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Die Erfindung betrifft ein Aufsprungkissen mit einem Schaumkern, der mit einer im wesent- lichen luftdichten Planenhülle umschlossen ist, die an den senkrechten Wänden des Aufsprungkissens Öffnungen aufweist.
Aufsprungkissen solcher Art dienen zum Abbremsen und Dämpfen eines im freien Fall daraufstürzenden Körpers, in den meisten Anwendungsfällen eines Menschen. Die Hauptanwendung ist daher bei etlichen Sportarten wie beispielsweise Hochsprung, Stabhochsprung usw. zu suchen.
Solche Aufsprungkissen bestehen aus einem Schaumkern, der möglichst elastisch sein soll, um ein weiches Landen zu ermöglichen. Sie haben weiters eine Planenumhüllung, die den Schaumstoff vor Verunreinigung und mechanischer Beschädigung bzw. Abnutzung schützt. Bei diesen Aufsprungkissen ergibt sich jedoch ein für die Sportler sehr unangenehmes Problem. Durch die elastische Federwirkung des Schaumstoffes entsteht ein Trampolineffekt, der dazu führt, dass der landende Sportler wieder in die Höhe katapultiert wird, wieder landet und auf diese Art und Weise noch einige Male auf und ab schwingt. Dieser Vorgang ist von den Sportlern sehr unerwünscht und wird als unangenehm empfunden.
Bei einem unglücklichen Auftreffen auf ein herkömmliches Sprungkissen kommt es überdies sogar vor, dass ein Sportler von dem Kissen heruntergeschleudert wird, auf hartem ungeeigneten Boden aufkommt und sich dabei verletzt.
Diese negativen Effekte können auch durch technische Lösungen, wie sie in den DE-OS 2540036 und 2335397 beschrieben sind, nicht beseitigt werden, weil die dort dargestellten Matten nur völlig freie Öffnungen in den Mattenüberzügen aufweisen, durch die ein rascher Luftaustausch und somit keine Beschränkung der Rückstellkraft eintreten kann.
Eine andere technische Lösung wird in der FR-PS Nr. 2. 068. 004 beschrieben, u. zw. ein aufblasbares Aufsprungkissen, dessen Aufprallschutzfunktion durch ständige Luftzu-und-abfuhr-etwa nach dem Prinzip einer Traglufthalle - erreicht wird. Um einen gewissen Innendruck zu halten, sind in dem Kissenüberzug gemäss dieser FR-PS Klappen und Ventile vorgesehen. Diese Lösung ist sehr aufwendig und verlässt das der Erfindung zugrundeliegende Prinzip der Ausnutzung der
Dämpfungseigenschaften von flexiblem Schaumstoff.
Die Erfindung setzt sich nun zur Aufgabe, den geschilderten Rückpralleffekt auszuschalten und damit das oben erwähnte Problem zu beseitigen, sowie ein Sprungkissen zu schaffen, welches den auftreffenden Körper aufnimmt, ohne ihn durch eine Trampolinwirkung nochmals in die Höhe zu werfen. Das heisst, die Rückprallhöhe soll annähernd auf Null reduziert werden.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Öffnungen durch an sich bekannte Klappen od. dgl. an der Aussenseite abgedeckt sind, welche nur nach der Aussenseite hin abhebbar sind.
Die Öffnungen mit den Klappen wirken wie Ventile, die es der Luft im Schaumstoff bzw. innerhalb der Planenhülle erlauben bei Komprimierung'derselben, beispielsweise bei der Landung eines Sportlers, rasch aus der Planenhülle zu entweichen, wobei die Ventilklappen nach aussen abgehoben werden. Der Schaumstoff wird dabei verformt. Infolge des elastischen Verhaltens des Schaumstoffes versucht dieser wieder in seine ursprüngliche Form zurückzukehren. Dabei müssen sich die Poren und Hohlräume wieder mit Luft füllen, wobei an den Ventilen die Luftströmrichtung umgedreht wird. Damit verschliessen sich jedoch die Ventilklappen und es entsteht ein Unterdruck innerhalb der Planenhülle, welchen der Schaumstoff durch seine Rückstellkraft nicht mehr überwinden kann.
Das bedeutet, dass das Aufsprungkissen keinesfalls zurückfedern, sondern vielmehr lediglich durch langsames Einströmen von Leckluft, welche beispielsweise durch Nähte, bei undichten Stellen der Ventile usw. einströmt, langsam in den ursprünglichen Zustand wieder zurückgeht.
Die Öffnungen in der Planenhülle können eingefasst sein, wodurch ein Einreissen der im Prinzip ausgestanzten Öffnungen der Planenhülle hintangehalten ist.
Die Klappen od. dgl. können im wesentlichen aus jedem elastischen Material hergestellt werden, jedoch ist es von Vorteil und optischer Unauffälligkeit, wenn sie aus dem gleichen Material wie die Planenhülle hergestellt sind. Die Klappen sind je nach Material entweder angeklebt, angeschweisst oder anvulkanisiert und-wenn sie nur einseitig befestigt sind-so angeordnet, dass das lose Ende beim Betrieb des Aufsprungkissens stets nach unten weist. Durch eine solche Befestigung sind die Klappen dauerhaft verbunden und ein zuverlässiges Schliessen und Öffnen ist gewährleistet.
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Gemäss einer weiteren besonderen Ausgestaltung der Erfindung sind die Klappen od. dgl. an zwei gegenüberliegenden Seiten mit der Planenhülle verbunden. Diese Ausgestaltung wirkt sich vorteilhaft auf die Lebensdauer der Klappen aus, da sie nicht lose weghängen können und daher vom Wind und Wetter praktisch nicht angegriffen werden. Ausserdem bildet diese Klappenform eine 100% ige Abdeckung der Öffnungen egal in welcher Lage sich das Aufsprungkissen befindet.
An Hand der Zeichnungen wird die Erfindung näher erläutert. Fig. l zeigt ein Aufsprungkissen mit durch Klappen verdeckten Öffnungen und Fig. 2 zeigt eine erfindungsgemässe Ventilöffnung ; Fig. 3 zeigt eine besondere Ausführungsform einer Ventilöffnung.
Das Aufsprungkissen gemäss Fig. 1 weist einen annähernd quaderförmigen Aufbau auf. Die Planenhülle --1-- ist annähernd luftdicht um den Schaumstoffkern angeordnet. Entlang des Umfanges sind Öffnungen vorgesehen, die durch Klappen-2-, welche an ihrem oberen Bereich --5-- mit der Planenhülle-l-durch Kleben verbunden sind. Die Klappen --2-- sind wie in Fig. 2 ersichtlich, nach aussen hin abhebbar. Sie werden durch die nach aussen strömende Luft, welche die öffnung --3-- nach aussen verlässt, abgehoben. Die Öffnung --3-- ist an ihrem Rand --4-- eingefasst, so dass ein Einreissen vermieden ist.
Fig. 3 stellt eine Ausführungsform der Klappe --2-- dar, wobei die Klappe --2-- an der Ober- --5-- und Unterseite --6-- mit der Planenhülle-l-verbunden ist. Die Öffnung --3-- in der Planenhülle-l-wird dabei nur lose überdeckt um ein rasches
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der Planenhülle und bei den Ventilen, die durch ein langsames Einströmen von Leckluft ein Wiederherstellen der Aufsprungkissenform durch die Rückstellkraft des Schaumstoffes ermöglichen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Aufsprungkissen mit einem Schaumkern, der mit einer im wesentlichen luftdichten Planenhülle umschlossen ist, die an den senkrechten Wänden des Aufsprungkissens Öffnungen aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (3) durch an sich bekannte Klappen (2) od. dgl. an der Aussenseite abgedeckt sind, welche nur nach der Aussenseite hin abhebbar sind.
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