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Die Erfindung betrifft einen Skibindungsteil, der in einem Bindungsgehäuse an einem Tragteil symmetrisch angeordnete, zweiarmige Sohlenhalter aufweist, die jeweils mit einem Arm am Schuh anliegen und mit dem zweiten Arm an einem unter der Wirkung einer Feder stehenden, im Gehäuse verstellbar gelagerten Bauteil anliegen, und in einer Ebene etwa parallel zur Schuhsohle bzw. zur Skioberseite relativ zum Gehäuse verschwenkbar sind, wobei die zweiten Arme der Sohlenhalter zwischen dem einen Ende einer im Gehäuse angeordneten in Skilängsrichtung verlaufenden Stellschraube und einer Seite eines nach oben abgewinkelten Führungsteils des Tragteils gehalten sind, welcher Führungsteil mit seiner andern Seite eine Abstützung für die Feder bildet, und das andere Ende der Stellschraube in dem den Sohlenhaltern abgewandten Bereich des Gehäuses vorgesehen ist.
Ein Skibindungsteil der eingangs beschriebenen Art ist etwa in der AT-PS Nr. 321170 beschrieben. Bei dieser bekannten Ausführung sind die beiden Sohlenhalter um skifeste, senkrecht zur Lauffläche angeordnete Achsen verschwenkbar. Diese Ausführungsform hat sIch auch in der Praxis seit vielen Jahren bewährt. Nachteilig ist lediglich bei der Montage das Vorhandensein der beiden Achsen, da diese als zusätzliche Bauteile eingesetzt und gegen Verlust vernietet werden müssen.
Im Fall einer allfälligen Reparatur sind dann die Achsen zusätzlich zu entfernen und gemeinsam mit den Winkelhebeln zu erneuern. Schliesslich erhöhen die beiden Achsen, wenn auch geringfügig, das Gesamtgewicht des Bindungsteils.
Die Erfindung sieht eine Verbesserung der bekannten Ausführung darin, dass die beiden Sohlenhalter im Gehäuse ohne Verwendung von zusätzlichen Bolzen gelagert werden sollen.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass der Tragteil in jenem Bereich, in welchem sich die beiden Sohlenhalter mit einem ihrer Arme an ihm abstützen, je einen Fortsatz aufweist, welcher sich-in Draufsicht gesehen-schräg zur Skilängsrichtung und zu der benachbarten Skiseitenkante hin erstreckt, und dass jeder dieser Arme der einzelnen Sohlenhalter eine Durchbrechung aufweist, welche vom zugehörigen Fortsatz des Tragteils durchsetzt ist.
Auf diese Weise erübrigt sich die Verwendung von gesonderten, als Achse wirksamen Schwenkbolzen, wodurch auch die Montage und eine allfällige Reparatur wesentlich vereinfacht wird, weil die Verankerung der beiden Sohlenhalter durch Einführen der Durchbrechung der einzelnen Sohlenhalter am zugehörigen Fortsatz bewerkstelligt werden kann.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass zwischen der Innenwand des Führungsteils und der Aussenwand der einzelnen Sohlenhalter je eine das Verschwenken erleichternde Kippabstützung vorgesehen ist, welche durch je einen vorzugsweise an den einzelnen Sohlenhaltern ausgestalteten abgerundeten Ansatz gebildet ist.
Aus Herstellungsgründen ist es vorteilhaft, wenn die einzelnen Fortsätze aus dem Material des Tragteils ausgebildet sind, und diese mit der Längsachse einen Winkel von etwa 30 bis 60 , vorzugsweise einen Winkel von 40 bis 500 einschliessen, wobei jeder freie Endbereich der einzelnen Fortsätze nochmals zur benachbarten Skiseitenkante hin weisend abgewinkelt sind. Durch die erfindungsgemässge Winkellage wird der erforderliche Schwenkbereich der einzelnen Sohlenhalter bestimmt ; die Abwinkelung dient als ein Anschlag für das seitliche Verschwenken.
Um einen sicheren Halt der einzelnen Sohlenhalter zu gewährleisten, anderseits einem unerwünschten Verklemmen derselben während eines Auslösevorganges vorzubeugen, weist der Fortsatz erfindungsgemäss einen etwa quaderförmigen Querschnitt auf und die Durchbrechung ein langlochartiges Gebilde auf.
Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden nun an Hand der Zeichnungen, die ein Ausführungsbeispiel darstellen, näher beschrieben. Hiebei zeigen : Fig. 1 einen erfindungsgemässen Skibindungsteil mit eingesetztem Skischuh in der Abfahrtsstellung, entlang der Linie I-I der Fig. 5 im Schnitt, Fig. 2 den Skibindungsteil nach Fig. l in einer Auslösestellung, Fig. 3 den Tragteil des Skibindungsteils ohne Sohlenhalter im Aufriss, Fig. 4 eine Vorderansicht zu Fig. 3, Fig. 5 den Aufriss zu Fig. 1, Fig. 6 einen Schnitt entlang der Linie VI-VI der Fig. 4, wobei nur Bereiche des Tragteils dargestellt sind, die Fig. 7 und 8 in einander zugeordneten Rissen einen Sohlenhalter, wobei die Fig. 7 eine Draufsicht und die Fig. 8 eine Seitenansicht des Sohlenhalters sind.
Auf der Oberseite --la-- eines Skis --1-- ist ein näher nicht bezeichneter Skibindungsteil
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kann. Am Tragteil --13-- sind eine Grundplatte --13a--, ein von diesem nach oben abgewinkelter Führungsteil --13b-- sowie eine im wesentlichen parallel zur Grundplatte --13a-- verlaufende Kon- sole, --13c-- erkennbar. In der Grundplatte --13a-- ist eine Bohrung --14a-- zur Aufnahme einer Achse --16-- erkennbar, an welcher höhenverstellbar eine Stellschraube --17-- angeordnet ist.
Mittels der Stellschraube --17-- kann ein Sohlenniederhalter --15-- entlang der Achse --16-- in Höhenrichtung verstellt werden, um den Skibindungsteil an unterschiedlich starke Skischuhsohlen anzupassen. Diese Massnahme ist für sich bekannt und bildet keinen Gegenstand der Erfindung.
Parallel zur Grundplatte-13a-verlaufen beidseitig zur Achse --16-- Stützflächen --13d--, welche gemeinsam mit der Grundplatte --13a-- zwei am Tragteil --13-- symmetrisch angeordnete, zweiarmige Sohlenhalter --3-- in Höhenrichtung begrenzen. Jeder Sohlenhalter --3-- weist einen ersten Arm --4-- auf, an welchem ein nur angedeuteter Ski schuh --8-- anliegt, sowie einen zweiten Arm --5-- auf, welcher von einem unter der Wirkung einer Feder --9-- stehenden Bauteil --10-beaufschlagt gegen die eine Seite des Führungsteils --13b-- gedrückt wird. Der Bauteil --10-weist eine Stützfläche --10a-- und eine Zugstange-lOb-auf, welche miteinander eine Einheit bilden.
An der dem Führungsteil --13b-- zugewandten Seite der Stützfläche --10a-- sind die Arme - der beiden Sohlenhalter --3-- durch die Feder --9-- beaufschlagt. Die Zugstange-lObdes Bauteils --10-- durchsetzt den Führungsteil --13b-- und weist an seinem dem Tragteil --13-abgelegenen Endbereich ein Gewinde-lOo-auf, mit welchem eine Stellschraube --11-- im Eingriff steht. Die Feder --9-- stützt sich mit ihrem einen Ende an einem Federteller --18-- ab, welcher in den Führungsteil --13b-- eingesetzt ist, und mit ihrem andern Ende an der Stellschraube - ab.
Zur Änderung der Vorspannung der Feder --9-- und somit zur Änderung der Kraft, gegen welche einer der beiden Sohlenhalter verschwenkbar ist, weist die Schraube an ihrem Kopf --11a-- einen Schlitz --11b-- auf, in welchen ein geeignetes Werkzeug, z. B. ein Schraubendreher oder eine Münze, einsetzbar ist. Auch dieser Aufbau des Skibindungsteils ist für sich bekannt.
Neu und erfinderisch ist hingegen die Lagerung der beiden Sohlenhalter --3-- am Tragteil --13--. Zu diesem Zweck weist der Tragteil --13-- Fortsätze --13e-- auf, welche aus dem Material des Führungsteils --13b-- ausgearbeitet in der Richtung der einzelnen Sohlenhalter --3-- weisend ausgestaltet sind. Jeder Fortsatz --13e-- durchsetzt eine Durchbiegung --5a-- des ihm zugeordneten Armes --5-- des zugehörigen Sohlenhalters --3--. Jeder Sohlenhalter --3-- weist weiters an diesem Arm --5-- einen abgerundeten Ansatz --5b-- auf, mittels dessen er an der flachen Innenseite des Führungsteils --13b-- abgestützt gehalten ist.
Hiedurch entsteht eine Art Kippabstützung zwischen jedem Sohlenhalter --3-- und dem jeweiligen Stützbereich des Führungsteils --13b--, wobei anlässlich eines Verschwenkens eines der Sohlenhalter --3-- während eines Auslösevorganges der abgerundete Ansatz --5b-- des verschwenkten Armes --5-- am Führungsteil --13b-- eine Art Roll- bzw.
Abwälzbewegung durchführt. Mit andern Worten : das Verschwenken der einzelnen Sohlenhalter erfolgt nicht um eine tatsächliche oder geometrische Achse, sondern entlang einer, wenn auch geringfügigen, Berührungsfläche. Dabei ist der Querschnitt der beiden Fortsätze --13e-- etwa quaderförmig und die Durchbiegung --5a-- der einzelnen Arme --5-- der beiden Sohlenhalter --3-- etwa langlochartig, wie letztere Ausgestaltung am besten der Fig. 8 entnommen werden kann. Die Fig. 7 und 8 zeigen besonders gut den abgerundeten Ansatz --5b-- des Armes --5-- des Sohlenhalters --3--.
Weiters ist aus der Fig. 7 (nicht aus Fig. 1 und 2) der Aufbau jedes Sohlenhalters --3-- erkennbar, indem dieser einen Einsatz --3a-- aus einem Kunststoff trägt, wodurch die Reibungskräfte zwischen den einzelnen Sohlenhaltern --3-- und dem Skischuh --8-- in bekannter Weise verringert werden können. Weiters sind in den Fig. 1 und 2 Bohrungen --14b-- in der Grundplatte --13a-des Tragteils --13-- zur Aufnahme der angedeuteten Schrauben --2-- erkennbar. Die Bohrungen - 14b-- sind als Senkbohrungen ausgestaltet, um eine Reibung zwischen dem Kopf der einzelnen Schrauben --2-- und der Laufsohle des Skischuhes --8-- zu verhindern. Auch diese letztgenannten Merkmale und Ausgestaltungen sind für sich bekannt.
Die einzelnen Fortsätze --13e-- des Führungsteils --13b-- schliessen mit der Längsachse des Bindungsteils einen Winkel von etwa 450 ein. Dieser Winkel kann zwischen 30 und 600 variieren, insbesondere günstig wurde ein Winkelbereich von 40 bis 500 gefunden. Dadurch soll einerseits
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ein gutes Verschwenkvermögen für die einzelnen Sohlenhalter --3-- relativ zum Tragteil --13-ermöglicht sein und anderseits verhindert werden, dass der Sohlenhalter --3-- vom Tragteil --13-unerwünscht freikommt. Zu diesem Zweck sind die freien Endbereiche-13f-der beiden Fortsätze --13e-- in der Richtung zu der jeweils benachbarten Skiseitenkante--lb-- weisend abgewinkelt.
Hiedurch entsteht eine Art Verankerung jedes Sohlenhalters --3-- am zugehörigen Fortsatz --13e-des Tragteils --13--.
Die Montage eines so gestalteten Skibindungsteils ist denkbar einfach, da jeder Sohlenhalter --3-- durch dessen Aussparung --5a-- auf den zugehörigen Fortsatz --13e-- des Tragteils --13-aufgesetzt werden muss, wobei der freie Endbereich jedes Armes --5-- der einzelnen Sohlenhalter - zwischen dem Führungsteil --13b-- des Tragteils --13-- und der Stützfläche --10a-- des Bauteils --10-- zum Liegen kommen muss. Nachdem der Tragteil --13-- mit allen beschriebenen Bau-
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Fig. 1) zum Skibindungsteil zusammengebaut.
Durch die erfindungsgemässe Ausgestaltung des Skibindungsteils ist die Montage desselben bekannten früheren Ausführungen gegenüber wesentlich vereinfacht ; auch ein allfälliger Austausch eines Sohlenhalters oder beider Sohlenhalter kann in einfacher Weise bewerkstelligt werden, da keine vernieteten Bauteile von Halteachsen aufzubohren ist. Darüber hinaus ist das Gesamtgewicht des Skibindungsteils um das Gewicht der beiden Schwenkachsen der Sohlenhalter geringer.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel eingeschränkt. Es können Abwandlungen getroffen werden, ohne den Schutzumfang zu verlassen. Beispielsweise kann der abgerundete Ansatz aus dem Führungsteil ausgearbeitet sein, wobei in diesem Fall die Abstützfläche des zugehörigen Armes des Sohlenhalters flach (in der vertikalen Ebene verlaufend) sein kann.
Man kann aber auch sowohl an der Innenfläche des Führungsteils als auch auf der Aussenfläche des Armes abgerundete Ansätze vorsehen, welche eine Kippabstützung dieser beiden Bauteile ermöglichen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Skibindungsteil, der in einem Bindungsgehäuse an einem Tragteil symmetrisch angeordnete, zweiarmige Sohlenhalter aufweist, die jeweils mit einem Arm am Schuh anliegen und mit dem zweiten Arm an einem unter der Wirkung einer Feder stehenden, im Gehäuse verstellbar gelagerten Bauteil anliegen, und in einer Ebene etwa parallel zur Schuhsohle bzw.
zur Skioberseite relativ zum Gehäuse verschwenkbar sind, wobei die zweiten Arme der Sohlenhalter zwischen dem einen Ende'einer im Gehäuse angeordneten in Skilängsrichtung verlaufenden Stellschraube und einer Seite eines nach oben abgewinkelten Führungsteils des Tragteils gehalten sind, welcher Führungsteil mit seiner andern Seite eine Abstützung für die Feder bildet, und das andere Ende der Stellschraube in dem den Sohlenhaltern abgewandten Bereich des Gehäuses vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragteil (13) in jenem Bereich, in welchem sich die beiden Sohlenhalter (3) mit einem ihrer Arme (5) an ihm abstützen, je einen Fortsatz (13e) aufweist, welcher sich - in Draufsicht gesehen-schräg zur Skilängsrichtung und zu der benachbarten Skiseitenkante hin erstreckt, und dass jeder dieser Arme (5) der einzelnen Sohlenhalter (3)
eine Durchbrechung (5a) aufweist, welche vom zugehörigen Fortsatz (13e) des Tragteils (13) durchsetzt ist.