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Die Erfindung betrifft einen automatisch in aufrechter Stellung und relativ zur Längsachse des Skis beim Anlegen der Bindung rezentrierbaren Skischuh, der an einem Ende mittels eines Halteorgans am Ski festgehalten ist, welches einen beweglichen Brückenteil aufweist, dessen eines Ende am Ski gelagert und dessen anderes freies Ende gegen eine Rampe am Endbereich des Skischuhs anlegbar ist, welcher Brückenteil in bezug auf den Ski zwischen zwei Endstellungen bewegbar und in der einen oder der andern Endstellung fixierbar ist, nämlich einer ersten Endstellung, in welcher der Skischuh freigegeben und sich das freie Ende des Brückenteiles in seiner gegenüber dem Ski angehobenen Stellung befindet, und einer zweiten Endstellung bei geschlossener Bindung in Abfahrtsstellung,
in welcher sich das freie Ende des Brückenteiles in seiner tiefen Stellung befindet und die Rampe in Richtung auf den Ski belastet, wobei der Endbereich des Skischuhs oberhalb der Rampe eine Gleitfläche aufweist, gegen die das freie Ende des Brückenteiles beim Ein- steigen in die Bindung bzw. Absenken des Schuhs anlegbar ist, und entlang der das freie Ende beim Verschwenken aus der ersten in die zweite Stellung gleitet.
Es sind Sicherheitsbindungen bekannt, welche ein Halteorgan für ein Ende des Skischuhs aufweisen, welches einen Brückenteil umfasst, der mit einer Rampe zusammenwirkt, die am Ende des Skischuhs vorgesehen ist. Der Brückenteil ist gegenüber dem Ski beweglich zwischen zwei Stellungen, nämlich : einer ersten Stellung, die als Freigabestellung bezeichnet wird, in der der Brückenteil sich in einer gegenüber dem Ski angehobenen Stellung befindet derart, dass der Skifahrer seinen Schuh von der Bindung freibekommen kann, und einer zweiten Stellung, der geschlossenen Stellung, in der der Brückenteil sich in einer abgesenkten Stellung befindet und mit der Rampe am Skischuh in der Weise zusammenwirkt, dass der Brückenteil den Skischuh fest am Ski hält.
Eine solche Bindung ist insbesondere in der AT-PS Nr. 326014 beschrieben.
Ein Skischuh ähnlich dem der eingangs genannten Art mit zugehöriger Skibindung ist aus der DE-OS 2163892 bekannt. Der Skischuh besitzt jedoch keine stabile Gleichgewichtslage und Führung beim Einsteigen. Diesen Nachteil weist auch die in der DE-OS 2332656 bekannte Bindung auf.
An sich liefern die bekannten Skischuhe und Bindungen eine gute Zentrierung des Skischuhs gegenüber der Längsachse des Skis in der Schliessstellung. Sie lösen jedoch nicht ausreichend das Problem der automatischen Zentrierung des Skischuhs während des Einsteigens in die Bindung.
Die Praxis zeigt, dass ein Skifahrer, der erneut die Ski ausrichtet, sei es, weil er nicht daran denkt, oder sei es, weil er sich in einer Stellung befindet, in der er nicht gut möglich den Skischuh auf die Achse des Skis ausrichten kann. Die Folge davon ist, dass der Skifahrer einige Schwierigkeiten hat, um die Bindung zu verriegeln. Häufig erfordert dies ein mehrfaches erneutes Einsteigen, bevor der Skifahrer die korrekte Stellung für den Skischuh findet, in der automatisch oder mittels Hand das Halteorgan in die Schliessstellung geschwenkt werden kann.
Es ist Aufgabe der Erfindung, derartige Probleme zu überwinden und einen Skischuh der eingangs genannten Art zu schaffen, der automatisch gegenüber der Längsachse des Skis zentriert wird, wenn der Fuss beim Einsteigen in die Bindung in eine entsprechende Stellung gebracht wird.
Damit soll erreicht werden, dass selbst dann, wenn der Skifahrer seinen Skischuh in bezug auf den Ski in Querrichtung einbringt, der Skischuh automatisch auf die Längsachse des Skis ausgerichtet wird, ohne dass der Skifahrer es notwendig hat, diesen Vorgang durch Beobachtung oder auf andere Weise zu kontrollieren, während sich der Skischuh verschiebt.
Zum Erreichen dieses Zwecks sieht die Erfindung bei einem Skischuh der eingangs genannten Art erfindungsgemäss vor, dass die Gleitfläche in der Abfahrtsstellung gesehen zumindestens in einem ersten Bereich sich von der Rampe zum Schuhende hin erstreckt und, bezogen auf ihren Querschnitt, zumindest entlang eines Teiles ihrer Länge einen konkav oder konvex gekrümmten Profilabschnitt aufweist, dem mindestens ein bzw. eine am freien Ende des Brückenteiles angeordneter Vorsprung bzw. angeordnete Ausnehmung zugeordnet ist, so dass der Schuh während des Einsteigens in die Bindung vom Brückenteil geführt wird. Die Gleitfläche wirkt mit dem beweglichen Brückenteil zusammen, wenn dieser aus der ersten in die zweite Endstellung verschwenkt wird.
Durch dieses Zusammenwirken erfolgt eine automatische Zentrierung des Skischuhs auf die Längsachse des Skis, u. zw. auf Grund einer korrespondierenden Gestalt der Gleitfläche des Brückenteiles derart, dass sich die Gleitflächen teilweise ineinanderschieben. Vorzugsweise ist die am Schuh vorgesehene
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Gleitfläche eine symmetrische Fläche, deren Symmetrieebene mit der Längssymmetrieebene des Skischuhs zusammenfällt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die beiden den seitlichen Schubrändern zugewandten Bereiche der Gleitfläche im wesentlichen von einer in der Abfahrtsstellung gegenüber der Skioberseite geneigten Ebene gebildet sind.
Als weitere Variante gemäss der Erfindung ist zweckmässigerweise vorgesehen, dass in der Abfahrtsstellung die Profile der Gleitflächen des Brückenteiles und des Schuhs im Schnitt entlang einer querverlaufenden und die Berührungslinie der Gleitfläche von Brückenteil und Skischuh ent- haltenden Ebene idente Schnittlinien aufweisen.
In der Schliessstellung der Bindung können die Profile der in Berührung stehenden Oberflä- chen am Skischuh und am Brückenteil komplementär sein, wobei in der Schliessstellung der Schuh in einen entsprechenden Teil des Brückenteiles hineinragt oder sich hineinschiebt.
Bei vorteilhaften Ausführungsformen der Erfindung ist zweckmässigerweise vorgesehen, dass das Ende des Skischuhs einen vorspringenden Bereich aufweist und dass beim Verschwenken des Brückenteiles von der einen in die andere Endstellung der vorspringende Bereich auf der Gleitfläche des Brückenteiles entlanggleitet. Zweckmässig ist es ferner, wenn der vorspringende Bereich der Rampe des Skischuhs in der Symmetrieebene des Skischuhs angeordnet ist. Dies trägt zur Führung der Bewegung des Skischuhs in Richtung auf die Längsachse des Skis bei. In dem Fall, in dem die Gleitfläche des Skischuhs ein Profil in Form eines V aufweist, befindet sich der vorspringende Teil im wesentlichen genau im Bereich der Spitze des V-Profils.
Es ist jedoch für die erfindungsgemässe Funktion der automatischen Zentrierung nicht entscheidend, dass die Gleitfläche des Skischuhs einen solchen vorspringenden Teil aufweist. Das heisst, es ist nicht notwendig, dass die Berührung zwischen dem Ende des Skischuhs und der Gleitfläche des Brückenteiles an einem vorspringenden Teil vorgesehen ist. Wie bei bestimmten Ausführungsformen vorgesehen ist, kann der Berührungspunkt auch zur Sicherstellung der erneuten Anlegung der Bindung durch wenigstens einen Vorsprung bzw. vorspringende Teile des Brückenteiles gebildet werden, die gegebenenfalls beiderseits des schwenkbaren Brückenteiles angelegen sind, wobei die beiden Gleitflächen am Brückenteil und Skischuh in Berührung gelangen. Am Ende des Anlegens der Bindung befinden sich die Gleitflächen wieder ineinandergeschoben.
Die Vorsprünge des Brückenteiles sind vorzugsweise symmetrisch in bezug auf die Längssymmetrieebene des Brückenteiles angeordnet. In dem Fall, in dem der Brückenteil das Profil in Form eines M aufweist, sind die vorspringenden Teile vorzugsweise durch die seitlichen Punkte gebildet, die beiderseits des M-Profils angeordnet sind.
Erfindungsgemäss ist vorgesehen, dass die Gleitfläche des Skischuhs eine der Gleitfläche des Brückenteiles komplementäre Form aufweist. Zweckmässig ist es, wenn sich die Gleitfläche im ersten Bereich nach oben erstreckt.
Bei einem Skischuh, der im Fall eines Sturzes in Längsrichtung in bezug auf den Ski gegen die Wirkung eines elastischen Organs verschiebbar ist, wobei gegenüber dem Halteorgan ein Backen angeordnet ist, ist erfindungsgemäss vorgesehen, dass der in der Abfahrtsstellung der Bindung am weitesten nach unten vorspringende Bereich der Gleitfläche des Skischuhs in einer Ausnehmung im Brückenteil aufnehmbar ist, wobei die Tiefe der Ausnehmung zur Sicherung gegen seitliche Verschiebungen des Skischuhs im wesentlichen der Höhe des vorspringenden Bereiches entspricht.
Bei einem derartigen Skischuh kann aber auch erfindungsgemäss vorgesehen sein, dass der Schischuh eine Ausnehmung aufweist, in welche in der Abfahrtsstellung der Bindung die Gleitfläche des Brückenteiles eingreift und bis zum Freikommen des Skischuhs von der senkrechten Auslöserampe des Brückenteiles eine seitliche Verschiebung des Skischuhs verhindert. In der Schliessstellung greift die betreffende Gleitfläche des Skischuhs bzw. des Brückenteiles in diese Ausnehmung ein und auf Grund dieser Anordnung kann sich der Stiefel seitlich nicht verschieben, solange er nicht völlig vom Brückenteil freikommt. Daher ist die seitliche Halterung ständig gesichert. Die Tiefe der Ausnehmung muss jedoch begrenzt bleiben, damit sie nicht die Drehbewegung des Stiefels bei der Auslösung des Backens unter einer seitlichen Belastung behindert.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand schematischer Zeichnungen an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 eine Ansicht schräg von unten in perspektivischer Darstellung des Absatzes eines Skischuhs beim Eingreifen in die Bindung, wobei die Gleitflächen
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am Skischuh sich in Anlage auf der Gleitfläche des beweglichen Brückenteiles befinden, der in der angehobenen Stellung wiedergegeben ist, und wobei sich der Skischuh in einer Querstellung in bezug auf den Ski befindet, Fig. 2 eine Teilansicht im Längsschnitt entlang der Symmetrieebene des Skis, wobei sich das rückwärtige Ende der Bindung und des Skischuhs in der Stellung nach Fig. 1 befinden, Fig. 3 eine Teilansicht im Längsschnitt in der Symmetrieebene des Skis, wobei sich das rückwärtige Ende der Bindung und des Skischuhs in der Schliessstellung befinden, Fig.
4 eine Teilansicht im Profil, u. zw. im Schnitt entlang einer Querebene, die gegenüber den Gleitflächen geneigt ist, die ihrerseits fest mit dem Brückenteil bzw. mit dem Skischuh verbunden sind, u. zw. in der Stellung gemäss Fig. l, Fig. 5 eine Teilprofilansicht im Schnitt entlang einer Querebene entlang der Schnittlinie a-a der Fig. l, wobei Fig. 5 ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel für die Gleitflächen wiedergibt, die jeweils mit dem Brückenteil bzw. dem Skischuh fest verbunden sind, wobei Fig. 5 die Teile in der Stellung nach Fig. 1 wiedergibt, Fig. 6 eine Profilteilansicht im Schnitt entlang einer Querebene b-b der Fig. 3, wobei die Gleitflächen, die mit dem Skischuh bzw. dem Brückenteil verbunden sind, sich in der Schliessstellung der Bindung befinden, Fig. 7 eine Profildetaildarstellung im Schnitt entlang der Querebene a-a nach Fig.
2, wobei die Zeichnungen eine weitere Variante für die Ausbildung der Gleitflächen wiedergeben, die jeweils mit dem Skischuh und dem Brückenteil verbunden sind, u. zw. in einer Stellung gemäss Fig. 1, Fig. 8 eine Detailprofildarstellung im Querschnitt entlang der Schnittlinie b-b der Fig. 3, u. zw. der Ausführungsvariante nach Fig. 7 in einer Stellung, in der sich die Gleitflächen im gegenseitigen Eingriff befinden, Fig. 9 eine Profildetaildarstellung im Querschnitt entlang der Schnittlinie a-a der Fig. 2, wobei die Gleitflächen in einer abgewandelten Ausführungsform gegenüber Fig. 8 wiedergegeben sind, u. zw. in der Schliessstellung der Bindung, Fig. 10 eine perspektivische Darstellung von rückwärts einer abgewandelten Ausführungsform eines Skischuhs gemäss der Erfindung, Fig.
11 eine perspektivische Darstellung von hinten eines Skischuhs gemäss der Erfindung, der eine Gleitfläche aufweist, die in der Längssymmetrieebene des Skischuhs eine Bruchlinie aufweist und die Fig. 12a und 12b zwei Detailansichten des Profils im Schnitt von zwei in Querrichtung geneigten Ebenen von unterschiedlicher Neigung von der Ausführungsform der Gleitfläche des Skischuhs gemäss Fig. 11.
Nachfolgend wird zunächst auf Fig. 1 Bezug genommen, die eine Ansicht von unten und von der Seite in perspektivischer Darstellung des Absatzes eines Skischuhs zeigt, der in Eingriff mit einer Bindung gemäss der Erfindung steht.
Auf dem Ski-l-ist eine Absatzbindung --2-- montiert. Diese Absatzbindung umfasst einen Brückenteil-3-, der um eine Achse --4-- schwenkbar ist, die fest mit einer Basisplatte --5-verbunden ist, welche ihrerseits auf dem Ski, beispielsweise mit Hilfe von Schrauben, die nicht dargestellt sind, befestigt ist. Der Brückenteil -3-- dient dazu, das rückwärtige Ende --7-- des Skischuhs mit Hilfe eines rampenförmigen Systems --30-- zu halten, das nach unten orientiert ist und unter dem sich in der Schliessstellung eine Rampe --8-- einfügt, die mit dem rückwärtigen Ende des Skischuhs fest verbunden ist und nach oben orientiert ist (was noch deutlicher aus Fig. 3 hervorgeht).
Nach vorn zu ist auf dem Ski ein nicht wiedergegebener Backen od. dgl. montiert, der dazu dient, das vordere Ende des Skischuhs zu halten. Dieser Backen od. dgl. kann insbesondere so ausgebildet sein, dass er den Skischuh unter der Wirkung einer seitlichen Belastung oder eines Torsionsmomentes von abnormer Höhe seitlich freigibt.
In bestimmten Varianten der Ausführungsform ist der Brückenteil so ausgebildet, dass er sich unter der Wirkung einer senkrechten Vorspannkraft anomaler Höhe freimacht und nach oben anhebt. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der in der FR-PS Nr. 1. 341. 417 beschriebene Sicherheitsbacken für den Ski verwendet wird.
Bei einer andern Ausführungsform ist der Brückenteil auf dem Ski verriegelt, und es ist Aufgabe des vorderen Backens, das Freikommen des Skischuhs im Bereich des Absatzes durch Verschieben nach vorn zu ermöglichen. Dies ist insbesondere der Fall bei einem Backen, der in der AT-PS Nr. 326014 beschrieben ist.
Wie auch die Ausführungsvariante des Brückenteils oder des Backens ist, es kann in jedem Fall das gegenwärtige System der erneuten automatischen Zentrierung des Skischuhs gemäss der Erfindung angewendet werden, nachdem der bewegliche Brückenteil eine angehobene Stellung beim erneuten Einsteigen in die Bindung annimmt.
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Die Zentrierung des Skischuhs wird durch eine Gleitfläche-9-- ermöglicht, die mit dem Ski- schuh fest verbunden ist und die oberhalb der Verriegelungsrampe oder -schräge --8-- angeordnet ist. Diese Gleitfläche --9-- ist eine schiefsymmetrische Fläche, die nach unten weist und deren zur Ebene der Sohle des Skischuhs planparallele Abschnitte bei der Ausführungsform nach Fig. 1 die folgenden Krümmungen aufweisen : Konkave Krümmungen im oberen Bereich, welche sich nach jeder Seite des Skischuhs öffnen. Konvex gekrümmte Flächen, die am unteren Bereich angeordnet sind, u. zw. in der Nachbarschaft der Verriegelungsrampe, und die sich in Richtung nach vorn des Skischuhs öffnen.
Um die Ski wieder anzulegen, greift der Skifahrer mit dem vorderen Ende seines Skischuhs in den vorderen Backen unter Anheben des rückwärtigen Endes des Skischuhs. Dabei bringt er die Gleitfläche --9--, die unter dem Absatz des Skischuhs angeordnet ist, auf dem Brückenteil der sich in der angehobenen Stellung befindet, zur Anlage derart, dass der Brückenteil nach unten geschwenkt wird. Im Verlauf dieser Bewegung gleitet das äussere Ende des Brückenteiles auf der Gleitfläche des Skischuhs entlang derart, dass selbst dann, wenn der Skischuh unter Querorientierung gegenüber dem Ski zum Angreifen kommt, der Skischuh automatisch auf die Längsachse des Skis ausgerichtet und zentriert wird.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 4, 5 und 6 erkennt man, welches das bevorzugte Profil der Gleitflächen sein soll, welche mit dem Skischuh bzw. mit dem Brückenteil fest verbunden sind, um das beschriebene Resultat zu erhalten. Man erkennt dabei, dass im Fall der Ausführungsform nach Fig. l der bombierte bzw. vorspringende Bereich --10-- der Gleitfläche am Skischuh auf der Gleitfläche --11-- des Brückenteiles entlanggleitet, wobei die Gleitfläche --11-- nach oben orientiert ist und oberhalb der Rampe des Brückenteiles liegt, welche den Skischuh am Ski verriegelt.
Wenn sich der Skischuh bereits in der zentrierten Stellung beim Einsteigen in die Bindung befindet, gleiten die seitlichen, äusseren Bereiche des Brückenteiles, welche die Form eines M bilden, in dem rinnenförmigen Teil G, so dass der Skischuh nicht mehr dezentiert werden kann.
Es wird nunmehr Bezug auf Fig. 2 genommen, die eine Detailansicht im Längsschnitt entlang der Symmetrieebene des Skis von dem rückwärtigen Ende der Bindung und des Skischuhs in der in Fig. 1 wiedergegebenen Stellung zeigt. In dieser Figur erkennt man den Ski --1--, die Absatzbindung --2--, das rückwärtige Ende des Skischuhs --7-- bei Beginn des Eingreifens in die Bindung.
Die Bindung löst unter Sicherheitsbedingungen unter der Wirkung einer senkrechten Vorspannung in bekannter Weise aus. In den Zeichnungen ist schematisch das elastische Verriegelungssystem angedeutet, welches eine Feder --20-- umfasst, die einerseits an einer Innenfläche --21-- des Brückenteiles und anderseits an einem Kolben --22-- angreift, der auf einer Abflachung --23-anliegt, die fest an der Basisplatte --5-- vorgesehen ist. Der bombierte Bereich --10-- der Gleitfläche, die mit dem Skischuh verbunden ist und die, genauer gesagt, in unmittelbarer Nachbarschaft der Längssymmetrieebene des Skischuhs angeordnet ist, legt sich bei --24-- auf der Gleit- fläche --11-- an, die nach oben orientiert ist und am Brückenteil vorgesehen ist.
Es wird bemerkt, dass die Berührungszone zwischen den beiden genannten Oberflächen sich nicht in der Längsschnittebene oder der Längssymmetrieebene des Skischuhs befindet. Dazu darf daran erinnert werden, dass sich der Skischuh nicht in Fluchtung mit der Längsachse des Skischuhs befindet (vgl. Fig. 1).
Wenn der Brückenteil --3-- unter der Wirkung des Absatzes des Skifahrers verschwenkt, verschiebt sich der Berührungspunkt --24-- unter Gleitwirkung in Richtung auf den tiefsten Punkt der konkaven Gleitfläche --11-- des Brückenteiles. Dieser tiefste Punkt ist in der Längssymmetrieebene des Skis angeordnet derart, dass der Skischuh automatisch die Tendenz erhält, sich auf diese Längsachse auszurichten. Es wird bei einer Beschreibung der Fig. 4 und 6 noch deutlicher, dass die mit dem Brückenteil fest verbundene Gleitfläche eine schiefkonkave Fläche ist, welche eine Symmetrieachse in der Längssymmetrieebene des Skis aufweist.
Es wird nunmehr die Fig. 3 beschrieben, die eine Detailansicht im Längsschnitt entlang der Symmetrieebene des Skis wiedergibt, u. zw. vom rückwärtigen Ende der Bindung und des Skischuhs in der geschlossenen Stellung der Bindung.
In dieser Figur erkennt man den Ski --1--, die Bindung --2-- und das rückwärtige Ende des Skischuhs --7--. Der Brückenteil -3-- befindet sich in der unteren Verriegelungsstellung
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auf dem Ski, wobei die geneigte Rampe-8-, die mit dem Skischuh verbunden ist, unter die Rampe - greift, die an dem Brückenteil angeordnet ist. Im Fall dieser Ausführungsvariante wird die Sicherheitsfunktion in senkrechter Richtung durch den beweglichen Brückenteil sichergestellt, der sich unter der Wirkung einer anomalen senkrechten Kraft in die aufrechte oder angehobene Stellung anhebt. Der vordere Backen der Bindung kann in bezug auf den Ski fest angeordnet sein, da es in diesem Fall nicht notwendig ist, dass der Skischuh nach vorn entlang der Längsachse des Skis gleitet, um vom Brückenteil freizukommen.
Anders ist die Situation im gegenteiligen Fall, d. h. dann, wenn der Brückenteil in der abgesenkten Stellung auf dem Ski verriegelt ist, wie dies in der AT-PS Nr. 326014 beschrieben ist. In diesem Fall ist es notwendig, dass der Skischuh nach vorn oder der Brückenteil nach hinten gleitet, damit sich der Skischuh von der Bindung lösen kann, wenn das Bein des Skifahrers einer anomal hohen Belastung unterworfen ist.
Der konvex gekrümmte Bereich --10-- der Gleitfläche des Skischuhs ist teilweise in dem komplementär geformten konkaven Bereich der Gleitfläche aufgenommen, die an dem Brückenteil vorgesehen ist. Der Skischuh wird hiebei mit grosser Genauigkeit auf die Längsachse des Skis ausgerichtet.
Es wird nunmehr Bezug genommen auf Fig. 4, welche eine Detailansicht des Schnittprofils wiedergibt, wobei der ebene Querschnitt in Richtung der Schnittlinie a-a der Fig. 2 geneigt ist.
Dabei befinden sich die Gleitflächen des Brückenteiles und des Skischuhs in der in Fig. 1 wiedergegebenen Stellung. Das Profil-40-- des Brückenteiles-3-- ist konkav und in Richtung auf das vordere Ende des Skischuhs offen. Das Profil --41-- der Gleitfläche des Skischuhs ist konvex und ist im wesentlichen genau komplementär zum Profil des Brückenteiles ausgebildet. Im Fall dieser Ausführungsform der Erfindung ist der Krümmungsradius des Profils des Brückenteils grösser als der Krümmungsradius des korrespondierenden Profils des Skischuhs. Ausserdem ist der Öffnungswinkel P des Profils des Brückenteiles grösser als der Öffnungswinkel C des Profils --41-- am Skischuh.
Man erkennt, dass in diesem Fall der bombierte Bereich der Gleitfläche des Skischuhs nahe der Symmetrieachse des Skischuhs auf der Gleitfläche des Brückenteiles gleitet. Die Kontaktzone - zwischen dem Skischuh und dem Brückenteil hat die Tendenz, automatisch unter der Wirkung des Gewichtes des Skifahrers in Richtung auf den tieferliegenden Teil-B-- des Profils-40- zu gleiten, der in der Längssymmetrieebene angeordnet ist, wobei die Gleitbewegung in Richtung des Pfeiles F erfolgt.
Das Ergebnis ist, dass der Skischuh um sein vorderes Ende schwenkt und sich automatisch auf die Längsachse --42-- des Skis ausrichtet, wenn der Brückenteil schwenkt, u. zw. mit zunehmender Leichtigkeit, da sich die Intensität der Reibungskräfte zwischen Brückenteil und Skischuh merklich vermindert, wenn die Neigung zwischen Brückenteil und Ski abnimmt.
Es wird nunmehr auf Fig. 5 Bezug genommen, die eine Teilansicht des Profils im Schnitt entlang einer Querschnittsebene in Richtung der Linie a-a wiedergibt, u. zw. von einer Variante der Ausführungsform der Gleitflächen, die am Skischuh und am Brückenteil vorgesehen sind, wobei die Teile in der Stellung nach Fig. 1 wiedergegeben sind.
Im Fall dieser Ausführungsvariante weist das Profil -50-- des Brückenteiles die Form eines M auf, wobei dieses Profil an allen Stellen einen zum vorderen Ende des Skischuhs offenen konkaven Bereich darbietet, während das Profil --51-- des Skischuhs ständig eine komplementäre konvexe Form darbietet. Im Fall dieser Variante ist jedoch der Krümmungsradius des Profils des Brückenteiles kleiner als der Krümmungsradius des korrespondierenden Profils des Skischuhs. Anderseits ist der Öffnungswinkel P des Profils des Brückenteiles kleiner als der Öffnungswinkel C des Profils des Skischuhs. Der Brückenteil umfasst an jeder Seite zwei vorspringende Bereiche --52 bzw.
53-, die insbesondere an den äussersten seitlichen Bereichen des M-Profils angeordnet sind. Man erkennt, dass im Fall dieser Ausführungsvariante wenigstens einer dieser vorspringenden Bereiche sich bei --54-- in Berührung mit der Gleitfläche des Skischuhs befindet. Der Berührungspunkt - verschiebt sich auf der Gleitfläche des Skischuhs in Richtung des Pfeiles G. Das Ergebnis ist, dass der Skischuh um sein vorderes Ende verschwenkt und sich automatisch auf die Längsachse - des Skis ausrichtet.
Nunmehr wird Bezug genommen auf Fig. 6, welche eine Detailansicht eines Profils in einem Querschnitt entlang der Schnittlinie b-b wiedergibt. Die Gleitflächen des Skischuhs und des Brückenteiles befinden sich in der Schliessstellung der Bindung, wie sie in Fig. 3 wiedergegeben ist. Man
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erkennt, dass dann, wenn sich der Skischuh in der geschlossenen Stellung befindet, das Profil - der Gleitfläche des Brückenteiles im wesentlichen das Profil --60-- der Gleitfläche des Skischuhs übergreift. Anders gesagt bedeutet dies, dass die Gleitfläche des Skischuhs teilweise in der Gleitfläche des Brückenteiles aufgenommen ist.
Wie in dem Fall der Ausführungsvariante gemäss Fig. 4 ist der Krümmungsradius (der Öffnungswinkel) der Gleitfläche des Skischuhs fortschreitend zunehmend, so dass er im wesentlichen gleich dem Öffnungsradius bzw. dem Öffnungswinkel der Gleitfläche des Brückenteiles wird, wenn sich die Neigung der Querschnittsebene gegenüber dem Ski vermindert.
Im Gegensatz dazu muss im Fall der Ausführungsvariante nach Fig. 5 der Krümmungsradius (der Öffnungswinkel) der Gleitfläche des Skischuhs fortschreitend abnehmen, damit er im wesentlichen gleich dem Krümmungsradius oder Öffnungswinkel der Gleitfläche des Brückenteiles wird, wenn sich die Neigung der Querschnittsebene gegenüber dem Ski vermindert.
Nachfolgend wird Bezug genommen auf die Fig. 7,8 und 9.
In diesen ist einerseits eine Detailansicht des Profils in einem Querschnitt entlang der Schnittlinie a-a dargestellt, u. zw. von einer andern Ausführungsform der Gleitflächen, die an dem Skischuh bzw. dem Brückenteil vorgesehen sind.
Desweiteren ist dort eine Detailansicht eines Profils im Schnitt entlang einer Querschnittsebene b-b der Ausführungsform wiedergegeben.
Schliesslich zeigen die drei Figuren einen Detailschnitt entlang der Schnittlinie a-a eines Profils einer von dem Profil der Fig. 7 und 8 abweichenden Ausführungsform.
In dem Fall, in dem der Brückenteil in bezug auf den Ski verriegelt bleibt, wenn die Sicherungsauslösung wirksam wird, und in dem Fall, in dem der vordere Backen eine Längsverschiebung des Skischuhs zu dem Zweck gestattet, dass dieser von der Verriegelungsrampe des Brückenteiles freikommt, wird es bevorzugt, unter anderem ein System vorzusehen, welches den Skischuh seitlich halten kann, wenigstens innerhalb des elastischen Verschiebebereiches.
Im Fall der Ausführungsvariante nach den Fig. 7 und 8 besteht das System zur seitlichen Halterung in einer Ausnehmung --70--, die in dem Brückenteil vorgesehen ist und die durch zwei seitliche Flügel --71 und 72-- begrenzt wird, die sich in Längsrichtung erstrecken. Der untere Bereich --80-- der Gleitfläche des Skischuhs greift in der Schliessstellung der Bindung zwischen die beiden seitlichen Stege oder Flügel --71 und 72-- in der in Fig. 8 gezeigten Weise, wobei die Berührung zwischen Skischuh und Brückenteil praktisch nur in den seitlichen Zonen stattfindet.
Die Funktion der Vorrichtung zum erneuten Zentrieren ist die gleiche, wie sie in bezug auf die Fig. 5 beschrieben worden ist. Dabei greift wenigstens einer der beiden vorspringenden Stege des Brückenteiles, z. B. der Steg --72--, an der Gleitfläche des Skischuhs an, wenn der Skifahrer mit seinem Skischuh in die Bindung gemäss Fig. 7 eintritt.
Vorzugsweise ist die Tiefe der Ausnehmung und damit die Länge oder Höhe der seitlichen Stege --71, 72-- im wesentlichen genau gleich der Länge der Auslöserampe des Brückenteiles. Demgemäss sollte die Tiefe der Ausnehmung so begrenzt werden, dass sie nicht die Drehung des Skischuhs bei einer seitlichen Auslösung des Vorderbackens behindert.
Es ist gleichermassen möglich, dieses seitliche Haltesystem im Fall vorzusehen, wenn die Vorrichtung zum erneuten Zentrieren in einer Weise funktioniert, wie sie unter Bezugnahme auf Fig. 4 beschrieben ist. Dies ist besonders der Fall bei der Variante, die in Fig. 9 wiedergegeben ist. Man stellt wirkungsvoll fest, dass in diesem Fall der Berührungspunkt --90-- der Gleitflächen sich in der Nachbarschaft der Längssymmetrieebene --91-- des Skischuhs befindet.
Die Ausnehmung kann umgekehrt auch am Skischuh vorgesehen sein. In diesem Fall sind die in Längsrichtung und seitlich vorspringenden Verlängerungen, die dazu bestimmt sind, den Skischuh festzuhalten, am Skischuh vorgesehen, und es ist der Brückenteil, der nach der erneuten Zentrierung in diese Ausnehmung am Skischuh eingreift.
Es wird nun die Anordnung nach Fig. 10 beschrieben, die eine perspektivische Ansicht von hinten einer abgewandelten Ausführungsform eines Skischuhs gemäss der Erfindung zeigt.
Man erkennt unter dem Absatz des Skischuhs --100-- die Verriegelungsrampe --101-- sowie die Gleitfläche --102--, die oberhalb der Verriegelungsrampe angeordnet und nach unten orientiert ist. Im Fall dieser Ausführungsvariante weist die Gleitfläche einen mittleren konvexen Bereich
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--103-- und beiderseits dieses Bereiches zwei im wesentlichen ebene Bereiche-104 und 105-- auf, die nach unten geneigt sind. Der untere Bereich der Gleitfläche --106--, der dazu bestimmt ist, in den korrespondierenden Bereich des Brückenteiles aufgenommen zu werden, weist zwei seitliche Nuten --107 und 108-auf, in die die seitlichen Verlängerungen eingreifen, die mit dem Brückenteil verbunden sind.
Diese haben den Zweck, den Skischuh seitlich zu halten, wie dies unter Bezugnahme auf die Fig. 7, 8 und 9 bereits beschrieben worden ist.
Es wird nun Bezug genommen auf die Fig. 11, 12a und 12b.
Fig. 11 stellt dabei eine perspektivische Ansicht des rückwärtigen Endes eines Skischuhs nach der Erfindung dar, der eine Gleitfläche wiedergibt, die entlang der Längssymmetrieebene des Skischuhs gebrochen ist.
Die Fig. 12a und 12b zeigen Detailansichten eines Profils im Schnitt, u. zw. entlang Schnitt- ebenen-Pl und P2-- der Fig. 11, also unter unterschiedlicher Neigung der Gleitfläche des Skischuhs der Ausführungsvariante nach Fig. 11.
Im Fall dieser Ausführungsvariante weist die Gleitfläche -100-- des Skischuhs --7-- stets einen konvexen Verlauf und eine Symmetrie auf wie auch der Brückenteil. Die Gleitfläche wird durch zwei Oberflächen gebildet, die in der Symmetrieebene des Skischuhs zusammentreffen und zwischen sich einen mehr oder weniger offenen Winkel einschliessen.
Unter Bezugnahme insbesondere auf die Fig. 12a und 12b erkennt man, dass bei dieser Variante der Öffnungswinkel C progressiv zunimmt in Abhängigkeit davon, dass die Neigung der Sohlenebene gegenüber der Schnittebene-Pl bzw. P2-- abnimmt. Es ist festzustellen, dass bei dieser Variante die Gleitfläche des Skischuhs in der Längssymmetrieebene einen vorspringenden Anschlag od. dgl.
- bildet. Dieser vorspringende Bereich --111-- der Gleitfläche des Skischuhs gelangt bei bestimmten Werten des Krümmungsradius oder des Öffnungswinkels in Berührung mit der Gleitfläche des Brückenteiles.
Bei allen Ausführungsvarianten, die beschrieben worden sind, sind die Gleitflächen, die mit dem Skischuh bzw. dem Brückenteil verbunden sind, jeweils konvex bzw. konkav. Dies kann aber auch umgekehrt sein, d. h. es können insbesondere die Gleitflächen am Skischuh konkav und die Gleitflächen am Brückenteil konvex ausgebildet sein. In diesem Fall ist es der Brückenteil, der in der Schliessstellung in dem Skischuh aufgenommen ist.
Es wird bemerkt, dass bei allen Ausführungsbeispielen das Profil der Flächen in quer und im wesentlichen horizontal verlaufenden Schnittebenen sich nach dem gleichen Ende des Skischuhs öffnet, u. zw. entweder nach dem vorderen oder nach dem hinteren Ende.
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