AT361411B - Anwendung von mehrkomponentigen adsorptions- koerpern - Google Patents

Anwendung von mehrkomponentigen adsorptions- koerpern

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    • B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01D—SEPARATION
    • B01D17/00—Separation of liquids, not provided for elsewhere, e.g. by thermal diffusion
    • B01D17/02—Separation of non-miscible liquids
    • B01D17/0202—Separation of non-miscible liquids by ab- or adsorption
    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J20/00—Solid sorbent compositions or filter aid compositions; Sorbents for chromatography; Processes for preparing, regenerating or reactivating thereof
    • B01J20/02—Solid sorbent compositions or filter aid compositions; Sorbents for chromatography; Processes for preparing, regenerating or reactivating thereof comprising inorganic material
    • B01J20/20—Solid sorbent compositions or filter aid compositions; Sorbents for chromatography; Processes for preparing, regenerating or reactivating thereof comprising inorganic material comprising free carbon; comprising carbon obtained by carbonising processes
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C02—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
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    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
    • E03—WATER SUPPLY; SEWERAGE
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Description


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   Die Erfindung betrifft die Anwendung von mehrkomponentigen Adsorptionskörpern für wasser- gefährdende Stoffe, aus Aktivkohle, einem Ölbindemittel und einem weitgehend indifferenten, grobkör- nigen Material mit einer Dichte grösser als   1,   in Packungen mit einer Umhüllung aus einem feinen Gewebe aus schwer verrottbaren Fasern,
Eine Vielzahl von chemischen organischen Verbindungen, wie   z. B.   aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe, Äther, Ester, Halogenkohlenwasserstoffe u. a., gehören zur Gruppe der wassergefährdenden Stoffe. Charakteristisch für viele dieser Stoffe ist, dass sie zwar mit Wasser praktisch nicht mischbar sind, jedoch dennoch eine, wenn auch meist geringe, Löslichkeit im Wasser zeigen. So beträgt   z. B.   die Löslichkeit von Benzol in Wasser zirka 1700 mg/l bei Zimmertemperatur.

   Der Geruchsschwellenwert von Benzol in Wasser liegt bei zirka 1 mg/l. Die Toxizitätsgrenze liegt weit unter diesem Wert. 



   Es besteht daher die berechtigte Forderung, Mineralöl und sonstige wassergefährdende Stoffe vom Wasser, insbesondere vom Grundwasser, fernzuhalten. 



   Dies geschieht derzeit einerseits dadurch, dass Abwässer, welche wassergefährdende Stoffe enthalten, durch Kanäle, meist im Wege über Ölabscheider und geeignete Kläranlagen, Oberflächenwässern zugeführt werden oder anderseits dadurch, dass diese Abwässer in dichten Sammelgruben gesammelt und dann abgefahren werden. Mineralölabscheider oder Schwerkraftabscheider können jedoch bestenfalls das in Phase befindliche, also das unveränderte, freie Öl zurückhalten, die gelösten Anteile, sowie ein Grossteil der emulgierten Anteile des Öles können von den Mineralölabscheidern nicht erfasst werden. Die gelösten Anteile können nur in gesonderten Filteranlagen,   z. B.   in Aktivkohlefiltern, aus dem Wasser entfernt werden. 



   Es gibt ferner sehr viele Stellen, an denen keine Kanalisation besteht und wo Abwässer, meist Niederschlagswasser, daher versickert werden müssen, so dass die Gefahr besteht, dass mit den Abwässern Mineralöle und andere wassergefährdende Stoffe in das Grundwasser oder in zu grosser Konzentration in Kanäle und in Oberflächenwässer gelangen können. 



   Dies ist   z. B.   auf Parkplätzen und bei der Strassenentwässerung in nicht kanalisierten Gebieten der Fall. Aber auch in Kanälen nach mechanischen Ölabscheidern oder Kläranlagen können im Wasser gelöste wassergefährdende Stoffe vorhanden sein,   z. B.   dann, wenn vorgesehene Filteranlagen verschlammt sind oder überflutet werden. 



   Man hat sich bis jetzt damit beholfen, entweder vor den Versickerungsanlagen Ölabscheider, sogenannte Schwerkraftabscheider, einzubauen oder ölbindende Stoffe, wie z. B. Polyurethanschaumwürfel u. dgl., in die Sickergrube zu geben, oder, wie bereits erwähnt, nach der Abscheidung von ungelösten, in Phase befindlichen Schadstoffen, Filteranlagen vorzusehen. 



   Dies hat jedoch verschiedene Nachteile. Da im allgemeinen grosse Mengen an Niederschlagswasser, das nur geringe Mengen Öl von der Strassenoberfläche oder vom Parkplatz mit sich führt, anfallen, müssen die Ölabscheider sehr gross ausgelegt werden, wodurch diese Art der Reinigung unwirtschaftlich wird. Dazu kommen die bekannten Nachteile der Ölabscheider, bei denen im wesentlichen nur das freie Öl abgetrennt werden kann. 



   Das Einbringen von Adsorptions- oder Ölbindemitteln, wie Aktivkohle oder Polyurethan-   schaumwürfel,   führt rasch zu einer Verstopfung und völligen Abdichtung der Versickerungsanlage, da diese Stoffe mit dem Abwasser in die Versickerungseinrichtung eingeschwemmt werden. Die AnLage wird somit schnell unbrauchbar. 



   Aufgabe der Erfindung ist es daher, unter Vermeidung dieser Nachteile das Fernhalten von   wassergefährdenden   Stoffen vom Grundwasser in Versickerungsanlagen, beispielsweise in Sickergruben oder Sickerschächten oder in Kanälen nach Kläranlagen oder Ölabscheidern auf wirtschaftliche   Neise   zu ermöglichen. 



   Diese Aufgabe wird durch die erfindungsgemässe Anwendung von mehrkomponentigen Adsorp-   : ionskörpern   gelöst. 



   Die erfindungsgemässe Anwendung von mehrkomponentigen Adsorptionskörpern für wasserge- 
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 in Versickerungsanlagen von Abwässern oder zusätzlich nach Ölabscheidern oder Kläranlagen in Kanälen eingelegt werden. Bei der erfindungsgemässen Anwendung zusätzlich zu Kläranlagen oder Ölabscheidern wird das diese Anlagen verlassende Wasser gewissermassen einer Feinreinigung unterzogen, die die gelösten Anteile der wassergefährdenden Stoffe betrifft. Weiters kommt den erfindungsgemäss verwendeten Adsorptionskörpern in diesem Fall eine Sicherheitsfunktion zu, falls die vorgeschaltete Reinigungsanlage die anfallenden Abwässer aus irgendwelchen Gründen nicht vollständig reinigen sollte. 



   Die erfindungsgemäss angewendeten Adsorptionskörper enthalten bevorzugt Ölbindemittel auf der Basis von Kunst- oder Naturkautschuk, Polystyrol, Polyurethan oder hydrophobiertem Gesteinsglas, welches selbst wieder aus mehreren Komponenten bestehen kann. Das indifferente Material dient weitgehend der Erhaltung der Wasserdurchlässigkeit und beugt einer Verschlammung der Adsorptionskörper vor. Weiters wird dadurch der Körper beschwert. Für dieses grobkörnige Material werden vorzugsweise Glas, Keramik, Mineralien, Metalle oder Kunststoff, mit einer Korngrösse von 2, 5 bis 25 mm verwendet. Für die Umhüllung haben sich Schläuche aus Kunstfasern, vorzugsweise aus Polyamidfasergeweben, die nach Art der üblichen Strümpfe erzeugt sind, als besonders geeignet erwiesen. 



   Bei der erfindungsgemässen Anwendung werden die Adsorptionskörper auf die Sohle der Versickerungsanlage dicht aufgelegt, so dass das Abwasser durch die Adsorptionskörper durchtreten muss. Die Umhüllung verhindert ein Einschwemmen der Komponenten in die Versickerungsanlage und gewährleistet die unbehinderte Versickerung des gereinigten Abwassers. In ähnlicher Weise können die Adsorptionskörper auch in Kanälen angewendet werden, wobei gewährleistet sein muss, dass die Abwässer durch die Adsorptionskörper hindurchtreten. Um nun prüfen zu können, ob die eingelegten Adsorptionskörper noch funktionstüchtig sind, wird auf die frisch angebrachte Einlage mindestens ein zusätzlicher Adsorptionskörper als leicht entfernbarer Prüfkörper mit eingelegt.

   Die leichte Entfernbarkeit kann beispielsweise mittels einer Leine erzielt werden, an welcher der Prüfkörper hängt, und die am oberen Sickerschachtrand fixiert und plombiert werden kann. Dadurch ist es sowohl dem Verwender als auch Aufsichtsorganen möglich, Proben zu entnehmen, welche die gleiche Belastung aufweisen wie die Sickergrubeneinlagen. So kann infolge einer jederzeit möglichen   Überprüfung   ein Austausch der erfindungsgemäss angewendeten Adsorptionskörper rechtzeitig vorgenommen werden. 



   Die erfindungsgemässe Anwendung der Adsorptionskörper führt infolge Entfernung der gelösten und ungelösten Ölphase zu einer weitergehenden Reinigung der anfallenden Abwässer, als dies bisher unter wirtschaftlichen Bedingungen möglich war. Ein weiterer Gewinn der Erfindung ist die starke Verminderung der natürlichen Verschlammung und somit Verstopfung der Sickeranlage, da der Schlamm sich vorzugsweise in den eingelegten und entfernbaren Adsorptionskörpern bereits vor der Sickeranlage abscheidet. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Anwendung von mehrkomponentigen Adsorptionskörpern für wassergefährdende Stoffe aus Aktivkohle, einem Ölbindemittel und einem weitgehend indifferenten, grobkörnigen Material mit siner Dichte grösser als   1,   in Packungen mit einer Umhüllung aus einem feinen Gewebe aus schwer verrottbaren Fasern, dadurch gekennzeichnet, dass die Adsorptionskörper in Versickerungsanlagen von Abwässern oder zusätzlich nach Ölabscheidern oder Kläranlagen in Kanälen eingelegt werden.

Claims (1)

  1. 2. Anwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Prüfung der Funktionstüch- : igkeit mindestens ein zusätzlicher Adsorptionskörper als leicht entfernbarer Prüfkörper mit eingeegt wird.
AT321979A 1979-04-30 1979-04-30 Anwendung von mehrkomponentigen adsorptions- koerpern AT361411B (de)

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