AT353823B - Reparaturverfahren fuer strassen - Google Patents

Reparaturverfahren fuer strassen

Info

Publication number
AT353823B
AT353823B AT84178A AT84178A AT353823B AT 353823 B AT353823 B AT 353823B AT 84178 A AT84178 A AT 84178A AT 84178 A AT84178 A AT 84178A AT 353823 B AT353823 B AT 353823B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
binder
rock grains
roads
road
Prior art date
Application number
AT84178A
Other languages
English (en)
Other versions
ATA84178A (de
Original Assignee
Huiles Goudrons Et Derives Sa
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from FR7511273A external-priority patent/FR2307084A2/fr
Application filed by Huiles Goudrons Et Derives Sa filed Critical Huiles Goudrons Et Derives Sa
Publication of ATA84178A publication Critical patent/ATA84178A/de
Application granted granted Critical
Publication of AT353823B publication Critical patent/AT353823B/de

Links

Landscapes

  • Road Repair (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



     Die Erfindung betrifft einReparaturverfahren für   Strassen zur Wiederherstellung der Oberflächenrauhig- keit abgefahrener Fahrbahndecken mit   einem Überschuss an kohlenwasserstoffhaltigen Bindemitteln durch Auf-   streuen von Gesteinskörnern, nachfolgende Beheizung der Oberfläche und der Gesteinskörner und Einwalzen der Gesteinskörner in die Oberfläche. 



  Es handelt sich dabei um die Ausbesserung von Strassen mit einem Oberflächenbelag, der entweder voll- ständig oder örtlich schadhaft ist, u. zw. durch einen Mangel einer der beiden Komponenten solcher Ober- flächenbeläge, nämlich durch einen Mangel an Granulat. In dem zuletzt genannten Fall der Ausbesserung wird der vorhandene Oberflächenbelag als zu "fett" bezeichnet. 



   Es kommt vor, dass bestimmte Strassen oder Teile dieser Strassen, die in herkömmlicher Weise aus Gesteinskörnern bestehen, welche mit einem Kohlenwasserstoff-Bindemittel verdichtet worden sind, durch das
Wiederauftragen von Kohlenwasserstoff-Bindemittel zu fett werden und ihren endgültigen Zustand annehmen, ohne eine für einen sicheren Verkehrsablauf ausreichende Oberflächenrauhigkeit zu erhalten. Dies ist der
Fall bei Strassen, die eine"Sandtiefe"unterhalb 0,40 mm besitzen, wobei   die"Sandtiefe"nach   dem weiter unten angegebenen Verfahren bestimmt wurde.   Das betreffende Messverfahren ist in Frankreich   bekannt unter 
 EMI1.1 
 nik besteht darin, dass die Strassen mit einer Oberflächenschicht überzogen werden, die häufig   als "Verschleiss-   schicht" bezeichnet wird.

   Diese Verschleissschichten werden erhalten, indem auf die zu überziehende Strasse eine erhitzte Schicht aus einem herkömmlichen kohlenstoffhaltigen Bindemittel aufgebracht wird, auf das eine vorbestimmte Menge von Gesteinskörnern mit entsprechenden Eigenschaften wie sehr genauen Abmessungen, Härte, Reinheit, Gestalt usw. aufgebracht wird. 



   Durch die US-PS Nr. 2,254, 463 ist es auch bekannt, abgefahrene und zu glatte   bzw."fette"Strassenober-     flächen   dadurch wiederherzustellen, dass auf die Oberfläche Gesteinskörner aufgestreut werden, worauf beispielsweise die Oberfläche mit den Gesteinskörnern mit Brennern beheizt wird. Die aufgestreute Schicht ist dabei aber sehr dick,   d. h.   die Gesteinskörner liegen an jeder Stelle mehrfach übereinander. Aus diesem Grunde wird auch empfohlen, die Strassenoberfläche mit einem Mischer aufzurühren und zu homogenisieren, bevor ein Walzvorgang durchgeführt wird.

   Die Schicht der Gesteinskörner wirkt hiebei wegen ihrer   schlech-   ten Wärmeleitfähigkeit als Wärmeisolator, d. h. entweder erhält die   Strassenoberfläche   keine genügende Aufheizung oder mindestens die oberen Gesteinskörner werden überhitzt, so dass beim Aufrühren durch Berührung dieser Gesteinskörner mit dem Bindemittel eine örtliche thermische Zersetzung des Bindemittels eintritt, die eine Verminderung der Anbindung zur Folge hat. Das Aufrühren der Strassenoberfläche führt zu einer tiefgreifenden Veränderung der Struktur. Der damit verbundene Arbeitsaufwand ist dem bei der Neuherstellung einer   Oberflächenschicht   gleichzusetzen. Ausserdem ist der Energieverbrauch pro Flächeneinheit sehr hoch und das Verfahren ist nicht bei jeder Witterung durchführbar.

   Die gewalzte Schicht kann auch nicht sofort wieder dem Verkehr übergeben werden. 
 EMI1.2 
 



   Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt erfindungsgemäss dadurch, dass die Oberfläche gleichmässig mit den Gesteinskörnern, vorzugsweise in einer Menge von 6 bis 12   1/m,   beschichtet und anschliessend beheizt wird, bis die Temperatur in   l mm   Tiefe des Bindemittels zwischen 100 und 2000C liegt, worauf die Gesteinskörner   unmittelbar anschliessend   zu etwa 2/3 ihrer Höhe in das heisse Bindemittel eingewalzt werden. 



   Die Gesteinskörnerschichten für das   erfindungsgemässe Verfahren   werden, jedenfalls soweit sie in Frankreich gemäss den Richtlinien für die Herstellung von Oberflächenschichten ausgeführt werden, aus Gesteinskörnern mit Abmessungen zwischen 6/10 und   16/18   mm gebildet. Die angegebene Menge pro Quadratmeter besagt, dass die Gesteinskörner im Gegensatz zum Stande der Technik eine nicht geschlossene Einzelschicht bilden, durch die die   Strassenoberfläche   hindurch sichtbar und für die Beheizung erreichbar ist. 



   Die Beheizung kann durch jedes bekannte Mittel wie beispielsweise durch ein Heizgasgebläse (Warmluft oder durch Infrarot-Strahlung) durchgeführt werden. Die Beheizung wird fortgesetzt, bis die Temperatur des Bindemittels in einer Tiefe von 1 mm unter der Oberfläche des Bindemittels einen Wert zwischen 100 und 200 C, vorzugsweise zwischen 150 und   180 C,   erreicht. Es ist hiebei wesentlich, dass das auf die angegebene Weise erhitzte Bindemittel seine sämtlichen geforderten Eigenschaften beibehält, wie insbesondere seine gute Adhäsionswirkung in bezug auf die Gesteinskörner, unddass es nicht thermisch zersetzt wird. 



   Es ist möglich, derartige Reparaturen bei jeder Witterung und in jeder Jahreszeit und unabhängig vom Zustand des zu überziehenden Untergrundes herzustellen. Wenn die zu beschichtende Oberfläche feucht ist, liegt ein Vorteil in der Tatsache begründet, dass auf der Baustelle eine Heizvorrichtung zur Verfügung steht, um die zu beschichtende Oberfläche zu trocknen und gegebenenfalls vorzuheizen.

   Dieser Vorteil bringt einen erheblichen Nutzen für die Arbeitergruppen mit sich, die mit dem Aufbringen derartiger Oberflächenbeläge beschäftigt sind. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 Tabelle 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> Bindemitteltyp <SEP> Bindemittel <SEP> vor <SEP> Platte <SEP> aus <SEP> Binde-Platte <SEP> aus <SEP> Bindeder <SEP> Behandlung <SEP> mittel <SEP> ohne <SEP> Splitt <SEP> mittel <SEP> mit <SEP> Splitt
<tb> nach <SEP> der <SEP> Erwärmung <SEP> nach <SEP> der <SEP> Erwärmung
<tb> Unlösl. <SEP> Adhäsion <SEP> Unlösl. <SEP> Adhäsion <SEP> Unlösl.

   <SEP> Adhäsion
<tb> Teile <SEP> Teile <SEP> Teile
<tb> (Toluol)
<tb> % <SEP> % <SEP> %
<tb> Bitumen <SEP> 80/100 <SEP> 0 <SEP> 75-75 <SEP> 0 <SEP> 75-75- <SEP> 
<tb> 50- <SEP> 0 <SEP> 50- <SEP> 50 <SEP> 
<tb> Bindemittel <SEP> 200 <SEP> 0,22 <SEP> 100-100 <SEP> 0, <SEP> 46 <SEP> 100-100 <SEP> 0,40 <SEP> 100-100
<tb> 90- <SEP> 90 <SEP> 100- <SEP> 90 <SEP> 90- <SEP> 90 <SEP> 
<tb> Bindemittel <SEP> 300 <SEP> 0,20 <SEP> 100-100 <SEP> 0, <SEP> 58 <SEP> 100-100 <SEP> 0,40 <SEP> 100-100
<tb> 100-90 <SEP> 100-100 <SEP> 100-100
<tb> Bindemittel <SEP> 281 <SEP> 0,30 <SEP> 100- <SEP> (-) <SEP> 0, <SEP> 40-0, <SEP> 37 <SEP> 100- <SEP> (-)
<tb> 90- <SEP> (-) <SEP> 100- <SEP> (-)
<tb> 
 
Beispiel :

   Auf einer wegen ihrer Glätte insbesondere bei Regenwetter als gefährlich eingestuften
Strasse, die eine"Sandtiefe"von 0,4 mm besass, wurde eine Schicht von Gesteinskörnern mit Abmessungen zwischen 10 und 14 mm in einer Menge von 6 bis 8   l/m2   ausgebreitet. Nachfolgend wurden diese Splitt- schicht und die Strasse mittels eines Heissluftgebläses aufgeheizt, bis eine Temperatur von etwa 160 C in 1 mm Tiefe erreicht war. 



   Anschliessend wurde sofort eine Verfestigung mit Hilfe einer glatten Walze von 8 t Gewicht durchgeführt, wobei die Gesteinskörner bis auf 1/3 ihrer Länge in die Unterlage eingedrückt wurden. Die Strasse hatte daraufhin eine   mittlere"Sandtiefe"von l,   4 mm und konnte sofort dem Verkehr übergegeben werden. 



   Das Verfahren gemäss Beispiel zeigte die Vorteile, dass kein Kohlenwasserstoff-Bindemittel verwendet wurde. Hierin liegt eine besondere Wirtschaftlichkeit im Hinblick auf die Lieferung und die Verwendung eines Bindemittels. Gleichzeitig wurde eine Verdampfung vermieden, die im allgemeinen die Folge einer unfreiwilligen Überdosierung des Bindemittels ist. Die Strasse konnte sofort wieder dem Verkehr übergeben werden. Die Arbeiten konnten zu jeder Jahreszeit in Angriff genommen werden, u. zw. sowohl bei einer feuchten Strasse und insbesondere im Winter, wenn die Herstellung herkömmlicher Oberflächenschichten nicht möglich war. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Reparaturverfahren für Strassen zur Wiederherstellung der   Oberflächenrauhigkeit   abgefahrener Fahrbahndecken mit einem   Überschuss   an kohlenwasserstoffhaltigen Bindemitteln durch Aufstreuen von Gesteinskörnern, nachfolgende Beheizung der Oberfläche und der Gesteinskörner und Einwalzen der Gesteinskörner in die Oberfläche, dadurch   gekennzeichnet,   dass die Oberfläche gleichmässig mit den Gesteinskörnern, vorzugsweise in einer Menge von 6 bis 12   1/m2,   beschichtet und anschliessend beheizt wird, bis die 
 EMI3.2 
 etwa 2/3 ihrer Höhe in das heisse Bindemittel eingewalzt werden.

Claims (1)

  1. 2. Reparaturverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man je Quadratmeter zwischen 6 und 8 l eines Granulats mit den Abmessungen d/D = 10/14 mm verwendet. EMI3.3
AT84178A 1975-04-10 1978-02-07 Reparaturverfahren fuer strassen AT353823B (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR7511273A FR2307084A2 (fr) 1975-04-10 1975-04-10 Nouveau procede pour la realisation d'enduits superficiels
AT549978 1978-02-07

Publications (2)

Publication Number Publication Date
ATA84178A ATA84178A (de) 1979-05-15
AT353823B true AT353823B (de) 1979-12-10

Family

ID=25602235

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT84178A AT353823B (de) 1975-04-10 1978-02-07 Reparaturverfahren fuer strassen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT353823B (de)

Also Published As

Publication number Publication date
ATA84178A (de) 1979-05-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2802081A1 (de) Laminiertes, rotierendes schleifwerkzeug und verfahren zu seiner herstellung
EP2151474B1 (de) Bitumen-Konglomerat zur Heissverlegung
DE2549794C3 (de) Masse für die Herstellung von Decken und Belägen für Straßen und Flugplätze, Industriefußböden, Kanäle und Staudämme sowie Verfahren zu ihrer Herstellung
DE2529616A1 (de) Verfahren zur herstellung von strassenbelaegen
AT353823B (de) Reparaturverfahren fuer strassen
DE102008061705B4 (de) Bahnenartig verlegbarer Straßenbelag und Verfahren zu seiner Herstellung und Verlegung
DE68903620T2 (de) Verfahren zum herstellen an ort und stelle einer strassenmembran mit faserbewehrung, erhalten durch das zerschneiden von faeden.
DE3817064C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Bitumenpulver und/oder -granulat und dessen Verwendung
DE60118099T2 (de) Strassenbau und Verfahren zu dessen Durchführung
DE3631121A1 (de) Verfahren zum replastifizieren von asphalt im verarbeiteten zustand
DE69826506T2 (de) Vorrichtung zum Auftragen von Markierungen
WO1999042662A1 (de) Rieselfähiges granulat für den verkehrsflächenbau
DE812677C (de) Verfahren und Vorrichtung zur mechanischen Herstellung von Fahrbahndecken
DE1132174B (de) Verfahren zur Bekaempfung der Eisglaette auf Verkehrsflaechen durch Bestreuen der Eisschicht mit erwaermtem, mineralischem Streugut von einem Streufahrzeug aus und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE19541338A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Kühlen von Bodendeckschichten oder -belägen
DE1813626C3 (de) Überspritzen von Oberflächen von bituminösen, abgesplitteten Verkehrsflächen
AT142916B (de) Verfahren zur Herstellung von Straßenbaumaterial.
AT345885B (de) Verfahren zur herstellung von verkehrsflaechen, insbesondere auf nachgiebigem untergrund
DE69502316T2 (de) Bituminöses Mischgut, enthält: Verbundwerkstoff und Verfahren zur dessen Herstellung
AT379626B (de) Verfahren und vorrichtung zum abtragen und neubeschichten von strassendecken
EP0157215B1 (de) Verfahren zur Erhöhung der Tragfähigkeit bituminöser Schichten
DE615501C (de) Verfahren zum Herstellen einer bituminoesen Strassendecke, insbesondere Schotterdecke, aus Hartpech, Gesteinsmehl und Fluxoel
DE609740C (de) Verfahren zur Herstellung von Bauteilen, wie Betonstrassendecken, Kunststeinen u. dgl.
DE1291676C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Oberflaechenschutzmassen fuer Strassen und Flugplaetze
DE2614157A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum beseitigen von spurrillen

Legal Events

Date Code Title Description
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee
RER Ceased as to paragraph 5 lit. 3 law introducing patent treaties