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Die Erfindung betrifft eine Raumzelle, insbesondere Telephonzelle oder Wartehäuschen, mit einer vorzugsweise rechteckigen, insbesondere quadratischen, Grundplatte und mit darauf angeordneten, an zumindest zwei Stehern befestigten Wandelementen und gegebenenfalls mit einem Dach und einer Tür.
Bei der Errichtung von Raumzellen werden die verschiedensten Wege beschritten (s. z. B. AT-PS
Nr. 300285, DE-OS 1928917, DE-OS 1684679).
Bei der Errichtung von Raumzellen besteht das Problem, derartige Zellen aus möglichst wenigen
Bauelementen auf einfache billige und rasche Art herzustellen. Dabei sollen die Raumzellen möglichst stabil und gegen Beschädigungen weitgehend unempfindlich sein. Ferner sollen die einzelnen Teile leicht austauschbar sein.
Dieses Ziel wird bei einer Raumzelle der eingangs genannten Art dadurch erreicht, dass die Steher mit der vorzugsweise von einem mit Beton ausgegossenen und armierten Rahmengestell gebildeten
Grundplatte mit Hilfe von in der Grundplatte bzw. in dem Rahmengestell angeordneten, vorzugsweise untereinander gleichen Haltebauteilen, z. B. Schraubbuchsen, verbunden sind, wobei in die vorzugsweise unrunden Haltebauteile, z. B. eckige oder mit einem Schraubgewinde versehene, abgeflachte Haltekörper, zur Halterung bzw.
Befestigung oder zum Aufschieben der Steher eingesetzt sind, und dass die Steher untereinander gleiche Querschnittsform und gegebenenfalls gleiche Länge besitzen, und an den Stehern untereinander gleiche Wandelemente und/oder ein bezüglich seiner senkrecht angeordneten Mittelachse symmetrisches Rückwandelement und gegebenenfalls ein Türelement, z. B. ein eine Türfüllung oder eine
Falttüre tragender Türrahmen befestigt sind.
Durch Verwendung von untereinander gleichen Wandelementen kann der Bedarf an derartigen
Elementen herabgesetzt werden und ein leichter Austausch erfolgen. Die Wandelemente können entweder durch die Steher verbunden oder in diese eingesetzt werden. Als Ergänzung kann ein Rückwandelement vorgesehen sein, das ebenfalls an den Stehern befestigt wird.
Dadurch, dass die zur Befestigung der Wandelemente vorgesehenen Steher alle denselben Querschnitt aufweisen und gegebenenfalls von gleicher Länge sind, erreicht man, dass die Steher untereinander beliebig austauschbar sind.
Zur Erstellung einer stabilen Grundplatte kann ein Rahmengestell mit Beton ausgegossen werden und dadurch wird eine massive und stabile Grundplatte geschaffen, die in das Erdreich eingebettet werden und die Raumzelle tragen kann.
Durch die Anordnung von untereinander gleichen Haltebauteilen wird eine Vereinfachung des Aufbaus der Raumzelle erreicht und jeder Steher kann durch jeden Haltebauteil aufrecht befestigt werden.
Ein wesentliches erfindungsgemässes Merkmal besteht darin, dass die Steher auf die mit der Grundplatte bzw. dem Rahmengestell verbundenen Haltekörper aufschiebbar sind. Es ist auch eine Befestigung durch Nieten oder durch Schrauben denkbar, jedoch zeitraubend. Durch das Aufschieben der Steher auf die Haltekörper ist es möglich, den Steher mit einem beliebigen Ende auf die Haltekörper aufzuschieben und es ist eine rasche Austauschbarkeit gewährleistet.
Bevorzugterweise werden die unrunden Haltekörper von Schraubbolzen gebildet, deren Körper vorzugsweise auf zwei gegenüberliegenden Seiten Abflachungen aufweist und die in die Schraubbuchsen mit ihrem Gewindeteil einschraubbar sind. Das Einschrauben von Schraubbolzen in die Schraubbuchsen ist eine einfache und zeitsparende Methode zur Anordnung von Halteelementen. Durch die unrunde Ausführung der Haltekörper werden bei entsprechender Abmessung der Innenquerschnitte der Steher diese auf den Haltekörpern örtlich festgelegt und sind nicht verrückbar.
Zweckmässigerweise sind in der Grundplatte zumindest drei, vorzugsweise vier, Haltebauteile mit Stehern angeordnet. Der einfachste Aufbau einer stabilen Raumzelle erfordert drei Haltekörper und drei Steher. Zwischen zwei Haltekörpern bzw. Stehern wird die Tür bzw. der Zugang vorgesehen und der zwischenliegende dritte Haltekörper bzw. der dritte Steher dient zur Befestigung von Wandelementen zwischen sich und den beiden andern Haltekörpern bzw. Stehern. Dabei können die zwei verwendeten Wandelemente untereinander gleiche, im Horizontalschnitt entweder gerundete oder eckige Form aufweisen. Gleichzeitig wird vermerkt, dass die Wandelemente an sich beliebige, vorzugsweise jedoch symmetrische und in jedem Fall- gegebenenfalls die Rückwandteile ausgenommen-untereinander gleiche Form aufweisen.
Die Rückwand ist vorzugsweise symmetrisch zu einer betreffend ihre Lage in der fertigen Raumzelle senkrecht verlaufenden Achse symmetrisch aufgebaut.
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Zum Einbau von z. B. einer einen Telephonapparat tragenden Säule ist es zweckmässig, wenn in der Grundplatte bzw. am Rahmengestell Befestigungseinrichtungen für diese Säulen vorgesehen sind. Diese Befestigungseinrichtungen sind stabil in der Grundplatte bzw. 3m Rahmengestell angeordnet und bieten der Säule festen Halt.
Erfindungsgemäss ist ferner vorgesehen, dass die Steher, vorzugsweise in ihrem unteren Abschnitt, mit einem Verstärkungsprofil versehen sind, das vorzugsweise von dem den Steher darstellenden Profilrohr umgeben ist. Dieses Verstärkungsprofil ist vorgesehen, um den Steherabschnitten im unteren Teil, wo diese auf die Haltekörper, die in der Grundplatte vorgesehen sind, aufgeschoben bzw. an dieser befestigt sind, zusätzlichen Halt zu geben. Insbesondere ist, wenn die Wandelemente erst in einer gewissen Höhe oberhalb der Grundplatte beginnen, ein Verstärkungsprofil zweckmässig, um den Stehern die nötige Versteifung zu geben. Das Verstärkungsprofil kann aber auch das den Steher bildende Profilrohr aussen über einen gewissen Umfang und eine bestimmte Länge umgeben.
Bezüglich der Herstellung und der Handhabung ist es zweckmässig, wenn die Steher von einem
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B. dreieckförmigbzw. Haltebauteilen gegeben ist und die Steher zur Befestigung der Wandelemente, z. B. durch deren
Einschieben in Ausnehmungen oder deren Befestigung durch Schrauben oder Nieten eingerichtet sind.
Es ist dabei zweckmässig, wenn die Innenabmessungen der Steher, z. B. die innere Breite des
Profilrohres bzw. des Verstärkungsprofils, den Aussenabmessungen des Haltekörpers, z. B. der Dicke eines abgeflachten Schraubbolzens, entsprechen. Dadurch wird eine verwindungssteife und gegen
Verschiebungen beständige Raumzelle geschaffen.
Bei einer erfindungsgemässen Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Steher Ausnehmungen zur
Aufnahme der Randpartien der Wandelemente aufweisen. Dabei können die Innenabmessungen eines
Profilrohres mit H-förmigem Querschnitt bzw. eines in das Profilrohr gegebenenfalls eingesetzten Versteifungsprofils an die Aussenabmessungen der Haltekörper angepasst sein.
Anderseits ist es auch möglich, wenn erfindungsgemäss die Steher eine angeformte oder an ihnen befestigte Profilleiste aufweisen, an der die Wandelemente, z. B. durch Nieten oder Schrauben, befestigbar oder in die die Wandelemente einschiebbar sind. Bei dieser Ausführungsform kann erfindungsgemäss die Profilleiste einen H-förmigen Querschnitt aufweisen, wobei die Randpartien der Wandelemente in die Ausnehmungen zwischen den Schenkeln der Profilleiste einführbar sind und die Profilleiste an einer Längsseitenfläche mit dem Steher verbunden ist. Es ergibt sich dabei eine einfache Herstellung des Stehers und eine einfache Dimensionierung und Ausbildung der die Wandelemente aufnehmenden Profilleiste.
Dabei ist es insbesondere möglich, dass die Wandelemente zur Bildung eines ebenen Stosses bzw.
Überganges mit den Profilleisten bzw. Stehern, die vorragenden Teile der Profilleiste aufnehmende Absätze bzw. Ausnehmungen aufweisen. Damit wird ein gefälliger Aussenanblick der Raumzelle gewährleistet.
Ferner sind erfindungsgemäss die Steher zur Ausbildung eines Lüftungsspaltes zwischen dem Dach und den Wandelementen zum Aufschieben von Zwischenstücken als Abstandhalter für das Dach eingerichtet. Das Dach kann dabei auf gleich lange Steher aufgesetzt sein ; verwendet man paarweise verschieden lange Steher, so erhält man eine bestimmte Dachneigung.
Zur Ausbildung einer Türe zwischen zwei benachbarten Stehern kann ein Türelement, z. B. ein eine Türfüllung oder Falttüre tragender Türrahmen in die Steher eingesetzt bzw. an diesen befestigt werden.
Das Türelement bzw. der Türrahmen besteht seinerseits aus einem in die Steher einsetz-bzw. einschiebbaren oder an diesen befestigbaren Profil.
Auf diese Weise können die erfindungsgemässen Raumzellen, wie z. B. Telephonzellen oder Wartehäuschen, ohne grossen Aufwand auf einfache Weise errichtet werden. Dabei werden die einzelnen Teile der Raumzelle wie zuvor beschrieben, zusammengebaut.
Weitere Vorteile und erfindungsgemässe Ausführungsformen ergeben sich aus der weiteren Beschreibung und den Zeichnungen. Es zeigen Fig. la ein Rahmengestell für eine Grundplatte, Fig. lb einen Schnitt durch eine Grundplatte, Fig. 2 einen abgeflachten Schraubbolzen der als Haltekörper Verwendung findet, Fig. 3a einen Horizontalschnitt durch auf abgeflachte Schraubbolzen aufgeschobene Steher, wobei in
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die Steher Wandelemente und ein Türrahmenelement eingesetzt-sind, Fig. 3b und c einen Schnitt durch
Ausführungsformen von Stehern, Fig. 3d einen Steher und eingesetzte Wandelemente mit Absätzen, Fig. 4 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäss aufgebauten Raumzelle, Fig. 5a einen schematischen Horizontal- schnitt durch eine Raumzelle gemäss Fig. 4, Fig. 5b einen Horizontalschnitt durch das Dach einer Raumzelle gemäss Fig.
4, Fig. 5c und d schematische Schnitte durch verschiedene Grundrissformen aufweisende
Raumzellen, Fig. 6 eine Vorderansicht einer als Telephonzelle dienenden Raumzelle, wobei in den
Türrahmen eine Falttür eingesetzt ist und Fig. 7a und 7b schematisch eine Schliessvorrichtung für die in
Fig. 6 gezeigte Falttür.
Die Fig. la zeigt ein von Winkeln gebildetes Rahmengestell --1--, das rechteckige oder-wie gezeigt-quadratische Form aufweisen kann. Am Rahmengestell --1-- sind Buchsen --4--, vorzugsweise
Schraubbuchsen, befestigt. Zur Stärkung bzw. Versteifung der Befestigung der Buchsen --4-- sind
Versteifungsbleche bzw. Knotenbleche --16-- vorgesehen, die die vorzugsweise aus Edelstahl gefertigten
Buchsen --4-- fest mit dem Rahmengestell --1-- verbinden. Die Anzahl der im Rahmengestell --1-- vorge- sehenen Buchsen --4-- hängt von dem geplanten Aufbau der Raumzelle ab.
Bei der in Fig. la gezeigten
Anordnung sind vier Buchsen --4-- vorgesehen, wobei die beiden vorderen Buchsen --4-- zwischen sich den späteren Zugang zur Raumzelle einschliessen, während die beiden rückwärtigen, in den Zeichnungen oben liegenden Buchsen --4--, zwischen sich eine Rückwand --13-- und zwischen sich und den unteren Buchsen-4-Seitenwandelemente-12-einschliessen werden.
Zur Herstellung einer soliden und massiven Grundplatte wird das in den Fig. la und lb gezeigte Rahmengestell-l-mit Beton ausgegossen. Zur besseren Verankerung und Verstärkung des Rahmen- gestells-l-im Beton sind an diesem Tragwinkel --2-- und Pratzen --3-- angeformt.
Die Tragwinkel --2-- weisen ferner Schraub bolzen --5-- auf, an denen später eine Telephonsäule montiert werden kann. Das Ausgiessen des Rahmengestells --1-- mit Beton erfolgt derart, dass das Rahmengestell-l-bis zum oberen Ende der Buchsen --4-- mit Beton gefüllt wird, wozu gegebenenfalls eine Mantelform notwendig ist, um das Überfliessen des Betons zu verhindern. Wie aus Fig. lb ersichtlich ist, schliesst die obere Fläche des Betons bündig bzw. eben mit dem oberen Ende der Buchsen --4-- ab, um gegebenenfalls eine nicht benötigte Buchse --4-- mit einem Stopfen bodengleich verschliessen zu können. Die Dicke der Grundplatte bzw. des durch das Rahmengestell-l-armierten Betonklotzes, kann den Erfordernissen der Praxis entsprechend, beliebig stark gemacht werden.
Die Schraubbolzen --5-- bzw. deren Gewindeteil ragen aus dem Beton empor. Die Befestigung der
Schraubbolzen --5-- an den Tragwinkeln --2-- kann entweder durch Festschrauben oder Schweissen erfolgen. In gleicher Weise erfolgt die Befestigung der Buchsen --4-- am Rahmengestell --1--. Die Versteifungsbleche --16-- werden angeschweisst. Die Breite und Stärke der verwendeten Profile für das Rahmengestell --1-- bzw. für die Tragwinkel --2-- kann entsprechend den Anforderungen beliebig gewählt werden.
Falls eine runde Grundplatte gewählt wird, kann entweder ein vieleckiges Rahmengestell verwendet werden oder man giesst ein Rahmengestell, so wie es dargestellt ist, in einer runden Mantelform mit Beton aus.
Fig. 2 zeigt einen Schraubbolzen --6--, wie er als Haltebauteil in die Schraubbuchsen-4-gemäss Fig. la und 1b eingeschraubt werden kann. Auf einen derartigen Schraubbolzen --6-- werden die die Wandelemente tragenden Steher --9-- aufgeschoben, bzw. an derartigen Halteelementen können die Steher auf beliebige Art, z. B. Schrauben, befestigt werden. Der in Fig. 2 gezeigte Schraubbolzen --6-- weist an gegenüberliegenden Seiten bzw. Stellen Abflachungen --8-- auf und wird mit seinem Gewindekörper --7-- in die Schraubbuchsen --4-- eingeschraubt.
Im Rahmen der Erfindung ist es möglich, beliebig geformte, die gleiche Funktion wie der Schraubbolzen --6-- ausübende, Haltebauteile zu verwenden. Es sind auch Steckbolzen denkbar, die in entsprechende Stechbuchsen im Rahmen gesteckt, bzw. in die Grundplatte eingesteckt werden können.
Der Körper der Haltebauteile kann ebenfalls beliebige Form aufweisen. So wäre es im Rahmen der Erfindung auch durchaus möglich, in der Grundplatte der Querschnittsform der Steher entsprechende Ausnehmungen als Halteelemente vorzusehen. Es könnte somit der Steher in einfacher Weise in diese seinem Querschnitt entsprechenden Ausnehmungen gesteckt werden. Dazu könnten an beiden Enden des Stehers entsprechende Fortsätze ausgebildet sein. In Weiterbildung dieser Ausführungsform ist es möglich, dass diese Fortsätze auch einen andern Querschnitt als die Steher aufweisen und in entspre-
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chende Ausnehmungen bzw. Buchsen in der Grundplatte bzw. dem Rahmengestell einsetzbar sind. Bei dieser Ausführungsform wären somit die Haltebauteile einstückig mit den Stehern.
In weiterer Ausbildung der Erfindung ist z. B. auch eine runde, dreieckige, quadratische oder rechteckige Körperform der Haltebauteile möglich, die an ihrem andern Ende in ein Gewinde oder einen
Fortsatz zur Befestigung in der Grundplatte bzw. am Rahmengestell oder in dafür vorgesehene Buchsen bzw. Aufnahmeeinrichtungen übergehen.
Erfindungsgemäss wird nun auf den Haltebauteil bzw. den Schraubbolzen --6--, der etwa 20 cm aus der Grundplatte herausragt, ein Steher --9-- aufgeschoben. Der Steher --9-- kann an sich beliebige Aussen- und Innenform haben. Bevorzugt ist es jedoch, die Innenabmessungen des Stehers --9-- an die
Aussenabmessungen des Haltebauteiles bzw. des Schraubbolzens --6-- anzupassen, so dass ein exakter Sitz des Stehers --9-- auf dem Schraubbolzen --6-- gegeben ist. Der Innenquerschnitt des Stehers --9-- kann z. B. als dreieckförmige Ausnehmung ausgebildet sein, die auf ein dreieckförmiges Halteelement aufschiebbar ist.
In Fig. 3a sind rechteckige Steher --9-- gezeigt, die auf abgeflachte Schraubenbolzen - aufschiebbar sind, wobei der gegenseitige Abstand der Abflachungen --8--, der inneren Dicke des rahmenförmigen Stehers --9-- entspricht.
Weiters ist im Rahmen der Erfindung vorgesehen, dass die Steher zumindest in ihrem unteren Abschnitt eine Verstärkung bzw. ein Verstärkungsprofil --10-- aufweisen. Dabei ist gemäss Fig. 3a der eigentliche Steher --10-- grösser dimensioniert und das Verstärkungsprofil --10-- in diesen einschiebbar bzw. in seinem Inneren angeordnet. Das Verstärkungsprofil --10-- und der Steher --9-- können gegebenenfalls auch in einem Arbeitsgang hergestellt z. B. extrudiert werden. Im Fall der Fig. 3a entspricht die innere Weite des Verstärkungsprofils --10-- der Dicke des abgeflachten Schraubbolzens - -6--. Dadurch sitzt der Steher-9-- mit Passsitz auf dem Schraubbolzen --6-- und ist gegen Verdrehung gesichert.
Mit dem Steher --10-- ist - wie Fig. 3a zu entnehmen ist - eine Profilleiste --11-- entweder einstückig angeformt oder durch Schrauben, Nieten oder Kleben mit diesem verbunden. Die Aussenform bzw. das Profil der Profilleiste --11-- ist an die Kanten der einzusetzenden Wandelemente --12, 13-- bzw. des Türrahmens --14-- angepasst. Verjüngen sich die Kanten der Wandelemente --12, 13-- oder des Türrahmens --14-- so kann die Profilleiste --11-- z. B. X-förmig ausgebildet sein, um die Kanten aufnehmen zu können.
Ferner ist es auch möglich, dass die Wandelemente --12, 13-- bzw. der Türrahmen --14-- an ihren Kanten Ausnehmungen bzw. Abstufungen --35-- aufweisen - wie in Fig. 3d gezeigt-so dass die Profilleiste - bzw. deren Aussenfläche, eben mit der Aussenfläche der Wandelemente --12, 13--, bzw. des Türrahmens --14--, abschliesst, wobei ein Teil --34-- der Wandelemente --12, 13-- von der Profilleiste - umfasst wird.
Fig. 3b zeigt eine weitere Querschnittsform eines Stehers-9--. Der Steher --9-- weist dabei H-förmigen Querschnitt auf. Die Ausnehmungen --33-- nehmen die Wandelemente --12, 13-- auf, die Ausnehmung die gegebenenfalls ein Verstärkungsprofil enthält, wird auf Haltebauteile aufgeschoben.
In Fig. 3c ist ein mit einer Profilleiste --11-- einstückiger Steher --9-- gezeigt, wobei die Wandelemente --12, 13-- mit Abstufungen --35-- versehen sind und in Ausnehmungen --33-- ragen.
Fig. 3a zeigt einen schematischen, abgerissenen Horizontalschnitt durch einen Teil einer Raumzelle.
Die Steher --9-- sind in Buchsen --4-- angeordnet, die etwa wie in Fig. la gezeigt liegen. Zwischen den einzelnen Stehern --9-- sind Seitenwandelemente --12--, und ein Rückwandelement --13-- bzw. ein
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Betrachtet man in diesem Zusammenhang die Fig. 5a bis d, erkennt man, dass für alle vier Schraubbolzen --6-- idente Steher, d. h. rechteckige Profile mit immer gleichen, angeformten Profilleisten - -11--, verwendet werden. Um zwei idente Seitenwandteile verwenden zu können, ist gemäss Fig. 5a der Steher --9-- für den rechten oberen Schraubbolzen --6-- symmetrisch zu dem linken oberen Steher --9-angeordnet.
Diese Anordnung erreicht man bei untereinander identen bzw. dasselbe Profil aufweisenden Stehern in einfacher Weise dadurch, dass man auf der einen Seite den Steher mit seinem einen Ende und auf der gegenüberliegenden Seite mit seinem andern Ende auf den Schraubbolzen bzw. den für den Steher vorgesehenen Haltebauteil aufschiebt. Das gleiche gilt für die beiden vorderen, in Fig. 5a unten gezeigten Steher-9--.
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In Fig. 5a erkennt man ferner, dass die beiden seitlichen Wandteile --12-- ident ausgebildet sind und dass man diese Wandteile --12-- gegeneinander austauschen kann, wenn man einen Wandteil --12-- auf den Kopf stellt und in die Profilleisten --11-- der gegenüberliegenden Steher --9-- einschiebt. Der Rückwandteil --13-- ist ein Teil, bei dem es egal ist, ob man ihn in aufrechter Stellung oder in einer um 1800 verdrehten Stellung an den Stehern --9-- befestigt bzw. in die Profilleisten --1-- einschiebt.
Es ist möglich, eine Raumzelle mit drei Stehern --9-- und zwei untereinander gleichen austauschbaren gebogenen oder gewinkelten Wandelementen --12-- auszubilden.
Es ist aber bereits auch möglich eine Raumzelle mit nur zwei Stehern auszubilden, wenn man einen gekrümmten oder entsprechend abgebogenen Wandteil zwischen den Stehern anordnet.
In den Fig. Se und d sind verschiedene Grundrisse aufweisende Raumzellen abgebildet. Bei der Fig. 5c besteht die Zelle aus identen Wandelementen --12--, die zwischen fünf Stehern --9-- angeordnet sind und z. B. ein Wartehaus bilden. Es ist dabei zweckmässig, die Seitenwände etwas breiter auszubilden und eine doppelt so lange Rückwand vorzusehen. Ein weiterer Steher ist für die verlängerte Rückwand vorgesehen, die aus zwei identen Wandelementen --12-- besteht.
Die Anordnung nach Fig. 5d zeigt eine runde Zelle, bei der ebenfalls ausschliesslich idente austauschbare Wandelemente --12-- Verwendung finden. Eine Tür ist mit --22-- angedeutet. Für diese kreisförmige Raumzelle ist es bei vier Stehern --9-- notwendig, dass die vier Punkte, an denen die Steher - auf der Grundplatte angeordnet sind, auf einem Kreis liegen, wodurch nur drei untereinander idente auswechselbare Wandelemente nötig sind. In diesem Fall können die Aussenflächen der Steher --9-bzw. der Profilleisten --11-- gerundet sein, um sich den Rundungen der Wandelemente anzupassen.
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5bAbstandsstücke --18-- sind vorgesehen, um zwischen den von den Stehern --9-- getragenen Wand- elementen --12, 13-- und den Dachkanten einen Lüftungsspalt --19-- auszubilden. Das Dach --17-- kann auf den Stehern --9-- aufliegen.
In Fig. 5b erkennt man noch die Anordnung eines Türrahmens --14-- in den Stehern --9--, wobei in dem Türrahmen --14-- eine Falttüre --22-- vorgesehen ist.
Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht einer fertigen Raumzelle. In einem Sockel --32-- aus Beton ist das Rahmengestell --1-- eingegossen, an dem mit Knotenblechen --16-- Schraubbuchsen --4-- befestigt sind. In den Schraubbuchsen --4-- sind Schraubbolzen --6-- eingeschraubt, auf die Steher --9-- mit Profilleisten --11-- aufgeschoben sind. Die Profilleisten --1-- können dabei in einem bestimmten Abstand oberhalb der Grundplatte beginnen, um eine unten offene Raumzelle zu bilden. Es ist auch möglich, die Profilleisten --11-- bis zum Boden - wie auf der rechten Seite der Fig. 4 gezeigt ist, durchlaufen zu lassen. Zwischen die beiden Steher --9-- ist ein Seitenwandteil --12-- eingeschoben und dort befestigt, der in Dichtungen --21-- angeordnete Glasscheiben --20-- aufweist.
Rechts in Fig. 4 erkennt man einen Teil der Rückenwand --13--, die in die rechte Profilleiste --11-- eingeschoben und dort befestigt ist. Den oberen Abschluss der Raumzelle bildet ein Dach --17--, das mit Verbindungsstücken --18-- in Abstand zu den Wandelementen --12, 13-- gehalten ist und einen Lüftungsspalt --19-- bildet.
Fig. 6 zeigt eine mit dem erfindungsgemässen Elementsystem hergestellte Telephonzelle. Dabei ist in den von den Stehern --9-- getragenen Türrahmen --14-- eine Falttüre --23-- eingesetzt. Die Falttüre weist zwei Teile auf, die mittels Scharnieren bzw. Bändern --25-- untereinander und am Türrahmen - befestigt sind. In der Falttüre --23-- sind mit Dichtungen --21-- Fenster bzw. Glasscheiben --20-gehalten. Zum Öffnen der Falttür --23-- dient der Handgriff --24--. An der Falttür ist links oben eine Halteplatte --26-- vorgesehen, an der-wie aus Fig. 7a und b ersichtlich ist-eine Roll--27-- befestigt ist. Die Rolle --27-- gleitet in Führungen --28--, die auf einem oberen Türrahmenelement --14a-- befestigt sind.
In Fig. 7a erkennt man weiters einen Steher --9--, sowie das Dach --17-- und den zwischen Dach --17-- und Wandteilen vorgesehenen Luftspalt --19--.
Die Wandteile --12, 13-- enden üblicherweise bei der Unterkante des Daches --17-- um eine gute Lüftung zu gewährleisten.
Fig. 7b zeigt einen Schliessenmechanismus für eine Falttür --23-- gemäss Fig.6. Dabei ist an der in der Führung --28-- gleitenden Rolle --27-- ein Seil --29-- befestigt, das über eine Umlenkrolle --30-- läuft
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und mit dem ein in dem Türrahmen --14-- vertikal gleitendes Gewicht --31-- verbunden ist, durch dessen
Schwere ein Schliessen der Falttür --23-- bewirkt wird.
Ferner ist es möglich, Raumzellen, insbesondere für Telephonzellen auch derart auszuführen, dass entweder keine Tür vorgesehen ist oder dass überdies noch eine Seitenwand weggelassen ist.
Als Material für die Wand- und Rückenelemente und das Dach ist in bevorzugter Weise eine
Polyäthylenplatte vorgesehen, die mit dünner, gegebenenfalls eloxierter Aluminiumfolie beschichtet ist. Die
Polyäthylenplatte kann dabei während des Extrudierens mit der Aluminiumfolie beschichtet werden. In gleicher Weise können jedoch die Wandteile und das Dach aus Metall oder armiertem Kunststoff bestehen.
Raumzellen, bei denen entweder die Tür oder eine Seitenwand weggelassen wurde, sind einfach auf vollwandige Raumzellen zu erweitern. Ausgehend davon, dass die in der Grundplatte vorgesehene überzählige Schraubbuchse --4-- mit einem Stopfen verschlossen wurde, ist es nur notwendig, diesen
Stopfen zu entfernen, einen Schraubbolzen --6-- einzuschrauben, darauf einen Steher --9-- aufzu- schieben, worauf ein neues die Raumzelle vervollständigendes Wandelement bzw. Türelement einzuschieben bzw. zu befestigen ist.
Die Wandelemente bzw. die Rückwand können massiv oder mit Fenstern versehen sein. Die
Ausbildung des Daches ist ebenfalls beliebig. Auf die Steher --9-- ist ein beliebige Aussenform aufweisendes Dach aufsetzbar. Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Profilleiste --11-- im oberen und unteren
Abschnitt der Steher --9-- weggelassen wird. Die freien Profilabschnitte der Steher sind nun geeignet, um einerseits entweder in Ausnehmungen der Grundplatte eingesetzt zu werden, oder bei Anordnung auf einem aus der Grundplatte herausragenden Halteelement auf dieses aufgeschoben zu werden und gleichzeitig die Wandelemente in einem bestimmten Abstand von der Grundplatte anzuordnen und anderseits um die Möglichkeit zu bieten, auf die Steher Zwischenstücke --18-- zur Halterung des Daches --17-- aufschieben zu können.
In jedem Fall ist es egal, mit welchem Ende zuerst die Steher in die Grundplatte eingesetzt werden bzw. auf das Halteelement geschoben werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Raumzelle, insbesondere Telephonzelle oder Wartehäuschen, mit einer vorzugsweise rechteckigen, insbesondere quadratischen, Grundplatte und mit darauf angeordneten, an zumindest zwei Stehern befestigten Wandelementen und gegebenenfalls mit einem Dach und einer Tür, dadurch ge- k e n n z e i c h n e t, dass die Steher (9) mit der vorzugsweise von einem mit Beton ausgegossenen und armierten Rahmengestell (1) gebildeten Grundplatte mit Hilfe von in der Grundplatte bzw. in dem Rahmengestell (1) angeordneten, vorzugsweise untereinander gleichen Haltebauteilen (4), z. B.
Schraubbuchsen, verbunden sind, wobei in die vorzugsweise unrunden Haltebauteile (4), z. B. eckige oder mit einem Schraubgewinde versehene, abgeflachte Haltekörper (6) zur Halterung bzw. Befestigung oder zum Aufschieben der Steher (9) eingesetzt sind, und dass die Steher (9) untereinander gleiche Querschnittsform und gegebenenfalls gleiche Länge besitzen, und an den Stehern (9) untereinander gleiche Wandelemente (12) und/oder ein bezüglich seiner senkrecht angeordneten Mittelachse symmetrisches Rückwandelement (13) und gegebenenfalls ein Türelement, z. B. ein eine Türfüllung oder eine Falttüre (23) tragender Türrahmen (14) befestigt sind.