossen sind, so dass die Förderleistung von der Umdrehungszahl des Rades abhängig und keineswegs für die
Erfordernisse der Jetztzeit ausreichend ist.
Die Erfindung geht von der Aufgabe aus, für die eingangs erwähnte Fördervorrichtung eine konstruktiv einfache Gesamtausbildung zu schaffen, welche kompliziert gestaltete Bauteile vermeidet und unter
Verschmutzungsbedingungen störungs-und wartungsfrei eingesetzt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Zellen durch die mit einer Kreisscheibe verbundenen Trennwände sowie eine kanalartige Ringnut in einem feststehenden Wandteil gebildet sind, wobei der Querschnitt der Ringnut etwa dem Profil der umlaufenden Trennwände entspricht. Damit ist eine Fördervorrichtung mit besonders einfachem, aber zuverlässigem Aufbau geschaffen, mit der grosse Fördermengen wässeriger Flüssigkeiten auch bei erheblichen Feststoffanteilen rationell gefördert werden können.
Vorteilhaft kann der feststehende Wandteil ein Fertigbauteil in Beton od. dgl. sein und, falls er als Einheit mit der Fördervorrichtung in den Pumpensumpf eingehängt wird, mit einer Dichtung gegenüber der Kanalwand abgedichtet werden.
Soll die Ringnut umlaufend geschlossen sein, was z. B. bei Anordnung mehrerer Fördervorrichtungen in einer Aufwärtskaskade besonders zweckmässig ist, kann sie im Aufnahmebereich eine Entlüftungs- und/oder Zulauföffnung aufweisen.
Eine Verbesserung des Ausschüttvorganges kann bei dieser Anordnung zweckmässig durch eine nach aussen abfallende Bodenneigung des Auffangbehälters bzw. des Zulaufes zum Auffangbehälter im feststehenden Wandteil erreicht werden.
Die erfindungsgemässe Fördervorrichtung ist in den Zeichnungen an Hand einer bevorzugten Ausführungsform näher veranschaulicht. Es zeigen Fig. 1 einen Schnitt durch die Fördervorrichtung längs der Drehachse des Förderrades, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Anordnung in Fig. 1 und Fig. 3 eine Seitenansicht der Wand und des teilweise verdeckten Förderrades der Anordnung gemäss Fig. 1.
Aus den Fig. l, 2 und 3 der Zeichnungen ist zu entnehmen, dass die Zellen durch einen umlaufenden Teil und einen feststehenden Wandteil im Aufwärtsbereich gebildet werden. Auf der umlaufenden Kreisscheibe
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--41-- befestigt, welche- -41--, so dass zwischen den umlaufenden Trennwänden --41-- und dem feststehenden Wandteil--44-nur ein geringer Spalt entsteht.
Das im wesentlichen aus Kreisscheibe--40--und umlaufenden Trennwänden --41-- gebildete Förderrad taucht im Aufnahmebereich in den Flüssigkeitsstand--45--ein, und der durch die Ringnut
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Nach der Erfindung kann auch der feststehende Wandteil --44-- vorteilhaft als Fertigbauteil in Beton od. dgl. ausgebildet sein, wie in den Zeichnungen dargestellt. Dann wird der Fertigteil vorteilhaft mit einer Dichtung --50-- gegenüber der Kanalwand abgedichtet. Der feststehende Fertigbauwandteil--44--kann in derselben Baueinheit verlagert sein wie die Antriebseinheit mit dem Elektromotor--43--und dem Förderrad.
Dabei ergibt sich eine besonders gute Ausrichtung und Montage bereits im Herstellerwerk oder ausserhalb des Kanalbereiches auf der Baustelle, so dass die geometrische Voraussetzung für einwandfreien Lauf und Funktion der Fördervorrichtung gegeben ist.
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3im unteren Aufnahmebereich nach unten hin offen sein. In diesem Fall kann die Entlüftungsöffnung --53-- entfallen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fördervorrichtung zur Förderung von Wasser bzw. von wässerigen Flüssigkeiten, insbesondere zur Abwasserförderung, mit mindestens einem Förderrad, welches ringförmig angeordnete Zellen aufweist, welche in den Wasserstand eintauchen, Wasser aufnehmen und zu einem Auffangbehälter fördern, der im wesentlichen auf
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die Zellen (42) durch die mit einer Kreisscheibe (40) verbundenen Trennwände (41) sowie eine kanalartige Ringnut in einem feststehenden Wandteil (44) gebildet sind, wobei der Querschnitt der Ringnut etwa dem Profil der umlaufenden Trennwände (41) entspricht.
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