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Lösbare Holz-Eckverbindung für Möbelteile Die Erfindung betrifft eine lösbare Holz-Eckverbindung für Möbelteile, insbesondere zum Verbinden von plattenförmigen Möbelteilen, z. B. Rahmenteilen eines Bettgestells.
Eine derartige lösbare Eckverbindung ist z. B. aus dem deutschen Gebrauchsmuster G 85 35 593. 3 bekannt geworden. Der hier beschriebene Eckverbinder besteht vorzugsweise aus einem zylindrischen Stift, der in jedem zu verbindenden Teil in einer zugeordneten zylindrischen Bohrung steckt. Nachteil dieses Eckverbinders ist, dass er nur in Längsrichtung des zylindrischen Stiftes hohe Kräfte aufnehmen kann, während in Querrichtung des Stiftes nur eine geringe Belastung der Eckverbindung möglich ist.
Aus der Offenlegungsschrift DE 23 53 684 A1 ist eine Eckverbindung für plattenförmige Holzteile bekannt geworden, wobei die zu verbindenden Teile durch eingreifende Arretierungsglieder an einer gegenseitigen Verschiebung in Gehrungsrichtung gehindert werden, wobei die Arretierungsglieder aus einer in eine Zentriernut eingreifenden Zentrierfeder bestehen. Auch diese Verbindung weist den Nachteil auf, dass sie teilweise nur geringen Belastungen standhält, so
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dass die Verbindung vorzugsweise durch Verleimen oder Heisskleben verstärkt wird.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine lösbare HolzEckverbindung der eingangs genannten Art weiterzubilden, wobei eine Verbindung geschaffen werden soll, die einerseits ohne Werkzeug leicht lösbar ist und andererseits in allen drei Raumrichtungen hohe Kräfte aufnehmen kann.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Erfindungsgemäss ist ein etwa quaderförmiges Eckverbindungsteil vorgesehen, das an mindestens zwei Seitenflächen sich in Längsrichtung erstreckende, im Querschnitt etwa trapezförmige Nuten aufweist, wobei die mindestens zwei miteinander zu verbindenden Möbelteile sich entlang der Stirnseite erstreckende, im Querschnitt etwa trapezförmige Federn aufweisen, die spielfrei in die Nuten des Eckverbindungsteils eingreifen, wobei sich die Nuten als auch die Federn gleichermassen in Längsrichtung keilförmig oder pyramidenförmig verengen, so dass sich eine selbstverfestigende, hochbelastbare Verbindung zwischen den Möbelteilen und dem Eckverbindungsteil ergibt.
In vorteilhafter Weise wird durch die im Querschnitt etwa trapezförmige NutFeder-Verbindung eine hohe Belastbarkeit im Verbindungsbereich erzielt, während durch die keilförmig bzw. pyramidenstumpfförmig zulaufenden Nuten bzw. Federn beim Einführen der Federn in die Nuten eine selbstverfestigende, spielfreie Verbindung entsteht, die jedoch durch Krafteinwirkung in Öffnungsrichtung der keilförmigen Nuten wieder leicht lösbar ist.
In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist die Holz-Eckverbindung Teil eines Bettgestells, das mehrere mit den Eckverbindungsteilen verbundene Möbelteile in Form von Front-, Rück- und Seitenteilen umfasst. Nachdem an den aussenliegenden Rahmenteilen des Bettgestells eine entsprechende Gehrung angebracht ist, kommt es zu einem sehr exaktem Passsitz der einander zugeordneten Gehrungen der zusammenzusetzenden Holzteile, weil die Eckverbindung spielfrei hohe Lasten übertragen kann und die Gehrungsschnitte dann in engem Passsitz zusammenhalten.
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In vorteilhafter Weise erstrecken sich die trapezförmigen Nuten über die gesamte Länge des Eckverbindungsteils, und ebenfalls über die gesamte Länge der Stirnseiten der zusammenzusetzenden Möbelteile.
In einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Eckverbindungsteil als Möbelfuss oder Teil eines Möbelfusses des Bettgestelles ausgebildet. Sofern das Eckverbindungsteil nur einen Teil des Möbelfusses darstellt, ist der Möbelfuss vorzugsweise im Querschnitt etwa L-förmig ausgebildet und umfasst zwei miteinander verbundene Aussenleisten und zwei miteinander und jeweils mit den Aussenleisten verbundene Innenleisten, wobei die Innenleisten kürzer ausgebildet sind als die Aussenleisten, so dass die Aussenleisten nach oben über die Innenleisten hervorstehen.
Das Eckverbindungsteil liegt nun mit einer Stirnseite auf den Stirnflächen der Innenleisten auf und liegt mit zwei seiner Seitenflächen an den Innenseiten der Aussenleisten an. Eine feste Verbindung zwischen Eckverbindungsteil und Innenbzw. Aussenleisten kann z. B. durch Verleimen erzielt werden.
Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Aussenleisten des Möbelfusses und die Seiten-, Front- und Rückteile des Bettgestells mit auf Gehrung geschnittenen Randleisten abgedeckt sind, die mit den Möbelfüssen und den Seiten-, Front- bzw. Rückteilen verbunden sind.
In einer weiteren Ausgestaltung sind die Seitenteile und/oder die Front-/Rückteile an ihrer Unerkante mit einer sich in Langsrichtung erstreckenden Auflageleiste versehen, die im wesentlichen zur Auflage des Lattenrostes dient. Die Auflagenleiste ist im Querschnitt so ausgeformt, dass sich zwischen ihr und den Seiten-, Front- oder Rückteilen eine nach oben geöffnete Nut ausbildet. Mit Hilfe dieser Nut können vorteilhaft zusätzliche Möbelteile oder Zusatzteile am Bettgestell angeordnet werden, wobei diese zusätzlichen Möbelteile mindestens einen sich rechtwinklig nach unten entlang der Innenseite eines Seiten-, Frontoder Rückteils erstreckenden Einhängeschenkel aufweisen, wobei das Schenkelende des Einhängeschenkels in die durch die Auflageleiste gebildete Nut eingreift.
Dadurch wird das Möbelstück unterstützt durch die von der Matratze auf den Einhängeschenkel ausgeübte Kraft sicher am Bettgestell gehalten. Ein
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solches Möbelstück könnte z. B. ein Nachtkästchen, eine Ablage, oder eine
Rückenlehne sein.
Zur weiteren Stabilisierung der Verbindung sind die Auflageleisten vorzugsweise an ihren Enden auf Gehrung geschnitten, so dass sie im engen Passsitz zusammenhalten.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter
Bezugnahme auf mehrere Zeichnungsfiguren näher erläutert. Dabei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung weitere Merkmale und Vorteile der
Erfindung hervor. Im konkreten Beispiel ist ein Bettgestell gezeigt, welches durch die erfindungsgemässe Holz-Eckverbindung zusammengehalten wird.
Es zeigen: Figur 1: Eine Draufsicht auf ein Bettgestell mit erfindungsgemässer Holz-
Eckverbindung ; Figur 2 : Seitenansicht des Bettgestells gemäss Figur 1; Figur 3 : Grundriss des Bettgestells gemäss Figuren 1 und 2 im Schnitt; Figur 4 : Schnitt durch einen Fuss des Bettgestells entlang Schnittlinie G3-
G4 in Figur 2; Figur 5 : perspektivische Ansicht eines Fusses des Bettgestells mit integriertem Eckverbindungsteil; Figur 6 : Schnitt durch das Bettgestell im Eckbereich gemäss Schnittlinie
G1-G2 in Figur 2; Figur 7 : Schnitt durch das Bettgestell im Eckbereich entlang Schnittlinie
A1-A2 in Figur 1 ; Figur 8 : Schnitt durch das Bettgestell im Eckbereich gemäss Figur 7 mit aufgesetztem zusätzlichen Möbelteil.
Die Figuren 1 und 2 zeigen eine Draufsicht bzw. Seitenansicht eines Bettgestells 1, welches im wesentlichen besteht aus vier Fussteilen 5, mit welchen jeweils zwei Seitenteile 6 sowie ein Front- und ein Rückteil 7 verbunden sind. Das Bettgestell ist an der Oberseite mit einer umlaufenden Randleiste 2 versehen, sowie innenseitig mit einer vorzugsweise umlaufenden Auflageleiste 3 für den
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Lattenrost, wobei zwischen Auflageleiste 3 und Seiten- bzw. Front- und Rückteil eine nach oben geöffnete Nut 4 ausgebildet ist.
Wie man in Figur 3 erkennt, sind die Seitenteile 6 bzw. Front- und Rückteil 7 mittels eines Eckverbindungsteils 16 miteinander verbunden, welches Eckverbindungsteil 16 jeweils im Fuss 5 des Bettgestells 1 angeordnet ist.
Figur 4 zeigt den Aufbau eines Fusses 5 des Bettgestells 1, welcher im wesentlichen besteht aus zwei Aussenleisten 8, 9, die über eine Nut-FederVerbindung 10, 11miteinander verbunden sind, sowie zwei mit den Aussenleisten 8,9 verbundenen sowie untereinander verbundenen Innenleisten 12,13, die ebenfalls über eine Nut-Feder-Verbindung 15 miteinander verbunden sind.
In Figur 5 erkennt man, dass die Innenleisten 12,13 kürzer ausgebildet sind als die Aussenleisten 8,9 des Fusses 5, so dass die Aussenleisten 8,9 nach oben über die Innenleisten 12,13 hervorstehen. Jeweils in der Ecke zweier verbundenen Aussenleisten 8,9 ist das Eckverbindungsteil 16 angeordnet, welches in seiner Länge derart ausgebildet ist, dass es mit der unteren Stirnseite auf den Innenleisten 12,13 aufliegt und oben bündig mit den Aussenleisten 8,9 abschliesst. Die freien Seitenflächen des Eckverbindungsteils 16 weisen jeweils eine in Längsrichtung verlaufende, im Querschnitt etwa trapezförmig ausgebildete Nut 17, 18 auf, wobei man erkennt, dass sich die Nuten 17, 18 in Längsrichtung nach unten etwa keilförmig verengen. Die Nuten 17,18 sind also in ihrem oberen Bereich weiter als im unteren Bereich.
Figur 6 zeigt nun, dass die Seiten- bzw. Front-/Rückteile 6,7 mit dem Eckverbindungsteil 16 verbunden sind, in dem die Seiten-; Front- bzw. Rückteile 6,7 an ihren Stirnkanten mit im Querschnitt etwa trapezförmigen Federn 19,20 versehen sind, die spielfrei in die Nuten 17,18 des Eckverbindungsteils 16 eingreifen, wobei sich die Federn 19,20 in gleicher Weise wie die Nuten 17, 18 in Längsrichtung keilförmig nach unten verengen, so dass sich beim Einsetzen der Federn 19,20 in die Nuten 17, 18 eine selbstverfestigende, hochbelastbare Verbindung zwischen den Möbelteilen 6,7 und dem Eckverbindungsteil 16 ergibt.
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Ferner erkennt man in Figur 6 deutlich die Auflageleiste 3, die jeweils an der
Innenseite der Möbelteile 6,7 angeordnet ist, wobei sich zwischen Auflageleiste 3 und Möbelteilen 6,7 eine nach oben offene Nut 4 ausbildet.
Auf den Möbelteilen 6,7 bzw. dem Möbelfuss 5 und dem Eckverbindungsteil 16 liegt die bereits erwähnte Randleiste auf, die in den Verbindungsbereichen auf Gehrung geschnitten ist, so dass sich ein ausserordentlich guter Passsitz ergibt.
Gleiches gilt auch für die Auflageleiste 3, die in ihren Verbindungsbereichen ebenfalls auf Gehrung geschnitten ist.
In den Schnittdarstellungen gemäss Figuren 7 und 8 erkennt man deutlich die keilförmige Verengung der Nut 18 des Eckverbindungsteils 16 in welche Nut 18 die Feder 20 des Seitenteils 6 eingreift. Ferner erkennt man die am unteren Ende des Seitenteils 6 angeordnete Auflageleiste 3, die über eine Nut-FederVerbindung 21, 22 in dem Seitenteil 6 eingepasst und mit diesem verleimt ist.
Zwischen dem Seitenteil 6 und der Auflageleiste 3 verbleibt eine nach oben geöffnete Nut 4, welche den Zweck hat, ein zusätzliches Möbelteil am Bettgestell 1 zu halten.
Figur 8 zeigt eben diese zusätzliche Anbringung eines Möbelteils 24 in Form einer Auflage, das einen nach unten abgewinkelten Einhängeschenkel 25 aufweist, der sich entlang der Seitenwand 6 nach unten in Richtung der Nut 4 erstreckt. Das Möbelteil 24 liegt einerseits auf der Randleiste 2 auf, wobei das Schenkelende 26 des Einhängeschenkels 25 in die Nut 4 eingreift, die zwischen Auflageleiste 3 und Seitenteil 6 ausgebildet ist. Das Möbelteil 24 ist also in der Nut 4 eingehängt und damit fest am Bettgestell 1 verankert. Zusätzlichen Halt erfährt dieses Möbelteil 24 dadurch, dass der auf der Auflageleiste 3 aufliegende Lattenrost am Einhängeschenkel 25 anliegt sowie auch die auf dem Lattenrost aufgebrachte Matratze oder Bettauflage.
Somit lassen sich Ablageflächen, Nachtkästchen, Rückenlehnen, Regale etc. am Bettgestell 1 leicht lösbar befestigen und auch in einfacher Weise entlang z. B. des Seitenteils 6 des Bettgestelles innerhalb der Nut 4 verschieben.
Das vorbeschriebene Ausführungsbeispiel einer Holz-Eckverbindung für ein Bettgestell ist keinesfalls beschränkend für die Erfindung aufzufassen. Es können selbstverständlich alle geeigneten Möbelteile mittels der erfindungsgemässen
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Holz-Eckverbindung miteinander verbunden werden, wobei der Einsatz der Holz- Eckverbindung in Bettgestellen eine höchstmögliche Flexibilität im Bettgestellbau bietet. Es können nämlich durch Einsatz der erfindungsgemässen Holz- Eckverbindung in einfacher Weise Bettgestelle mit verschieden langen Seitenteilen 6 bzw. verschieden langen Front-Rückteilen 7 zusammengesetzt werden, so dass sich ein Bettsystem ergibt, welches vom Benutzer beliebig kombinierbar ist.
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Zeichnungslegende
1 Bettgestell
2 Randleiste
3 Auflageleiste
4 Nut
5 Fuss
6 Seitenteil
7 Front-/Rückteil
8 Aussenleiste
9 - Aussen leiste
10 Nut
11 Feder
12 Innenleiste
13 Innenleiste
14 Nut
15 Feder
16 Eckverbindungsteil
17 Nut (trapez) 18 Nut (trapez) 19 Feder (trapez) 20 Feder (trapez) 21 Nut (Auflageleiste) 22 Feder (Auflageleiste) 23 Nut (Einhänge-) 24 Möbelteil (Ablage) 25 Einhängeschenkel 26 Schenkelende