AT367415B - Verfahren zur herstellung von neuen mono-, diund trisubstituierten flavanderivaten - Google Patents

Verfahren zur herstellung von neuen mono-, diund trisubstituierten flavanderivaten

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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von neuen Verbindungen mit antiviraler Wirksamkeit. 



   Rhinovirusinfektionen sind für etwa 70% der Fälle verantwortlich, wo die allgemein als gewöhnlicher Schnupfen bekannte Krankheit auftritt, obwohl Infektionen durch andere Viren, wie Entero- und Coronaviren, und allergische Reaktionen ebenfalls zu   einem "Schnupfen" führen   können. Die Menschheit auf der ganzen Welt ist für rhinovirale Infektion empfänglich, die ein Hauptgrund für Krankheit und Fehlen vom Arbeitsplatz und somit von grosser ökonomischer Signifikanz ist. 



   Der gewöhnliche Schnupfen wird über Tröpfchen übertragen, die, wenn eine infizierte Person hustet oder niest, ausgehaucht und dann von einer andern Person eingeatmet werden und die Infektion des Atmungstraktes verursachen. Nach einer Inkubationszeit von 48 h bis zu 2 Wochen kann die infizierte Person unter Halsentzündung, Husten, Niesen, erhöhten Schleimsekretionen und Fieber zufolge einer sekundären Bakterieninfektion leiden. 



   Nach der Infektion bleibt eine gewisse Risistenz gegen einen Rhinovirus-Serotyp bestehen, die jedoch keine Immunität gegen andere Serotypen verleiht. Die kontinuierliche Wiederinfektion durch in bestimmten Gegenden vorherrschende Serotypen hält ein gewisses Ausmass an Resistenz gegen diese Viren bei den meisten Personen aufrecht. Ein Schnupfen tritt demzufolge nur dann auf, wenn ein neuer Serotyp auftritt ; dies ist durchschnittlich 2- bis 3mal im Jahr. 



   Da es keine Gegenimmunität und weiterhin mindestens 120 bekannte immunologisch bestimmte Rhinovirusserotypen gibt, scheint die Impfung keine entwicklungsfähige Behandlungsmethode zu sein. Als Methode zum Vermindern des Auftretens von Schnupfen wurde Lufthygiene versucht, dies war jedoch nicht erfolgreich. Es scheint, dass die einzige praktische Behandlung diejenige mit einer Verbindung wäre, die zur Verabreichung an Menschen geeignet und vorzugsweise gegen alle üblichen Serotypen oder zumindest gegen einen weiten Bereich von Rhinoviren wirksam ist. Trotz erheblicher Forschungsarbeit auf diesem Gebiet sind derartige Verbindungen derzeit nicht verfügbar und es gibt kein etabliertes chemotherapeutisches Mittel gegen diese Erkrankung. 



   Es wurde nun gefunden, dass Flavan und verschiedene Derivate hievon gegen bestimmte Viren, einschliesslich jene, die den Atmungstrakt infizieren, beispielsweise Picora-, Menge-, Arbo-, Myxo-, Corona-, Herpes- und Adenovirus, aktiv sind. Insbesondere weisen diese Verbindungen eine Wirksamkeit gegen Rhinoviren, insbesondere gegen die Serotypen   1B,   2 und 9, auf. Abgesehen von einigen Verbindungen, die unter diese Klasse fallen und bekannt sind, von denen jedoch in dieser Hinsicht keinerlei derartige Wirksamkeit angegeben wurde, wurden auch neue Derivate hergestellt und getestet. Es wurde gefunden, dass diese Verbindungen Rhinoviren während in vitro-Versuchen in Kultur hemmen können und einige auch eine gewisse Wirksamkeit gegen andere Viren, wie Herpes-, Influenza- und Masernviren, zeigen. 



   Weiterhin besitzen die gleichen Verbindungen in vivo Wirksamkeit gegen Rhinoviren, insbesondere wenn sie in geeigneten Dosen Menschen und Säugetieren verabreicht werden. Während Flavan selbst eine recht gute Wirksamkeit gegen Rhinoviren besitzt, weisen substituierte Derivate eine ähnliche oder erhöhte Wirksamkeit, je nach Art und Stellung des Substituenten, auf. 



   Es hat sich auch gezeigt, dass die Verbindungen eine sehr niedrige Toxizität mit einer   LDs von   mehr als 500 mg/kg aufweisen. 



   Die Aktivität kann gemäss dem Fleckenhemmungstest festgestellt und gemäss dem Fleckenreduktionstest gemessen werden. Bei beiden Untersuchungen wird eine Einschichtzellenkultur in einer Petrischale gebildet und danach mit einer Virussuspension infiziert, worauf die Kultur mit Nähragarose in Form eines Gels überschichtet wird. Dieses Gel gewährleistet, dass das Virus nicht über die Kultur verbreitet wird und somit Flächen lokalisierter Zellenzerstörung oder Flecken gebildet werden. 



   Beim Fleckenhemmungstest wird eine Filterpapierscheibe, die 0, 01 ml aufnimmt, wenn sie mit einer Lösung der Verbindung imprägniert wird, auf die Oberseite des Agarosegels gelegt. Die Verbindung kann dann durch das Gel diffundieren, so dass ihre grösste Konzentration rund um die Scheibe und ihre niedrigste Konzentration gegen die Peripherie der Petrischale zu vorhanden ist. 



  Die Wirsamkeit der Verbindung kann nun festgestellt werden, indem die Hemmungszone der Fleckbildung beobachtet wird. 



   Die feststellbare Aktivität wird nach dem Fleckenreduktionstest gemessen. Ein Bereich an 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Konzentrationen der Verbindung mit bekannter Molarität wird der Nähragaroseüberschichtung einverleibt. Die Fleckunterdrückung ist zur Verbindungskonzentration proportional. Die Fleckanzahl wird ausgedrückt als Prozent einer Kontrolle und eine Dosisreaktionskurve kann gezogen werden. Aus dieser Kurve können 50% der wirksamen Dosis   (es,)   bestimmt werden. 



   Einige Flavane sind in der chemischen Literatur bereits bekannt, doch ist bisher keine Ver- öffentlichung erfolgt, in der deren Verwendung zur Behandlung von Menschen oder Tieren vorgeschlagen wurde, mit Ausnahme von 3, 3',   4, 4', 5, 7-Hexahydroxyflavan,   das zur Behandlung von Venenerkrankungen verwendet werden kann, 3-Hydroxyflavan, das ohne Erfolg gegen virale Hepatitis eingesetzt wurde (Lancet,   , 1153 [1977 ]) ;   verschiedene   3, 6-Dialkyl- oder-Dialkoxyflavane   (US-PS Nr. 3, 555, 047), die den Blutcholesterinspiegel senken können; 1-Epi-3',4',5',5,7-pentahydroxy- 
 EMI2.1 
 vitaminähnlichen Effekt ausüben kann. 



   Demgemäss bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zur Herstellung von neuen mono-, di-und trisubstituierten Flavanderivaten der allgemeinen Formel 
 EMI2.2 
 worin   R'und R 'Substituenten   aus der Gruppe Halogen, Cyano, Trifluormethyl, nied. Alkylamino, nied. Alkyl und Wasserstoff, und   R2 und RZ'Substituenten   aus der Gruppe Halogen, Cyano, Trifluormethyl, nied. Alkyl, nied. Alkoxy, mit Ausnahme von   4'-nied. Alkoxy,   Amino, nied. Alkylamino, Hydroxy, mit Ausnahme von   4'-Hydroxy,   und Wasserstoff bedeuten, mit der Massgabe, dass, wenn R2 und   R"Wasserstoffatome   darstellen, einer der Substituenten   R'und R I'eine   andere Bedeutung als Wasserstoff oder nied.

   Alkyl hat, und mit der weiteren Massgabe, dass mindestens einer der Substituenten R   R'', R und R"'Wasserstoff   darstellt, und deren pharmazeutisch verwendbaren Salzen. 



   Die Verbindung der Formel (1) weist Substituenten R   1 und R l'in   den Stellungen 6 und/oder 
 EMI2.3 
 Chemistry, 2. Ausgabe, 1948, MacMillan, London, Seite 528, beschrieben. Es kann aus der Molmasse M, der Dichte und dem Brechungsindex   11   gemäss der Gleichung 
 EMI2.4 
 berechnet werden. 



   Die Werte für viele Substituenten wurden von Vogel bestimmt und sind in J. Chem. Soc. im Jahre 1948 veröffentlicht worden. 



   Bevorzugt als Substituenten werden Chlor und Cyano für R R2', R2 und R2' und Hydroxyl für R2 bzw.   R' ;   Chlor ist der am meisten bevorzugte Substituent. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Die Bedingungen der Wahl der Anzahl, der Stellung und der Art des Substituenten können zweckmässigerweise kombiniert werden, um die Wahrscheinlichkeit der Erhöhung der Wirksamkeit zu verbessern. Jedoch hängen die Endeigenschaften der Verbindungen bei der Verwendung auch von andern physikalischen und biologischen Eigenschaften ab. 



   Salze der Verbindungen   (I)   können gebildet werden, wenn ein Hydroxy- oder Aminosubstituent vorhanden ist. Pharmazeutisch verwendbare Salze sind jene von Mineralsäuren, wie Salzsäure oder Schwefelsäure, organischen Säuren, wie Milch-, Malein- und Essigsäure, und von Basen, wie Natrium oder Kalium. 



   Die neuen Verbindungen mit der höchsten Wirksamkeit in Versuchen sind 4'-Fluorflavan, 3',   4'-Dichlor-6-methylflavan, 4'-Chlor-7-methylflavan, 4'-Methylflavan, 6-Chlor-4'-methylflavan   und 4', 6-Dichlorflavan. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der Verbindungen (I) besteht darin, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI3.1 
 worin   R', R ', R und R 'die   obige Bedeutung haben, reduziert und dann cyclisiert oder cyclisiert und dann reduziert und gegebenenfalls durch Umsetzung einer erhaltenen Verbindung, welche einen Amino- oder Hydroxysubstituenten enthält, in einem wässerigen Medium mit einer geeigneten Mineralsäure oder einer organischen Säure oder einer Base ein Salz bildet. 



   Erfindungsgemäss können die Verbindungen der Formel (II) durch Behandlung mit Salzsäure cyclisiert werden, wobei das Flavyliumsalz erhalten wird, das durch katalytische Hydrierung zu einem Flavan reduziert werden kann   (z. B.   US-PS   Nr. 3, 555, 047).   



   Das Chalkon kann durch katalytische Hydrierung zum Dihydrochalkon reduziert werden. Das erforderliche Flavan wird dann durch Behandlung des Dihydrochalkons mit Zinkchlorid in Benzol erhalten   (z. B.   Van Allan, Reynolds und Regan, J.   Org.   Chem. [1967],   32,   1897). Anderseits kann das Chalkon mit einem komplexen Hydridreduktionsmittel, wie Natriumborhydrid oder Cyanoborhydrid, behandelt werden, um das entsprechende   (2-Hydroxyphenyl)-äthylphenylcarbinol   zu erhalten. 



  Letzteres wird dann unter Verwendung eines Säurekatalysators, wie Essigsäure oder p-Toluolsulfonsäure, cyclisiert   (z. B.   L. Jurd, Chem. and Ind.   [1967],   2175). 



   Die kombinierte Reduktion und Cyclisierung von Chalkonen der Formel (II) wird durchgeführt, wenn diese Verbindungen mit einer Mischung von Lithiumaluminiumhydrid und Aluminiumchlorid behandelt werden (M. M. Bokadia et al., J. Chem. Soc. [1962], 1658). 



   Die Reduktion und Cyclisierung gemäss der Erfindung wird am meisten bevorzugt durch Behandlung der Verbindung der Formel (II) mit einem Natriumborhydrid in einem Ätherlösungsmittel, vorzugsweise Tetrahydrofuran, und nachfolgende Cyclisierung unter Verwendung einer geeigneten Säure, vorzugsweise Essigsäure, durchgeführt. 



   Die Verbindungen der Formel (II) werden durch Knoevenagel-Kondensation von geeignet substituierten Acetophenon- und Benzaldehydderivaten (Nielsen, Organic Reactions, [1968], 16, 44) hergestellt. Dies kann durch   Säure- oder   Basenkatalyse in wässerigen oder organischen Medien unter Verwendung von organischen oder anorganischen Säuren oder Basen, wie Alkalimetallhydroxyden   oder-alkoxyden,   erfolgen. 



   Die Ausgangsmaterialien, die zur Herstellung von Chalkonen (II) erforderlich sind, sind im Handel erhältlich oder können in bekannter Weise hergestellt werden. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 



   Die erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen werden zur Herstellung von pharmazeutischen Zubereitungen verwendet, die eine Verbindung der Formel (I), ein Tautomeres oder ein pharmazeutisch verwendbares Salz hievon zusammen mit einem pharmazeutisch verwendbaren Träger hiefür enthalten. Insbesondere enthält eine derartige Zubereitung eine Verbindung der Formel (I) in wirksamer Einheitsdosisform. 



   Der hier verwendete Ausdruck "wirksame Einheitsdosisform" bezeichnet eine vorherbestimmte antivirale Menge, die ausreicht, gegen die Virusorganismen in vivo wirksam zu sein. Pharmazeutisch verwendbare Träger sind bekannte Materialien, die zum Zweck der Verabreichung von Medikamenten akzeptiert sind, und können feste, flüssige oder gasförmige Materialien sein, die sonst inert und medizinisch annehmbar sowie mit den aktiven Bestandteilen verträglich sind. 



   Diese pharmazeutischen Zubereitungen können parenteral, oder oder intranasal verabreicht oder als Suppositorium, als Inhalator, Salbe, Creme, Aerosol, Pulver oder Dampf verwendet oder als Nasentropfen u. dgl. eingenommen werden, wenn das Präparat zur Behandlung von Rhinovirusinfektionen verwendet wird. 



   Für derartige Infektionen werden die Zubereitungen oral oder parenteral in Dosen, berechnet als freies Flavan, von etwa 0, 125 pg bis 1, 25 mg/kg, vorzugsweise 0, 25 pg bis 0, 125 mg/kg, insbesondere 8 bis 30 g/kg Körpermasse verabreicht und in einer Einheitsdosisform, einige Male täglich in einer Menge von 10 pg bis 100 mg, zweckmässigerweise 0, 1 bis 10 mg/Einheitsdosis, verwendet. 



   Für die orale Verabreichung können feine Pulver oder Granulate Verdünnungs-, Dispergierund/oder oberflächenaktive Mittel enthalten und in Tropfen, in Wasser oder in einem Sirup ; in Kapseln oder Sachets im trockenen Zustand oder in einer nichtwässerigen Lösung oder Suspension, wobei Suspendiermittel zugesetzt werden können ; in Tabletten, wobei Bindemittel und Schmiermittel zugesetzt sein können ; oder in einer Suspension in Wasser oder einem Sirup dargereicht werden. 



  Wenn erwünscht oder notwendig, können Aromastoffe, Konservierungs-, Suspendier-, Verdickungsoder Emulgiermittel zugesetzt werden. Tabletten, Kapseln und Granulate werden bevorzugt und diese können überzogen werden. Anderseits werden die Zubereitungen als Lösung der Verbindung der Formel   (I)   in einem geeigneten Medium auf Ölbasis verabreicht. 



   Die Zubereitungen können auch intranasal unter Verwendung von Inhalatoren, Aerosolen oder Sprays oder durch Inhalation eines Dampfes, der die Verbindung der Formel (I) enthält, verabreicht werden. 



   Für die parenterale Verabreichung oder zur Verabreichung als Aerosole. Sprays oder Tropfen kann die Verbindung in wässeriger Lösung in einer Konzentration von etwa 0, 1 bis 10%, vorzugsweise 0, 1 bis 1%, insbesondere 0,2% Masse/Vol., präsentiert werden. Die Lösung kann Antioxydantien, Puffersubstanzen u. dgl. enthalten. 



   Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern, ohne dass diese jedoch hierauf beschränkt sein soll. 



   Beispiel 1 : a) Herstellung von   2', 4'-Dimethyl-2-hydroxychalkon  
12, 2 g Salicylalkohol und 14, 8 g 2',   4'-Dimethylacetophenon   wurden in 80 ml Äthanol gelöst und eine Lösung von 26,5 g Kaliumhydroxydpellets in 40 ml Wasser wurde unter Kühlen zugesetzt. 



  Die so erhaltene rote Lösung wurde 16 h bei Raumtemperatur stehengelassen und dann in einen   Oberschuss   an verdünnter Salzsäure gegossen. Das ausgefällte ölige Produkt wurde in Chloroform extrahiert und mit Wasser gewaschen und die Chloroformlösung eingedampft. Das Öl verfestigte sich bei Zerreiben mit Petroläther und der Feststoff wurde aus Toluol umkristallisiert, wobei 8, 20 g   2', 4'-Dimethyl-2-hydroxychalkon   erhalten wurden, Fp. 122 bis   123 C.   b) Herstellung von 2', 4'-Dimethylflavan
Die 8, 20 g des oben erhaltenen 2',   4'-Dimethyl-2-hydroxychalkons   wurden in 150 ml Äthanol suspendiert und 2,50 g Natriumborhydrid wurden portionsweise zugesetzt. Die Mischung wurde 30 min lang gerührt und die erhaltene Lösung über Nacht stehengelassen.

   Das Lösungsmittel wurde abdestilliert und der Rückstand in Chloroform gelöst und mit Wasser gewaschen. Bei Abdampfen des Chloroforms wurde das rohe Carbinolzwischenprodukt erhalten, das 2 h lang mit 100 ml Essigsäure am Rückfluss gekocht wurde. Bei Eindampfen wurde ein öliger Rückstand erhalten, der auf Aluminiumoxyd chromatographiert wurde, wobei mit Toluol eluiert wurde. Die Hauptfraktion nach 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 Abdampfen des Lösungsmittels wurde unter Vakuum destilliert, wobei 4, 80 g 2', 4'-Dimethylflavan erhalten wurden, Kp. 135 bis 145 C/107 Pa. 



   Beispiele 2 bis 39 : Auf ähnliche Weise, wie in Beispiel 1 b) beschrieben, wurden die folgenden Verbindungen hergestellt : 
 EMI5.1 
 
<tb> 
<tb> Beispiel <SEP> Verbindung <SEP> Fp. <SEP> ( C)
<tb> 2 <SEP> 4'-Methylflavan <SEP> 94
<tb> 3 <SEP> 7-Chlorflavan <SEP> 37 <SEP> - <SEP> 40 <SEP> 
<tb> 4 <SEP> 6-Chlor-4'-methylflavan <SEP> 132 <SEP> - <SEP> 134
<tb> 5 <SEP> 4', <SEP> 6-Dichlorflavan <SEP> 97 <SEP> - <SEP> 99
<tb> 6 <SEP> 4', <SEP> 6-Dimethylflavan <SEP> 90 <SEP> - <SEP> 91
<tb> 7 <SEP> 4', <SEP> 7-Dichlorflavan <SEP> 62 <SEP> - <SEP> 65
<tb> 8 <SEP> 7-Chlor-4'-methylfalavan <SEP> 77 <SEP> - <SEP> 78
<tb> 9 <SEP> 4'-Chlor-6-methylflavan <SEP> 89
<tb> 10 <SEP> 3', <SEP> 4'-Dichlorflavan <SEP> 76
<tb> 11 <SEP> 2', <SEP> 4'-Dichlorflavan <SEP> Kp.

   <SEP> 138 <SEP> - <SEP> 142/6,7 <SEP> Pa <SEP> 
<tb> 12 <SEP> 2',6'-Dichlorflavan <SEP> 87 <SEP> - <SEP> 89
<tb> 13 <SEP> 4'-Bromflavan <SEP> 78 <SEP> - <SEP> 79 <SEP> 
<tb> 14 <SEP> 2'-Methylflavan <SEP> 73 <SEP> - <SEP> 75
<tb> 15 <SEP> 3', <SEP> 4'-Dichlor-6-methylflavan <SEP> Kp. <SEP> 170 <SEP> - <SEP> 180/20 <SEP> Pa
<tb> 16 <SEP> 4'-Chlorflavan <SEP> 76-77 <SEP> 
<tb> 17 <SEP> 2'-Chlorflavan <SEP> Kp. <SEP> 130-135'C/13, <SEP> 3 <SEP> Pa <SEP> 
<tb> 18 <SEP> 3'-Chlorflavan <SEP> Kp.

   <SEP> 120-125  <SEP> 0/9, <SEP> 3 <SEP> Pa
<tb> 19 <SEP> 3'-Methoxyflavan <SEP> 53-55 <SEP> 
<tb> 20 <SEP> 4'-Fluorflavan <SEP> 66 <SEP> - <SEP> 67 <SEP> 
<tb> 21 <SEP> 4'-Brom-6-chlorflavan <SEP> 105 <SEP> - <SEP> 107 <SEP> 
<tb> 22 <SEP> 6-Fluorflavan <SEP> 66 <SEP> - <SEP> 68 <SEP> 
<tb> 23 <SEP> 6-Bromflavan <SEP> 58 <SEP> - <SEP> 59 <SEP> 
<tb> 24 <SEP> 6-Brom-4'-methylflavan <SEP> 129-130 <SEP> 
<tb> 25 <SEP> 6-Brom-4'-chlorflavan <SEP> 78 <SEP> - <SEP> 81
<tb> 26 <SEP> 2'-Methoxyflavan <SEP> 80-81 <SEP> 
<tb> 27 <SEP> 3'-Trifluormethylflavan <SEP> 64 <SEP> - <SEP> 65
<tb> 28 <SEP> 6-Methoxyflavan <SEP> 85-86 <SEP> 
<tb> 29 <SEP> 4', <SEP> 8-Dichlorflavan <SEP> Kp. <SEP> 137 <SEP> - <SEP> 142/8 <SEP> Pa
<tb> 30 <SEP> 2'-Hydroxyflavan <SEP> Kp. <SEP> 130 <SEP> - <SEP> 135/60 <SEP> Pa
<tb> 31 <SEP> 6-Chlorflavan <SEP> 71-72 <SEP> 
<tb> 32 <SEP> 3'-Methylflavan <SEP> Kp.

   <SEP> 114 <SEP> - <SEP> 120/13 <SEP> Pa
<tb> 33 <SEP> 4'- <SEP> (N, <SEP> N-Dimethylamino)-flavan <SEP> 77-78 <SEP> 
<tb> 34 <SEP> 4'-Aminoflavan <SEP> 85 <SEP> - <SEP> 87 <SEP> 
<tb> 35 <SEP> 4'-Isopropylflavan <SEP> 46 <SEP> - <SEP> 47 <SEP> 
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 
 EMI6.1 
 
<tb> 
<tb> Beispiel <SEP> Verbindung <SEP> Fp. <SEP> (OC)
<tb> 36 <SEP> 6-Chlor-4'-isopropylflavan <SEP> 117 <SEP> - <SEP> 119 <SEP> 
<tb> 37 <SEP> 8-Chlorflavan <SEP> Kp. <SEP> 155-160/10, <SEP> 7 <SEP> Pa <SEP> 
<tb> 38 <SEP> 6, <SEP> 8-Dichlorflavan <SEP> 74-76 <SEP> 
<tb> 39 <SEP> 4'-Chlor-6-äthylflavan <SEP> 61 <SEP> - <SEP> 63 <SEP> 
<tb> 
 
Versuche in vivo
Die Verbindung   41, 6-Dichlorflavan   wurde in Olivenöl B. P. in Konzentrationen von 3 und 1 mg/ml gelöst.   0, 1   ml aliquote Teile dieser Lösungen wurden Mäusen oral verabreicht. 



   Retro-orbitale Blutproben wurden 1/2 und 1 h nach der Verabreichung der Dosis und danach stündlich bis zu 7 h und dann wieder nach 24 h entnommen. Das Plasma aus diesen Blutproben wurde gesammelt und auf antivirale Wirksamkeit untersucht, wobei der oben beschriebene Fleckenhemmungstest angewendet wurde. Die gesamten Faeces jeder Maus wurden nach 24 h gesammelt und in einem Minimum von abs. Alkohol eingeweicht, welche Flüssigkeit dann durch den Fleckenhemmungstest auf antivirale Wirksamkeit getestet wurde. Die Gallenblasen der Mäuse wurden entfernt und jeweils mit 10   pl   abs. Alkohol extrahiert ; der Extrakt wurde ebenfalls nach dem Fleckenhemmungstest getestet. 



   Die antivirale Wirksamkeit wurde in den Plasmaproben bis 2 h nach der Verabreichung und in den   Gallenblasen- und   Faecesextrakten festgestellt. Durch Auftragen gegen eine Standardkurve wurden die Plasmakonzentrationen nach 1 h bei 2 bis 4 pM für Mäuse, die eine niedrigere Dosis erhielten, und bei 10 pM für Mäuse, die eine höhere Dosis erhielten (wobei die Dosen etwa 30 bzw. 100 mg/kg Körpermasse betrugen), bestimmt. 



   Intranasale Verabreichung-Simulation in vitro
Petrischalen wurden wie für den Fleckenhemmungstest vorbereitet und die ineinanderverlaufende Zellschicht mit einer Schicht von Agarosegel bedeckt. Die Verbindung   41,   6-Dichlorflavan   (1   pg) wurde in Äthanol gelöst und auf die Deckel der Petrischalen aufgebracht. Als das Äthanol verdampft war, wobei die Verbindung über die Innenseite der Deckel ausgebreitet war, wurden diese auf die Petrischalen gelegt. Eine ausreichende Menge der Verbindung war durch die Agaroseschicht gedrungen und bewirkte eine totale Hemmung der Fleckenbildung. 



   Im folgenden sind einige Beispiele für die mit den erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen hergestellten pharmazeutischen Zubereitungen angegeben ; diese wurden nach den in der Pharmazie bekannten Methoden erhalten. 



   1. Ein Inhalationsmittel zur Verwendung in einem Einblaseapparat wurde aus folgenden Be- standteilen hergestellt : 
 EMI6.2 
 
Tween 80 0, 5 g
Span 80 0, 5 g
Methyl-p-hydroxybenzoesäure 0, 1 g
Wasser auf   IM   ml. 



  2. Eine Suspension zur Verwendung als Nasentropfen wurde aus den folgenden Bestandteilen hergestellt : 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 
 EMI7.1 
 
Natriumchlorid 0, 5 g
Natriumlaurylsulfat 0, 1 g
Methyl-p-hydroxybenzoesäure 0, 1 g
Wasser auf 100 ml. 



   3. Kapsel I
4',   6-Dichlorflavan 6, 0 g   sprühgetrocknete Lactose 300, 0 g
Gelatinekapseln (Grösse 0) wurden jeweils mit 500 mg der Formulierung gefüllt, was 10 mg des aktiven Bestandteiles pro Kapsel ergab. 



   4.   Kapsel II   
 EMI7.2 
 
Maisstärke 20, 8 g
Polyvinylpyrrolidin 5, 2 g 
Gelatinekapseln (Grösse   1)   wurden jeweils mit 400 mg der Formulierung gefüllt, was 10 mg des aktiven Bestandteils pro Kapsel ergab. 



   5. Tablette aus 4', 6-Dichlorflavan
Eine Tablettenformulierung enthaltend eine Mischung von 10 mg 4', 6-Dichlorflavan, 90 mg Lactose, 10 mg Maisstärke und 1 mg Magnesiumstearat wurde durch Nassgranulieren hergestellt. 



   6. Tablettenformulierungen jeweils mit einem Gehalt an einem der Flavanderivate der Beispiele 5 bis 55 wurden nach der unter 5. beschriebenen Methode hergestellt. 



   7. Ölformulierung von 4', 6-Dichlorflavan 
 EMI7.3 
 
Die Verbindung wurde im Olivenöl zur Verwendung durch orale Verabreichung gelöst. 



   8. Verschiedene Flavanderivate wurden nach dem Fleckenreduktionstest getestet und ihre   ED s, gegen   Rhinovirus Serotype 1B festgestellt. 
 EMI7.4 
 
<tb> 
<tb> 



  Flavanderivat <SEP> ED <SEP> so <SEP> (pM)
<tb> 4', <SEP> 6-Dichlor- <SEP> 0,0014
<tb> 4'-Methyl-6-chlor- <SEP> 0, <SEP> 0023
<tb> 4'-Methyl- <SEP> 0, <SEP> 0125
<tb> 6-Methoxy- <SEP> 0, <SEP> 0125
<tb> 2'-Methyl-0, <SEP> 015
<tb> 4'-Chlor-7-methyl- <SEP> 0, <SEP> 0155
<tb> 3', <SEP> 4'-Dichlor-6-methyl- <SEP> 0, <SEP> 017
<tb> 4'-Fluor-0, <SEP> 0175
<tb> 4'-Brom-6-chlor- <SEP> 0, <SEP> 021
<tb> 4'-Brom-0, <SEP> 036
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 8> 

 
 EMI8.1 
 
<tb> 
<tb> Flavanderivat <SEP> ED <SEP> (pM)
<tb> 4'-Chlor-0, <SEP> 04
<tb> 3', <SEP> 4' <SEP> -Dichlor- <SEP> 0, <SEP> 04
<tb> 4', <SEP> 6-Dimethyl- <SEP> 0,042
<tb> 2', <SEP> 6'-Dichlor <SEP> 0,048
<tb> 4', <SEP> 7-Dichlor- <SEP> 0,048
<tb> 4'-Amino-0, <SEP> 05
<tb> 6-Chlor-0, <SEP> 05
<tb> 2', <SEP> 4'-Dichlor- <SEP> 0,064
<tb> 4'-Acetoxy-0, <SEP> 067
<tb> 7-Chlor-0, <SEP> 07
<tb> 4'-Methyl-7-chlor-0,

   <SEP> 083
<tb> 2'-Chlor-0, <SEP> 112 <SEP> 
<tb> 3'-Methoxy- <SEP> 0,125
<tb> 6-Methyl-0, <SEP> 15 <SEP> 
<tb> 4'-N, <SEP> N-Dimethylamino- <SEP> 0,265
<tb> 3'-Chlor-0, <SEP> 27
<tb> 3'-Methyl- <SEP> 0, <SEP> 29
<tb> 2'-Methoxy-0, <SEP> 37
<tb> 2'-Hydroxy- <SEP> 0, <SEP> 78
<tb> 3'-Trifluormethyl- <SEP> 1, <SEP> 4
<tb> 
 
PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von neuen mono-, di-und trisubstituierten Flavanderivaten der allgemeinen Formel 
 EMI8.2 
 

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Claims (1)

  1. worin R1 und R1' Substituenten aus der Gruppe Halogen, Cyano, Trifluormethyl, nied. Alkylamino, nied. Alkyl und Wasserstoff, und R"und R 'Substituenten aus der Gruppe Halogen, Cyano, Trifluormethyl, nied. Alkyl, nied. Alkoxy, mit Ausnahme von 4'-nied.Alkoxy, Amino, nied. Alkylamino, Hydroxy, mit Ausnahme von 4'-Hydroxy, und Wasserstoff bedeuten, mit der Massgabe, dass, wenn R2 und R21 Wasserstoffatome darstellt, einer der Substituenten R und R''eine andere Bedeutung als Wasserstoff oder nied.
    Alkyl hat, und mit der weiteren Massgabe, dass mindestens einer der <Desc/Clms Page number 9> Substituenten R', R ', R'und R''Wasserstoff darstellt, und deren pharmazeutisch verwendbaren Salze, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel EMI9.1 worin R', R'', R und R 'die obige Bedeutung haben, reduziert und dann cyclisiert oder cyclisiert und dann reduziert und gegebenenfalls anschliessend durch Umsetzung einer erhaltenen Verbindung, welche einen Amino- oder Hydroxysubstituenten enthält, in einem wässerigen Medium mit einer geeigneten Mineralsäure oder einer organischen Säure oder einer Base ein Salz bildet.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reduktion der Verbindung der Formel (II) unter Verwendung eines gemischten Metallhydrids in einem Ätherlösungsmittel und die darauffolgende Cyclisierung unter Verwendung eines Säurekatalysators durchführt.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als Hydrid Natriumborhydrid und als Ätherlösungsmittel Tetrahydrofuran sowie als Säure Essigsäure einsetzt.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man Ausgangsverbindungen der Formel (II) einsetzt, worin einer der Substituenten R'und R" Wasserstoff ist.
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man Ausgangsverbindungen der Formel (II) einsetzt, worin einer der Substituenten R2 und R2'Wasserstoff ist.
    6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man Ausgangsverbindungen der Formel (II) einsetzt, worin RI ein anderer Substituent als Wasserstoff in Stellung 6 ist.
    7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man Ausgangsverbindungen der Formel (II) einsetzt, worin R2 ein anderer Substituent als Wasserstoff in Stellung 4'ist.
    8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass man Ausgangsverbindungen der Formel (II) einsetzt, worin R oder R Chlor, Cyano oder R2 Hydroxy bedeutet.
    9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass man Ausgangsverbindungen der Formel (II) einsetzt, worin R 1 und R2 jeweils Chlor bedeuten.
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