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Die Erfindung betrifft ein scheibenförmiges Spielzeug, welches zumindest ein zentralsymmetrisch angeordnetes Löcherpaar aufweist, durch das eine Schnur mit je einem Haltegriff auf beiden Seiten der Scheibe gezogen wird, deren Enden miteinander verknüpft werden und welches nach anfänglichem Verdrehen der Schnur durch rhytmisches Spannen und Lockerlassen der verdrehten Schnur in Rotation mit wechselnder Drehrichtung versetzt werden kann. Dabei ist eventuell ein leises Surren zu hören.
Ein Gerät der genannten Art stellt zB. jeder nicht zu kleine Knopf dar. der wie oben beschrieben auch in Rotation versetzt werden kann.
Auch mehrfach gelochte Scheiben, die aber nicht hohl ausgebildet sind, geben, wenn sie in der angegebenen Art in Rotation versetzt werden, vielleicht surrende Geräusche von sich.
Aus dem Physikunterricht ist die"Lochsirene"bekannt, die aber auf andere Weise in Rotation versetzt wird und noch ein eigenes Anblasen durch einen Luftstrom erfordert, um zu funktionieren, also Töne hervorzubringen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gerät der gattungsmässigen Art dahingehend zu verbessern, dass die von der rotierenden Scheibe ausgehenden akustischen Signale 1. von besserer Qualität sind und vor allem 2. durch einfache Eingriffe des Spielenden auch auf vielfältige Weise verändert und aktiv mitbestimmt werden können.
Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, die rotierende Scheibe so auszubilden, als hätte man aussen eine kreisförmig gebogene, in sich geschlossene Querflöte mit mehreren Grifflöcher angefügt, die nun nicht mit dem Mund angeblasen wird, sondern durch den Wind, der durch die Rotation der Scheibe entsteht.
Die erfindungsgemässe Lösung besteht darin, dass an einen massiven, also nicht hohlen Zentralbereich, der es ermöglicht, wie oben beschrieben, die Scheibe in Rotation zu versetzen, ein peripherer, hohler, dadurch wulstf6rmiger Teil mit mehreren Öffnungen angeschlossen ist. Die Öffnungen sind einzeln und reversibel verschliessbar, wodurch die rotierende Scheibe je nach Anzahl und Form der offenen Öffnungen verschiedene Töne, Tonfolgen oder Geräusche erzeugt.
Das erfindungsgemässe Spielzeug soll neben Spass am Spielen dem Spielenden die unmittelbaren Zusammenhänge zwischen der Anzahl der offenen Öffnungen im hohlen Bereich der Scheibe, der Drehgeschwindigkeit und dem daraus resultierenden akustischen Ergebnis vermitteln, also durch Ausprobieren aller möglichen Lochkombinationen ein Erforschen akustischer Grundprinzipien ermöglichen.
In Weiterbildung des erfindungsgemässen Spielzeuges ist vorgesehen, den hohlen Aussenbereich der Scheibe auch mit anderen Querschnitten als dem einer Querflöte, also nicht nur kreisförmigen. zu gestalten.
Verschiedene Ausführungsformen des erfindungsgemässen Spielzeuges ergeben sich auch durch die unterschiedliche Ausbildung der Öffnungen im hohlen Randbereich als runde Löcher, Schlitze oder in einer anderen Form.
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Verschiedene Ausführungsformen des erfindungsgemässen Spielzeuges ergeben sich auch durch die verschiedenen Möglichkeiten, die Öffnungen im hohlen Randbereich zu verschliessen. Eine davon wäre das Anbringen von Aufkleben (eventuell Isolierband), welche auch ein nur teilweises Verschliessen der Öffnungen ermöglicht, mit dem Effekt, dass die akustischen Signale nur bei einer Drehrichtung, nicht aber bei der anderen, entstehen. Auch andere Verschlüsse sind möglich.
Die Erfindung wird nachstehend unter bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
Die Fig. 1 zeigt einen Aufriss einer erfindungsgemässen Scheibe (8), darunter den zugehörigen Querschnitt. Dabei ist zu unterscheiden : - Der nicht hohle Zentralbereich (1) mit den paarweise zentralsymmetrisch angeordneten
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grösserem Abstand, also (4) statt (3), so ändert sich auch der Rotationsrhytmus und dadurch auch die Wiederhol-Frequenz der entstehenden Töne.
- Der äussere, hohle Bereich (2), in diesem Fall mit kreisförmigen Querschnitt, ist hier mit 8 runden Löchern (7) auf der Breitseite der Scheibe (S) dargestellt. Die Öffnungen (7) im Bereich (2) können auch an anderen Plätzen angebracht werden, zB. tangential, mit maximaler Entfernung vom Zentrum Fig. 2 und Fig. 3 zeigen in analoger Weise Beispiele von Ausführungsformen der Scheibe (8) mit anderen Querschnitten. Da es unendlich viele Möglichkeiten gibt, den Querschnitt des hohlen Bereiches (2) zu variieren, ist es nicht möglich, sie alle darzustellen.
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komplett mit verknoteter Antriebsschnur (6) und zwei Haltegriffen (5).
Sobald die einzelnen Teile wie Scheibe (8), Schnur (6) und Griffe (5) zusammengefügt wurden, wie in Fig. 4 dargestellt, kann mit dem Spielen begonnen werden : Man schiebt den Knoten der Schnur zu einem der Griffe und nimmt je einen Griff in jede Hand, schiebt die Scheibe in die Mitte, zieht nun die Griffe auseinander und spannt die Schnur leicht. Man rollt die Scheibe ein paarmal über den Körper (zB. von oben nach unten), sodass sich die Schnur verdreht. Durch rhytmisches Auseinanderziehen der Griffe und Lockerlassen kommt die Scheibe nun in Drehbewegung mit wechselnder Drehrichtung.
Durch Verschliessen einzelner Löcher, zB. durch Verkleben mit einem runden Aufkleber oder einem Stück Isolierband, können verschiedene Kombinationen offener Löcher hergestellt werden.
Dadurch gibt die rotierende Scheibe auch verschiedene Töne, Tonfolgen oder Geräusche von sich, deren Entstehung und Lautstärke auch noch durch die Drehgeschwindigkeit beeinflusst wird.
Wenn Löcher nur zum Teil verklebt werden, so hat das zur Folge, dass nur bei einer Drehrichtung akustische Signale hörbar werden. Verschiedene Schnurlängen und verschiedene Antriebslöcher verändern den Rhytmus der wiederkehrenden Töne.
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Durch die Verwendung von zwei Scheiben auf einer gemeinsamen Schnur ergibt sich Zweistimmigkeit. Wenn mehrere Spieler zugleich mit verschieden verschlossenen Scheiben spielen. erhält man eine Vielfalt von Tönen und Rhytmen. Umsomehr, wenn auch die Scheiben verschiedene Grössen haben.
Die Benutzung des Gerätes hat nebenbei eine trainierende Wirkung auf die Muskulatur der Arme und der Brust, welche auch ohne akustische Signale genutzt werden kann. wenn man alle Öffnungen der Scheibe verschliesst.
Als Material für die Scheibe (8) bietet sich bruchfeste Kunststoff an.
Die Antriebsschnur (6) muss von reissfester Qualität sein, in der Art von Gardinenschnüren.
Dicke und Länge der Schnur haben einen Einfluss auf den Drehrhytmus und können variiert weden.
Die Griffe (5) können etwa 7 cm lange Teilstücke von Dübelhölzem mit 10 mm Querschnitt, versehen mit einer normal zur Längsachse auf halber Länge befindlichen Bohrung von 3 mm Durchmesser zur Aufnahme der Schnur sein oder analog aus Kunststoff hergestellt werden.
Die Aufkleber sollen die Qualität von Isolierband haben und wiederholt verwendbar sein.
Werden Stöpsel oder Klappen zum Verschliessen der Löcher verwendet, so sind sie auch am einfachsten aus Kunststoff herzustellen.
Für die farbliche Gestaltung gibt es unendlich viele Möglichkeiten, sie hat aber keinen Einfluss auf die Funktion der Erfindung.