<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Entwässerungsleiste für Papiermaschinen, bestehend aus einem Tragbalken und einem an dessen Oberseite angeordneten, vorzugsweise in seiner Krümmung sowie Neigung einstellbaren Entwässerungsteil, in dessen vorderem Randbereich eine Kante aus verschleissfestem Material vorgesehen ist.
Ziel der Erfindung ist es, eine derartige Entwässerungsleiste so zu verbessern, dass deren Entwässerungseffekt verbessert und deren Verschleiss ausgleichbar ist. Erreicht wird dieses Ziel dadurch, dass die Kante höhenverstellbar angeordnet ist. Die erfindungsgemässe Verstellmöglichkeit der Kante erlaubt es, den hydrodynamischen Effekt des entstehenden Unterdruckes in Abhängigkeit von der Beschaffenheit des Siebes der Papiermaschine von dessen Geschwindigkeit sowie von der Art des Faserstoffes zu variieren und auf einfachste Art auf den jeweils optimalen Wert einzustellen. Weiters lässt sich der an der Oberseite der Kante auftretende Verschleiss ohne Komplikationen ausgleichen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die Kante aus verschleissfestem Material mit einem Träger fest verbunden, der an dem Tragbalken in Höhenrichtung verstellbar befestigt ist. Vorteilhaft sind dabei sowohl die Kante als auch der Träger in jeweils gleich lange Abschnitte unterteilt. Konstruktiv besonders einfach ist eine Leiste, bei der der Träger aus Kunststoff z. B. Kunstharz, besteht, mit einer eingebetteten Schiene versehen ist und in Höhenrichtung verlaufende Schlitze aufweist, durch welche sich mit dem Tragbalken verbundene Schrauben erstrecken.
Die erfindungsgemässe Entwässerungsleiste wird nachstehend an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 den Oberteil einer erfindungsgemässen Entwässerungsleiste, Fig. 2 die Entwässerungsleiste in Arbeitsstellung, Fig. 3 eine bevorzugte Einstellvorrichtung, Fig. 4 eine weitere Ausführungsform einer Entwässerungsleiste gemäss der Erfindung, die Fig. 5, 6 und 7 weitere Einstellvorrichtungen, Fig. 8 die Anbringung einer erfindungsgemässen Entwässerungsleiste an einem bereits vorhandenen Halterungseinsatz, die Fig. 9 ist eine Darstellung einer bevorzugten Vorrichtung für die Steuerung der Vorrichtungen gemäss den Fig. 7 und 8.
Gemäss den Zeichnungen, in denen jeweils gleiche Teile mit gleichen Bezugsziffern bezeichnet sind, schliesst an eine obere Lauffläche --11-- und eine untere Abtropffläche --12-- ein Abstreifrand --10- an.
Gebildet werden diese Teile von einer Kante --13-- aus hartem verschleissfestem Material, z. B. einer Metallegierung auf Kobaltbasis, aus Keramikmaterial, aus rostfreiem Stahl, aus Sintermaterial usw. Mit der Kante --13-- ist ein Träger --14-- aus Kunststoff oder einer Metallegierung fest verbunden, welcher gegebenenfalls eine eingebettete Schiene --15-- und in Höhenrichtung verlaufende Schlitze --17-- für die der Höhe nach verstellbare Befestigung des vorderen durchgehenden Teiles --18-- mittels Schrauben - besitzt. Dieser die Kante --13-- und den Träger --14-- aufweisende Teil kann durchgehend als einziges vorne angeordnetes Element ausgebildet sein oder er kann in jeweils gleich lange Abschnitte unterteilt sein.
Der Tragbalken --19 bzw. 119-- besitzt einen vorderen Körper --20--, eine obere Fläche --21-- und eine rückwärtige Fläche --22--. Die obere krümmbare Fläche --23-- besitzt im dargestellten Falle eine durchgehende Verankerungsleiste --24--, die mit einem Bügel --25-- zusammenwirkt, welcher dazu dient, die Leiste --24-- mittels der Schrauben --26-- gegen die Fläche --21-- zu halten.
Weiters besteht die Fläche --23-- aus einem oberen'durchgehenden Körper --27--, dessen Stärke --27-- im dargestellten Beispiel konstant ist, aber auch unterschiedlich sein kann, aus einem Verbindungsabschnitt --28--, der gegebenenfalls am Ende einen Tropfansatz --29-- aufweist, und aus einer Nase --30--, die mit einer Krümmvorrichtung-31-zusammenwirkt.
Eine Steuerungswelle --32-- ist mit einem Exzenter --33-- fest verbunden, der in einem zylindrischen Hohlteil --34-- drehbar ist. Letzterer trägt die Organe --35--, die zur Feststellung der Nase --30-dienen. Die Welle --32-- ist in Halterungen --36-- gelagert und trägt an ihrem Ende einen Betätigungshebel --37--. Unter dem Vorderteil --20-- ist ein unterer Abstütz- und Versteifungsteil --38- vorgesehen, dessen Abmessungen an die aus dem Biegemoment und dem maximal zulässigen Durchhang der Leiste resultierenden Erfordernissen angepasst sind. Dieser Teil --38-- kann schachtelförmig ausgebildet sein oder z. B. aus einem Doppel-T-Profil bestehen.
Die Fig. 4 und 5 zeigen eine andere bevorzugte Lösung, gemäss welcher die durchgehende Fläche --23-- am vorderen Körper-20-- mit Schrauben-26-- befestigt und ein Absatz --39-- für die Vertikaleinstellung vorgesehen ist.
<Desc/Clms Page number 2>
An der Hinterseite besitzt die Fläche --23-- einen Tropfansatz --29-- und einen Verbindungsabschnitt --28--, der mit Schrauben --46-- an einer Gabel --45-- befestigt ist. Eine Schubstange --34-- ist an der Gabel --45-- mittels einer Sicherung --47-- schwenkbar befestigt.
Wenn daher die Welle --32-- betätigt wird, wird der Exzenter --33-- verdreht, wodurch er die Schubstange --34-- verschiebt, die über den Zapfen --47-- und die Gabel --45-- der durchgehenden Fläche --23-- in ihrem oberen Bereich --27-- die gewünschte Krümmung gibt.
Im dargestellten Beispiel weist der vordere durchgehende Teil --18-- einen Träger --14-- aus Kunstharz auf, an dem durch Spritzguss der durchgehende Teil aus Hartmaterial befestigt ist.
In der Folge wird die Funktionsweise der Vorrichtung beschrieben.
Das sich in Richtung --41-- bewegende Sieb --40-- wird von einer Vielzahl von Entwässerungsleisten abgestützt, die quer zum Sieb und untereinander parallel angeordnet sind. Auf das bewegliche Sieb - läuft der zu entwässernde Papierfaserstoff --42-- auf. Die Entwässerung erfolgt durch Abfuhr des Wassers, das zwischen den Entwässerungsleisten durch das Sieb --40-- hindurchtritt und sich daher auf der Unterseite --43-- befindet, wenn das Sieb --40-- auf die nächste Leiste auftrifft. Die Entfernung des Wassers erfolgt mittels des Abstreifrandes --10--, der mit der Oberfläche --11-- das Sieb abstützt, und mittels der vorderen Fläche --12--, über die das Wasser abläuft.
Die Fig. 6 bis 9 zeigen weitere bevorzugte Ausführungsbeispiele betreffend die Vorrichtung zur Krümmung der oberen Fläche-23--.
Gemäss Fig. 6 wirkt der Exzenter --33--, welcher von der in Abständen in den Halterungen --36-gelagerten Welle --32-- betätigt wird, mit zwei gegenüberliegenden Sitzen --48-- zusammen, die in den Fortsätzen --124 und 223-- ausgebildet sind. Diese sind einstückig mit dem Teil --23-- ausgebildet oder im wesentlichen zu einem Körper mit diesem verbunden.
Die Tatsache, dass der Exzenter --33-- im wesentlichen über die ganze Länge der durchgehenden Fläche --23-- (mit Ausnahme der kurzen Abschnitte, wo die Halterungen --36-- vorgesehen sind) wirkt, ermöglicht eine feine und konstante Regelung auf der ganzen Länge. Diese Regelung erfolgt durch Drehen des vorzugsweise kreisrunden Exzenters --33--. Dieser Exzenter --33-- wirkt auf die beiden Flächen - und verschiebt sie vorübergehend in bezug auf die Rotationsachse der Welle --32-- und zwingt dabei die ganze durchgehende Fläche im rückwärtigen Bereich sich anzuheben oder abzusenken.
Die Fortsätze --123 und 223--, die im gezeigten Beispiel aus einem C-Metallprofil bestehen, können auch direkt im Teil --23-- und in dessen Ansatz --28-- ausgebildet sein.
Die Fig. 7 und 8 zeigen eine Regelvorrichtung, die mit elastisch dehnbaren Schläuchen --49, 50--, die mit einem Druckmedium, wie z. B. Wasser, mit einem für beide Schläuche gleichen Ausgangsdruck P gefüllt sind.
Die dehnbaren Schläuche-49 und 50-- liegen auf wenigstens zwei Flächen auf, u. zw. liegt im dargestellten Ausführungsbeispiel der Schlauch --49-- auf der beweglichen Innenseite der Fläche --23-- und auf der ortsfesten Fläche --148-- der Halterung --51--, die am oberen Teil --19 oder 119-- befestigt ist, und der Schlauch --50-- auf der ortsfesten Fläche --148-- der Halterung --51-- und auf der beweglichen Fläche --48-- der Halterung --52-- auf, welche auf der Abschirmung --44-- befestigt ist, jedoch auch durch eine Verlängerung des Teiles --28-- gebildet sein könnte.
Die beiden Flächen --48-- liegen einander gegenüber und zwischen ihnen befindet sich eine starre Verbindung, durch welche sie in einer gegenseitig stabilen Lage gehalten werden. Ausserdem liegen die beiden Flächen --148-- auf zwei Ebenen der ortsfesten Halterung --51--, die zwischen den beiden Flächen - angeordnet ist.
Wenn man gleichzeitig und in entgegengesetztem Sinne den in den Schläuchen --49 und 50-herrschenden Druck P um einen im wesentlichen gleichen Wert verändert, bewirkt man eine vertikale Verstellung des hinteren Endteiles der krümmbaren Fläche --23-- in bezug auf die ortsfeste Halterung Diese Verstellung bewirkt eine Verstellung der gesamten oberen Fläche. Die Druckdifferenz führt zusammen mit der Elastizität der krümmbaren Fläche zu einer Einregelung des Krümmungswertes der Fläche --23--.
Zur Erzeugung dieser Druckdifferenz kann irgendeines der bekannten Systeme verwendet werden.
Ein bevorzugtes System besteht beispielsweise aus einem Zylinder --53-- mit Kolben --57-- und durchgehender Kolbenstange --56-- zum Ausgleich der Volumen. Der Zylinder besitzt zwei Kammern --54 und 55--, die mit den dehnbaren Schläuchen --50 bzw. 49-- verbunden sind.
<Desc/Clms Page number 3>
Wenn nun in --49 und 50-- ein gleicher Anfangsdruck P herrscht, genügt es, den Kolben --57-- im Zylinder --53-- zu verschieben, um den gewünschten Druckunterschied durch Änderung der Volumen herbeizuführen. Es kann für jeden Balken ein eigener Zylinder vorgesehen sein oder aber es kann lediglich bei Bedarf ein Zylinder mittels Schnellkupplungen angeschlossen werden. Zur Verstellung des Kolbens --57-- im Zylinder --53-- kann man einen Gewindering --58-- benutzen, der mit einem oder beiden herausragenden Kolbenstangen --56-- zusammenwirkt.
Die Erfindung wurde an Hand eines bevorzugten Ausführungsbeispieles beschrieben, das jedoch in vieler Hinsicht abgeändert werden kann, ohne den Rahmen der Erfindung zu überschreiten. So ist es möglich Regelschrauben vorzusehen, die unter dem Träger --14-- zu dessen Verstellung wirken.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Entwässerungsleiste für Papiermaschinen, bestehend aus einem Tragbalken und einem an dessen Oberseite angeordneten, vorzugsweise in seiner Krümmung sowie Neigung einstellbaren Entwässerungsteil, in dessen vorderem Randbereich eine Kante aus verschleissfestem Material vorgesehen ist, da-
EMI3.1