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Die Erfindung bezieht sich auf eine Kunststoffknallpatrone, insbesondere mit einem Bodenteil aus Metall zur Aufnahme des Zündhütchens, wobei der Bodenteil in einen Kunststoffpatronenkörper eingesetzt ist und der Kunststoffpatronenkörper im Heckbereich eine Innenverzahnung zur Aufnahme des Bodenteils und der Bodenteil eine Aussenverzahnung mit flachen und gegen das Zündhüt- chen gerichteten steilen Zahnflanken aufweist.
Derartige Knallpatronen sind in den verschiedensten Konstruktionsvarianten bekanntge- worden, wobei jeweils angestrebt wurde, einerseits das Problem der Pulverraumbegrenzung und anderseits das Problem der begrenzten Belastbarkeit des Presssitzes zwischen Bodenteil und Kunst- stoffpatronenkörper (Kunststoffhülse) in den Griff zu bekommen.
Der Presssitz zwischen Bodenteil (vorzugsweise aus Metall) und Kunststoffpatronenkörper hat sich bei den bisher bekannten Knallpatronen nicht als unbedingt verlässliche Verbindung erwiesen.
In Abhängigkeit vom Gasdruckverlauf und von der Patronenlagerform kommt es häufig zur Aufwei- tung des Kunststoffpatronenkörpers mit dem Ergebnis, dass die Auszieherkralle den Bodenteil aus dem Patronenkörper herauszieht und der Fatronenkörper nicht mehr ganz ausgeworfen wird oder überhaupt im Patronenlager bleibt. In beiden Fällen tritt eine Funktionshemmung an der Waffe auf, die im zweiten Fall besonders unangenehm zu beheben ist.
Es besteht somit die Aufgabe, bei Patronen mit in eine Kunststoffhülse eingesetztem Bodenteil den Sitz so auszubilden, dass die gesamte Patrone verlässlich ausgeworfen wird.
Bei den bisher vorgeschlagenen Sitzen ist regelmässig eine Verzahnung vorgesehen, d. h. an
Kunststoffpatronenkörper und Bodenteil sind z. B. korrespondierende Ringrippen bzw. Ringrillen vorgesehen (vgl. CH-PS Nr. 370676, Nr. 611703 und Nr. 238162).
Bei den bekannten Sitzen mit einer Verzahnung mit flachen und gegen das Zündhütchen ge- richteten steilen Zahnflanken entsprach die Innenverzahnung des Kunststoffpatronenkörpers der
Aussenverzahnung des Bodenteils. Diese Ausbildungsform hatte den Nachteil, dass bei der Herstel- lung des Kunststoffpatronenkörpers beim Herausziehen des Spritzdornes die Innenverzahnung be- schädigt wurde, da die steilen Flanken der Verzahnung auf dem Spritzdorn über die steilen Flan- ken der Innenverzahnung des Kunststoffpatronenkörpers gezogen werden mussten. Auf Grund der beschädigten Innenverzahnung war in der Folge die erforderliche feste Verbindung zwischen Boden- teil und Kunststoffpatronenkörper nicht mehr gewährleistet.
Erfindungsgemäss ist zur Erzielung der angestrebten festen Verbindung zwischen Bodenteil und Kunststoffpatronenkörper vorgesehen, dass die Verzahnung des Kunststoffpatronenkörpers in bezug auf die Verzahnung des Bodenteils gegenläufig ausgeführt ist. Diese Ausbildungsform er- leichtert einerseits die Herstellung der Kunststoffpatronenkörper, da nun nicht mehr die steilen
Flanken der Verzahnung auf dem Spritzdorn über die steilen Flanken der Innenverzahnung, sondern nunmehr die flachen Flanken auf dem Spritzdorn über die flachen Flanken der Innenverzahnung gezogen werden, was naturgemäss leichter und ohne Beschädigung vorgenommen werden kann, und ergibt anderseits überraschenderweise eine bessere Verankerung des Bodenteils im Kunststoffpatronenkörper als bei der herkömmlichen korrespondierenden Verzahnung.
Überraschend deswegen, da bei der erfindungsgemässen Knallpatrone sich die steilen Flanken der Verzahnung auf dem Bodenteil nicht auf den korrespondierenden vorgebildeten steilen Flanken der Innenverzahnung abstützen können, sondern beim Aufbringen des Patronenkörpers auf den Bodenteil die Verzahnung des Bodenteils in die gegenläufige Verzahnung des Patronenkörpers gedrückt werden muss, wobei die Innenverzahnung verquetscht wird.
Weiterhin wurde gefunden, dass überraschenderweise ein festerer Sitz des Bodenteils im Kunststoffpatronenkörper erzielt wird, wenn erfindungsgemäss eine Verzahnungstiefe im Bereich von etwa 0, 1 bis 0, 2 mm, vorzugsweise kombiniert mit einem Zahnabstand im Bereich von etwa 0, 75 bis 2 mm, vorgesehen wird.
Erfindungsgemäss ist ferner vorgesehen, dass der Bodenteil unter Aussparung eines Zündkanals voll ausgeführt ist.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben, in denen Fig. 1 ein Längsschnitt durch einen erfindungsgemäss ausgebildeten Kunststoffpatronenkörper und Fig. 2 ein Längsschnitt durch den Bodenteil ist.
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Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Knallpatrone besteht aus einem Patronenkörper-l- aus Kunststoff und einem in dessen Heckabschnitt einsetzbaren Bodenteil --2-- aus Metall, der das Zündhütchen aufnimmt.
An der Innenwand des Patronenkörpers-l-sind im Bereich des Pulverraums Längs- rippen --3-- vorgesehen, der Heckabschnitt weist eine Innenverzahnung --4-- auf. Wie ersicht- lich ist der Innenraum --6-- des Patronenkörpers --1-- konisch ausgebildet.
Der Bodenteil --2-- weist eine zentrale Ausnehmung --7-- zur Aufnahme des Zündhütchens, einen daran anschliessenden Zündkanal --8--, sowie eine zur Innenverzahnung --4-- des Patronen- körpers --1-- gegenläufige Aussenverzahnung --5-- mit flachen Flanken --9-- und steilen Flan- ken --10-- auf.
Der Patronenkörper --1-- besteht aus einem geeigneten üblichen Kunststoff, insbesondere aus einem Thermoplast ; der Bodenteil --2-- aus Metall, z. B. einer Al-Legierung. Gegebenenfalls kann der Bodenteil --2-- aber auch aus einem Hartkunststoff, z. B. einem Polycarbonatharz, gebildet sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kunststoffknallpatrone, insbesondere mit einem Bodenteil aus Metall zur Aufnahme des Zündhütchens, wobei der Bodenteil in einen Kunststoffpatronenkörper eingesetzt ist, und der Kunststoffpatronenkörper im Heckbereich eine Innenverzahnung zur Aufnahme des Bodenteils und der Bodenteil eine Aussenverzahnung mit flachen und gegen das Zündhütchen gerichteten steilen Zahnflanken aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzahnung (4) des Kunststoffpatronenkörpers (1) in bezug auf die Verzahnung (5) des Bodenteils (2) gegenläufig ausgeführt ist.